Digital 328: Musik in Zeiten des Internets

Das Internet belastet das Verhältnis zwischen Musikern und ihrem Publikum schwer: Erstere halten letzteres – leicht pauschalisierend gesagt – für einen Haufen von Piraten und Schmarozer, der sich alles reinzieht, was Youtube und Spotify hergeben und dafür keinen müden Rappen herausrücken will.

Und letzteres findet es nicht so toll, von den ersteren kriminalisiert und mit den Verklärungen des alten Geschäftsmodell konfrontiert zu werden, als Tonträger das alleinseligmachende Mittel zum selbstbestimmten Musikkonsum war. Denn wir erinnern uns: Typischerweise enthielt eine Langspielplatte zwei gute Songs und 7 Tracks zum Auffüllen.

Wir wollen in diesem Streit nun die Seite der Musiker anhören: Im Studio ist Christoph Trummer. Er ist nicht nur Liedermacher, sondern auch Lobbyist für den Verein Musikschaffender Schweiz. Er diskutiert über den vermeintlichen Niedergang der Musikindustrie, Freud und Leid mit Streamingdiensten, das neue Urheberrecht (Agur12) und Chancen in der neuen Online-Welt.

Digital 327: Bald vorbei mit dem freien Web?

Wir starten mit einer netzpolitischen Analyse ins neue Digitaljahr: Welche Gefahren müssen wir – die wir das freie und offene Internet auch 2016 nicht aufgeben möchten – abwenden?

Im Studio legt Felix Huber dar, wo er die Bedrohungen verortet und wie wir dagegen anstinken – beispielsweise mit dem noch Ende 2015 zustande gekommenen Referendum gegen das neue Nachrichtendienstgesetz. Huber ist seines Zeichens Jungpolitiker und engagierter Verfechter der Freiheiten von uns Internetnutzern, und er war in Digital 298 schon einmal Gast bei uns.

Digital 326: Boom Shakalaka!

Und hier kommt er: Der dritte und letzte Teil des digitalen Realitätsabgleichs! Wir freuen und ärgern uns über digitale Inhalte und küren die Auf- und Absteiger – und kriegen die Kurve in dieser letzten Sendung des Jahres noch (auch wenn die Outtakes erahnen lassen, dass es auch hätte anders enden können).

An dieser Stelle bleibt uns noch, euch für die Aufmerksamkeit in diesem Jahr zu danken, viele schöne Gadgets und Nerdgeschenke, sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Wir hören uns auf der anderen Seite!

Digital 325: Mein Kabel ist nicht lang genug!

Und schon folgt der zweite Streich in unserem grossen techbezogenen Jahresrückblick, genannt «Der digitale Realitätsabgleich». Es gibt, nebst unnötigen Zoten, mädchenhaftem Gekicher und verpuffenden Pointen auch die gesammelten Erkenntnisse des versammelten Digitalteams, bestehend aus Kevin, maege und Matthias zu den Tops und Flops von 2015 – in dieser Folge spezifisch zu gescheiterten Apps, Web-Tops und Flops.

Und wir verraten nicht zuviel, wenn wir sagen, dass wir jetzt so weit sind, dass leidenschaftliche Emotionen hochkochen. Weil uns gerade im Softwarebereich dieses Jahr einiges zugemutet wurde!

PS: Bei dieser Folge fiel es uns wirklich schwer, einen Titel zu wählen. Zur Debatte standen auch:

«Die Scheinheiligkeit der Telkos» und «Websites, die nur noch vom Kabelbinder zusammengehalten werden»

Digital 324: Heute sprengen wir das unbeschränkte Datenvolumen!

Ladies and gentlemen, es ist wieder so weit: Das Digitalmagazin-Team hat sich in Frack und mit Gehstock und Monokel im Gala-Studio 2 von Radio Stadtfilter versammelt, um ohne Lachshäppchen und mit Null Champagner1 das digitale Jahr 2015 würdig zu Grabe zu tragen.

Diese Sause heisst bei uns bekanntlich, dass wir eine grosse Sause namens «Der digitale Realitätsabgleich» veranstalten und darüber urteilen, was uns das aktuelle Jahr in technischer Hinsicht gebracht hat. Wir küren Tops und Flops bei Gadgets und Apps, im Web und bei digitalen Inhalten und wir bestimmen die Auf- und Absteiger der vergangenen zwölf Monate.

Und auch dieses Jahr gibt es wieder: Kontroverse Meinungen, lahme Ausreden, anzügliche Zoten, versemmelte Running-Gags und gezwungen originelle Anmoderationen. Neu dieses Jahr: einige infantile Spielereien mit der Jingle-Maschine.

1Weil Technik-Chef Kai es verboten hat

Digital 323: Kevin lehrt die Norweger Spaghettikochen

Kevin sitzt in einer Blockhütte, blickt auf den Fjord und fängt sein Abendessen mit der Angelrute. Das ist zumindest die verklärte Vorstellung von Matthias, der im Studio in Winterthur sitzt und sich wieder einmal alle Mühe gibt, sich nicht aufs Thema zu konzentrieren. Das würde heute «Kummerbox Live» lauten und die Beantwortung von Hörerfragen beinhalten.

Stattdessen muss am Anfang dieses Digitalmagazins ausgiebig geklärt werden, warum Kevin in Norwegen ist, wie gut dort die Versorgung mit Internet ausfällt und mit welchen Startups das skandinavische Land beglückt.

Aber am Ende gibt es dann doch noch einige Antworten auf Hörerfragen. Nämlich: Warum ist Max’ Computer ständig auf 180 – beziehungsweise hundert Prozent CPU-Auslastung? Woher stammt die lästige Werbung in Arnolds Brwoser? Und wie kriegt Simon seine alten Festplatten im neuen Computer zum Laufen?

Und ja: Am Schluss finden wir tatsächlich heraus, was Kevin sich zum Abendessen kocht. Tipp: Im Titel der Sendung findet sich ein kleiner Hinweis darauf.

Digital 322: Finden wir Apple überhaupt noch toll?

Hat Apple sein Mojo verloren? Es gibt sie jedenfalls, die vom Glauben abgefallenen Fanboys – und viele Baustellen beim teuersten Konzern der Welt:

Die oftmals schlechte Softwarequalität, einfallslose Mee-Too-Produkte wie Apple Music, eine Uhr, die bislang nicht zum Inbegriff der Smartwatch geworden ist – und Ideen wie der neue Apple-TV, die vielleicht vor 5 Jahren noch revolutionär gewesen wären.

Trotzdem – das iPhone 6S verkauft sich bestens und die (mediale) Welt hält noch immer den Atem an, wenn Tim Cook eine Neuerung verkündet.

Ist das noch gerechtfertigt? Geht es bergab mit Apple, wie Matthias vermutet, der seit goldigen iPhones und goldenen Uhren zunehmend mit Apple hadert? Oder ist alles doch nicht so schlimm? Einer, der Apple zwar nicht alles durchgehen lässt, aber die Sache nicht für verloren hält, ist Jean-Claude Frick. Er bloggt über Apple und war schon mal bei uns in der Sendung (Tech-Prediger) und erklärt und, weswegen er auf absehbare Zeit nicht zu Google oder Microsoft überschwenkt.

Digital 321: Warum Software kein Freibier ist

Die freie Software hat die Welt verändert: Sie treibt heute die Mehrheit der Server an. Auf freier Software fusst Android, das populärste Smartphone-Betriebssystem der Welt. OS X von Apple basiert auf einem offenen Kern und selbst Microsoft arbeitet heute mit quelloffenen Produkten.

Wir haben diese Entwicklung Richard Stallman zu verdanken: Er hat vor dreissig Jahren die Free Software Foundation (FSF) gegründet und mit der Gnu General Public License die Lizenz geschaffen, mit der die freie Software überhaupt möglich wurde.

Anlässlich dieses Jubiläums spricht Matthias mit Matthias Kirschner von der Free Software Foundation Europe, dem europäischen Ableger von Stallmans Organisation:

  • Was ist die Bedeutung der freien Software heute?
  • Sind die grossen Unternehmen wie Google, Apple und Microsoft, die quelloffene Produkte verwenden, ernsthaft der Idee Stallmans verpflichtet oder doch nur Trittbrettfahrer?
  • Warum mögen Stallman und die FSF den Begriff der Open-Source nicht? Was ist der Unterschied, und warum ist der wichtig?
  • Weshalb verwenden nicht alle Entwickler die Vorgabe, dass freie Software ebenfalls als frei weitergegeben werden muss – das kennt man als Prinzip des Copylefts. Ist das nicht eine Verwässerung der reinen Lehre?
  • Und: Welche Kämpfe ficht die Free Software Foundation heute?

Ein Artikel zum Thema ist Ein radikaler Freiheitskämpfer aus dem Tagesanzeiger.

Digital 320: Killt das Smartphone den Fotoapparat?

Braucht es noch eine Kamera, jetzt, wo die Smartphones immer megapixliger werden? Werden das iPhone und Co. zum Totengräber der herkömmlichen Fotografie?

Kevin und Matthias besprechen diese Frage. Sie nehmen eine Einschätzung vor, wohin sich die Fotografie bewegt. Und natürlich gibt es Tipps zu einigen Apps, die man als Smartphonefotograf unbedingt kennen sollte.

Das in der Sendung erwähnte Video in 4k-Auflösung ist hier zu finden:

Digital 319: Eigenbrödelei als Tugend

Heute muss es mal gesagt sein! Wir Nerds, die wir tendenziell introvertierte Menschen sind, halten nicht mehr hinter dem Berg! Was fällt es dieser Gesellschaft ein, die Extrovertiertheit so viel höher zu schätzen und in Werbung und auf den typischen Stockfotos immer diese Gruppen von total happy Leuten zu zeigen, grinsend und irgendwie total gut drauf?

Wir halten drum fest: Wir mögen keinen Smalltalk und die gängigen Stehpartys sind uns ein Graus. Da drücken wir uns am Rand herum und wissen nichts mit uns anzufangen. Und wenn die Welt endlich mal bereit wäre, von uns Nerds zu lernen – dann würde sie einsehen, dass «Networking», wenn es denn ohne Patchkabel und Kabeltester stattfindet, ganz grosser Quatsch ist und noch nie jemals irgend etwas Gutes an einer Stehparty entstand.

Nachdem das nun endlich einmal gesagt ist, kommen wir in «Kummerbox Live» dazu, ein paar Fragen zu beantworten: Warum lassen sich am Android-Telefon keine Bilder mehr löschen? Woher stammen die seltsamen Symbole, die im Explorer die Miniaturansichten unkenntlich machen? Sind die Swiss-Editionen von Virenscannern besser als die ohne patriotischen Anstrich? Und: Wie bringt man die Website des Kantons dazu, vernünftig mit Videos umzugehen?