Nerdfunk 519: So stampft man einen Webshop aus dem Boden

Auch diese Woche sendet der Nerdfunk aus dem Heimstudio und ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Wir kümmern uns um eine Frage, die aus dem Publikum an uns herangetragen wurde: Was tut ein Florist, ein Gemüsebauer, ein Handwerker, Wirt oder sonst ein Gewerbetreibender, der seinen Laden schliessen und keine Kunden mehr bedienen kann?

Die Idee ist naheliegend: Er stampft einen Webshop aus dem Boden, verkauft die Waren übers Internet und lässt per Kurier liefern.

Doch geht das so einfach? Sollte man es wagen – oder besteht die Gefahr, dass zum Schock über die geschlossenen Läden noch der Frust über die Unwägbarkeiten des E-Commerce dazukommen? So knifflig das ist: Wir versuchen, in einer halben Stunde zu klären, wie der Verkauf via Netz klappen könnte. Weiterlesen →


Nerdfunk 518: Gefangen im Homeoffice

Die Zeiten sind vorbei, wo uns zum Stichwort «Corona» nur dieses schale, reichlich langweilige Bier eingefallen ist. Denn dieser Tage geht das Virus um – und wir ziehen uns zurück. Wer kann und darf, vermeidet das Arbeitskabäuschen beim Arbeitgeber und vor allem die Menschenansammlungen im Grossraumbüro. Stattdessen betreiben wir Telearbeit aus den eigenen vier Wänden.

Das klingt in der Theorie nach mehr Selbstbestimmung und weniger Überwachung durch den Chef. In der Praxis lauern diverse Hürden – natürlich solche technischer Natur. Aber es gibt auch die menschlichen Probleme: Die Koordination mit Kollegen ist schwieriger und anfälliger für Fehler. Und natürlich fehlt selbst uns introvertierten Nerds irgendwann der menschliche Kontakt – und dann droht die Vereinsamung.

Wir sprechen übers Homeoffice: Wie wir es selbst praktizieren und was sich bei uns bewährt hat – und welche Tipps und Tricks wir unbedingt empfehlen können. Und wir praktizieren das auch gleich für diese Sendung, die im Home-Studio entsteht. Weiterlesen →


Nerdfunk 517: So brausen wir durchs Internet

Die wichtigste Anwendung auf dem Computer – das ist bei den meisten Leuten nicht die Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation und auch nicht das Antivirenprogramm. Die Anwendung, ohne die heutzutage fast gar nichts mehr geht, ist der Browser: Das Programm, das uns das Internet erschliesst. Beziehungsweise, um ganz genau zu sein: Das World Wide Web.

Wir zollen diesem Programm Tribut – und wir schauen zurück auf die Browser, die wir intensiv benutzt und irgendwann mal hinter uns gelassen haben. Manche werden noch an den Netscape Navigator zurückdenken und sich mit einem gewissen Gruseln daran erinnern, dass es während einer viel zu langen Zeit kein Herumkommen um den Internet Explorer gab.

Heute schwören die einen auf Firefox und die anderen lassen nichts auf Chrome kommen. Ein paar verwegene Macianer sind mit Safari unterwegs. Sehr selten anzutreffen sind Windows-10-Anwender, die tatsächlich bei Microsofts Edge-Browser hängen geblieben sind. Und ganz wenige Nonkonformisten verwenden tatsächlich Opera, den Brave-Browser oder noch ein exotischeres Surfprogramm.

Wir diskutieren die Vor- und Nachteile der einzelnen Browser. Und wir zünden ein Tipp-Feuerwerk – denn die modernen Browser können mehr als man gemeinhin glaubt.

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Nerdfunk 516: Als wir unsere Unschuld verloren haben

Was haben wir eigentlich den lieben langen Tag getan, als es das Internet noch nicht gegeben hat? Ein Artikel in der britischen Zeitung «The Guardian» hat uns dazu gebracht, uns mit dieser Frage zu beschäftigen: Innocence lost: what did you do before the internet?

Die Autorin impliziert, wir hätten zwar eine globale Kommunikationsmöglichkeit erhalten, dafür aber mit unserer Unschuld bezahlt. Ist das melodramatisch und überzogen? Oder hat Leah McLaren einen Punkt?

Wir diskutieren den Verlust unserer Unschuld aus der Perspektive der Nerds, die dem Internet äusserst zugetan sind. Doch auch wir kommen nicht umhin zu attestieren, dass es zu einer Beschleunigung, zu einer Entmystifizierung und zu einer Art Schrumpfung der Welt beigetragen hat. Und ja, manchmal vermissen wir die Vorfreude, das Nichtwissen- und Nicht-Googeln-Können und die Langeweile, die ab und zu ganz unerwartet in Kreativität umschlägt.

Eine nostalgische Sendung – vielleicht mit oder vielleicht auch ganz ohne einer Moral am Ende… Weiterlesen →


Nerdfunk 515: Die ewigen Flaschenhälse

In Kummerbox Live bekommen wir es heute mit einem jener Probleme zu tun, die nie verschwinden – ganz gleichgültig, wie stramm der technische Fortschritt auch voranschreitet. Da sind jene Flaschenhälse, die scheinbar nie verschwinden – zum Beispiel die Speicherreserven, die immer genau im falschen Moment zur Neige gehen.

Dieses Problem kennen vor allem Leute, die ihre Mobilgeräte intensiv nutzen. Irgendwann ist das Smartphone oder das Tablet voll. Und dann? Löschen, aufräumen und auslagern, oder doch mehr Cloudspeicher kaufen

Nebst diesem lästigen Problem besprechen wir weitere knifflige Fälle: Wie bekommt man das digitale Familienleben unter einen Hut, wenn der eine ein Apple-Gerät, die andere aber ein iPhone braucht? (Oder umgekehrt.) Was lässt sich tun, wenn der Computer moniert, die Office-Version sei zu alt? Und woran liegt es, wenn sich ein Newsartikel nicht per Mail verschicken lässt? Weiterlesen →


Nerdfunk 514: Rechenpower aus der Wolke

Nach dem Fleisch und dem Essen ist es dringend notwendig, heute wieder ein absolutes Nerdthema aufzufahren. Verdienstvollerweise hat sich Digitchris eines ausgedacht: Das Cloud-Gaming.

Das ist eine spannende technische Möglichkeit, die es uns erspart, teure Hardware anzuschaffen. Unsere Geräte – egal ob Billig-Laptop, -Tablet oder Smartphone – dienen nur als Empfangsgerät, während das eigentliche Spiel auf teurer Hardware in einem Rechenzentrum läuft. Übertragen wird lediglich der Bildschirminhalt.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Man braucht sich keine High-End-Gaming-Maschine in die Wohnung zu stellen, die man als Gelegenheits-Gamer sowieso nicht ausreizt. Die Flexibilität ist viel grösser, weil man überall spielen kann, wo ausreichend schnelles Internet vorhanden ist. Und man hat die Möglichkeit, sich Leistung nach Bedarf zu mieten: Nicht nur fürs Gaming, sondern für jegliche Anwendungen, die maximale Rechenleistung benötigen: Zum Beispiel für Videoschnitt, 3D-Grafik oder High-End-Bildbearbeitung (Stichwort «Desktop as a Service»).

Warum erlebt diese Variante des Cloud-Computings gerade jetzt einen Aufschwung? Einerseits, weil nicht nur Google einen solchen Dienst lanciert hat (Stadia), sondern auch der Schweizer Telekom-Anbieter Sunrise (Game Cloud, zusammen mit GameCloud). Andererseits, weil das Internet dank Glasfaser inzwischen vielerorts ausreichend schnell ist, und weil Cloud-Gaming ein hervorragendes Vehikel für die Promotion von 5G darstellt. Denn ohne schnelles, verzögerungsarmes und zuverlässiges Internet – und das ist der Nachteil von Cloud-Gaming – macht es keinen Spass.

Wir diskutieren die Möglichkeiten, die Vor- und Nachteile und erklären, wie man auch als Gaming-Muffel von den Möglichkeiten profitiert.

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Nerdfunk 513: Nein, von Luft und Liebe allen lebt es sich nicht

Es passiert uns selten, dass wir Nerds mit unserer digital-elitären Sendung mit einem Thema aufwarten können, das einfach alle angeht: Eben nicht nur die fortschrittsgläubigen Maschinenmenschen, sondern auch die technophobischen Internethasser, die einer komplett analogen Welt nachtrauern. Denn wenn wir die Breatharianisten (Lichtesser) einmal aussen vor lassen, dann führt kein Weg daran vorbei, dass wir alle uns irgendwie ernähren müssen.

Und genau darum geht es in der heutigen Sendung: Ums Essen, die gesunde Ernährung und – doch noch – auch um die technischen Hilfsmittel, die es fürs Smartphone und die moderne Küche gibt: Apps aller Art, Küchengeräte und Instrumente, die auch die Nachhaltigkeit fördern.

Im Studio ist Daniel Hofstetter, der uns vor Kurzem in Sachen Sport-Apps auf den neuesten Stand gebracht hat. Er ist Ernährungswissenschaftler ETH und bietet Ernähungsberatungen an. Weiterlesen →


Nerdfunk 512: Fleisch aus dem Netz

Oder auch: Der digitale Metzger – auch wenn sowohl der Mann als auch die involvierten Tiere aus Fleisch und Blut sind. Wir haben in der Sendung Markus Stumpf zu Gast. Er ist Inhaber einer Metzgerei in Rorbas, die es seit 1939 gibt.

Seit drei Monaten kann man bei Markus Stumpf per Internet einkaufen. Man ruft den Metzger über eine App an und er berät per Kamera und Headset – genauso, wie er es mit Kunden tut, die direkt im Laden stehen. Übrigens: Auf couch-gourmet.ch gibt es nicht nur Fleisch und Wurst, sondern auch Fisch und Meeresfrüchte, Käse, Obst und Gemüse.

Das wirft natürlich viele Fragen auf: Einerseits, wie schwierig oder einfach es ist, einen solchen Online-Laden aufzubauen und die Frischprodukte rechtzeitig zu den Kunden zu bringen. Dazu gibt uns Piero Mora Auskunft. Er hat Markus Stumpf bei der technischen Umsetzung unterstützt.

Natürlich fragen wir uns aber auch, ob Couch-Gourmet zu dieser Shopping-Revolution gehört, die wir früher schon besprochen haben – und ob das Modell Schule macht und wir bald auch bei anderen Läden per App einkaufen. Weiterlesen →


Nerdfunk 511: Die Zeichen stehen auf Umbruch

Ob die Zeichen sosehr auf Umbruch stehen, dass die US-Amerikaner sogar ihren Präsidenten vorzeitig ersetzen, können wir an dieser Stelle jedoch nicht sagen. Aber es geht nicht um politische Prophezeiungen, sondern um Kummerbox Live. Und da stehen diverse Austauschaktionen an:

Tina braucht einen neuen Hostingprovider, MC will für ihre riesige Frauengruppe einen anderen Messenger als Whatsapp. Norbert hat vor, seine Kamera durch ein Smartphone mit guten Fotoeigenschaften einzutauschen. Und Daniel möchte seine lokal Adressdatenbank durch eine in der Cloud auswechseln.

Ein paar Dinge bleiben indes auch 2020 beim alten: Vor allem auch unser Ehrgeiz, diese Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten und möglichst hilfreiche Lösungen zu liefern.

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Nerdfunk 510: Wir widerlegen das Klischee

Wenn man dem Vorurteil glauben darf, dann sind wir Nerds körperlichen Betätigungen fundamental abgeneigt: Wir bewegen uns nur, wenn es unbedingt nötig ist – zum Beispiel, weil sich der Gamecontroller beim Zocken vor dem 150-Zoll-Fernseher nicht von alleine steuert. Oder wenn wir feststellen, dass das Cola nicht von allein aus dem Kühlschrank zum Sofa kommt.

Aber unter uns: Diese Vorurteile sind überholt. Der moderne Nerd von Welt hält sich fit. Und er geht dafür sogar vor die Tür. Was er aber tut, ist, jedes Schrittchen zu tracken: Denn Sport, der nicht von einer App aufgezeichnet wurde, hat nicht stattgefunden. Und darum sind ebenso wichtig wie die richtigen Schuhe, die passenden Klamotten und das stilechte Equipment eben die passenden Apps.

Und darüber sprechen wir heute: Mit Daniel Hofstetter, der auch etwas von Kaffee versteht: Welche Apps gibt es? Zu welchem Zweck und mit welchem Ziel kann man sie benutzen? Und was bringen die Analysen und Daten wirklich?

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