Wie wir Blogger und gegen Vereinnahmungsversuche wehren

Wie sind wir zum Bloggen gekommen? Warum sind wir dabei geblieben? Was hat sich über die Jahre verändert und für wen schreiben wir – und für wen nicht?

In dieser Folge befragen wir uns gegenseitig. Das ist unser Plan C, nachdem wir zwei Absagen kassiert haben. Ursprünglich hatten wir die Absicht, eine alte Tradition weiterzuführen: Denn in der letzten Sendung vor der Sommerpause fühlten wir in den letzten Jahren jeweils einem bloggenden Gast auf den Zahn.

Wir versprechen, die ausgefallenen Gespräche bei Gelegenheit nachzuholen. Und habe uns natürlich auch in der Konstellation ohne Gast alle Mühe gegeben, ein interessantes Gespräch abzuliefern. Und das ist uns ganz gut geglückt – denn auch wenn wir beim Stil, den Themen und vor allem der Länge unserer Beiträge weit auseinander liegen, so sind wir uns doch bei einem Punkt einig: Ein guter Blogger ist nur, wer sich und seinen Themen treu bleibt. Und darum wehren wir uns gegen Vereinnahmungsversuche, wie sie in letzter Zeit immer öfters vorkommen.

Die Sommerpause bei Radio Stadtfilter und im Nerdfunk dauert vom 13. Juli bis zum 16. August. Am 18. August sind wir zurück.

Weiterlesen →


So geht der Sechser im Lotto!

Zugegeben: Der Titel verspricht mehr, als diese Sendung leisten kann. Einen Hauptgewinn werden wir euch nicht garantieren; eben sowenig einen Trostpreis. Aber anlässlich einer ganz harmlosen Hörerinnenfrage wir finden heraus, dass Kevin geheimes Expertenwissen vorzuweisen hat und uns jetzt ein für alle Mal erklären kann, wie Lotto funktioniert.

In der letzten Folge Kummerbox live vor der Sommerpause arbeiten wir eine Reihe von Fragen ab, die noch unter dem Einfluss von Homeoffice und Lockdown stehen: Wie kommuniziert man sicher und komfortabel via Internet, welches ist die beste Webcam, wenn man auch das Whiteboard, handschriftliche Notizen einsetzen will? Und kann man vielleicht auch das Smartphone nutzen, wenn man keine Extra-Kamera kaufen mag?

Wir tragen auch dem Umstand Rechnung, dass die aussergewöhnliche Lage vorbei ist und behandeln auch eine gute alte Vireninfektion. Dieses Mal geht es um einen Schädling, der sich der Hörer mit einem Download-Programm für Youtube eingehandelt hat. Weiterlesen →


Mit dieser App schlagen wir das Virus in die Flucht

Diese Woche hat die digitale Welt gleich zwei grosse Ereignisse zu bieten. Erstens kommt die Schweizer App für die Kontaktnachverfolgung am kommenden Donnerstag offiziell in die Stores. Wir erklären, wie Swisscovid funktioniert und warum wir von den Massnahmen zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer überzeugt sind – und folgerichtig werden wir die App selbst installieren und auch unseren Hörerinnen und Hörern empfehlen.

Zweitens gab es gestern eine grosse Ankündigung, mit welchen Neuerungen Apple die Welt in den nächsten Monaten zu beglücken gedenkt: Es gibt eine bunte Palette an Neuerungen: Die Apple Watch hilft uns beim Händewaschen. Mac OS, das Betriebssystem für Macs, bekommt einen neuen Look und wird dem iPad noch ähnlicher.

Die grösste Sprengkraft hat allerdings die Bekanntmachung, dass Apple künftig auch bei den Macs auf eigene Prozessoren mit ARM-Architektur setzt und auf die Rechenchips von Intel verzichtet. Das ist für die Kunden vermutlich eine gute Nachricht – für Intel allerdings nicht so sehr. Für den einst dominierenden Prozessor-Hersteller wird die Luft so langsam dünn. Weiterlesen →


Als das Modem noch melodisch quietschte

Vor ungefähr zwanzig Jahren – wann genau, hing seinerzeit vom Internetprovider ab – hat das Breitband-Zeitalter angefangen. Ab da mussten wir uns nicht mehr mit den quietschenden Modems herumschlagen und peinlich genau darauf achten, die Verbindung wegen der horrend hohen Telefonkosten immer rechtzeitig wieder zu trennen. Und vor allem gab es eine Flatrate: Wir durften nicht nur unbeschränkt lange im Internet bleiben, sondern auch so viele Daten ziehen, wie es uns gerade beliebte.

Wir werfen einen Blick zurück in die Zeit, als aus dem Trampelpfad die Datenautobahn geworden ist. Was hat sich dadurch verändert? Und wie ist es heute? Bringt es noch Verbesserungen, wenn die Provider das Tempo weiter nach oben schrauben oder wäre das Ende der Fahnenstange schon erreicht?

Und ja: Ein bisschen Nostalgie soll erlaubt sein – wenn wir uns zum Beispiel an das Videotex zurückerinnern, das noch heute unser Lieferant für elektronische Informationen sein könnte, wenn nicht das offene Internet uns eines Besseren belehrt hätte…

Weiterlesen →


Wie man es sich erspart, 5000 Dias zu scannen

Jeder von uns hat noch eine oder mehrere dieser Kartonschachtel auf dem Estrich oder in einem Schrank. Sie enthalten analoge Erinnerungsstücke: Fotos und Dias, vielleicht auch Negative, Schmalfilme, Audio- und Videokassetten oder andere Medien.

Diese analogen Medien schlummern unbeachtet vor sich hin. Und unter Umständen sind sie sogar dabei, langsam zu zerfallen und für immer verloren zu gehen – denn so robust die Materialien wie Zelluloid, Vinyl, Polyester und PVC auch sind: Mit der Zeit setzen ihnen Staub, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen zu.

Es eine naheliegende Idee, diese Medien in eine digitale Form zu überführen und der Vergänglichkeit zu entreissen. Das ist in den letzten Jahren deutlich einfacher geworden: Es gibt auch für exotische Bild- und Tonträger Geräte für die Digitalisierung. Und es gibt inzwischen auch in vielen Orten Foto-Fachgeschäfte, die als Dienstleistung auch das Scannen, Abtasten und Umwandeln anbieten.

Trotzdem: Es lauern einige Fussangeln auf dem Weg zur digitalen Sammlung der alten Familienmedien. Denn sobald die Inhalte in Form von Dateien vorliegen, stellt sich unweigerlich die Frage, wie viel Zeit man in die Qualitätsverbesserung und Nachbearbeitung, in die Verschlagwortung und die Bereitstellung für Familie und Freunde investieren will…

Weiterlesen →


Hypochonder, geh weg!

Zur heutigen Folge von Kummerbox Live gibt es ein kleines Vorspiel: Wir diskutieren über die Swisscovid-App fürs Kontakttracing. Die wird offiziell erst zur Verfügung stehen, wenn die gesetzlichen Grundlagen vorhanden sind. Dennoch ist sie letzte Woche als öffentliche Betaversion aufgetaucht: Man konnte sie herunterladen, installieren und ausprobieren.

Nachdem das auch viele Leute getan haben, liess das BAG verlauten, nur die offiziell zugelassenen Leute dürften die App überhaupt testen, und alle anderen müssten sie wieder löschen. Ist das nun eine unnötige Verwirrung – oder eine notwendige Einschränkung, um das Gesetz einzuhalten?

Anschliessend geht es dann um die Fragen von Hörerinnen und Hörern: Franziska möchte eine Alternative zur Foto-App von Apple, weil sie keine Lust auf die iCloud hat. René möchte aus WhatsApp Profilfotos speichern und fragt, weshalb das nicht mehr geht. Ursula nutzt neu Outlook für den Mac und fragt, wie man dort Fotos vor dem Mailversand automatisch verkleinert. Und Peter ist bei Windows 10 in ein hässliches Update-Problem hineingerannt.

Weiterlesen →


Die Expertin für grosse und kleine Ausbrüche

Dunja Kalbermatter ist Psychologin und Coach – und sie hat eine Gemeinsamkeit mit Kevin. Sie lebt auf engem Raum. Ihr Tiny House ist ein ausgebauter Citroën Jumper namens Frida. In dem wohnt sie mit ihrer Partnerin. Die beiden bleiben nicht an einem Ort, sondern kamen eben erst von einer ausgedehnten Tour durch Spanien und Portugal zurück – unfreiwillig, wegen der Corona-Krise.

Das ist jedoch keine ausgedehnte Ferientour: Dunja berät von unterwegs, online via Internet. Und fast zwangsläufig geht es da häufig um kleinere und grössere Ausbruchsversuche: Wie kommt man aus einer Situation heraus, in der man sich nicht mehr wohlfühlt – selbst wenn man nicht gleich mit einem Van durch halb Europa fahren möchte?

Dunja erzählt uns, wie sie ihr erstes Leben mit einer Bankkarriere hinter sich gelassen und als Psychologin neu gestartet ist – wie sie unterwegs arbeitet, ihre Coachees via Internet betreut und welche technischen Klippen dabei allenfalls zu umschiffen sind. Und natürlich möchten wir auch wissen, ob sie sich als digitale Nomadin sieht. Sich also zu jenen Leuten zählt, die einen Lebensstil pflegen, der erst durch die Technik und das mobile Internet überhaupt möglich geworden ist. Weiterlesen →


Nerdfunk 527: Medienkompetenz – ihr müsst nachsitzen!

Nicht alle von euch waren fleissige Schüler. Manche von euch (und uns) haben scheinbar alles vergessen, was wir in unseren beiden Lektionen zur Medienkompetenz gelernt haben (Nerdfunk 451 und Nerdfunk 468). Oder sie haben es wegen Corona in den Wind geschlagen.

Wir beobachten, dass auch scheinbar vernünftige Leute dazu übergegangen sind, alles zu teilen und zu liken, was die momentane Situation erträglicher macht. Demnach ist das Virus erfunden oder harmlos und wir sollten uns an keine behördlichen Anweisungen halten und stattdessen den Aufstand proben. Ist es tatsächlich so weit, dass ein Bürgerkrieg attraktiver wäre als ein paar Wochen Lockdown?

Wir gehen dieser Frage nach. Wir erklären, weswegen es wichtig ist, dagegenzuhalten. Und wir besprechen unsere persönlichen Strategien, mit Unfug in unseren Blasen umzugehen. Weiterlesen →


Nerdfunk 526: So rollt die Flipperkugel in 4k

Kevin hat sich ein neues Hobby zugelegt. Ausgangspunkt ist ein Traum aus seiner Kindheit: Indiana Jones: The Pinball Adventure, ein Flipperkasten aus dem Jahr 1993, der von Mark Ritchie gestaltet wurde – dem kleineren Bruder von Steve Ritchie, der grossen Koriphäe unter den Flipperkasten-Designern.

Nun hat es ein echtes Exemplar dieses Spielautomaten leider nicht bis zu Kevin ins Büro geschafft – was schief gegangen ist, erzählt er natürlich in der Sendung. Darum ist er auf die Idee verfallen, den Flipperkasten digital nachzubauen. Das ist nicht so absurd, wie es klingt: Es braucht dafür einen grossen Fernseher, die passenden Controller, einen Computer und einige Sensoren – und natürlich die passende Software: Die ROMs aus dem Original-Flipperkasten, sowie ein Emulator, der sie zum Leben erweckt und physischen Bauteile simuliert.

Kevin erklärt, wie er an dieses Projekt herangegangen ist, wie weit es bis jetzt gediehen ist – und wo man den Flipperkasten wird ansehen und ausprobieren können, wenn er dereinst vollendest ist. Und natürlich wollen wir wissen, ob das Spielerlebnis denn so authentisch ist wie bei einem richtigen Kasten, an dem mit vollem Körpereinsatz gespielt wird – bekanntlich bis zum Tilt.

Und übrigens: Wenn ihr euch am Projekt beteiligen wollt, gibt es die Möglichkeit, Kevin und Indiana Jones bei diesem Abenteuer zu sponsoren…

Weiterlesen →


Nerdfunk 525: Hier werden Jasser angebellt

In der Preshow reden wir endlich einmal über Kevins Buch über die Tiny-House-Bewegung – und die Frage, ob sie so langsam zum Massenphänomen anwächst oder doch eine exotische Angelegenheit bleibt. Und ob er eigentlich inzwischen der Posterboy der Community ist. Die Medien mögen ihn jedenfalls, wie diverse Medienberichte beweisen (hier, hier, hier, hier, hier sogar auf Französisch und, offline, auch in der «Coopzeitung» vom 3. März 2020 oder in der «SonntagsZeitung» vom 7. Oktober 2018).

In der Hauptshow geht es, mit einer Woche Verspätung, um Kummerbox Live – und da sind wir recht produktiv und klären sechs Anliegen:

Wir finden heraus, ob Martina recht hat und Donald Trump schuld ist, dass bei ihrem Mac der alte Virenscanner nicht mehr funktioniert. Für Terence haben wir keine richtig befriedigende Antwort – denn das Amazon die vernetzten Echo-Lautsprecher in der Schweiz nicht offiziell lanciert hat, können wir leider auch nicht ändern.

Dafür haben wir einen guten Tipp für Jean, der vermeiden möchte, dass beim Text-Einfügen in Word ein Formatierungschaos entsteht.

Veronika fragt, wie sie Eltern per Videokonferenz bei der Betreuung der Kinder unterstützen könnte und welche Spiele sich für Sechs- bis Achtjährige denn eignen würden. Hannes ist nicht zufrieden mit unserer Antwort in der letzten Sendung, wo es darum ging, wie man ein defektes Windows wieder in Fahrt versetzt. Und schliesslich Werner: Er möchte statt zwei nur noch ein Handy verwenden und trotzdem berufliche und private Daten sauber trennen.

Weiterlesen →