Nerdfunk 493: Wir bringen Licht ins Darknet

Das Darknet: Das sind jene Orte im Internet, an denen die Sonne nie scheint, Kriminelle Drogen, Waffen und Kinderpornografie handeln, Terroristen sich Anleitungen zum Bombenbasteln besorgen und unglücklich Verheiratete einen Auftragskiller anheuern. Wann tut die Politik endlich etwas dagegen – und schaltet dieses Darknet ab?

So würden wir diese Sendung antexten, wenn wir Einschaltquote bolzen und es uns einfach machen würden: Das Darknet ist der Hort der Cyberkriminalität, wäre unsere These. Doch so einfach ist es nicht.

Denn das Darknet hilft auch Dissidenten, ihre Kritik an repressiven Staaten anonym und sicher zu äussern. Es schützt die Privatsphäre und setzt ein Zeichen gegen die Massenüberwachung. Es ist ein wirkungsvolles Instrument gegen staatliche Zensur. Und es hilft Whistleblowern.

Also: Wie wägt man das gegeneinander ab? Und vor allem: Was ist dieses Darknet überhaupt? Wir werden nicht um ein bisschen Internettheorie herumkommen, um das zu erklären. Aber wir versprechen: Wir machen es so, dass diese Sendung nicht zu eurem dunkelsten Radio-Erlebnis werden wird. Weiterlesen →


Nerdfunk 492: Ein Fruchtkuchen für uns Nerds

Im Zentrum der heutigen Sendung steht ein Ding namens Raspberry Pi, das aber – allen Hoffnungen zum Trotz – leider kein leckeres Backwerk, sondern eine nackte Computerplatine ist. Bei der allerdings manchen Nerds trotzdem das Wasser im Mund zusammenläuft.

Der Raspberry Pi ist jedoch nicht zu Verzehr geeignet. Und es droht auch keine Gefahr, seine Körperfülle auszuweiten. Hingegen passiert es womöglich, dass man unendlich viel Zeit mit Basteleien verbringt, Stunden verbrät, zum Linuxexperten avanciert und allerhand kreative Computer-Ideen entwickelt.

Es handelt sich beim Raspberry Pi um einen Mini-Computer, der günstig und für allerlei Experimente zu haben ist. Man kann ihn als kleinen Server zu Hause, als Spielkonsole, zum Schutz des Heimnetzwerks, als Mediencenter oder fürs Programmieren verwenden:. Oder, um über den Windows- oder Mac-Tellerrand hinauszublicken und sich mit einem Linux-System herumzuschloagen.

Wir erzählen in der Sendung, was wir mit dem Raspberry Pi tun – respektive, tun würden, wenn wir die Zeit dafür hätten. Und wir stellen uns die Frage, wie weit der Raspberry Pi dazu taugt, unsere Abhängigkeit von den grossen Internetkonzernen zu verringern.

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Nerdfunk 491: So paranoid wie Kurt Cobain

Nur weil du paranoid bist, heisst das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind. Diese geistreiche Erkenntnis stammt von Kurt Cobain. Er hat sie auf die reale Welt gemünzt. Doch wenn man sich die Zustände im digitalen Raum so ansieht, kann man fast gar nicht anders, als einen Verfolgungswahn zu entwickeln.

Denn da sind die Warnmail zu Anmeldeversuchen im Netz. Da werden scheinbar aus heiterem Himmel das Postfinance-Konto gesperrt. Und überhaupt: Sind unsere Daten nun in den USA doch sicherer als in Russland, wo zum Beispiel diese Telegram-App herkommt? Oder werden wir überall überwacht?

Die heutige Folge von Kummerbox Live wirkt hoffentlich wenigstens ansatzweise antipsychotisch: Wir relativieren die Gefahren und geben Tipps zu mehr Schutz und zu zusätzlichem Seelenheil – auch wenn wir, wie immer in solchen Fällen, um den Standard-Disclaimer («Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht») nicht herumkommen.

Wir besprechen den Fall des Hörers M.C., der in seiner Telegram-App ständig Warnungen zu Anmeldeversuchen erhält. Wir finden heraus, warum Karin nach ihrer WLAN-Modem-Installation kein Online-Banking mehr betreiben kann. Wir gehen aber auch harmloseren Dingen nach: Wie dem Anliegen von Andrea, die eine Eltern-Befragung durchführen will.

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Nerdfunk 490: Ja, spinnen jetzt alle?

Unsere Sommerpause hätte ruhig und entspannt verlaufen können – hätten nicht die grossen Tech-Konzerne mit vereinten Kräften für einen beachtlichen Skandal gesorgt.

Es geht, natürlich, einmal mehr um den Datenschutz. Es ist herausgekommen, dass die Betreiber von so genannten digitalen Assistenten grössere Teams unterhalten, die die privaten Aufnahmen abhören und transkribieren. Damit verfolgen die Betreiber von Siri, Alexa und Google Assistant ein eigentlich legitimes Ziel: Sie wollen die Erkennungsrate und die Nützlichkeit ihres digitalen Hilfspersonals verbessern.

Dumm nur: So gelangen auch höchst private Informationen in fremde Hände. Das hat damit zu tun, dass die Assistenten oft unabsichtlich ausgelöst werden und dann persönliche Gespräche oder auch Liebesgeplänkel aufzeichnen und übermitteln. Und obwohl die Auswertung eigentlich anonym erfolgen sollte, enthalten die Aufzeichnungen oft genügend persönliche Informationen, dass Nutzer identifizierbar sind.

Die Öffentlichkeit hat von diesen Praktiken erfahren, weil Whistleblower geplaudert haben. Die Hersteller selbst hielten es nicht für nötig zu informieren oder um Zustimmung zu bitten: Weder Amazon noch Google hat die externen Analysen transparent gemacht – nicht einmal Apple, obwohl dieser Konzern offensiv mit dem Datenschutz wirbt.

Sind das nur Lippenbekenntnisse und wird der Datenschutz im Zweifelsfall immer hinten angestellt? Darauf deutet übrigens auch die desolate Situation bei den smarten Fernsehern hin, wo die Privatsphäre der Nutzer überhaupt keine Rolle mehr zu spielen scheint. Wir diskutieren und geben praktische Tipps, wie man seine Daten selber schützt.

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Nerdfunk 489: Ein Geek sendet auf allen Kanälen

Man lehnt sich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man Martin «pokipsie» Rechsteiner als Nerd bezeichnet. Er ist verrückt nach Gadgets, interessiert sich wie jeder richtige Nerd für Apps und Spiele und er bloggt. Aber nicht nur in einem Blog wie wir normale Nerds, sondern in fast einem Dutzend. Da geht es dann auch um E-Bikes, Zöliakie, Casinos, Solothurn, Reisen mit Familie und um Bauernregeln.

Digichris und Martin «pokipsie» Rechsteiner im Studio 1 bei Radio Stadtfilter.

Und als ob das nicht genug wäre, hat Martin einen Podcast am Start. Dieser Podcast ist ein weiteres klares Zeichen für das Nerdtum unseres heutigen Gastes: Er heisst «Geektalk» und ist damit zumindest namentlich der böse Zwilling des Nerdfunks. Im Unterschied zu uns sendet der inzwischen sogar täglich(!).

Es steht ausser Frage: Dieser Mann hat ein Mitteilungsbedürfnis, das niur das Internet befriedigen kann – heute mit etwas Schützenhilfe von UKW und DAB. Und wir freuen uns, dass Martin uns hilft, eine alte Tradition weiterzuführen: Nämlich in der letzten Sendung vor der Sommerpause einen Blogger kennenzulernen und übers Bloggen an sich zu sprechen – und natürlich über jene Themen, die unseren Gast bebloggt und bepodcastet.

Eine Sendung, in der für einmal nicht nur die Nerds, sondern auch die Geeks auf ihre Rechnung kommen – und mutmasslich sogar die normalen Zuhöerer. Wir versuchen auf alle Fälle dafür zu sorgen, dass bei all den Themen von Apple bis Smarthome, vom Bloggen und Podcasten, den Gadgets, Filmen, Apps und Games der Rahmen nicht völlig gesprengt wird. Wobei zu beachten wäre: Der Mann hat nebst alledem tatsächlich auch noch ein Privatleben… Weiterlesen →


Nerdfunk 488: Mit List und Listen gegen das Lebenschaos

Heute ist Kevins Lieblingsthema dran – und das eine Werkzeug, das Kevins Leben zusammenhält und dafür sorgt, dass sein beruflicher Alltag funktioniert und er immer genügend Milch und Käse im Kühlschrank hat. Und obwohl es eine so zentrale Funktion hat, ist es ein im Grunde erstaunlich banales Instrument. Es geht nämlich um die To-do-Liste in Form einer App.

Die digitale Pendenzenliste ist nun nicht wirklich ein Ausbund an Hochtechnologie. Sie ist in der einfachsten Form nicht viel mehr als ein elektronischer Notizzettel, auf dem man Dinge einträgt und wieder abhakt. Aber sie führt eindrücklich vor Augen, wie wichtig ein einleuchtendes Bedienkonzept und ein Augenmerk auf Benutzerfreundlichkeit ist. Und es zeigt auch, dass jedermann nach seiner Fa­çon glücklich werden muss – sprich: Es gibt keine Patentlösung, die für alle passt, sondern viele unterschiedlich komplizierte Lösungen, die in der maximalen Ausbaustufe an Projektmanagement-Programme heranreichen.

Wir diskutieren unsere Vorlieben, stellen diverse Ansätze vor: Die digitale Abhakliste, das Kanban-Brett, die Pomodoro-Methode und Projektmanagement-Tools – und wir plädieren dafür, dass man diese Werkzeuge auch durchaus «gegen den Strich» bürsten kann, wenn es einem nützt: Hauptsache, man kommt früher (oder zumindest rechtzeitig) in den Feierabend…

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Nerdfunk 487: Zeugen Jehovas im App-Store

Normalerweise klingeln sie am Samstagmorgen um 7:30 Uhr an der Haustür. Doch neuerdings machen sie sich auch im App-Store breit. Ein Hörer fragt: Muss das wirklich sein? Gemeint sind die Zeugen Jevoas, die mit ihrer digitalen Bibel bei Windows prominent in der Bücher-Kategorie vertreten sind.

In der heutigen Kummerbox-Live-Sendung probieren wir, diese Frage zu beantworten, ohne religiöse (oder betriebssystemmässige) Gefühle zu verletzen. Die anderen Anliegen sind deutlich säkularer – aber deswegen nicht ohne Konfliktpotenzial. Es geht nämlich auch um diese Beacons, die die Swisscom neuerdings im HB Zürich aufhängt, um Plakate interaktiv zu machen. Auch findet unser Hörer: Muss das wirklich sein?

Schliesslich geht es auch um die Fotos-App des iPhones und die automatisch zusammengestellten Rückblicke und um die Frage, was man bei Fehlern bei der Cloud-losen Synchronisation tun kann.

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Nerdfunk 486: Wann wird Youtube uns zu dumm?

Ist Youtube die grösste Müllhalde der digitalen Ära oder eine der genialsten Erfindungen im Netz? Gehen Youtuber einem ehrbaren Beruf nach oder sind sie gefährliche Agitatoren, die – wenn es nach der  Bundesvorsitzenden einer grossen deutschen Partei geht – dringend reglementiert gehören?

Das sind nur einige der Fragen, die sich um das weltgrösste Videoportal ranken. Youtube ist eine enorme Erfolgsgeschichte, eine Plattform mit einer unvorstellbar hohen Einschaltquote und ziemlich sicher die Zukunft des Fernsehens. Doch Youtube hat auch riesige Probleme: Der Betreiber Google bekommt Gewaltvideos und Terrorpropaganda nicht in den Griff. Verschwörungstheoretiker dürfen jeden noch so abstrusen Quatsch behaupten und werden von den Vorschlags-Algorithmen dafür belohnt. Und selbst bei den Videos für Kinder gibt es keine ansatzweise überzeugende Qualitätskontrolle.

Wir diskutieren darüber, wie man Youtube verbessern könnte, wie man die Plattform mit allen ihren Fehlern nutzt – und erörtern die Frage, ob die Youtuber von heute die Medienmogule der Zukunft sind oder ob es ihnen schon bald selbst zu dumm werden wird.

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Nerdfunk 485: Mit der Achtspur-Kassette kommen wir auf Touren

Heute gibt es eine potenziell nostalgische Sendung. Es geht um eine Geräteklasse, die während einer kurzen Zeit enorm beliebt waren: Das ist der MP3-Player. Bekanntlich war es der Rio PMP300 von Diamond Multimedia, der 1998 das Zeitalter der komprimierten mobilen Musik einläutete und dem iPod von Apple (2001) den Weg bereitete. Doch kaum ein Jahrzehnt später kam das Smartphone, und machte den iPod auch fast schon wieder überflüssig.

Wenn man anfängt, in diesen Erinnerungen zu schwelgen, dann kommt eine ganze Parade von (mehr oder weniger oder überhaupt nicht mobilen) Musikabspielgeräten zum Vorschein. Was ist da nicht alles gekommen und gegangen: Der Walkman natürlich, und später der Diskman. Aber auch der Radiorekorder, der zum Ghettoblaster hochgezüchtet wurde. Der Minidisc-Player. Die klassische Stereoanlage natürlich. Und wer erinnert sich noch an die Achtspur-Kassette oder den Plattenspieler fürs Auto? Und selbst im digitalen Zeitalter sind viele Geräte und Konzepte gekommen und gegangen – zum Beispiel Neil Youngs fabulöser Pono-Player.

Wir erzählen, wie wir sozialisiert worden sind, schauen zurück und nach vorn. Und es stellt sich auch die Frage, wie es sich auf die Musik auswirkt, wenn man sie überall und jederzeit zur Verfügung hat und nicht mehr ins stille Kämmerchen zurückziehen muss, um sie in vollen Zügen zu geniessen…. Weiterlesen →


Nerdfunk 484: Wir raffeln den Käse

Hinter den Kulissen toben noch erbitterte Grabenkämpfe, ob wir jenem Computerkonzern, der am Montag wieder einmal Hof gehalten hat, die Ehre einer Erwähnung in der Sendung zuteil werden lassen. Manche Nerdfunk-Teammitglieder finden ja. Schliesslich seien ja spannende Dinge wie dieser neue High-End-Computer vorgestellt worden – jene Profi-Maschine, die den Übernamen Käsereibe trägt und unter Volllast womöglich heiss wird, dass er auch gleich als Raclette-Öfeli dient.

Andere Teammitglieder stellen sich auf den gegenteiligen Standpunkt: Ein Unternehmen, das selbst für den Ständer seines neuen Monitors eine fast vierstellige Summe verlangt, wäre besser in einer Comedyshow aufgehoben als in unserer ernsthaften Tech-Sendung.

Doch wie auch immer diese Diskussion ausgeht: Zur Hauptsache geht es in der Sendung um die Fragen und Probleme unserer Hörerinnen und Hörer – wir holen nämlich die Kummerbox-Live-Folge von letzter Woche nach.

Und da gibt es genügend Probleme zu besprechen: Roland hat ein Problem mit dem Windows-Update. Peter sieht ständig unerwünschte Benachrichtigungen an seinem Android-Telefon. Werner sind die automatischen Diashows auf vielen Websites zu hektisch. Und Ivo hat eine Datumsangabe in seinen Fotos, die er wegbekommen möchte. Weiterlesen →