Nerdfunk 421: Besser als ein Tesla auf dem Mars

… ist es, sich mit Hörbüchern zu vergnügen. Denn Hörbücher bieten im Idealfall das doppelte Vergnügen: Die Erzählung eines hervorragenden Geschichtenerzählers oder Sachbuchautors, und die stundenlange Solo-Performance einer begnadeten Schauspielerstimme. Die Hörbücher sind (neben den Podcasts) eine hervorragende Methode, sich zu unterhalten und geistig anzuregen, während die Glotze ausbleibt und sich die Augen entspannt zurücklehnen können (oder so ähnlich).

Die heutige Sendung ist eine kleine Liebeserklärung an das Hörbuch. Und zwar ohne dass wir Zeit auf einen historischen Rückblick verschwenden würden. Da wäre sowieso nur herausgekommen, dass es das Hörbuch schon seit 1932 gibt, als eine US-amerikanische Stiftung damit begann, gesprochene Bücher auf Platte zu pressen, damit die Blinden sie hören konnten.

Stattdessen erzählen wir, wie wir in unserer Kindheit und Jugend durch Hörspiele sozialisiert wurden, zwischendurch den Faden verloren und heute wieder voll dabei sind. Es geht um einige unserer Lieblingsproduktionen, bei denen sowohl Autor als auch Sprecher zur Höchstform auflaufen. Und natürlich klären wir auch die Frage, wie man die Ohren-Lektüre am besten bezieht: Auf CD, als Download, bei Audible oder vielleicht doch beim einheimischen Buchhandel?

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Nerdfunk 420: Gretchen fragt die Kummerbox

Während unserer kleinen Pause über die Jahre haben sich einige Fragen angesammelt, die wir in der ersten Folge von Kummerbox Live 2018 nun mit Elan angehen: Es geht um die fatalen Sicherheitslücken Meltdown und Spectre, um gelöschte SMS, gemeinsame Adressbücher, und die Frage, wie man ein Android-Handy ohne allzuviel Abhängigkeit von Google nutzt.

Und Matthias macht das Gretchen den Faust und will von Kevin wissen, wie er es mit der Religion hält. Denn Kevin, der sich so langsam, aber sicher zum Schweizer Podcastkönig mausert, hat eine neue Produktion namens Wers glaubt am Start, in der (als Atheist) zusammen mit Pfarrer Christian herauszufinden versucht, wie verbindlich die Geschichten aus jenem alten Buch heute noch sind.

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Nerdfunk 419: Das S für mehr Sicherheit

Es ist wieder einmal Zeit für ein brutal technisches Thema – das wir euch aber schonend und mit viel Fingerspitzengefühl näherbringen, wie ihr es von uns gewohnt seid. Es geht um Let’s Encrypt. Das ist ein breit abgestützte Initiative, die das Netz sicherer machen will. Das Ziel ist, dass sämtliche Websites im Netz verschlüsselt kommunizieren können. Bisher ist https (anstelle des unverschlüsselten http-Protokolls) zwar weit verbreitet, aber noch nicht der Standard.

Die Verschlüsselung schützt die Privatsphäre. Die Kommunikation kann nicht belauscht oder verändert werden. Das macht den professionellen Datendieben das Leben etwas schwerer, doch sie bedeutet nicht das Ende von Überwachung, Cyberangriffen und Datendiebstahl im Web. Es gibt sogar Stimmen, die davor warnen, sich wegen des Schlösschen-Symbols im Browser in falscher Sicherheit zu wiegen. Und Kritik wird auch an Google laut, weil der Suchmaschinenbetreiber Websites abstraft, die keine Verschlüsselung verwenden.

Wir diskutieren die Vor- und Nachteile für die Webanwender. Und wir erklären, wie man als Webseiten-Betreiber seine Homepage auf die Verschlüsselung umstellt, und welche Probleme zu erwarten sind.

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Nerdfunk 418: Skimasken verhaften

Das Internet verändert vieles, auch die Arbeit der Verbrecher. Es gibt Taten, die sich nur übers Netz verüben lassen, und die Kriminellen agieren über die Ländergrenzen hinweg und immer raffinierter. Wenn man den Sicherheitsexperten glauben darf, ist die Situation desolat: Was wir durch die Medien erfahren, ist nur die Spitze des Eisbergs. Viele Taten – Cybermobbing und digitale Erpressung, Terrorismus im Netz und die Manipulationen bei Wahlen – bleiben unter dem Radar.

Aber auch bei vielen herkömmlichen Verbrechen spielen Computer und Handys eine entscheidende Rolle. Darum wandelt sich nicht nur die Bedrohungslage für Unternehmen und Privatanwender, sondern auch das Berufsbild des Polizisten. Das Verständnis für die digitale Welt, gute Kenntnisse zu Tor und dem Darknet, zu Phishing und DDoS-Attacken ist heute fast so wichtig wie der Führerschein.

Wir wagen zusammen mit Mike Hotz eine Bestandsaufnahme in Sachen Cybercrime. Er ist Leiter der Abteilung Cybercrime/Digital Investigations der Kantonspolizei Zürich und gibt uns Einblick in die Arbeit der Ermittler. Und natürlich kommen wir um eine Frage nicht herum: Braucht es für die effektive Bekämpfung der Kriminalität wirklich mehr Überwachung, mehr auf Vorrat gesammelte Daten – oder ist und bleibt der Schlüssel zum gelösten Fall die Spürnase des Ermittlers?

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Nerdfunk 417: Die Blase ist geplatzt

Eigentlich wollten wir in unserer Auftaktsendung zum neuen Jahr über wichtige Dinge sprechen: Über die vielfältigen Probleme bei Apple, den Ärger von Spotify und natürlich die gravierenden Sicherheitslücken bei den Prozessoren. Doch dazu ist es nicht gekommen. Wie häufiger in diesem Jahr bleiben Diskussionen an einem ganz spezifischen Thema hängen. Nämlich bei der Abstimmung, die am Abend des 4. März dann zum Glück vorbei sein wird und über das Schicksal der SRG (und auch unseres Heimsenders Stadtfilter) entscheidet.

Man kann sich dieser Diskussion kaum entziehen, wenn man keinen grossen Bogen um die sozialen Medien macht – auf Twitter, und noch im grösseren Mass bei Facebook prallen Gegner und Befürworter aufeinander. Und das ist bemerkenswert – denn eigentlich sollten die kleveren Filter-Algorithmen von Herrn Zuckerberg genau das vermeiden und dafür sorgen, dass wir uns auf Facebook von Gleichgesinnten umgeben und in unserer Meinung bestätigt fühlen.

Da kommen wir in Versuchung, eine kleine Verschwörungstheorie in die Welt zu setzen – und das, obwohl wir eben noch über die Fans ebensolcher Theorien gelästert haben: Ist das womöglich kein Zufall, sondern alles eine konzertierte Aktion? Erleben wir hier, wie die Leute hinter Nobillag uns einen Diskurs aufdrängen, um den wir nicht gebeten haben?

Eines ist klar: Ob Ja oder Nein am 4. März: Wir werden uns auf diese Form der Diskussion einstellen müssen. Bei Facebook prallen die Meinungen aufeinander ohne dass Konsens oder auch nur Klarheit entstehen will. Da braucht es die richtigen Strategien, damit man nicht mürbe wird. Denn dass wir miteinander reden, ist und bleibt trotz allem wichtig.

Und übrigens: Wir haben dank Marc eine neue, coole Android-App! Die werden wir in der Sendung schon bald entsprechend würdigen. Versprochen!

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Nerdfunk 416: Evolutions-Fail

Mit dieser Folge sind unsere Realitäten des Jahres 2017 unwiderruflich abgeglichen. Wir erledigen die noch übrigen Flops aus dem Webbereich, kümmern uns um Erfreuliches und Plagen bei den digitalen Inhalten und gelangen dann zum grossen Finale: Das sind, wie gäng, die Auf- und Absteiger des Jahres.

Da haben wir dieses Jahr erst einmal eine verfahrenstechnische Nuss zu knacken, da maeges Aufsteiger mit seinem Absteiger identisch ist und wir die Spannung hochhalten wollen. Doch nachdem diese Hürde genommen ist, lassen wir die Katze aus dem Sack. Und ohne an dieser Stelle zu viel zu verraten: Es sind folgerichtige und damit nicht allzu überraschende Sieger und Verlierer. Doch überraschend sind vielleicht die grossen Abwesenden – jene Unternehmen, die uns in früheren Jahren häufig beschäftigt haben.

Wie üblich danken wir euch Ende Jahr für die Treue, wünschen schöne Feiertage und gute Erholung – und wir melden uns im neuen Jahr mit frischem Elan zurück. Im Radio werden wir euch mit schönen Wiederholungen unterhalten.

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Nerdfunk 415: Als Samichlaus im Kinosaal

  • Im zweiten Teil unserer grossen Jahresendshow sind wir, zumindest am Anfang bei Kevins Software-Top auf tiefem Niveau zufrieden. Aber immerhin Wir steigern unser Tempo und holen ein bisschen des Rückstands auf, den wir uns im ersten Teil unserer Sendung durch zielloses Quasseln eingehandelt haben.

Und es lohnt sich, dass wir auf Tube drücken: Die Emotionen gehen hoch her, wie es sich für einen digitalen Realitätsabgleich gehört: Euphorie folgt auf Desillusion und es gibt einige Überraschungen. Zum Beispiel: Wer hätte gedacht, dass die ausgerechnet Schweizer Post derart für Gesprächsstoff sorgt?

Wir küren die Tops bei der Software und den Apps, sowie beim Web und den Webdiensten. Wir erwählen die Flops bei der Software und Matthias macht für diese Woche den Sack mit zwei fulminanten Webflops zu. Und wir klären ein grosses Mysterium: Warum bloss ist Kevins Handy im Flugmodus?

Der dritte und letzte Teil des digitalen Realitätsabgleichs mit Nerdeinschlag dann in einer Woche – mit dem Grande Finale, das auch die Katze in Sachen Auf- und Absteiger des Jahres aus dem Sack lässt.

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Nerdfunk 414: Ehekrach im smarten Home

Wenn die Weihnachtsbeleuchtung funkelt, die Heilsarmee singend an jedem Ecken steht, die Chläuse unschuldigen Kindern Mandarinen aufnötigen und der Konsumterror keine Grenzen kennt, dann ist es wieder so weit: Es ist Zeit für den digitalen Realitätsabgleich – die grosse Jahresendshow des Nerdfunks!

Wir schauen zurück aufs Jahr und das, was uns in digitaler Hinsicht bewegt hat. Im ersten Teil geht es um Gadgets, die uns begeistert und entsetzt haben – um gelungene Technik und Produkte, die schon als Elektroschrott aus der Packung kamen.

Im ersten Teil spielen Geräte eine Rolle, die unsere Häuser und Wohnungen App-kompatibel und fernsteuerbar machen. Ob das ein Top oder Flop ist, sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Wir haben einen ausgeklügelten Plan, wie der Kühlschrank und der Saugroboter sich gegen Einbrecher verbünden.

Der digitale Realitätsabgleich im Nerdfunk: Teil zwei und drei dann nächste und übernächste Woche!

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Nerdfunk 413: Das Baby hat die Hausaufgaben gefressen

Kummerbox Live heute mit drei echten und einem selbstgemachten Problem. Die echten vorneweg: Bruno hat vorneweg eine knifflige Anschlussfrage an unsere Sendung zum Telekom-Befreiungsschlag: Er möchte wissen, wie er es anstellt, dass er einerseits seinen Festnetzanschluss ohne Monatsgebühr über einen Internetanbieter betreiben und gleichzeitig ADSL über die Telefonleitung verwenden kann – das sind zwei Dinge, die sich einerseits bedingen und andererseits gegenseitig auszuschliessen scheinen.

Gabi kämpft (wie andere auch) mit der Foto-Synchronisierung am iPhone und mit iTunes: Beim Datenabgleich gehen die Alben verloren. Und Karin fragt sich, warum ihr Windows sie plötzlich mit unheilschwangeren Meldungen zu anstehenden Updates behelligt.

Und das selbstgemachte Problem? Das hat mit Matthias zu tun, der sich auf Facebook und Twitter mit anderen in die Haare gerät, ohne dass dabei etwas Schlaues herauskommen würde. Wie schafft es Kevin da bloss, diesen sinnlosen Gockelkämpfen aus dem Weg zu gehen?

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Nerdfunk 412: Game over

Irgendwann einmal wird auch bei uns dem Motherboard der Saft ausgehen, das Betriebssystem im Hirn den Betrieb einstellen und der Inhalt der geistigen Speicherbänke sich auf immer verflüchtigen. In der Technikwelt nennt man das Hardwareversagen, bei uns Menschen Tod. Alle Menschen sterben, agt unser Gast. Und das ist wahrscheinlich wahr, auch wenn wir Nerds das nicht so recht glauben mögen. Wir haben die Vorstellung, wir würden unseren Geist schon bald in eine Maschine überspielen können, um dann ewig zu leben, wie es Futurist Ray Kurzweil im Buch «Live Long Enough to Live Forever» plakativ beschreibt. Das wird so bald nicht passieren, wenn man dem Hirnforscher glauben darf.

Also, darum reden wir in dieser Sendung – live aus der Esse Music Bar, man vom nahen Bahnhof her das pulsierende Leben hört – über den Tod: Die ursprüngliche Idee war, die administrative bzw. organisatorische Seite in den Vordergrund zu rücken: Was machen wir mit den Passwörtern, mit den Social-Media-Konten, unseren Daten, Fotos und dem ganzen digitalen Nachlass? Doch es ist anders gekommen – es sollte mehr übers Sterben an sich gehen: Unseren Umgang während wir gesund und munter sind, das Verdrängen. Und das Versprechen unseres Gastes, seine Plattform würde dem Tod den Schrecken nehmen.

Unser Gast ist Martin Schuppli von deinadieu.ch, einer Plattform, die sich fürs selbstbestimmte Sterben einsetzt, Dienstleistungen anbietet und uns Individualisten helfen will, uns auf unser Ende vorzubereiten.

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