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«Suyono» mit «Lucid Dreams» Und ihr träumt nicht, ihr hört das hier.
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«In der Stadt sind oft komisch.» «Das ist nur eine Frage der Zeit,
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bis wir es rauskriegen.»
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«Stadtfilter» «Stadtfilter» und «Diggy Chris, ich habe einen Jingle gefunden,
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ohne Megaherzangabe, ist das nicht toll?».
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«Fristig, ich glaube.»
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«Und, wie geht es dir so? Sagen wir mal, ich habe etwas herausgefunden,
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weisst du was? Wie lange heisst du schon Digi-Chris?
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Ui, das ist 07.
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07. Wir sagen, nächstes Jahr feiern wir dein 20-jähriges Digi-Chris-Jubiläum.
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Ich habe herausgefunden, dass du ja topmodern bist.
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Die Jugendlichen, die Jungen von heute, sagen genauso, wie du heisst. ist.
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Sie sagen aber nicht, sie sagen nicht, sie sagen zum Beispiel Bro oder Alte oder so.
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Oder sie sagen eben Digi für,
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Digi ohne Chris für, ich weiss, ich glaube es ist Kürzel für Dicker oder so. Oder nicht?
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Ja, bei mir ist ja damals, als ich gebloggt habe, um das Digital-TV gegangen.
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Also nicht Digi. Was haltest du davon? Kevin ist Er ist leider noch nicht da,
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sonst könnten wir das mit ihm besprechen.
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Wenn wir dich jetzt Digi nennen müssen, voll jugendsprachlich. Digi, Jo. Jo.
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Also, das war meine Idee. Aber sonst Digi. Digi.
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Alles gut? Alles fit im Schritt?
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Sowie gut und sonst Sachen, die nicht auf den Sender gehören.
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Ach so, sehr gut. Genau, ich wollte noch ein paar Chuck Norris-Witze raus suchen,
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aber da bin ich leider nicht mehr dazukommen.
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Aber ist,
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vielleicht auch besser. Oder soll man? Sag.
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Ich weiss es gar nicht mehr. Ich glaube auch, ihr mit zwei, drei generieren
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natürlich irgendwie glaube Ich glaube, im SOP-Bereich, Chuck Norris braucht
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nicht S-Develop, die Tabellen passen sich selber an.
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Das finde ich sehr gut. Ich habe mal Chuck Norris erwähnt, den ich über den
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Internet Explorer geschrieben habe.
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Was ist Parallel von Chuck Norris und dem Internet Explorer?
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Sie sind beide quasi unzerstörbar. Da habe ich eben den Witz gebracht,
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Chuck Norris ist vor drei Tagen gestorben, aber jetzt geht es ihm wieder besser.
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Nein, apropos Intertexplorer, also auch nicht viel intern, also jetzt muss ich sagen,
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Es geht in SPKM.
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Nein, nein, natürlich, wir sind schon lange Edge, aber im Edge gibt es einen Compability Mode.
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Ja, ja, genau, ich weiss es.
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Und wir haben auch die neue Abwendung vom BW läuft nicht.
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Und dann... Oh, die läuft in der... Ähm, der Compability-Motor und da habe ich
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halt auch jemanden vom...
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Ja...
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Wie weiss ich was, 2017 rein...
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Ich habe die Familie mal gelaufen, aber diese Neuanwendung nicht mehr.
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Gut, es ist jetzt los, man hat ein braves Ticket gemacht, testet,
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aber ich habe immer gewusst, dass es das überhaupt gibt.
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Ja, den gibt es natürlich. Du, die Brösmel ist wahnsinnig. Ich hoffe,
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du bleibst uns erhalten während dieser Sendung.
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Hast du vielleicht eine Alufolie auf deinen Router gelegt, wie man das früher empfohlen hat?
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Eigentlich nicht und ich sitze wirklich in 10 cm vom Dongle.
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Ja, letzte Woche oder vorletzte Woche war ja mein Internet weg.
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Und zwar ist dann wirklich etwas kaputt gegangen bei Init7.
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Ich bin bei ihnen vorbeigegangen und habe herausgefunden, dass wir einen Stammhörer haben bei Init7.
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Ich muss mich entschuldigen.
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Felix heisst du, glaube ich, mein Namensgedächtnis lässt mich wieder im Stich.
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Ich bin nicht mehr ganz sicher, aber auf jeden Fall Felix oder allenfalls mit
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einem anderen Vornamen.
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Herzliche Grüße und ich bin froh, dass es wieder geht, weil Ohne Internet zu
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Hause, fünf Tage lang, ist also recht eine Herausforderung, muss ich euch sagen.
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Kevin, hallo. Ah, der Kevin ist da.
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Hello. Hallo, grüß dich. Ja, ich bin jetzt auch da.
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Also, sehr gut. Ich würde schnell sagen.
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Wegen fünf Tagen ohne Internet, wahrscheinlich, deine Töchter,
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die mir am meisten schreien, oder nicht?
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Das ist tatsächlich ein bisschen ein Problem gewesen, natürlich.
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Darf ich das jetzt erzählen?
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Nein, wahrscheinlich darf ich das nicht erzählen. Aber ich wusste aus meiner
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Vergangenheit als Computerjournalist,
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wenn man Fernsehen schauen kann ohne einen offiziellen Kabel zu haben.
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Aber ich habe das Kabel wieder abgezogen, für die, die mich jetzt anzeigen wollen, wegen...
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Zeige ich es draus.
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...Piraterie, ja. Also, wenn ihr das wissen wollt, von mir geheime Informationen...
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Nein, schneide ich nachher raus, sonst wäre es noch schlimmer.
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Kevin, wie läuft es bei dir so? Internet geht hoffentlich.
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Internet geht? Ich habe die Probleme nicht, die ihr habt. Ich habe 5G-Internet.
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Das ist einfach sehr schwankend,
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Aber es läuft.
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Und was hast du da so für einen Datendurchsatz im Monat? Kannst du das dir anzeigen lassen?
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Im Monat?
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Oh mein Gott. Oder im Jahr oder im Tag oder so. Ich weiss nicht.
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Ich kann schauen, glaube ich. Ich habe so eine App, die ich mir natürlich installiert habe.
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Und der sagt mir, Datennutzung in diesem Monat ist 113 GB.
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Naja, gut. Das ist fast noch im Rahmen. Aber das ist dann wirklich nicht gerosselt.
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Sonst heisst es ja quasi Flatrate. Das ist nicht gerosselt. Aber irgendwann
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wirst du drosselt, aber du wirst nicht. Das ist noch gut.
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Ich kann crazy gehen.
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Ja, sehr gut.
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Ich weiss, wie ein Stammhörer, der hat irgendwie etwa 10 Mal wie Kevin und wird auch nicht drosselt.
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Auch alles übers... Vielleicht müssen wir... Aber ein Terabyte im Monat,
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das ist aber noch... Da musst du aber recht fleißig...
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Diese Person hat etwa 27'000 Smartphones und er ist sogar mal bei uns im Podcast
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gewesen. Ich möchte dir denken, wer es ist.
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Ich muss jetzt nochmal scharf nachdenken.
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Eigentlich ist es nicht so viel. Nein. Was ist ein guter Film?
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Maximale Auflösung eines Films, die wir jetzt gerade runterladen können, Avatar vielleicht.
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Ja, dann...
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Ich gehe jetzt schnell in die Illegale-Tauschbörse, Avatar, etwas in der crazy
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Grösse, hat, bei size natürlich, alles andere ist ja nicht spannend.
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Also, wir müssen jetzt hier anfangen, aber sagst du es noch schnell.
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Avatar Ultra HD hat 72,1 GB.
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Ja gut, dann musst du 10 so Filme und dann noch ein wenig chatten und dann hast
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du es geschafft. Also, und jetzt geht es los.
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«Nerdfunk» Herzlich willkommen zum «Nerdfunk»
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Hier ist der Nerdfunk mit Digi Chris und Kevin... Nein, ich hätte nicht Digi
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sagen müssen. Mit dem Digi. Mit dem Digga.
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Und Kevin Rechsteiner, wenn ihr die Pre-Show gehört habt, verstehen die Gag
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und finden ihn wahrscheinlich immer noch nicht lustig.
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Aber Digi, wir werden uns noch mal sehen. Wir haben heute über ein Thema gesprochen,
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das du ausgesucht hast und warum müssen wir über das sprechen?
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Ja, wir haben vor zwei Wochen zum dritten Mal in elf Jahren über die SRG abgestimmt.
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Und das dritte Mal hat sich das Schweizer Stimmvolk für den Moloch ausgesprochen
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und sogar relativ deutlich Und klar,
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für viele ist das RG, du stellst den Fernseher an und schaust die Tagesschau,
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du schaust die Landfrauenküche und ja,
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irgendwann müssen wir uns schon fragen, wie geht es jetzt weiter mit dem Fernseher,
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mit dem linearen Fernseher, wenn du einstellst und was ich übrigens jemanden
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mache, einfach durchzählst auf irgendwelchen exotischen Kanälen.
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Du machst das tatsächlich noch. Ich habe ja in der Pre-Show erzählt,
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dass ich wieder mal aus technischen Gründen ganz normales Fernsehen schauen musste.
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Und ich finde das fast unmöglich. Ich kann fast nicht mehr durchzappen.
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Und dann kommt es noch dazu, wenn so ein smarter Fernseher mit dem digitalen
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Fernseher... Also analog ist es wenigstens noch einigermassen zügig gegangen bei dem Zappen.
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Aber mit dem digitalen Fernseher musst du ja je nachdem warten.
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Du wirst zwei Sekunden, bis er noch den Sender gewechselt hat.
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Das Zappen macht ja keinen Spass mehr digital, kann man das so sagen.
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Kommt auf das Gerät an, ist es sicher besser geworden, also ich meine,
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ich bin ja schon lange dabei, am Anfang ist es tatsächlich,
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sie haben teilweise, ja, zum vielleicht ein bisschen technisch werden,
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du hast auf einem Kanal, auf einer Frequenz, hast du im digitalen, ich sage jetzt,
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acht Sender und die haben es dann so gemacht, dass die Frequenz immer gleich
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bleibt, dass es den Tuner nicht neu tunen, synchronisieren, whatever,
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aber es ist klar, es kann schon länger gehen Und ich glaube,
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die UPC hat mal eine Box gehabt, wo es wirklich ein Zapp-Equal war.
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Aber das konnten sie dann auch irgendwann mit Software-Updates fixen.
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Kevin, tust du noch zappen? Oder anders gefragt, ich bin fast sicher,
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dass du nicht mehr zappst. Anders gefragt, wann hast du das letzte Mal zappt?
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Ich habe ja schon... Ich habe eigentlich nie einen Fernseher besetzt.
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Das ist eigentlich noch lustig.
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Aber hast du das nicht beruflich gemacht? Das mit dem Fernseher und so?
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Ich habe das beruflich gemacht. Ich habe das mal gelernt.
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Ich habe das mal auseinandergeschraubt und so. Nein, ich bin in einem Radio-Fernseh-Geschäft
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gross geworden und das war das war.
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98, 99, 2000, so dort.
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Ja.
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Das ist noch sehr lineares Fernsehen, das ist so knapp mal mit,
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mit, ui, jetzt wird das geheißen, du hast keine Zahlungen, und dann hat es dir
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irgendeine Sendung aufgenommen.
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Showview. Nein, Show. Showview, danke.
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Showview, crazy. Und dann habe ich so viel Fernsehen geschaut,
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und dann habe ich irgendwann gefunden, wenn ich dann mal eine Wohnung hatte,
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dann kaufe ich mir einen grossen Fernsehen, und das habe ich dann nie gemacht.
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Ich habe mir nie einen Fernsehen gekauft.
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Und dann habe ich glaube am Anfang, immer wenn ich in ein Hotel gekommen bin,
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habe ich den Fernseher geschaltet und habe durchgezappt. Das mache ich seit Jahren.
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Ja.
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Beim Zappen bin ich komplett draus. Ich bin beim Fernsehen eigentlich komplett draus.
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Ich bin eigentlich auch draus. Ich schaue noch, was ich mache.
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Ich mache es zeitversetzt, Tagesschau schauen oder so. Aber sonst eigentlich
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wirklich, dass ich jetzt wieder hinschauen und eine Sendung schaue,
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dann, wenn sie ausgestrahlt wird. das ist also seit Jahren nicht mehr vorgekommen
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und ohne Sport passiert glaube ich nicht mehr.
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Also Digi Chris du wolltest eigentlich sagen es wäre gescheiter gewesen,
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man hätte die SRG abgeschafft, weil wir brauchen sie ja nicht mehr,
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weil das macht niemand mehr so.
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Überhaupt nicht jetzt auch gerade Tagesschau, ich muss sagen wenn ich jetzt
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um halb acht nicht gerade mit euch würde reden, würde ich vermutlich einfach
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schnell, wenn ich jetzt zufällig zu Hause bin die Schlagzeile zumindest von
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der Tagesschau schauen, weil ich glaube immer noch
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von der Audi weil auch die visuellen Anbieter haben die SRG mit Abstand die
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beste journalistische Qualität.
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Das ist unbestreitend. Und wenn ich jetzt mit euch fertig bin,
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schaue ich schnell die Schlagzeile.
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Alles gut. Und dass ich tatsächlich etwas...
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Linear schaue. Also wenn ich jetzt vielleicht weiss, sie redet im Kassensturz,
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ja, ich mache mal wieder mein Liebesbeispiel,
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Kreuzfahrträder ein im Vergleich, dann bin ich sofort gesehen,
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dann würde ich es live schauen, aber klar, ich schaue auch das meiste,
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wie sagen wir, on demand und eben, wenn ich halt einfach mal,
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ich sage jetzt vor mein Bett gehe,
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Zep schalte auch mal eben beim Swisscom TV auf, weiss ich was,
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die arabischen Sender einfach mal zu schauen, was zeigen die,
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Das finde ich in der jetzigen Situation nicht unbedingt Bauchtanz oder Kamelrennen,
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das finde ich einfach noch exotisch.
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Da hast du früher keine Chance gehabt, weil du 20 Sender übertragen konntest.
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Du geniessst einfach die Weltreise in visueller Form. Das verstehe ich natürlich schon.
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Jetzt ist mir noch etwas eingefallen. Also den Tatort schaue ich manchmal in
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Echtzeit, weil früher konnte man auch so schön Twitteren dazu.
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Also man konnte lesen, was die Community so schreibt und sich selber daran beteiligen.
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Das habe ich eigentlich noch nicht gefunden, aber das ist ja mit Twitter gibt
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es ja in dem Sinn nicht mehr und darum gibt es auch das Erlebnis nicht mehr.
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Aber ich glaube, aus Nostalgie hänge ich dem nachher so ein bisschen nahe.
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Aber es ist mehr so, weil ich sonst nicht weiss, was ich mit meinem Sonntagabend anfange.
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Was eben, was du jetzt auch erwähnt hast, bei Twitter und eben,
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ich weigere mich eigentlich X zu sagen, der Second Screen, das hat irgendwie
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auch, das ist ja schon vielleicht 10 Jahre her,
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und ESC gegeben, die haben auch Twitter und hast du Leute gehabt,
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die niemals einen ESC geschaut hätten, die haben dann halt auch gesagt,
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sie hegt den Fernseher wahrscheinlich schon ewig nicht mehr eingegangen,
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das sind so geniale Tweeter und
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Du hast dann teilweise fast den Schweizer Egg verpasst, weil du all diese Tweets angeschaut hast.
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Also wir stellen schon fest, es gibt diese Momente noch, oder vielleicht erinnert
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mich uns einfach noch daran, aber so die, wie nennt man die?
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Auf Englisch gibt es einen Begriff, wo mir jetzt nicht einfallen,
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so die Fireplace Moments oder irgend so etwas.
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Ich tue nachher noch schnell googeln, aber Kevin, hast du dann irgendeine Berührung
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mit der SRG oder gar nicht? spielt diese Rolle in deinem Leben?
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Ich glaube, ich habe ganz viele Berührungen mit der SRG.
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Also ich habe jetzt gesagt, ich schaue nicht Fernsehen, das heisst aber nicht,
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dass ich nicht online nein, also ich schaue auf dem Laptop, so ich gehe in eine
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Mediathek oder irgendwie so
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aber man geht halt immer von dem ich sitze vor dem Fernsehen
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und schaue jetzt Fernsehen aus Und dort bin ich halt nicht der Kunde und ich
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glaube, auch bei dieser Abstimmung hat man ja genau die Leute wie mich geholt
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und gesagt, du brauchst das gar nicht, weil du hast ja gar keinen Fernseher.
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Und ich habe aber eigentlich die Idee vom linearen Fernsehen,
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finde ich eigentlich schon noch etwas Cooles.
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Also, wenn ich mich so an die Wetten, dass oder so erinnere,
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dann hat man sich auch darauf gefreut, dass die gekommen sind.
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Und dann habe ich jetzt einmal geschaut.
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Das ist halt wie so ein wenig verloren gegangen und ich glaube,
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ich habe auch wie schöne Erinnerungen gehabt,
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dass wir wie als Familie vor dem Fernseher gesessen sind und du hast Fernsehen
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geschaut und du hast nicht schnell Pause machen können,
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sondern du musst dann irgendwie die Werbung abwarten, dass du etwas trinken
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kannst oder irgendjemand musste schnell gehen oder so.
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Und das habe ich eigentlich noch witzig gefunden und finde es vielleicht ein
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bisschen schade, dass du das wie so nicht mehr erlebst.
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Ich weiss nicht, ob der Begriff Fireplace Moment ist, ich finde es aber ein
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guter Begriff und ich nehme den. Die Fireplace Moments, die gibt es nicht mehr.
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Nein, das ist nicht der richtige Begriff.
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Ich finde den super, den nehmen wir.
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Ich habe mehrere Kais gefragt inzwischen und keiner hat sie wirklich gewusst.
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Also vielleicht habe ich den jetzt auch erfunden.
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Du bist jetzt ein Shakespeare, du hast jetzt etwas zu sagen.
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Ah, sehr gut. Sonst nicht geschafft, aber immerhin alles. Nein, das nehme ich gerne.
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Also man kann sagen, dass egal wie, dass es mit der SRG weitergeht,
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aber so die Klammern, die Momente, wo alle sich damit identifizieren können,
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die sind schon wichtig, oder?
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Also eben, ich erinnere mich, dass ich in der Schule, in der Primarschule immer
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der Aussenseiter gewesen bin, weil ich als einziger nie das Wetten-Das gesehen
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habe und weil wir keinen Fernseher gesehen haben.
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Ich wüsste noch ein Wort. Strassenfäger?
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Ja, genau.
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Ich habe dir auch schon mal erzählt, eine Anekdote, dass meine Eltern geschäftlich
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sind, vielleicht am Wochenende weg gewesen, dann kam die Grossmami zu mir und
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man hat Wetten-Das geschaut.
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Jedes Mal, als der Gottschalk reinkam ist, hat sie sich fürchterlich über sein Outfit aufgeregt.
0:17:11–0:17:11
Ja.
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Einfach so Sachen, ich weiss noch einmal
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ist David Hasselhoff gekommen. Ich war dort auch noch nicht so alt.
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Und da hat sogar mir jeder gesagt, ja, der Christian, er darf das schauen.
0:17:24–0:17:29
Aber er muss dann, nachdem David Hasselhoff gesungen hat, ist logischerweise
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immer am Schluss gekommen, sofort ins Bett. Ja.
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Ich meine, das war auch legendär mit Überziehen und so, dass es halt eine halbe
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Stunde oder dreiviertel Stunde lang gegangen ist, diese Sendung.
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Und alle Kinder haben das toll gefunden, weil sie eigentlich länger aufbleiben konnten.
0:17:45–0:17:50
Aber jetzt im Ernst, das geht uns noch so, aber wenn du heute aufwachst,
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dann hast du das nicht mehr.
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Und dann gibt es auch diesen Moment nicht mehr. Oder dann gibt es vielleicht
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die, die zufälligerweise vom TikTok-Algorithmus das gleiche Video eingespielt
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bekommen haben und dann das so ein gemeinsamer Moment ist.
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Aber er hat schon nicht ganz die gleiche Flughöhe, oder Kevin?
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Es gibt es noch beim Sport. Ich glaube, das ist der einzige Bereich,
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wo sich halt rein von der, wie sagt man dem, Sport musst du live sehen,
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wenn du ein Sportfan bist.
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Und ich glaube, dort entsteht für mich auch während der WM oder während der
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EM ein bisschen das Gefühl, ich schaue sonst nie die Spiele,
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das interessiert mich nicht, ich schaue keine Sportübertragungen, also
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Es ist noch wichtig, Superbowl ist wichtig, Formel 1 ist wichtig,
0:18:38–0:18:41
das sind die grossen Sporteventen, wo viele Leute dann schauen,
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die sonst nichts mit Sport zu tun haben.
0:18:43–0:18:48
Ich bin beim Fussball eigentlich nur, weil wir das Public Viewing im Kino machen, dabei.
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Aber dort habe ich so das Gefühl, wenn es dann so das Finalspiel ist und man
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ist dann schon irgendwie zwei Stunden vorher dort,
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dann finde ich so, es entsteht das kollektive Gefühl von, hey,
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jetzt schauen wir irgendetwas miteinander.
0:19:05–0:19:07
Und das sind glaube ich die einzigen Momente, wo es noch gibt.
0:19:08–0:19:13
Ich glaube nicht einmal, dass man das reproduzieren kann im Sinn einer Familie,
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die sagt, heute schauen wir jetzt einen Film zusammen, weil es halt wie so immer verfügbar ist.
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Netflix macht das nicht exklusiv, sondern du kannst den Film zu jedem Zeitpunkt
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starten, du kannst jede Zeit pausieren, du kannst nochmal schauen.
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Und das habe ich eigentlich immer spannend gefunden, auch beim linearen Fernsehen.
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Du hast gewusst, der Film kommt dann, entweder du nimmst ihn auf,
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oder du musst nachher irgendwo in deinem Kollegenkreis irgendjemand suchen,
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wo den aufgenommen hat, oder du wartest vier Monate und dann kommt er nochmal
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irgendwann im Fernsehen.
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Das stimmt. Wir haben auch schon darüber gesprochen, dass die Momente,
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in denen das nicht ständig verfügbare Habe von allem, ein Wert an sich ist.
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Die OSCAR-Verleihe ist mir eingefallen. Es gibt Leute, die dort wachgeblieben sind.
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Ah ja, das stimmt. Die war erst gerade letzte. Aber es ist wirklich nicht mehr viel.
0:20:10–0:20:16
Und ich erinnere mich bis heute noch, dass ich die Twin Peaks angefangen habe zu schauen.
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Das war, glaube ich, Anfangs 90er Jahre wahrscheinlich.
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Und dann musste ich ins Militär einrücken.
0:20:25–0:20:29
Und darum weiss ich bis heute nicht, wer die Laura Palmer umgebracht hat.
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Also das ist, das ist, das hat sich auch nicht mehr schliessen lassen und ich
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könnte jetzt natürlich heute das Twin Peaks nochmal schauen, aber es wäre irgendwie.
0:20:36–0:20:40
Hat irgendjemand noch Videokassetten von dem, wo man die irgendwie durchlehnen kann?
0:20:40–0:20:45
Oh ja, bitte. So mit Kassetten und also die fetten VHS, genau.
0:20:45–0:20:48
Du hast auch eine Serie gehabt, die wirklich ganz linear war,
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eben 24 mit Kiefer Sutherland, die ist ja eigentlich in Echtzeit abgelaufen.
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Und damals auch halt jede Woche eine Folge und ich weiss noch,
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dort hat es sogar ein Forum gegeben, wo irgendwie 24 Spoilers gehabt hat und
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dort sind wirklich Gerüchte rumgegangen,
0:21:05–0:21:11
dass ein Produzent tatsächlich so ganz ganz kleine Häppchen gesagt hat,
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weil die Serie war immer fertig, dann hast du einen Trailer gehabt und dann
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sieht es aus, oh, ist jetzt Jack Bauer gestorben?
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Und er hat dann so ganz kleine Sachen, und es ist schon ewig gehört,
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dass Charles Logan, also der Präsident,
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der Verbrecher ist, der hat das wirklich, wenn du all seine Hinweise zusammengestellt
0:21:32–0:21:33
hast, hat es dann gewusst.
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Und wahrscheinlich, ich könnte mir vorstellen, das ist ein Produzent von der
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Serie gewesen, aber der hat so viel Attraction für die Serie gemacht,
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dass die Leute dran geblieben sind.
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Also ja, das war auch noch lustig.
0:21:45–0:21:51
Aber man muss ja sagen, Kevin, durch das, dass Filme nicht mehr für ein,
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oder auch Serien nicht mehr für ein riesen Publikum funktionieren müssen,
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ist es ja eigentlich erst möglich wurde, dass es erzählerisch ein bisschen komplexer
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geworden sind und auch anspruchsvoller und ohne.
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Das vergessen wir vielleicht, dass die Serie, also Magnum habe ich auch mit
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gern geschaut, aber jetzt erzählerisch
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ist es jetzt nicht ein wahnsinnig anspruchsvolles Ding gewesen.
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Aber dort gibt es jetzt auch schon wieder Gegenbewegung.
0:22:19–0:22:19
Ja.
0:22:19–0:22:24
Wenn man neue Serien schaut, ich habe letzte irgendwas, was ist es für Serien?
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Ich habe es schon wieder vergessen, das hat mich aufgeregt. Ich habe einfach
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eine Folge von etwas geguckt, wo jemand gesagt hat, ihr müsst schauen, wegen Gründen.
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Und ich habe das geguckt und dort ist mir aufgefallen, das war eine Netflix-Serie.
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Und ich habe dann so gedacht, wieso sagen die alles dreimal?
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Wieso? Ich sehe, was ihr macht, warum erzählert ihr mir das nochmal?
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Bin ich dumm? Also, hä? Und dann habe ich nachgeschaut, weil es hat mich dann
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ein Wunder gemacht. Ich habe gedacht, warum ist das so?
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Second Screen Phänomen. Die Leute schauen nicht mehr Netflix,
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sondern sie haben das Handy noch offen und dann verpasst es die Handlung.
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Also wird die Handlung mittlerweile so geschrieben, dass der Plot immer wieder nochmal erzählt ist.
0:23:15–0:23:19
Wie Teletubbies musst du es dreimal wiederholen, dass die Leute das checken.
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Wenn du das bewusst und aktiv schaust, dann denkst du, es ist richtig schlecht.
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Weil ich bin ein Kinolüger. Genau.
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Ich gehe gerne ins Kino und dann schaue ich den Film und dann schaust du den
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Film mit vollem Bewusstsein.
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Und ich kann mega gerne, wenn du in einem Film etwas hast, wo du zwar, du nimmst es wahr,
0:23:42–0:23:47
aber nicht so bewusst, dass es ein Kameraschränk auf ein Bild ist,
0:23:47–0:23:53
Sondern du checkst das aus dem Kontext, was hat das jetzt für eine Bedeutung.
0:23:53–0:23:55
Und es ist nicht so zu offensichtlich.
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Und jetzt bei der Serie ist es so, dass man es dreimal offensichtlich machen
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muss. Du musst zuerst das Familienbild zeigen.
0:24:02–0:24:05
Dann muss er noch sagen, dass er verlassen worden ist von seiner Frau.
0:24:06–0:24:11
Und dann muss der Kollege noch reinkommen und ihm nochmal über sein Schicksal ausfragen.
0:24:12–0:24:14
Und dann haben die Leute checkt. Das haben mich ein bisschen aufgeregt.
0:24:14–0:24:17
Das verstehe ich. Früher war es wirklich ein Show-don't-tell,
0:24:17–0:24:21
wenn man Geschichte im Film zeigt.
0:24:22–0:24:26
Aber hey, Digi, Chris, hey Digi, müssen wir noch ein bisschen politisch werden.
0:24:28–0:24:32
Es hat jetzt die Abstimmung gegeben und dann kam unser Medienminister,
0:24:32–0:24:37
Herr Rösti, und fand, sie haben zwar die Initianten verloren,
0:24:37–0:24:40
aber trotzdem muss man ihnen ihre Anliegen ganz ernst nehmen.
0:24:40–0:24:44
Und wir müssen jetzt schauen, dass das SRF ja keine Unterhaltung macht.
0:24:44–0:24:48
Also wir haben ja genau über die Momente gesprochen, die wir eigentlich gefunden
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haben, die wären ja noch wichtig oder die haben früher das Fernsehen ausgezeichnet,
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so die Unterhaltungsmomente, die ja vielleicht doch...
0:24:56–0:25:04
Also ich würde sagen, das schafft das Fernsehen schon auch immer noch die Momente
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zu bieten, die alle anzudocken können, aber das ist halt häufig,
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nicht unbedingt jetzt die Unterhaltung, sondern wir,
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weil gerade heute oder gestern irgendwann einmal ist das Ritchie-Meme herumgeschleckt
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worden, aus der, Digi Chris, das sagt ja vielleicht etwas,
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aus der Fernsehsendung Auf und Davon heisst die, und die tatsächlich,
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die schaue ich an mich, und das ist der Richie,
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von fast zum Traktor aus, der Richie, genau, nicht der Richie,
0:25:31–0:25:33
obwohl es auf Kanada ausgewandert ist.
0:25:33–0:25:37
Du siehst, sogar der Kemin kennt das. Und das sind doch die Momente,
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die sind eben schon noch wichtig.
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Und wenn jetzt gerade, wenn der Herr Rösti sagt, man darf keine Unterhaltung
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mehr machen, dann würde genau die tolle Fernsehsendung wegfallen.
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Da sind wir eigentlich nicht einverstanden, oder?
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Nein, überhaupt nicht. Unterhaltung, man könnte darüber reden,
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es fällt jetzt SRF Hollywood Spielfilme zu zeigen.
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Da kann ich sagen, da kann man auch ein bisschen Budget sparen.
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Aber ich muss auch sagen, ich habe auch Leute in der Familie, die lieben den Juggler.
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It's not my thing, aber die Geschmäcker sind verschieden. Aber so eine Serie
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produzieren, ist wahrscheinlich für den Privaten verdammt schwer.
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Ja.
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Also jetzt einfach finanziell. Also klar, ich hätte die Schauspieler,
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aber das sind halt irgendwann Schauspieler X, X und X viel.
0:26:22–0:26:25
Dann tut ihr meine CFO und sagt, nein, machen wir nicht.
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Jetzt, ja, auch irgendwie SRF bei der Eute und so Sachen.
0:26:30–0:26:36
Das macht niemand. Das regelt den Markt nicht. Das kann sich nie refinanzieren.
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Das glaube ich auch nicht.
0:26:37–0:26:41
Und klar, man kann sich jetzt fragen, soll jetzt halt irgendein Champions League
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Spiel soll das halt zu 3+. Wenn sie das Geld haben, tut dir ja nicht weh,
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auch wenn du vielleicht kurz vor dem Elfmeter Werbung hast.
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Das würde ich jetzt nicht sagen, aber eine gewisse Unterhaltung.
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Wie hat es geheiss, die Netflix-Initiative? Ach, jetzt ist es mir gerade entfallen.
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Wir hatten doch das mit dem Anteil, dass Streaming...
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Lex Netflix.
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Lex Netflix, ja.
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Dass man Schweizer Content hat und da hat die SRF die Mittel, das zu produzieren.
0:27:17–0:27:24
Wenn sich dann vielleicht mal ein 3 Plus beteiligen will, ist ja gut.
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Also ich finde ja wirklich, es ist halt tatsächlich so, wenn das jeder zahlen
0:27:28–0:27:32
muss, dann muss man auch ein breites Spektrum an Inhalten anbieten.
0:27:33–0:27:39
Sonst haben die, die bis jetzt gesagt haben, ich schaue ja nie etwas,
0:27:39–0:27:44
und das, was ich schaue, trotzdem, das gefällt mir nicht. Da haben wir gefunden, nein.
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Ich meine, mit diesem Argument kannst du nicht kommen. Aber wenn du das Angebot
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jetzt radikal ausdünnen würdest, dann hätten die eben irgendwann mal doch recht.
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Von mir aus gesehen müsste keine Sekunden Champions League dort laufen,
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aber ich verstehe, dass es Leute gibt, die das sehen wollen.
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Kevin, also sind wir uns einig, viel würde ich jetzt nicht weglassen.
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Oder hast du irgendetwas auf dem Schirm, das man jetzt findet,
0:28:10–0:28:12
das ist jetzt absolut nutzlos?
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Das hat es mit Sicherheit. Ich schwöre, es hat Sachen, wo ich das finde.
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Ja, wo du das findest, aber wo man jetzt objektiv irgendwie sagen könnte.
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Genau. Es geht ja dort um etwas anderes. Also es geht darum, dass
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dass wir ein Angebot haben, das ich vielleicht nicht wahrnehme.
0:28:35–0:28:40
Und dann haben die Leute, die die Initiativen ergreifen, das Gefühl,
0:28:40–0:28:44
das ist jetzt so schlimm, dass wir jetzt eine Abstimmung machen müssen.
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Ich bin ein Autokind. Ich bin immer mit dem Auto unterwegs.
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Jetzt können wir eine Abstimmung machen, wo ihr sagt, wir streichen alle Parkplätze
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in der Stadt, weil wir diese ja nicht brauchen.
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Ja, genau.
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Macht ja verdammt Sinn. Und das ist das, was mich aufgeregt hat,
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dass ich so denke, können wir das nicht miteinander machen?
0:29:07–0:29:11
Nur weil ich keine Formel 1 schaue, heisst das ja nicht, dass man das streichen muss.
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Nur weil ich nicht Samstag jass schaue, heisst das ja auch nicht,
0:29:16–0:29:19
dass man das streichen muss. Es hat ja irgendwelche Leute, die das gut finden.
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Es wird irgendeine Gruppe Menschen geben, die entscheidet, wir machen die Geschichte
0:29:25–0:29:31
und dann wird man das machen und aus der Erfahrung kann man nachher sagen,
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es hat funktioniert oder es hat nicht funktioniert.
0:29:35–0:29:39
Und darum regt mich so die Zeug manchmal auf, wo man so das Gefühl hat,
0:29:39–0:29:41
man kann über etwas entscheiden.
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Nur weil ich jetzt der König von der Welt bin und das Gefühl habe,
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ich brauche das nicht, und ich das entscheiden, finde ich so.
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Nein, du kannst das nicht entscheiden.
0:29:50–0:29:55
Man kann ja, eigentlich könnte man ja aus der Beobachtung raus, die wir gemacht haben,
0:29:55–0:30:05
dass eben Dass die Welt immer mehr in einzelne Bubbles zerfällt und die Segmentierung viel grösser wird.
0:30:05–0:30:10
Dass man nicht mehr ein Wett'n'dass hat, das sicher nicht alle toll finden.
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Früher haben die eine, Mireille Mathieu, wenn sie im Wett'n'dass kam,
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dann waren nicht alle glücklich.
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Man hat viel mehr die Fragmentierung und die Einzelinteressen,
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da muss man doch eigentlich sagen,
0:30:25–0:30:31
da muss sich das SRF noch breiter aufstellen und es muss auch im Streaming oder
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auf TikTok oder so Inhalte anbieten, die du jetzt im Fernsehen nicht machen könntest.
0:30:36–0:30:44
Aber dass trotzdem auch die Medienanstalt noch stattfindet im Leben von den Leuten,
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die mit linearem Fernsehen und einmal einschalten und mit diesen Themen gar
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nichts mehr anfangen können, weil sonst landen die dann bei irgendwelchen Inhalten
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und so und werden überhaupt nicht mehr abgeholt von dieser Idee,
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dass man jetzt da doch noch journalistisch sorgfältig mit unter Rahmenbedingungen
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ein Programm produziert, das auch gewisse Qualitätsansprüche erfüllt.
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Also Digikrismen müsste eigentlich verlangen, dass es noch viel vielfältiger
0:31:15–0:31:17
werden müsste, als es heute ist.
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Eigentlich schon. Wenn man jetzt ein Zeug nimmt, was gerade im Iran passiert,
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oder halt einfach dort im Orient.
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Da könntest du einen Tagesschaubeitrag von drei Minuten machen.
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Wir haben es gehört, Aufmerksamkeit, ich sage jetzt von einem Teenager.
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Ist etwas kleiner. Die SRF hat einen Social-Media-Kanal und dann haben sie halt
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jemanden, der das in 30 Sekunden erklärt.
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Es ist natürlich klar, nicht so komplex, aber er weiss, was es ist.
0:31:44–0:31:48
Und eben auch, wer macht das ausser die SRF? Weil bei SRF glaubst du,
0:31:48–0:31:52
es sind Leute, die haben Journalismus studiert, die wüssten, was es ist.
0:31:52–0:31:56
Ja, da kannst du auch sagen, wenn du jetzt jemand anderes hast,
0:31:56–0:32:01
der das macht, in gleicher Qualität und damit gewinnen kann, Be my guest.
0:32:03–0:32:08
Sonst gibt es einen Ombudsman, den dich beklagen kannst, wenn du es nicht gut
0:32:08–0:32:11
findest. Oder es gibt einen Programmbeschwerden, den du machen kannst.
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Probiere mal, bei einem TikToker einen Ombudsman zu finden. Oder einen Programmbeschwerden
0:32:17–0:32:20
zu machen. Es gibt auch einen Twitterer.
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Der ein absoluter Tesla-Fan ist. Und wenn es irgendwo den Eilen nicht gerade
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vergötet, macht er immer Beschwerden.
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Und sie werden aber immer abgelehnt. Logisch. Also ich würde jetzt wirklich
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sagen, ich habe es auch hier geschrieben,
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ich würde jetzt sagen, SRF ist vielleicht ganz, ganz, ganz, ganz,
0:32:38–0:32:42
ganz leicht links, aber sicher nicht so rechts wie die Weltwoche. Also by far.
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Ja, das ist eine schwierige Diskussion. Ich weiss nicht, ob wir jetzt,
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wir haben eigentlich nur noch eine Minute, ob wir die aufmachen wollen.
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Also tendenziell zeigt sich einfach, dass als Journalist wirkst du vielleicht
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oft links, weil du auch natürlich dich um Veränderung kümmerst.
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Und konservative Leute wollen, dass alles so bleibt, wie es ist.
0:33:05–0:33:10
Aber für den Journalismus ist nicht sehr interessant, wenn du schreibst,
0:33:11–0:33:13
es ist heute alles so geblieben, wie es schon immer gewesen ist.
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Dann hast du nämlich deine Zeitung oder auch dein Fernsehprogramm nicht gefallen.
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Dort ist es interessanter, wenn,
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offen bist für Veränderung und über diese Berichte, musst du sie ja nicht immer gut finden.
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Aber die Offenheit grundsätzlich, dass sich Sachen nicht gleich bleiben,
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das ist inhärent bei diesem Journalismus, würde ich jetzt mal so sagen.
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Aber zum Schluss noch ein kleiner Programm-Tipp oder ein Blogpost.
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Ich habe einen interessanten Podcast zu diesem Thema gehört.
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Ich habe ihn dann auch besprochen. Er ist eigentlich für den deutschen und den
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österreichischen Raum gedacht, oder ist der Podcast gewesen.
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Der sich dort Gedanken darüber gemacht hat, mit welchen Mitteln,
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dass der öffentlich-rechtliche Raumfunk zukunftstauglich werden könnte.
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Und eben eine Idee ist zum Beispiel, und das ist heute schon so,
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dass die Mediatheken auf einer Open-Source-Lösung basieren und auch interoperabel sind.
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Das heisst, dass man zum Beispiel in der Mediathek vom ZDF dann auch Inhalte
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von der ARD und von ART und von der USAT einblenden und das ein bisschen mischen.
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Und dadurch, dass man die Inhalte dann auf mehreren Plattformen ausspielen kann,
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dass man dann eben auch einsteigt.
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Ein grösseres Angebot hat. Und dass in so einer Mediathek, wenn man alle öffentlich-rechtlichen
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Inhalte, man kann ja das gut ausdehnen,
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man könnte auch Sachen aus der Schweiz und aus Frankreich und aus Italien und
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wo es überall öffentlich-rechtliche Sender gibt, mit Untertitelung und wie auch immer drin,
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dann hast du ein grösseres Angebot und dann wirkst gegenüber einem Netflix oder
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einem YouTube oder einem TikTok eben nicht mehr so schmächtig als Inhaltsanbieter,
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sondern du hast eben mehr zu bieten.
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Und ich glaube tatsächlich, wir haben es heute mit so fetten Plattformen zu tun.
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Und wenn man es schaffen würde, dass das, auch wenn sie natürlich nicht im Sinne
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von so geschlossenen Plattformen sind, wie wir immer kritisieren bei den Tech-Konzernen und so,
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aber wenn sie den Eindruck haben von einer geballten Inhaltsladung von so einer grossen Plattform,
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dass sie dann auch die öffentlich-rechtlichen oder Service-Bubliquus,
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wie es bei uns heisst, auch ein bisschen zukunftsträchtiger könnten wahrgenommen
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werden, weil sie eben mit Netflix und so mithalten können.
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Kevin, einen möglichen Weg oder hast du, was wäre so dein famous last word für das Thema?
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Es braucht, glaube ich, Zeit und Geduld, um das zu verstehen,
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weil öffentliche Medien sind nie, nie cool.
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Ja. Sie brauchen immer eine Auseinandersetzung.
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Ja, so ist es, finde ich. Und Digi Chris, du hast das ganz letzte Wort.
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In Sachen Mediatheke, to quote Mr. Reagan, tear down that wall.

Die SRG hat den Kampf gegen die Halbierungsinitiative gewonnen. Auf diesem Sieg ausruhen kann sich der Service Public in der Schweiz nicht: Die Gebühren sinken dennoch, zwar nicht auf 200, aber auf 300 Franken. Ein rigides Sparprogramm mit Hunderten Entlassungen ist bereits angekündigt, und auch Medienminister Albert Rösti vertritt weiterhin eine harte Linie: Die Anliegen der Initiative müssten «ernst genommen» werden. Es drohen strengere Vorgaben bei der neuen Konzession mit weniger Sport und Unterhaltung und weniger Texte im Netz, um die Verleger gnädig zu stimmen.

Wir nehmen das zum Anlass, über die Zukunft der SRG zu diskutieren: Wie müsste sie sich aufstellen, um, wie während des Abstimmungskampfes gefordert, «dort zu sein, wo das Publikum heute ist»? Muss sie Abstriche beim Programm machen oder braucht es einen Schutz des Status Quo, wie es eine Online-Petition fordert?

Es gibt viel zu bereden: Müsste sich die SRG zu einer Plattform wandeln, um zukunftsfähig zu sein? Liegt der Schlüssel für den Erfolg in der Zusammenarbeit mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland und Österreich – und wie lang schauen wir überhaupt noch lineares Fernsehen?

Die Links zur Episode

Beitragsbild: Die Generaldirektion der SRG in Bern (SRG).

Veröffentlicht von Matthias

Nerd since 1971.

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1 Kommentar

  1. Twin Peaks war übrigens vor ein paar Wochen in der ARTE Mediathek. Staffel 1 und Staffel 2. Falls nicht mehr vorhanden, soll sich Matthias bei Bedarf bei mir melden. 😁

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