Technik wird sinnlich

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Kevin und Matthias besuchen den Makerspace in der Stadtbibliothek Winterthur, wo uns Roger Zollinger auf einen Rundgang mitnimmt:

Er stellt uns die Möglichkeiten vor und erzählt, welche Besucher sie zu welchen Zwecken nutzen – und wie man sich inspirieren lassen kann, wenn man von den technischen Möglichkeiten begeistert ist, aber keinen Plan hat, was man mit ihnen anstellen könnte.

Roger erklärt uns auch, wie es kam, dass die Bibliothek heute nicht mehr nur Bücher und Medien ausleiht, sondern auch an der Maker-Bewegung teilnimmt – und wir stellen fest, dass hier Technik für einmal nicht dazu führt, dass alles abstrakter und virtueller wird. Im Gegenteil: Die Wissensvermittlung ist hier fassbar, haptisch und sogar sinnlich.

Und ja: Als Roger die Little Bits, die Cubelets und Makey Makey auspackt, ist auch bei Kevin und Matthias der alte Bubentraum vom endlosen Tüfteln wieder wach – ein Bubentraum, der unbedingt auch ein Mädchentraum sein sollte…

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Pushy!

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Es steht Kummerbox live an – wobei der Name heute eine glatte Lüge ist. Kummerbox erscheint unlive, aber zum Glück nicht leblos: Nämlich als Vorproduktion. Doch trotz diesem leichten Etikettenschwindel euch die gewohnte Mischung aus interessanten Hörerfragen, fantasievollen Spekulationen über mögliche Ursachen und erfolgversprechende Lösungsansätze, sowie die gekonnten (und nicht von allen geliebten) Abschweifungen. Und ja: Auf ein paar Fragen haben wir die einzig wahre und korrekte Antwort.

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Wir Gutmenschen gegen den Klimawandel

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…und gegen den Frauenmangel in Startups. Die Gesprächspartnerin in der heutigen Sendung ist Daniela Schiffer. Sie hat eine App entwickelt, die das Bewusstsein für den eigenen ökologischen Fussabdruck schärfen und beim CO?-Sparen helfen will.

Wir sprechen über Frauen in Startups, über die App von Changers.com und über die Frage, ob sich der Klimawandel mit etwas mehr Velofahren tatsächlich aufhalten lässt.

Der erwähnte Tagesanzeiger-Artikel «Mit einer App das Klima retten?» ist übrigens hier zu finden.

Das Internet vergisst

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Was einmal im Netz landet, bleibt dort – so sagen es unsere Mütter (siehe Bild) und Lehrer, die uns davor bewahren wollen, peinliches Zeugs online zu stellen. In Tat und Wahrheit ist es jedoch so, dass ständig Inhalte aus dem Internet herausfallen und für immer abhanden kommen.

Kevin und Matthias gehen der Frage nach, warum das so ist, was man (als Nutzer und Anbieter von Inhalten) dagegen tun kann und wie man Inhalte sichert, die nicht verloren gehen dürfen.

Ausserdem fragen wir: Müsste die Nationalbibliothek aktiv werden? Braucht es technische Mittel gegen die Demenz des Web? „Das Internet vergisst“ weiterlesen

Ciao Digitalmagazin – hallo Nerdfunk!

Nach sieben Jahren Digitalmagazin stand uns der Sinn nach Abwechslung. Sollten wir das Radiomachen ganz aufgeben und stattdessen häkeln, nacktwandern oder zum Fulltime-Facebook-Kommentator werden? Nein, natürlich nicht – wir bleiben Radio Stadtfilter und uns treu. Aber wir machen unsere Sendung ab sofort ein bisschen anders.

Wir müssen, nach sieben Jahren, weniger erklären, so glauben wir. Unsere Hörer sowohl im Radio als auch vom Podcast, wissen ungefähr, was sie erwartet. Darum gibt es nun ab und zu ein Cold Open. Wir springen mitten ins Thema, was weniger radiohaft als vielmehr podcastig ist. Aber die Zeit ist reif dafür.

Wir werden auch ein bisschen persönlicher und moderner und hoffentlich auch interaktiver. Dazu soll nicht zuletzt auch diese Website hier beitragen.

Unsere Sendung heisst also Nerdfunk – und das passt ganz gut, weil sich der Nerd bei uns in vielen Sendungen als Identifikationsfigur herausgeschält hat. Als jemand, mit dem wir uns manchmal identifizieren und von dem wir uns gelegentlich auch distanzieren. Der Nerd ist somit die Figur, für die wir die Sendung machen – und die auch quasi unser unsichtbarer Produzent und Motivator ist.

Mit dem neuen Namen sind wir nicht mehr ganz so verwechselbar wie mit dem sehr allgemeinen Digitalmagazin. Und wie ihr dann hoffentlich merkt, schaden uns etwas mehr Ecken und Kanten nicht.

Auch das sei verraten: Wir hoffen, dass wir uns mit dem neuen Konzept Aufwand bei der Administration und der Produktion sparen. Das ist darum wichtig, weil Matthias nicht mehr ganz so viel Zeit hat und wir darum ums Improvisieren nicht herumkommen und den Karren am Laufen zu halten.

Ach ja, und nach sieben Jahren war es wirklich an der Zeit für neue Jingles. Danke an Andrew vom Stadtfilter, der sie für uns fabriziert hat.

PS: Die Nummerierung der Sendung führen wir trotz des neuen Namens fort. Einerseits, weil es unpraktisch wäre, wenn es zwei Sendungen mit der gleichen Nummer gäbe. Andererseits, um den Frust zu vermeiden, wieder bei 1 beginnen zu müssen.

Bild: Fall Reboot von Dov Harrington, Flickr.com, CC BY 2.0

Digital 353: Ein Herz für White-Hat-Hacker und kein Blackphone

In der letzten Folge vor der Sommerpause ist wieder ein Blogger zu Gast – allerdings einer, der das Bloggen nicht als inhaltliche Kategorie versteht, sondern als technische. Er geht nämlich nicht mit der typischen Nonchalance eines Bloggers ans Werk, sondern mit einem professionellen Sendungsbewusstsein.

Das richtige Auftreten gehört denn auch zu seinem Beruf: Martin Steiger. Er ist Rechtsanwalt und inzwischen der Go-To-Guy für die Schweizer Medien, wenn es um Internetrecht geht. Aber auch zu netzpolitischen Themen wird er gerne befragt, weil er sich als Mitglied der Digitalen Gesellschaft für eine offene, freie und nachhaltige digitale Welt einsetzt.

Entsprechend breit ist das Spektrum dieser Sendung: Vom Büpf, dem Nachrichtendienstgesetz und dem Urheberrecht im Netz sowie den Abmahnungen wegen Bilderklau bis hin zu den Diffamierungen auf Facebook und Googles Recht auf Vergessen tangieren wir alle heissen Eisen der letzten Monate. Und wir erfahren von Martin Steiger, wie er seine eigene Privatsphäre und die seiner Mandanten schützt. (Nein, nicht mit einem Blackphone.)

Digital 352: Die Paywall war nicht des Kolumbus’ Ei

Wie steht es ums Newsgeschäft? Ist ein Ende der Krise abzusehen oder geht es weiterhin bergab? Einer, der es wissen muss, ist Peter Hogenkamp. Er war lange Jahre Internet-Unternehmer, zum Beispiel als Gründer von Blogwerk.ch, dann Leider bei den digitalen Medien der NZZ-Gruppe. Heute betreibt er mit Scope (vormals Niuws) einen Dienst für handverlesene Nachrichten.

Wir versuchen so etwas wie eine Bestandesaufnahme: Sind wir heute klüger als vor zehn, 15 Jahren, als die Krise so richtig begann? Wissen wir heute, was Online-Leser wollen? Was haben wir aus Versuchen mit Paywalls und aus Erfahrungen mit Clickbaiting gelernt?

Was versprechen wir uns von Plattformen wie Blendle, Krautreporter, etc.? Und was sind die Erfahrungen mit Scope?

Digital 351: Mikromanagement lohnt sich nicht, my Darling

Kummerbox Live mit einem per Skype zugeschalteten, aber nichtsdestotrotz koffeinaufgeputschten Kevin Rechsteiner, der die Sonne geniesst und mit dem Internet zufrieden ist – ganz anders als Matthias, der sich an Captchas stört, über Godwin’s Law schnödet und mit dem Publikum eine Rickroll vollzieht.

Und ja: Wir beantworten tatsächlich auch ein paar Fragen. Nämlich: Wie stoppt man Windows 10 an der automatischen Installation – und wie bringt man Microsoft dazu, einem 10’000 Dollar zu bezahlen, falls Windows 10 trotzdem versehentlich installiert wurde?

Plus: Was, wenn Bekannte auf Facebook um Geld bitten? Wählt man eher das iPad oder doch besser ein Surface von Microsoft?

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Digital 350: Revolution gegen Google und Co.

Ein deutsches Startup bläst zur Revolution gegen die Cloud und macht sich dafür sogar die französische Nationalheldin Marianne zu Eigen. Wir müssten wieder Herr von unseren Daten werden und die Ketten sprengen, die uns Google und Co. auferlegen.

Ist das bloss ein geschickter Schachzug, um aus der Cloud-Skepsis ein Geschäftsmodell zu machen – oder eine längst überfällige Gegenbewegung auf die Aneignung unserer Daten durch die Megakonzerne?

Matthias spricht mit Ali Jelveh von Protonet aus Hamburg. Er ist dort Chief Revolutionary Officer und gibt Auskunft zu den Alternativen der Cloud (der Server von Protonet im Test), den Erfolgschancen dieses Unterfangens, wo Edward Snowden schon vergessen zu sein scheint. Ausserdem geht es um erfolgreiches Crowdfunding, die globalen Ambitionen des Startups, das Risikokapital erhielt und die Kritik, die deswegen aus den Reihen der ursprünglichen Investoren kam.

Im Podcast ist diese Folge noch etwas länger: Hier geht es auch um die Heimautomatisierung und die Frage, warum europäische Unternehmen global gesehen im Tech-Bereich so wenig zu melden haben.

Das erwähnte Buch – Hannes Grassegger, «Das Kapital bin ich» – hat Matthias hier besprochen.

Digital 349: Innovationen mit Hilfe des Web

Atizo ist eine Schweizer Webplattform, die unter dem Schlagwort «Social Innovation» Community-Brainstorming betreibt (oder umgekehrt). Will sagen: Mit Hilfe der Öffentlichkeit werden Ideen ausgebrütet, Konzepte verfeinert, Marketingstrategien getestet und Produkte auf den Konsumenten zugeschnitten. Seit 2007 ist Atizo im Netz und wurde seitdem von jedem Unternehmen gentutzt, das in der Schweiz Rang und Namen hat. Seitdem hat sich Atizo zum Berater für Unternehmen entwickelt, die innovativ sein wollen.

Wir sprechen mit Adrian Gerber, dem Geschäftsführer von Atizo, über diese Schweizer Webinnovation – und über das Crowdsourcing und die Sharing-Economy als gesellschaftliche Entwicklung, die unsere Welt nicht nur zum Guten verändern.