Schlanke Text-App statt fettem Office-Paket?

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Der PC verdankt seinen Siegeszug nicht ausschliesslich, aber zu einem ganz gewichtigen Teil einer ganz bestimmten Softwaregattung: Nämlich dem Office-Paket, einer Sammlung von Büroprogrammen, bestehend klassischerweise aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm. Um genau zu sein: Es war das Programm VisiCalc, das vor bald 40 Jahren die Mikrocomputer vom Hobbygerät von den Computerfreaks zu einem ernsthaften Bürogerät beförderten – und IBM dazu veranlassten, den IBM-PC voranzutreiben, der die Computerrevolution erst so richtig in Gang bringen sollte.

Heute ist das digitale Büro ganz in Microsofts Hand, doch es macht einen reichlich angestaubten Eindruck. Grosse Unternehmen wenden sich denn auch vom Office-Moloch ab, um zum Beispiel auf Google Docs zu setzen, und viele Privatanwender verwenden lieber eine schlanke Tablet-App für ihre Texte als ein hochgezüchtetes Textverarbeitungsprogramm.

Ist Office ein Auslaufmodell oder einfach so ausgereift, dass die Software kaum mehr zu verbessern und entsprechend nicht mehr der Rede wert ist? Wir wagen eine Standortbestimmung, sprechen über Alternativen und erklären, für welche Zwecke wir Office weiterhin die Treue halten.

Rampenradio: Die Sendung wurde live und openair von der Rampe vor dem Theater am Gleis in Winterthur ausgestrahlt.

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Der digitale Blick auf die Realität

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Lukas Gasser entwickelt die App ÖV AR: Sie zeigt die Haltestellen in der näheren Umgebung und verrät, ob man noch rechtzeitig dort hingelangt, um den Bus, das Tram oder den Zug noch zu erwischen.
Der Fahrplan wird direkt ins Kamerabild eingefügt und man sieht eingeblendet auch eine Umgebungskarte.

Das nennt sich Augmented Reality (bzw. erweiterte Realität) und ist eines der grossen Trendthemen. Letztes Jahr (an der Entwicklerkonferenz WWDC 2017) ist auch Apple auf den Zug aufgesprungen und verspricht «Superkräfte für normale Aufgaben», «verschwimmende Grenzen zwischen dem Virtuellen und dem Realen» und völlig neue Erlebnisse, zum Beispiel in der Schule: «Dein Klassenzimmer könnte zum Kosmos werden!» Sind diese Augmented-Reality-Versprechen real oder doch nur Marketing-Fiktion? Wie könnte sich diese Technologie sonst entwickeln? Und was für Ambitionen hat er überhaupt mit seiner App?

Mit der ÖV AR-App tun sich weitere Diskussionsfelder auf: Lukas nutzt nämlich Daten von opentransportdata.swiss und profitiert davon, dass die SBB und andere Organisationen inzwischen viele ihrer Daten öffentlich zur Verfügung stellen (siehe auch Nerdfunk 371).

Und: Der App-Store von Apple ist gerade zehn Jahre alt geworden. Wie sind seine Erfahrungen als Anbieter? Wie verdient man Geld und macht die Öffentlichkeit auf seine Apps aufmerksam? Hilft Apple Leuten wie ihm oder müsste der Konzern mehr für die Entwickler tun, die ihm Milliarden in die Kasse spülen?

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Service Public 2.0

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Die Schlacht ist geschlagen und der Sendeschluss abgewendet. Doch nach dem Nobillag-Abstimmungskampf bleiben Fragen offen, die wir aus Sicht der Nerds und Streaming-Nutzer angehen: Wie müsste sich die SRG reformieren, um für Generation Z, Youtube-Fans und Netflix-Junkies noch attraktiv zu sein? Ist es jetzt an der Zeit, den Gebührenkuchen neu zu verteilen und die Idee des Service Public neu zu denken?

Darüber zerbrechen wir uns mit Digichris den Kopf. Und wir bewerten auch die Rolle der sozialen Medien, die einen ziemlich asozialen Eindruck hinterlassen haben: Da ist diese kleine, liberäre Minderheit, die so laut geschrien hat, dass jeder vernünftigen Diskurs übertönt wurde. Und wir haben uns mit Verschwörungstheoretikern herumgeschlagen, die faktenfrei jeden Facebook-Thread getrollt haben, der ihnen gerade in die Quere kam. Ist das nun die Art und Weise, wie politische Debatten in Zukunft immer ablaufen? Oder war es – wenn wir die richtigen Lehren ziehen – der Tiefpunkt, von dem es wieder aufwärts geht?

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Nerdpeitsche!

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Wir waren versucht, uns von der Aktualität mitreissen zu lassen und wie viele andere Medien die momentane Kälte zur Breaking News zu erklären (Beispiel: «Kälte-Ticker» des «Blick»: «15:28 Es ist kalt.» «15:29 Es ist noch immer kalt.»). Ja wir hätten uns ausführlich damit beschäftigen können, wie man das Handy vor der Russenpeitsche bewahrt. Aber, unter uns gesagt, es braucht nicht unbedingt ein Ingenieursstudium, um auf die richtige Antwort zu kommen. (In der warmen Innentasche tragen, sich beim Eiszapfenfotografieren möglichst beeilen und es dabei nicht fallenlassen.)

Darum beschäftigen wir uns lieber mit den Themen, die für unsere Hörerinnen und Hörer auch relevant sind – und die sie uns darum per Mail unterbreitet haben: Warum schwindet der freie Speicherplatz bei Klemens? Wieso kriegt Krešimir «Mail delivery failed»-Meldungen zu Nachrichten, die er nie verschickt hat? Und auf welche Weise bringt Felix dazu, dass Apps ihr Passwort nicht ständig vergessen?

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Sozialmediale Auswüchse

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Das Phänomen klingt wie die Krankheit, die im Winter für triefende Nasen, Schüttelfrost und Fieber sorgt. Doch seine Symptome sind komplett anders: Statt mit Gliederschmerzen, Husten und bleierner Müdigkeit bekommen wir es mit jungen, hübschen Menschen zu tun, die uns in sozialen Medien mit schönen Bildern an ihrem tollen Leben teilhaben lassen und uns nicht vorenthalten, welche tollen Produkte sie so glücklich, schön und liebenswert machen.

Diese schönen Menschen heissen Influencer, und diese neue Werbemethode scheint um sich zu greifen, wie die eine heimtückische Infektionskrankheit: Sie sei «authentisch, subtil und sympathisch», behaupten diejenigen, die die schönen Menschen mit den Unternehmen zusammenbringen, die bei jenen Gesellschaftsgruppen gut dastehen möchten, die für klassische Werbung nur wenig empfänglich sind: Das sind Teenager und junge Erwachsene, die generell ein sehr eigenes Medienverhalten an den Tag legen.

Und auch wenn die Einleitung nahelegt, wir würden über Bibis Beauty Palace oder Cielle Noire Spott ausgiessen wollen, liegt uns nichts ferner als das: Wir wollen uns in dieser Sendung ernsthaft mit der Sache auseinandersetzen, es mit seinen diversen Facetten beleuchten und uns fragen, ob das Influencermarketing nicht doch eine Verbesserung darstellt: Schliesslich sind es hier echte Menschen, die uns Produkte nahebringen und nicht austauschbare Werbemodels.

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Smarter Kühlschrank, kluge Unterhose?

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Das Internet der Dinge ist eines dieser Themen in der digitalen Welt, denen man nicht entgehen kann – die aber auch schwammig, dubios und wenig fassbar bleiben: Es gibt viele Versprechen der Industrie, wie die per App steuerbaren Haushaltsroboter, die smarten Einrichtungsgegenstände, die klugen Unterhosen und vernetzten Autos, Läden und Fabriken unser Leben besser, schöner und effizienter machen.

Doch was davon ist hohles Geschwafel – und welche Ideen haben echtes Potenzial? Das ist nicht einfach auseinanderzudröseln. Doch wir wagen heute den Versuch und machen eine Auslegeordnung: Wir bewerten die Gegenwart, werfen einen Blick in die Zukunft und geben eine persönliche Beurteilung, was man ausprobieren sollte und was schleunigst als Elektroschrott zu entsorgen ist. „Smarter Kühlschrank, kluge Unterhose?“ weiterlesen

Besser als ein Tesla auf dem Mars

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… ist es, sich mit Hörbüchern zu vergnügen. Denn Hörbücher bieten im Idealfall das doppelte Vergnügen: Die Erzählung eines hervorragenden Geschichtenerzählers oder Sachbuchautors, und die stundenlange Solo-Performance einer begnadeten Schauspielerstimme. Die Hörbücher sind (neben den Podcasts) eine hervorragende Methode, sich zu unterhalten und geistig anzuregen, während die Glotze ausbleibt und sich die Augen entspannt zurücklehnen können (oder so ähnlich).

Die heutige Sendung ist eine kleine Liebeserklärung an das Hörbuch. Und zwar ohne dass wir Zeit auf einen historischen Rückblick verschwenden würden. Da wäre sowieso nur herausgekommen, dass es das Hörbuch schon seit 1932 gibt, als eine US-amerikanische Stiftung damit begann, gesprochene Bücher auf Platte zu pressen, damit die Blinden sie hören konnten.

Stattdessen erzählen wir, wie wir in unserer Kindheit und Jugend durch Hörspiele sozialisiert wurden, zwischendurch den Faden verloren und heute wieder voll dabei sind. Es geht um einige unserer Lieblingsproduktionen, bei denen sowohl Autor als auch Sprecher zur Höchstform auflaufen. Und natürlich klären wir auch die Frage, wie man die Ohren-Lektüre am besten bezieht: Auf CD, als Download, bei Audible oder vielleicht doch beim einheimischen Buchhandel?

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Gretchen fragt die Kummerbox

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Während unserer kleinen Pause über die Jahre haben sich einige Fragen angesammelt, die wir in der ersten Folge von Kummerbox Live 2018 nun mit Elan angehen: Es geht um die fatalen Sicherheitslücken Meltdown und Spectre, um gelöschte SMS, gemeinsame Adressbücher, und die Frage, wie man ein Android-Handy ohne allzuviel Abhängigkeit von Google nutzt.

Und Matthias macht das Gretchen den Faust und will von Kevin wissen, wie er es mit der Religion hält. Denn Kevin, der sich so langsam, aber sicher zum Schweizer Podcastkönig mausert, hat eine neue Produktion namens Wers glaubt am Start, in der (als Atheist) zusammen mit Pfarrer Christian herauszufinden versucht, wie verbindlich die Geschichten aus jenem alten Buch heute noch sind.

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Das S für mehr Sicherheit

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Es ist wieder einmal Zeit für ein brutal technisches Thema – das wir euch aber schonend und mit viel Fingerspitzengefühl näherbringen, wie ihr es von uns gewohnt seid. Es geht um Let’s Encrypt. Das ist ein breit abgestützte Initiative, die das Netz sicherer machen will. Das Ziel ist, dass sämtliche Websites im Netz verschlüsselt kommunizieren können. Bisher ist https (anstelle des unverschlüsselten http-Protokolls) zwar weit verbreitet, aber noch nicht der Standard.

Die Verschlüsselung schützt die Privatsphäre. Die Kommunikation kann nicht belauscht oder verändert werden. Das macht den professionellen Datendieben das Leben etwas schwerer, doch sie bedeutet nicht das Ende von Überwachung, Cyberangriffen und Datendiebstahl im Web. Es gibt sogar Stimmen, die davor warnen, sich wegen des Schlösschen-Symbols im Browser in falscher Sicherheit zu wiegen. Und Kritik wird auch an Google laut, weil der Suchmaschinenbetreiber Websites abstraft, die keine Verschlüsselung verwenden.

Wir diskutieren die Vor- und Nachteile für die Webanwender. Und wir erklären, wie man als Webseiten-Betreiber seine Homepage auf die Verschlüsselung umstellt, und welche Probleme zu erwarten sind.

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Skimasken verhaften

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Das Internet verändert vieles, auch die Arbeit der Verbrecher. Es gibt Taten, die sich nur übers Netz verüben lassen, und die Kriminellen agieren über die Ländergrenzen hinweg und immer raffinierter. Wenn man den Sicherheitsexperten glauben darf, ist die Situation desolat: Was wir durch die Medien erfahren, ist nur die Spitze des Eisbergs. Viele Taten – Cybermobbing und digitale Erpressung, Terrorismus im Netz und die Manipulationen bei Wahlen – bleiben unter dem Radar.

Aber auch bei vielen herkömmlichen Verbrechen spielen Computer und Handys eine entscheidende Rolle. Darum wandelt sich nicht nur die Bedrohungslage für Unternehmen und Privatanwender, sondern auch das Berufsbild des Polizisten. Das Verständnis für die digitale Welt, gute Kenntnisse zu Tor und dem Darknet, zu Phishing und DDoS-Attacken ist heute fast so wichtig wie der Führerschein.

Wir wagen zusammen mit Mike Hotz eine Bestandsaufnahme in Sachen Cybercrime. Er ist Leiter der Abteilung Cybercrime/Digital Investigations der Kantonspolizei Zürich und gibt uns Einblick in die Arbeit der Ermittler. Und natürlich kommen wir um eine Frage nicht herum: Braucht es für die effektive Bekämpfung der Kriminalität wirklich mehr Überwachung, mehr auf Vorrat gesammelte Daten – oder ist und bleibt der Schlüssel zum gelösten Fall die Spürnase des Ermittlers?

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