Neulich haben wir unsere Absicht bekundet, stinkreich zu werden. Nun, dieser Zustand ist noch nicht eingetroffen, sodass wir nach wie vor nicht im echten Geld baden und auch nicht im Bitcoin-Reichtum schwelgen. Das Problem ist, wie wir festgestellt haben, unsere fehlende Reichweite im Netz. Denn Reichweite – also eine grosse Gefolgschaft und entsprechender Einfluss – eröffnet allerlei Möglichkeiten.
Darum geht es in dieser Sendung um die Methoden, die sozialen Medien für die eigenen Zwecke zu nutzen – ob man nun ein Produkt zu verkaufen hat, seine Meinung verbreiten möchte oder Freude an der Selbstdarstellung gefunden hat. Gibt es Patentrezepte, erfolgreich zu sein? Und wenn ja warum wenden wir selbst sie nicht an? Und falls nein – ist es dann überhaupt sinnvoll für Unternehmen oder sendungsbewusste Privatpersonen, von Twitter, Facebook, Instagram, Tiktok und Youtube mehr zu erwarten als eine Selbstdarstellungs-Plattform.
Wir sprechen über die Regeln, unsere Erfahrungen, die Gefahren des «Social Media Marketings» und die dreckigen Tricks. Und wir gelangen zur Erkenntnis, dass nicht jeder ein Star sein kann oder muss, und es völlig okay ist, die sozialen Medien entspannt zu nutzen. „Jetzt wird hier Reichweite gebolzt!“ weiterlesen
Beim Nerdfunk halten wir keine klassische Redaktionssitzung ab, sondern pflegen vielmehr eine informelle Organisationsstruktur. Manche würde womöglich sagen, wir seien drauflos wurstelnde Chaoten. Doch wie auch immer man unserer Arbeitsweise gegenübersteht, gewisse Dinge sind nicht zu bestreiten: Erstens erfüllt unser Modus Operandi seinen Zweck. Und manchmal zeitigt er überraschende Resultate.
Zum Beispiel heute: Das Thema der aktuellen Sendung ist das analoge Denken. Doch es bleibt bis kurz vor der Sendung völlig unklar, was wir uns darunter vorstellen. Geht es um eine Haltung dem Computer gegenüber, eine Arbeitsweise – oder um eine Methode, kreativ zu sein und sich Inspiration zu holen?
Typisch für uns ist auch, dass wir solche Fragen nicht vorab, sondern live während der Sendung klären. Und darum bleibt uns selbst nichts anderes übrig, als abzuwarten, wohin uns dieses analoge Denken führt – und ob unsere Gedankenstränge irgendwie kompatibel sind. „Wenn analoge Gedanken auf digitale Hürden treffen“ weiterlesen
Über die Post freuen sich alle. Ausser natürlich, wenn sie Rechnungen, Betreibungen, den blauen Brief oder sonst eine schlechte Nachricht überbringt. Oder wenn sie auf die Idee kommt, eine neue App zu lancieren. Das ist nämlich neulich passiert, und Roland ist alles andere als zufrieden mit ihr.
Um genau zu sein: Es geht um die App der Postfinance, die auch andernorts nicht nur für Freude sorgt. Der PC-Tipp hat sie harsch kritisiert. Da sei eine halbfertige, nicht durchdachte App auf die Nutzer losgelassen worden, heisst es.
In der heutigen Folge von Kummerbox Live versuchen wir, mit vereinten Kräften dieses Problem zu lösen. Und andere: Es geht in der Sendung auch um die Frage, ob man der «Kassensturz»-Sendung von SRF in Sachen Backups vertrauen darf, was man im Fall von nicht-funktionierenden Websites tun sollte und wie man Geräte exorziert, wenn sie komplett irrational verhalten. „Die Post ist da! (Mit ihrer neuen App)“ weiterlesen
Wir haben im Nerdfunk 562 (Friert da gerade die Hölle zu?) schon ein paar Worte über Googles Pläne verloren, das individuelle Tracking von uns Nutzern im Web aufzugeben. Nun kommen wir nicht darum herum, das Thema ausführlich anzugehen und uns zu fragen: Ist das nun das Ende der Datensammelei – oder geht es erst richtig los?
Denn erst einmal klingen die Pläne super: Google will in seinem Chrome-Browser per Ende Jahr keine Cookies mehr annehmen, die von Drittanbietern gesetzt werden. Die gelangen typischerweise über Werbebanner und über eingebettete Inhalte, wie zum Beispiel Youtube-Videos oder Facebook-Knöpfe in den Browser. Und sie waren bisher die bevorzugte Methode der Datensammler, um uns Surfer durchs Netz zu verfolgen und hinterher individuell mit Werbung zu bedienen – den sogenannten Targeted Ads.
Stattdessen wird Google auf eine Methode namens Federated Learning Of Cohorts (Floc) setzen: Sie analysiert unsere Gewohnheiten und teilt uns in Kohorten ein: Das sind grosse Gruppen mit einem gemeinsamen Interesse, die entsprechend beworben werden können.
Doch so gut das auch klingt: Es gibt auch gravierende Nachteile. Und auch wenn man grosszügig über die hinwegsieht, so ist nicht zu übersehen, dass Google selbst nicht daran denkt, weniger persönliche Daten zu sammeln – gerade auch das ist in der letzten Zeit mehr als deutlich geworden.
Letzte Woche, im Überschwang der Gefühle, haben wir uns dazu hinreissen lassen, eine ganze Sendung einem überaus sperrigen Gegenstand zu widmen. Dieser Gegenstand trägt den Namen Non-Fungible Tokens oder kurz NFT und bezeichnet eine Technik, mit der sich einmalige digitale Güter schaffen lassen.
Normalerweise ist es so, dass sich ein Objekt aus Bits und Bytes beliebig kopieren und reproduzieren lässt. Bei den NFT verhindern kryptografischer Methoden den Austausch oder Ersatz – und so übersetzt sich der Name auch als nicht ersetzbare Wertmarke. Auch Fälschungen sind ausgeschlossen, weil sich jedes Objekt jederzeit zum Ursprungsort zurückverfolgen lässt.
Das ist eine spannende Angelegenheit. Sie eröffnet die Möglichkeit, auch im virtuellen Raum einmalige Gegenstände zu besitzen und zu horten. Man denkt sofort an digitale Kunst und den dazugehörenden Kunsthandel. Oder an Spiele, bei dem eine Jagd um gewisse Gegenstände entbrennt.
Aber natürlich stellt sich auch gleich die Frage nach den Schattenseiten: Sind die NFTs nicht hauptsächlich dazu da, das digitale Besitzdenken zu fördern, dem Kapitalismus Vorschub zu leisten und Spekulanten zu beglücken? Ein Anzeichen dafür ist das Werk des Künstlers Beeple, das in Form einer JPG-Datei von Christie’s für 69,3 Millionen US-Dollar verkauft worden ist. Und wir fragen uns auch: Gehen nun die Träume der Rechteinhaber in Erfüllung, die sich schon daran stören, wenn wir unseren Freunden einen Bluray-Film ausleihen?
Wir wägen in dieser Sendung die Vorteile und die Nachteile ab – und versuchen eine Prognose, ob wir es nur mit einem Hype oder mit einer echten Revolution zu tun haben.
Wir feiern heute ein zweifaches Jubiläum: Erstens ist es auf den Tag genau zwölf Jahre her, seit unsere erste Sendung den Äther erreichte. Und zweitens sind wir seit nunmehr zwölf Monaten im Corona-Modus und schlagen uns nicht nur mit unseren Themen und den Jingles, sondern auch mit den Tücken der Internettelefonie herum.
Aber keine Angst: Wir werden uns weder dazu hinreissen lassen, wegen des einen Jahrestags in übertriebenes Jubelgeschrei auszubrechen, noch werden wir wegen des anderen ein grosses Fass aufmachen. Denn für uns bleibt es bei der Erkenntnis, dass das Pandemiejahr zwar auch mit Internet keine Freude war, doch wir ohne Internet wahrscheinlich alle längst durchgedreht wären.
Abgesehen von solch tiefschürfenden Erkenntnissen beschäftigen wir uns mit der Aktualität, und zwar mit den Plänen Googles, das individuelle Tracking aufzugeben. Wir analysieren, was das Nein zur E-ID für die Digitalisierung in der Schweiz bedeutet und wenn uns niemand bremst, reden wir womöglich auch noch über den neuesten Internet-Hype – die Non-Fungible Tokens oder kurz NFT. „Friert da gerade die Hölle zu?“ weiterlesen
Mit unserer heutigen Sendung schliessen wir nahtlos an unsere Kummerbox-Live-Ausgabe von letzter Woche an. Damals ging es um zwei schon etwas ältere Smartphones, die den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen sind – und die wegen fehlender Sicherheits-Updates nicht mehr als Sicher gelten dürfen.
Doch ist Wegschmeissen und Neukaufen wirklich die beste Lösung für Hardware, die nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist? Gibt es nicht Mittel und Wege, um solche Geräte um- oder aufzurüsten und einem guten Zweck zuzuführen – und so die Gebrauchszeit zu verlängern und den Ressourcenverschleiss zumindest ein bisschen zu verringern?
Und in der Tat: Es gibt Methoden und Möglichkeiten, mit denen Geräte nicht obsolet werden, auch wenn sie nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind. Wir haben einige solcher Lösungen zusammengetragen. Aber wir kommen nicht umhin, auch laute Kritik zu üben: Denn die Hersteller tun wenig, dass die Geräte leicht zu reparieren und aufzurüsten sind. Und manchmal wird die Nutzungszeit noch völlig intakter Geräte künstlich beschränkt, indem Updates verweigert oder unverzichtbare Webdienste abgedreht werden. Müsste da nicht die Politik mehr tun? „Ein würdiger Lebensabend für unsere altgedienten Gadgets“ weiterlesen
… auch wenn sie teilweise so klingen könnte. Das liegt daran, dass der kleine Mars-Rover Perseverance unser Nerdherz höher schlagen lässt. Und ja, am liebsten hätten wir in dieser Sendung nur über Marsmissionen gesprochen – und über die Frage, wer von unserem Team denn bei einer bemannten Mission dabei wäre. Digichris vielleicht – in der Hoffnung, dass es auf dem roten Planeten doch noch etwas interessanter ist als auf einem hundskommunen Kreuzfahrtschiff?
Doch pflichtbewusst wie wir sind, kümmern wir uns in dieser Sendung auch um unsere eigentliche Aufgabe: Nämlich um die Beantwortung von Hörerinnen- und Leserfragen, die in der letzten Zeit bei uns eingetroffen sind.
Und diese Anlegen haben es in sich: Lukas fragt, ob das Anmeldeprozedere bei der neuen Streamingplattform Playsuisse überhaupt zumutbar sei. Veronika schlägt sich mit ihrem zu grossen Mailarchiv herum. Peter möchte eine vielversprechende Foto-App herunterladen, schafft das aber nicht. Und Susanna hat Ärger mit ihrem schon etwas älteren Mobiltelefon. „Diese Sendung kommt nicht vom Mars“ weiterlesen
Eingefleischte Hörerinnen wissen es: Wenn eine Patch-Tuesday-Sendung ansteht, dann haben in der digitalen Welt entweder umwälzende Veränderungen stattgefunden. Oder den Sendungsmachern ist kein anderes Thema eingefallen.
Welche der beiden Ursachen für die heutige Sendung verantwortlich ist, überlassen wir eurem scharfsinnigen Urteil. Ein kleiner Hinweis auf die richtige Antwort gibt die Traktandenliste mit den aktuellen Themen, die sich in den Shownotes findet. Wie üblich gilt: Die ist unverbindlich und kann während der Sendung ohne Angabe von Gründen umgestossen werden. „Diese Sendung kommt nicht aus Dubai“ weiterlesen
Vielen geht es wegen der Pandemie dreckig – auch dem Kino. Die Lichtspielhäuser sind während der Lockdowns geschlossen, doch das ist nicht das ganze Ungemach: Auch die verschobenen Filmpremieren wandern nun ins Netz und werden über die Streamingplattformen abgehalten. Die Anzeichen deuten darauf hin, dass dieser Trend unumkehrbar sein wird: Selbst nach dem Ende der Pandemie bleibt es fraglich, ob das Publikum zurückkehren wird.
Es gibt das Kino seit gut hundert Jahren und für viele von uns haben mit ihm eine innige Liebesbeziehung gepflegt: Die Filmpaläste waren mehr als nur die dunklen Säle, in denen spektakuläre Streifen zu sehen waren. Sie waren Orte der Magie, der auch von einem 4k-Bildschirm zu Hause nicht ohne weiteres ersetzt wird.
Doch dann kamen die Schachtelkinos und die Multiplex-Paläste auf, und bei manchen kühlte sich Leidenschaft etwas ab. Darauf folgte das Streaming, Netflix und nun die Coronakrise – sodass wir uns bange fragen: Ist das der endgültige Todesstoss?
Das diskutieren wir heute – zusammen mit den Fragen, was uns das Kino bedeutet, wie sich die Sehgewohnheiten mit Netflix verändert haben und ob nicht die jüngst zu beobachtende Serienmüdigkeit dem Kino nicht unerwartet neuen Schwung verleihen könnte.