Bitte Kindern keine Hände abtrennen!

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Der zweite Teil unseres Jahresrückblicks beginnt mit einer grossen Portion Unzufriedenheit: Wir stören uns an so einigen Dingen: An mangelndem Weitblick bei Apple, an seltsamen Fotoplattformen, an Auto-Apps, die langsamer starten als ein SAP-System und an der Ignoranz von Microsoft, die sich bei Windows 11 und bei den komischen Dominanzgebärden zeigen, die dieser Konzern wegen seines Browsers betreibt.

Im Mittelteil des diesjährigen digitalen Realitätsabgleichs kümmern wir uns um die Software-Flops und um das, was uns im Netz gefreut und geärgert hat. Und Digichris kommt bereits mit seiner Top-Nomination aus dem Bereich der digitalen Inhalte zum Zug, wo wir uns daran freuen, eine gehörige Portion Bollywood abzubekommen.

In der nächsten Woche folgt das grande finale mit den Auf- und Absteigern des Jahres.
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Wir montieren die Fancy Pants

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2021 ist kein Jahr, das uns in besonders guter Erinnerung bleiben wird. Erstens natürlich wegen Corona und den ganzen Querelen, die die Pandemie mit sich gebracht hat. Zweitens jedoch auch, weil unser Mitstreiter maege verschollen ist. Das tangiert unsere Absicht, uns für die letzten Sendungen des Jahres in voller Teamstärke zu versammeln, um das Jahr Revue passieren zu lassen – wie es gute Sitte ist.

Doch auch wenn wir nichts über den Verbleib unseres Mitkämpfers wissen und keine Fans dieses vermaledeiten Jahres sind, stellen wir uns der Aufgabe, es in Form eines digitalen Realitätsabgleichs aufzuarbeiten: Das ist unser Jahresrückblick in drei Teilen, in dem wir die Tops und Flops in den Bereichen Gadgets, Software, Web, digitale Inhalte, sowie Aufsteiger und Absteiger zu küren.

Den schwierigen Vorzeichen zum Trotz ist eine amüsante und abwechslungsreiche Sendung entstanden: Wir huldigen der Centronics-Schnittstellen und SCSI. Wir überlegen, wie ein Gadget heissen müsste, das sowohl analog als auch digital ist – digilog oder anatal? Und wir gelangen zur Erkenntnis, dass wir endlich eine klare Definition aufstellen müssen, was ein Gadget ist und was nicht. Und wie üblich sind wir uns überhaupt nicht einig, sodass die Top-Nomination des einen der grosse Flop des anderen ist… „Wir montieren die Fancy Pants“ weiterlesen

Ce soir, on boit

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Heute steht Kummerbox Live auf dem Programm. Ob uns brav unserem Leistungsauftrag stellen und uns den Fragen aus dem Kreis der Hörer:innen annehmen, bleibt jedoch abzuwarten. Denn heute ist auch die letzte reguläre Sendung, bevor es nächste Woche dann mit dem grossen digitalen Jahresrückblick, auch bekannt als Realitätsabgleich, losgeht.

Darum hat Kevin den Vorschlag gemacht, wir könnten uns doch sinnlos betrinken und uns gegenseitig in unsere Bierflaschen weinen, weil dieses Jahr 2021 nun wirklich keine Freude war: Corona, Impfverweigerer, Massnahmengegner, Tumulte in den sozialen Medien und zu schlechter Letzt auch noch dieses Omikron.

Ja, die Versuchung ist da, uns dem Alkohol und dem Weltschmerz hinzugeben. Aber dann ist da auch diese Stimme in unserem Kopf, die uns zur Disziplin ermahnt und erklärt, welche Verantwortung wir unserem Publikum gegenüber haben. Wie dieses Dilemma ausgeht – und ob wir trinken oder doch als Computer-Doktoren amten, wird sich aber wohl erst am Anfang der Sendung entscheiden…

Die Fragen, die anstehen würden, wären die Folgenden: Hans-Peter möchte wissen, welches der Internet-Provider mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Christian hat Ärger mit Excel am iPad, indem seine alten Dokumente nicht geöffnet werden. Robert sitzt ohne WLAN im Gefängnis und fragt nach den Möglichkeiten, trotzdem Apps zu verwenden. Bei Roland spinnt Outlook, indem gewisse Mailpostfächer nicht mehr auffindbar sind.

Plus als Bonus eine Live-Frage aus Discord, die uns leider völlig auf dem falschen Fuss erwischte – die aber vielleicht die hochverehrte Zuhörerschaft befriedigend beantworten kann: Wie, zum Geier, gewinnt man bloss Conways Spiel des Lebens? „Ce soir, on boit“ weiterlesen

Weniger Ärger mit Betreibungsbeamten

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Nach bald 13 Jahren Nerdfunk (und vorher Digitalmagazin) sollte man meinen, dass wir jedes Thema schon einmal in der Sendung hatten. Doch das täuscht: Heute gibt es eine Weltpremiere – zum ersten Mal geht es bei uns um nichts Geringeres als Buchhaltungsprogramme.

Und wer nun denkt, wir hätten gut daran getan, so ein langweiliges Thema wie Buchhaltungssoftware auch weiterhin zu meiden, der irrt. Zwar stimmt es, dass der Sex-Appeal nicht der höchste ist. Dafür ist der Nützlichkeitsgrad umso beträchtlicher. Denn wer die Finanzen seines KMUs oder des privaten Haushalts im Griff hat, der schläft nicht nur besser, sondern hat auch keinen Ärger mit dem Betreibungsbeamten.

Kevin verrät uns, worauf es ankommt und was die modernen Buchhaltungsprogramme auszeichnen. Und nicht nur das: Er erklärt uns, was es mit dem digitalen Büroapparat auf sich hat. „Weniger Ärger mit Betreibungsbeamten“ weiterlesen

Mehr Bits als Atome im Universum

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Die Behauptung im Titel müssen wir sogleich relativieren: Bis es so weit ist, unser Bestand an digitalisierten Informationen die materielle Welt überflügelt, dauert es noch. Trotzdem ist es atemberaubend, wie die Datenmengen wachsen – sowohl im Internet als auch auf unseren privaten Handys, Computern und Festplatten.

Wir schwelgen heute in grossen Zahlen und setzen immer noch eins drauf: dem Gigabyte ein Terabyte, dem Petabyte ein Exabyte, bis hin zum Zettabyte und Yottabyte. Wir versuchen, die Grössenordnungen verständlich zu machen und gehen der Frage nach, ob es sich lohnt, datenmässig Sparsamkeit zu üben oder ob man auch verschwenderisch sein darf: Wie gross sollte der Speicher des Handys und des Computers sein? Wie viel Datenvolumen braucht man mobil und wie schnell muss die Internetverbindung sein? „Mehr Bits als Atome im Universum“ weiterlesen

Blüht uns dank Netflix bald das «Missen Massaker 2»?

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Das Schweizer Parlament hat im September ein Gesetz verabschiedet, das die Streaminganbieter verpflichtet, künftig vier Prozent ihres hierzulande erzielten Umsatzes in Schweizer Filmproduktionen zu investieren. Ähnliche Regelungen gibt es schon in anderen europäischen Ländern. Die höchsten Abgaben verlangt Frankreich mit 25 Prozent, Italien mit zwanzig Prozent. Mutmasslich werden die Filmschaffenden von Netflix, Amazon, Disney und Apple pro Jahr um die dreissig Millionen Franken erhalten. Eine zweite Regelung schreibt ausserdem eine Quote vor: Dreissig Prozent des Angebots muss künftig aus Europa stammen und entsprechend gekennzeichnet und gut auffindbar sein.

Gegen das «Lex Netflix» haben die bürgerlichen Jungparteien von FDP, SVP und GLP das Referendum ergriffen: Sie fürchten eine Erhöhung der Abopreise und unnötige Eingriffe in den Filmmarkt. Das Gesetz sei eh bloss «Heimatschutz, Subventionitis und Bevormundung», findet ausserdem die NZZ.

Das ist für uns Grund genug für eine Analyse der Situation: Ist die Angst vor Preisaufschlägen gerechtfertigt? Ist die Förderung des Filmschaffens eine Aufgabe der Streamingdienste – oder würden die es nicht sowieso tun, wenn ihnen Schweizer Produzenten interessante Projekte unterbreiten würden? Und sind Quoten die richtige Methode – oder nicht vielmehr eine Bevormundung des Publikums, das vielleicht gar keine europäischen Filme und Serien sehen will? „Blüht uns dank Netflix bald das «Missen Massaker 2»?“ weiterlesen

Folgen wir Zuckerberg in sein Metaversum?

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Ist es ein Ablenkungsmanöver, eine Rauchpetarde, ein Hirngespinst oder die nächste Milliarden-Idee? Mark Zuckerberg hat letzte Woche seinen Konzern von Facebook in Meta umbenannt und ein grosses Ziel ausgerufen: Unter seiner Führung soll die Menschheit in die virtuellen Sphären aufbrechen und die nächste Stufe der informationellen Revolution in Angriff nehmen.

Geht es nach dem Chef des Social-Media-Konzerns, werden wir uns künftig nicht mehr nur mittels Text, Telefon und Video unterhalten, sondern im Cyberspace lebensecht gegenüberstehen – wenngleich nicht in Fleisch und Blut, so doch in Form von Avataren, die wir nach unseren Wünschen gestalten und die durch künstliche Landschaften schreiten, die fast so idyllisch sind wie der Garten Eden.

Da stellen sich natürlich viele Fragen, zum Beispiel: Ist diese Idylle nicht ein bisschen ein Hohn, wo in Facebook und Instagram, wie wir sie heute kennen, Hass und Hetze dominieren, junge Menschen in psychische Krisen getrieben und mit ihren Problemen allein gelassen werden und offensichtlich nur die Rendite zählt? Und ist es eine vielversprechende Idee, noch immersivere Welten zu bauen, wo die Menschheit noch nicht so richtig gelernt hat, mit dem normalen Web umzugehen?

Aber da wir futuristischen Ideen nicht grundsätzlich abgeneigt sind, fragen wir auch: Wie müsste das Metaversum aussehen, damit es für uns Sinn ergibt? „Folgen wir Zuckerberg in sein Metaversum?“ weiterlesen

Wir feiern die Swisscom und Windows XP

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Heute ist zwar Kummerbox Live angesagt, aber ein paar Worte müssen wir auch zur Aktualität verlieren: Was halten wir vom neuen Streamingdienst der Swisscom, der unter dem zungenbrecherischen Namen Blue Play heute lanciert worden ist? Hat Digichris etwa schon sein Netflix-Abo gekündigt? Und ausserdem fragen wir uns, ob es angebracht wäre, für Windows XP ein Kerzchen anzuzünden. Das noch immer nicht ganz verblichene Betriebssystem (Marktanteil ca. 0,59 Prozent) hat gestern seinen zwanzigsten Geburtstag gefeiert.

Wenn wir uns unserer eigentlichen Aufgabe zuwenden, nämlich der Beantwortung von Fragen aus der digitalen Welt, dann haben wir es mit einer breiten Palette von Anliegen zu tun: Daniel will wissen, wie er seine nicht-funktionierende Übersetzungs-App zur Räson ruft. Harry möchte seiner Grossmutter beibringen, Adressetiketten zu drucken.

Schliesslich ruft Fäbu live in die Sendung an, um uns ein Problem mit den Avid Pro Tools zu schildern, bei dem wir absolut keine Hilfestellung zu bieten haben – darum seid ihr gefragt: Falls ihr einen nützlichen Tipp habt, dann ab in die Kommentare damit oder schreibt uns ein Mail auf die bekannte Adresse. „Wir feiern die Swisscom und Windows XP“ weiterlesen

Nerdfunk Pro Max

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Apple hat gestern in einer weiteren grossen Show einen neuen Wunder-Laptop vorgestellt, der die Konkurrenz angeblich uralt aussehen lässt – und keine Zweifel daran lässt, dass die zwei neuesten Lieblingsfloskeln in Cupertino «Pro» und «Max» lauten. Denn nachdem es das iPhone 13 als Pro- und als Pro-Max-Variante gibt, entwickelt der Konzern seinen M1-Prozessor in zwei leistungsstärkeren Varianten namens M1 Pro bzw. M1 Max weiter.

Nach dieser Logik kommen wir nicht umhin, auch über Moritz zu sprechen. Also über Windows 11, das seit zwei Wochen offiziell erhältlich ist und uns einen weiteren Anlass gibt, die heutige Sendung der Aktualität und den jüngsten Ereignissen in der digitalen Welt zu widmen.

Nebst Max und Moritz… pardon: Nebst Mac und Microsoft geben weitere News zu reden, namentlich das «Lex Netflix», wonach Streamingdienste verpflichtet wären, das einheimische Filmschaffen mit einem Teil des Umsatzes zu entgelten. Und Mark Zuckerberg ist ein Fan des Metaversums und will Facebook in zehn bis 15 Jahren in eine virtuelle Welt verwandelt haben.

Für Themenvorschläge oder Rückmeldungen live während der Sendung benutzt ihr unseren Discord-Kanal unter bit.ly/nerdfunk. (Zugegeben, wenn der Podcast hier zum Abruf steht, ist es dafür zu spät. Aber meldet euch einfach schon mal fürs nächste Mal an.) „Nerdfunk Pro Max“ weiterlesen

Die sozialen Medien abrüsten

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Die sozialen Medien sind in Aufruhr: Kein Tag vergeht, an dem nicht die Diktatur angeprangert wird, in der wir angeblich leben und Leute sich zensuriert fühlen, obwohl sie auf Facebook ihr Publikum ungestört mit den absurdesten Behauptungen behelligen dürfen. Ein widerwärtiger Nazivergleich jagt den nächsten – und wir fragen uns: Wer setzt diesem Treiben endlich ein Ende?

Genau darüber diskutieren wir in der heutigen Sendung. Denn es scheint so, dass uns Vernünftigen – die wir nach wie vor die grosse Mehrheit stellen –, diese Aufgabe zufällt. Doch wie tun wir das am besten? Wie stellen wir es an, dass die Leute erkennen, dass Facebook nur dann Sinn ergibt, wenn wir möglichst nüchtern und sachlich diskutieren, die persönlichen Beleidigungen auf ein Minimum beschränken und dafür sorgen, dass der eigene Frust – so verständlich er auch sein mag –, nicht die Timeline aller Freunde vergiftet?

Wir haben leider kein Patentrezept, doch einige Ideen und Vorschläge für eine Deeskalationsstrategie. „Die sozialen Medien abrüsten“ weiterlesen