Noch ist die Pandemie nicht überstanden, doch wir wagen uns trotzdem an eine Art Fazit heran – denn dass unsere Erfahrungen mit dem Homeoffice nachhaltig sein werden, daran haben wir keine Zweifel. Darüber diskutieren wir: Was wir gelernt haben, wo Verbesserungspotenzial besteht – und wo sich neue Konfliktfelder auftun. Denn ist es selbstverständlich, dass wir zu Hause unsere privaten Ressourcen nutzen, ohne dafür einen Rappen Entschädigung zu bekommen?
Was gefällt am Arbeiten zu Hause und was sind die Gründe, weswegen es uns doch wieder ins Büro zieht? Und wir wollen den Corona-Faden noch ein wenig weiterspinnen und herausfinden, wo sich in unserem Alltag Veränderungen und neue Berührungspunkte zwischen realer und digitaler Welt ergeben werden. „Home, sweet Homeoffice“ weiterlesen
Die Aktualität hat unsere Sendung eingeholt – oder regelrecht überfahren. Das alles überstrahlende Thema dieser Tage dominiert auch uns Nerds, zumal die russische Aggression gegen die Ukraine eine Menge technischer Aspekte hat.
Über die wollen wir sprechen: über die sozialen Medien, die Einmischung von Hackern wie Anonymous und die Verantwortung der Tech-Konzerne.
Eine zentrale Frage besteht darin, wie es uns mit der Flut an Informationen geht, mit denen wir in den sozialen Medien konfrontiert sind. Soll man sich der aussetzen oder verweigern? Wie stellt man es an, dass man sich auf Twitter und Facebook nicht verrückt macht? Wie schützt man sich vor Fakenews und auf welche Weise kommt man an verlässliche Informationen?
Zu diskutieren ist auch Elon Musks Spende von Satelliten-Terminals an die Ukraine – und die Frage, ob das eine so selbstlose Handlung ist, wie es scheint. Wir erinnern uns auch daran, dass die Ukraine ein Technologiestandort ist, aus dem einige wichtige Startups kommen. Und wir fragen, wie sich die grossen Unternehmen, Google, Apple, Facebook und Microsoft, in diesem Konflikt positionieren – und ob sie nicht mehr tun könnten. „Die digitalen Schockwellen des Kriegs“ weiterlesen
Je mehr man von einer Sache weiss, desto eher neigt man dazu, sich im Klein-Klein zu verlieren. Das gilt für viele Lebensbereiche, und es trifft explizit auch auf die digitale Welt zu, wo es besonders einfach ist, sich in den Details zu verheddern.
In der heutigen Folge von Kummerbox Live gibt es beide Sorten von Fragen: die sehr spezifischen, aber auch die ganz grossen und allgemeinen. In die zweite Kategorie gehört die Frage von Markus: Wie installiere ich eine App – und lohnt sich dieser Aufwand? Ebenfalls in die Kategorie «einfache Fragen, die sauschwer zu beantworten sind» gehört das Anliegen von Urs, der wissen will, warum die unsicheren Websites (ohne HTTPS) nicht längst ausgestorben sind.
Einfacher zu beantworten sind (wahrscheinlich) diese Fragen: Wie steht es um die Zuverlässigkeit des angeblich so sicheren VyprVPN? Wann gibt es selbstlöschende Nachrichten bei Threema? Und wie bringt man einen länger nicht geupdateten Mac auf den neuesten Stand?
Passwörter sind ein Thema, das uns immer wieder beschäftigt – wenn auch nicht ganz freiwillig, weil es uns eigentlich lieber wäre, wir müssten uns nicht mit diesem und anderen Sicherheitsthemen herumschlagen.
Der Grund, heute auf das Thema einzugehen, ist eine positive Entwicklung: Mittlerweile verhindern viele Website-Betreiber die Verwendung zu einfacher Passwörter (wie 123456). Und es gibt eine Reihe von Methoden, wie man dieses notwendige Übel besser in den Griff bekommt: Wie man gute Passwörter generiert und warum es super ist, wenn ihr eure eigenen Passwörter nicht kennt – das besprechen wir heute. „How to Passwort“ weiterlesen
Das Jahr 2022 ist konfliktreich gestartet. In der digitalen Welt fährt zwar niemand mit Panzern an den Grenzen des Nachbarlandes auf, aber es werden immerhin Anwälte ins Feld geschickt. Doch nebst den schlechten Nachrichten gibt es auch gute. Eine davon betrifft uns selbst: Hier auf der Website sind die alten, verschwundenen Folgen wieder aufgetaucht: Hier findet sich das Digitalmagazin und hier der halboffizielle Vorläufer dieser Sendung, der Digitalk des Tagesanzeigers.
Auf alle Fälle sind das genügend Gründe für Aktualität in der heutigen Sendung. Zu den geplanten Themen gehören der Streit ums ReplayTV, der Abgang des Swisscom-Chefs und Apples Zwist mit dem Betreiber der Tinder-App in den Niederlanden. Plus die Facebook-Sperre, die sich Digichris aus fragwürdigen Gründen eingehandelt hat. Wenn ihr diese Sendung live hört, könnt ihr euch via Twitter (@nerdfunker) oder via Discord einbringen. „Mark zeigt Chris die gelbe Karte“ weiterlesen
In unserem grossen Jahresrückblick sind sich Kevin und Matthias grundsätzlich in die Haare geraten: Matthias lobte die Vielfalt an neuen Podcasts zu den unterschiedlichsten Themen. Und Kevin fand, das hätte doch alles keinen Zweck: Die Leute würden sich bloss unterhalten und oberflächlich für ein Thema interessieren und hätten hinterher das Gefühl, sie hätten von irgendetwas eine Ahnung.
Dieser Disput hat Reaktionen ausgelöst und uns zur Frage geführt, dass wir uns nicht im Klaren darüber sind, was die Podcasts im Mediengefüge überhaupt für eine Aufgabe haben. Sind sie ein Informationsmedium wie eine Zeitung oder Unterhaltung wie eine Sitcom? Bieten sie vertiefte Einsichten wie ein Dokumentarfilm oder doch nur eine seichte Einschlafhilfe wie das gute alte Schäfchenzählen?
Da wir keine Zeit hatten, dieser Sache auf den Grund zu gehen, packen wir sie heute in einer Extrasendung an. Wohin uns diese Erörterung führen wird, wissen wir selbst nicht. Vielleicht entdecken wir, dass Podcasts völlig überflüssig sind und bloss zur Verdummung der Menschheut beitragen. Womöglich läuft es auf eine Kritik an dem Medien-Überfluss hinaus, dem wir ausgesetzt sind. Im schlimmsten Fall entdecken wir, dass es ein Fehler war, dass wir selbst seit mehr als zehn Jahren podcasten. In dem Fall könnte das unsere letzte Sendung gewesen sein. (Die Wahrscheinlichkeit dafür ist zum Glück aber gering.) „Die Podcast-Grundsatzfrage klären“ weiterlesen
Bruno hat ein ärgerliches Problem: Ein Inserat mit Bildern der Wohnung, in der er zu Hause ist, steht seit Jahren auf einer dubiosen Website im Netz – ohne dass sich nachvollziehen liesse, wie es dorthin gekommen ist. Wie kann so etwas passieren – und was kann man dagegen tun?
Das ist eine der drängenden Fragen, die wir in der heutigen Folge von Kummerbox Live angehen. Genauso ärgerlich und dubios ist Lindas Frage: Sie soll nämlich für Geld, das ihr ausbezahlt werden soll, einen Vorschuss leisten, weil die Summe «in der Blockchain gespeichert ist» und es offenbar teuer ist, wenn es dort wieder herausgelöst werden soll.
Im Vergleich dazu ist Bülents Frage fast schon trivial: Er hat Airpod-Kopfhörer, die immer häufiger die Verbindung verweigern. Und Paul sucht eine Transkriptionssoftware, die auch Schweizerdeutsch beherrscht. „Da steckt so einiges im Netz und in der Blockchain fest“ weiterlesen
Ein Markenzeichen unserer Sendung besteht darin, dass wir andauernd Prognosen abgeben. Wir wissen, wie sich der Bitcoin-Kurs entwickelt und welche neuen Produkte Apple lanciert. Mit unseren Vorhersagen, welche Fehler Mark Zuckerberg demnächst begehen wird, stellen wir Nostradamus und Elizabeth Teissier gleichermassen in den Schatten. Und wir wissen schon heute, welche Strategien von Google und Microsoft in fünf Jahren Früchte tragen und welche in die Hosen gegangen sein werden.
Das dumme ist nur: Wir stellen unsere Orakelsprüche niemals auf den Prüfstand. Der Grund liegt darin, dass wir selbst nicht mehr wissen, was wir alles weisgesagt haben. Und da bis jetzt noch niemand alle unsere 599 Sendungen transkribiert hat, liess sich das bislang nicht mit angemessenem Aufwand überprüfen.
Doch nun machen wir es euch (und uns) einfach, unsere hellseherischen Qualitäten zu bewerten: unsere 600. Sendung bestreiten wir komplett und ohne doppelten Boden mit Aussagen über die Zukunft und die digitale Welt in fünf Jahren. Und wir versprechen: Im Januar 2027 ziehen wir die Sendung aus dem Archiv und finden heraus, ob wir richtig lagen – oder ob alles anders gekommen ist. „Nostranerdfunk alias: Die grosse 600“ weiterlesen
Manche von uns werden vom Omikron-Blues geplagt – und mancherorts ist die leichte Hoffnung zu spüren, dass auf die grossen Fallzahlen eine Entspannung folgt.
Verhaltener Optimismus herrscht auch im Nerdfunk-Team: Wir rechnen zwar nicht damit, dass schon in diesem Jahr das Metaversum über uns hereinbricht. Doch abgesehen davon gibt es viele interessante Entwicklungen: Das smarte Home dürfte Fortschritte machen. Mit grossen, faltbaren Bildschirmen ergeben sich mobil und stationär neue Arbeitsmöglichkeiten. Leistungsstarke und sehr kompakte Beamer eröffnen neue Unterhaltungsmöglichkeiten.
Und vielleicht bringt Apple dieses Jahr endlich seine smarte Brille, wie einige (manchmal gut, manchmal nicht so gut informierte) Analysten behaupten.
Darüber wollen wir diskutieren: Was ist von 2022 zu erwarten? Sehen wir Durchbrüche bei den Quantencomputern, neue Kryptowährungen und -anwendungen, tolle soziale Netzwerke wie Trumps Truthsocia.com und vielleicht endlich das papierlose Büro? Wir tragen die Prognosen zusammen und lesen im digitalen Kaffeesatz. „Wir lesen den digitalen Kaffeesatz“ weiterlesen
Wir nähern uns dem fulminanten Ende unseres Jahresrückblicks: Nachdem wir die Tops und Flops bei den digitalen Inhalten verkündet haben, geht es ans Eingemachte – zu den Absteigern und zu den Aufsteigern.
Und auch wenn das jetzt ein fetter Spoiler ist, kann es nicht als Überraschung kommen, dass wir uns wohl zum ersten Mal in der Geschichte unserer Sendung einig sind – zumindest beim Absteiger. Wir formulieren es unterschiedlich, doch wir meinen das gleiche: Die Beziehung zwischen uns Menschen und dem Internet, die sich in diesem Jahr als eine höchst ungute entpuppt hat. Statt zur Völkerverständigung und Demokratisierung beizutragen, haben wir eine Hassmaschine fabriziert und das freie, aufklärende Internet kaputtgemacht.
Umgekehrt sind wir uns beim Aufsteiger nicht nur uneins, sondern geradezu komplementärer Meinung – zumindest, was einen der Aufsteiger angeht. Da gehen die Meinungen so weit auseinander, dass wir diesen Disput wohl ins neue Jahr und in eine Extrasendung tragen werden. Aber gut, es wird auch sonst so sein, dass uns einige Hinterlassenschaften von 2021 auch 2022 noch begleiten werden.
Wie immer zum Abschluss ein persönliches Wort an unsere Hörerinnen und Hörern: Herzlichen Dank für die Treue und das Vertrauen, das wir auch im nächsten Jahr nach Kräften erfüllen möchten. Es würde uns freuen, wenn ihr uns 2022 weiterhin die Stange haltet. Wir wünschen Omikron zum Trotz erholsame Feiertage, einen guten Rutsch und einen gelungenen Start ins neue Jahr. „Wir haben es kaputtgemacht“ weiterlesen