Nerdfunk 482: Mein Laden, meine Regeln

Apples App-Store ist gut zehn Jahre alt: 2008 ging er an den Start, mit einer überschaubaren Zahl von 500 Titeln. Seitdem hat er ein gigantisches Wachstum hingelegt. Heute gibt es mehr als eine Million Apps zum Download. Kumuliert wurden allein bei Apple mehr als 180 Milliarden Apps heruntergeladen. Bei Google sind es noch einmal gut 90 Milliarden Downloads. Apple macht inzwischen mehr als 24 Milliarden US-Dollar pro Jahr – das ist mehr als McDonald’s mit seinen Fastfood-Buden.

Doch des rauschenden Erfolgs zum Trotz gibt es auch Kritik, und zwar jede Menge: Apple langt nach wie vor kräftig hin und nimmt 30 Prozent vom Umsatz der Entwickler. Der iPhone-Konzern kontrolliert streng, was in den Store darf und was nicht. Und vor Kurzem wurde eine Monopolklage vor dem obersten Gerichtshof der USA zugelassen, die klären soll, ob Apple auch Konkurrenz-Stores zulassen muss.

Schliesslich rückt der Telekommunikations-Notstand von Präsident Trump die US-Tech-Giganten in ungutes Licht: Unliebsame Hersteller dürfen nun nicht mehr mit US-amerikanischer Technik beliefert werden. Als erstes Opfer trifft das Huawei aus China, dessen Telefone künftig keine Google-Apps und -Dienste mehr erhalten. Das führt uns unsere Abhängigkeit vor Augen – und wirft die Frage auf, ob wir Nichtamerikaner nicht schleunigst ein eigenes Betriebssystem und einen unabhängigen Store aus dem Boden stampfen müssten.

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Nerdfunk 473: I love you, you pay my rent

Früher kam Software auf Diskette und CD-ROM und war mit einem Preisschild versehen. Heute gibt es sie zum Download und in Stores – und immer häufiger nicht zum Kauf, sondern auf Miete. Das ist für die Unternehmen ein interessantes Geschäftsmodell, weil die Mieterlöse fliessen, so lange der Nutzer die Software nutzt.

Da stellen sich viele Fragen: Ist das Modell auch interessant für die Nutzer – oder zahlen die auf die Dauer einfach mehr? Soll man sich verweigern oder auf die Softwareabos einlassen, selbst wenn es mehr Aufwand macht, den Überblick über die Kosten zu bewahren? Und wie gross ist die Gefahr, dass man seine eigenen Dokumente nicht mehr nutzen kann, weil man das Abo unabsichtlich hat auslaufen lassen oder ein technisches Problem auftritt?

Wir diskutieren das durchaus kontrovers: Denn während Digichris Mietsoftware gerne nutzt, hat Matthias Vorbehalte – die wegen schlechter Erfahrungen in der letzten Zeit deutlich gewachsen sind. Und wir gehen auch auf die generellen Trends beim Softwareverkauf ein: Dem Preiszerfall, den Apple mit seinem App-Store herbeigeführt hat, sowie den Trend, Einnahmen nicht über die App selbst, sondern über In-App-Verkäufe zu generieren.

Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-473/

Nerdfunk 453: Überlebensstrategien für den modernen Arbeitsplatz

Die einen schuften im Grossraumbüro am Windows-PC. Die anderen nennen sich digitale Nomaden und werkeln am liebsten im Hipster-Kaffeeladen hinter einem Iced White Chocolate Mocha mit Vanillesauce mit dem Macbook Pro mit Touchbar vor sich hin. Da stellt sich die Frage: Gibt es einen gemeinsamen Nenner, respektive eine unverzichtbare Basis, die für produktive Bildschirmarbeit gegeben sein muss?

Kevin und Matthias plaudern aus dem Nähkästchen von ihren Arbeitsorten. Und damit das nicht zu selbstreflexiv wird, geben wir auch viele Tipps, wie man seine Umgebung optimal einrichtet – was für uns heisst, möglichst wenig Zeit mit lästigen Routinearbeiten zu verbringen…

Viele Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-453/ ‎

Nerdfunk 449: Fette Bässe und warme Melodien

Drei Brüder im Geist haben zwei besondere Vorlieben: «fat basses and warm melodies». Was es damit auf sich hat, erkunden wir in dieser Sendung. Und da wir nicht plötzlich zu einer Musikshow mutieren, sondern eine Tech-Veranstaltung bleiben, beantworten uns zwei von Tikk Music (Tikkmusic.com) auch unsere Fragen zur digitalen Musikproduktion.

Also Fragen, wie und mit welchen Programmen man arbeitet, wie nützlich oder unnütz Programme wie GarageBand für echte Musiker tatsächlich sind – und wie man seine Werke in Zeiten von Youtube, Spotify und Soundcloud am besten ans Publikum bringt.

Und ja, es ist purer Zufall, dass einer der beiden Gäste gleichzeitig der Webdesigner in Kevins Sold ist.

Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-449/

Nerdfunk 367: Fünfhundertmal Escape am Tag

2016 war ein grässliches Jahr: Terror, Trump und – wo David Bowie, Prince und Leonard Cohen von ihren Wolken auf uns herunterschauen – tote Musiker. Und kaum etwas, das uns so richtig aufgeheitert hätte, abgesehen zum Nein zur Durchsetzungsinitiative.
In der digitalen Welt sieht es leider auch nicht viel besser aus. Zwar können wir auf einige nette Gadgets zurückblicken. Doch abgesehen davon hat 2016 uns Nerds nicht gefreut: Das Ja zum neuen Nachrichdendienstgesetz, immer neue Sicherheitslücken in Android, Meinungsmanipulation im Netz, Filterblasen und Fakenews – man könnte hysterisch werden.

Und trotzdem versuchen wir in unserem grossen Jahresrückblick diesem 2016 auch den einen oder anderen positiven Aspekt abzugewinnen. Mit reichlich Gelassenheit, etwas Zynismus, einer kleinen Portion Optimismus und so viel Optimismus, wie wir mobilisieren können, gehen wir den digitalen Realitätsabgleich an. So heisst es im Nerdfunk, wenn sich Kevin, maege und Matthias treffen, um bei den Gadgets, bei der Software, dem Web und den digitalen Inhalten Tops und Flops zu küren und den Ab-, sowie den Aufsteiger zu küren.

Die Shownotes zur Sendung: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-367/