Al Capone wütet jetzt digital

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Ich stellte keine Frage, dachte nicht daran, vielleicht meine schwarze Seele wohnt in dieser Mann.
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Der Mann mit der schwarzen Seele, das ist der Chansey Pornic Casino.
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Und der mit der schwarzen Seele, der kommt jetzt gerade aber zuerst noch einen
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schönen Jingle. Welchen nehmen wir dann?
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Ich würde sagen, der hier. Der hier wäre schön, oder?
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Megaherz.
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Nein, der Digi Chris da am Draht hat natürlich eine weise Seele und du hast
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sie zurückgebracht wie der Heil von deinem Schiff, oder? Ist das richtig?
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Ja, also ich bin nicht vom Schiff gehalten, wie man gehört.
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Genau, nicht vom Schiff gehalten, auch nicht überfressen. Hast du alle 18 Bars
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ausprobiert auf dem Schiff? Mehrmals, ja.
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Mehrmals? Ja, also irgendwie ja. Nein, die eine konnte ich nicht.
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Es gibt so eine Secret Bar, wo man anscheinend nicht reinkommt.
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Ich habe mal eben meinen Butler gefragt, ich habe den nicht gepusht.
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Du kommst schon rein, wenn du nicht pushen würdest.
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Ich sage jetzt mal, dann habe ich 17 irgendwie gepusht.
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Aber teilweise kann auch eine Bar sein, wo du vielleicht nur ein Flaschchen
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vor dem Landgang bekommst.
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Ah, okay. Das ist eine weite Definition. Ja, das finde ich aber auch gut.
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Wenn du auf den Landgang gehst, gibt es halt, ich sage jetzt,
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Bars, wo du irgendein Mineralwasserflaschli überkommst.
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Gut, jetzt ist es noch nicht so heiss, aber einfach, weil eben nach dem Motto,
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ja, trinkt viel, aber jetzt wirklich Mineralwasser bitte.
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Genau, das nimmt man sonst über diesen Dings.
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Wie heisst man das Ding, wo man aufs Schiff läuft?
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Über Trailing oder über Gangway? Gangway, genau, die habe ich gemeint.
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Dass niemand verschwindet. Sind alle, sind keine Leute über Bord?
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Hat es nie einen Mann, oder sollte man heute vielleicht, wie soll ich sagen,
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gendermässig korrekt, Mensch über Bord oder Person über Bord?
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Also wir haben leider zweimal, eben als Nerd, man kennt das ja,
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und wir haben zweimal Mike Eco, Mike Eco, Mike Eco. und eben Medical Emergency.
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Und das war nicht so lustig. Ich wusste offenbar am Pooldeck und ja,
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ich habe halt geschaut und auch irgendwie die Ankellerin. Ja,
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I know what Mike Echo means.
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Und sie, I don't know what happened.
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Also es kann halt sein, ja.
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Es könnte halt sein, dass jemand irgendwie ausgerutscht ist,
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oder so ist es sicher nicht lustig, oder eben, ja, also es gibt es ja auch bei
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uns, dass irgendjemand im Büro halt mal umgeht, oder so.
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Ja, das kann vorkommen, und eben gerade da, wenn man in so Fällen,
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wenn man am Bächern ist, oder so.
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Das war am helllichten Tag, aber wenn du denkst, du hast 5000 Leute,
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dann ist es einfach statistisch, dass irgendjemand etwas hat, ist halt da.
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Aber dann gibt es einen Bordarzt wahrscheinlich.
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Du hast gute medizinische Versorgung, eine Herztransplantation würde ich jetzt
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nicht machen auf dem Schiff, aber der Klassiker ist halt, dass du nicht mehr
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so viele Glasflaschen trommst,
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aber das kann es auch geben, wenn du in der Disco, wie sagt man, in Feraltorf bist.
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Ja klar, aber du, was wäre denn jetzt aber trotzdem, wenn ein gröberer medizinischer
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Notfall wäre, wirst du da instruiert, sagen sie, was sie machen würden,
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würden sie den Helikopter kommen lassen oder was?
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Sie haben einen Helikopterlandeplatz, ja, sie würden dann wahrscheinlich irgendwo
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in die Nähe zum nächsten Hafen gehen.
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Und dann würde es halt mit einer kleineren Böte die Person ausschaffen.
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Das haben wir auch schon gehabt. Ah, das ist okay.
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Aber du musst irgendetwas unterschreiben. Das heißt, wenn ein medizinischer
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Notfall ist und du auf dem Schiff bist, dann kann es halt nicht immer in der
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Nullzeit nachher gebracht werden.
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Oder gibt es da so ein langes User License Agreement von Menschen?
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Du hast sicher ein User License Agreement, aber sie sind ziemlich schnell da,
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wenn jemand wirklich etwas hat.
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Also ja, wenn jetzt halt vielleicht irgendwo im Repistal, in Svirital,
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gehst du spazieren und gehst um, geht es wahrscheinlich länger, bis jemand dort wäre.
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Genau. Also jetzt musst du uns noch sagen, warum das letzte Woche nicht konntest.
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Bist du dort beim Kapitän, beim Kapitänstinner gerade unabkömmlich gewesen? Was hat es gegeben?
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Wie viele Gangs waren es?
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Ich war auf dem Äthna und dann bin ich irgendwie am Viertel ab 7 zurückgekommen
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und ich habe gedacht, ich wusste, Kevin ist da, das habe ich auch gelesen.
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Wir haben das so abgemacht, also es ist schon kein Vorwurf.
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Ich habe es so gemacht, ich habe mir gesagt, ich schreibe einen Reiseblog,
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aber dann hat Als ich auf der Kabine war,
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wollte ich anfangen zu tippen und dann klopft es halt. Hello, I'm your cabin steward.
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Why aren't you going to the sun deck, Sir?
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You're actually true, Frank. Und dann war das mit deinem Blog.
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Ich habe ja die Fotos auf WhatsApp an. und die Leute, die mich kennen,
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haben ja gewusst, was läuft, eben es geht doch gut, aber... Aber unsere Hörerinnen
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und Hörer sind schon ein bisschen enttäuscht.
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Aber wir könnten dann nochmal eine Sondersendung machen, aber...
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Und eben auch schnell, was Kevin gesagt hat, also ich bin...
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Überrascht gewesen, wie gut sich das verteilt hat. Genau.
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Der hat gefragt, ob er echt klaustrophobisch werden würde.
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Ich glaube, das habe ich sogar auf LinkedIn getestet, weil so ein Rieseschiff.
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World Europa ist das 8. grösste Schiff der Welt und Seetag auf dem Pooldeck
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ist einfach niemand gewesen.
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Gut, es ist jetzt vielleicht März, ja, auch nicht gerade die Reisesaison,
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aber es ist einfach niemand war.
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Ich habe schon Zeit erlebt, wo einfach nicht mal irgendwo im Innenbereich nur
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ein Tisch gehabt hast, ausser du bist gerade im Raucherbereich gewesen oder
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in der Smokerlounge und das habe ich jetzt auch nicht unbedingt.
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Ich weiss jetzt nicht, wie sich das genau verteilt.
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Also wenn ich das jetzt nochmal mache, ich sage jetzt im August,
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wenn die Italiener, Spanier, Franzosen alle Ferien haben, wäre es wahrscheinlich
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schon ein bisschen anders und dann könntest du vielleicht schon ein bisschen
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claustrophobisch werden.
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Also, wir müssen pünktlich anfangen, Chris. Wir haben hier eine Mission.
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Aber vielen Dank für den Einblick. Ja.
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Music.
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Nerdfunk.
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Herzlich willkommen zu Nerdfunk.
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Die polizeiliche Kriminalstatistik vermeldet für 2024 24 ein Hoch bei der Cyberkriminalität.
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Wir wollen das heute einordnen, wir wollen die Gefahrenlage bewerten für unsere
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Privatanwenderinnen und Anwender und dann vor allem auch noch Tipps geben,
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wie man sich effektiv schützen kann, persönlich zu Hause.
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Und eben die Kriminalstatistik, die ist gestern und glaube ich auch heute Morgen
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noch so ein bisschen ein Thema gewesen.
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Wir sehen, es geht in allen Bereichen, so ein bisschen über den Gewaltdelikten,
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und eben auch vor allem bei der Cyberwirtschaftskriminalität.
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Da gibt es Zuwächs im mehrstelligen Bereich.
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Und Digi Chris, entspricht das deiner Wahrnehmung? Wird es immer schlimmer in diesem Internet?
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Hat es immer mehr Leute, die einfach nur das eine in dem Sinn haben und dann
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sind es das Geld der anderen?
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Ist doch klar, die Ausländer sind schuld. Peng, wir können das Handy beenden. Nein, also, ja.
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Also, du fangst gerade schwierig an. Es ist natürlich tatsächlich so,
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dass es häufig Ausländer sind, wenn du abzockt wirst im Internet.
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Also, ich habe es jetzt gemeint, es sind die Ausländer. Nein,
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ich glaube, unsere Hörer verstehen die Ironie.
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Wenn du jetzt teilweise halt vom Bahnhof heimläufst, dass dir jemand dumm kommt.
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Aber nein, ist es nicht. Also jetzt halt weg, was du sagst.
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Ja klar, wenn du jetzt halt die klassischen Anrufe hast, und das habe ich glaube
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auch einmal da gesagt, eben, this is Zurich Police, we have cocaine from you.
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Ja, dass dann die irgendwo in Mumbai sitzen, ja, sind halt wahrscheinlich auch
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arme Siechen. Auf das kommen wir nach. Genau.
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Ich glaube tatsächlich, dass dieser Anruf, wo so ein Sprachsystem angeblich
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von der Swiss Police auf Englisch sagt, muss man dich halt dann schon ein bisschen
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fragen, wer dann auf das eingehaut.
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Aber es fallen erstauntlich viele Leute darauf hin.
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Das ist tatsächlich so. Also wenn ich ein paar Zahlen, eben ihr wisst,
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Zahlen im Radio sind immer ein bisschen ein Problem, aber ich habe jetzt trotzdem
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die polizeiliche Kriminalstatistik, PKS heisst, die habe ich gelesen.
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Und dort eben also 34,7% mehr Straftaten im digitalen Bereich.
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Das ist eben schon wirklich viel.
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59'000, 34 Straftaten mit einer digitalen Komponente im Bereich Cyberwirtschaftskriminalität.
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Dann Cybersexualdelikte, schon deutlich weniger.
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Und dann am Schluss noch Cyberrufschädigung. Da bist du manchmal auch ein bisschen
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gefährdet, wenn du dich auf X früher Twitter ein bisschen austeilst.
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Du bist noch nie verklagt worden.
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Nein, also Tesla ... Outership Switzerland habe ich noch nicht verklagt.
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Die Zielenlutscher haben dich noch nicht vor Gericht gezogen.
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Das ist gut, sind wir froh.
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Und dann eben, da gibt es auch das Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem
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mit fremden Zugangsdaten plus 32,4%. Ich finde das noch eine schöne Formulierung.
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So ein Phishing, das hat mich wirklich gewundert. 50% mehr, wieder 50% mehr
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Phishing plus 2134 Fälle. Man würde sagen Phishing.
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Neuerdings komme ich immer so lustige Mails rüber, wo mir mein Hoster,
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also wo ich tatsächlich meine Webseite dort habe, sagt, ich hätte die Rechnung nicht gezahlt.
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Und das sagt er aber, schreibt er in diesen Mails immer so auf Zürich Deutsch.
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Ja, das ist... Hast du das auch schon gesehen? Also das finde ich sehr lustig.
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Aber warum fallen dann die Leute immer noch auf das Phishing ein weil das ist
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jetzt doch wirklich Aschbach-Ural kann man sagen das ist jetzt keine brandneue
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ich weiss es nicht und wahrscheinlich jetzt sage ich da ja,
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schaltet euch das Hirn ein und wahrscheinlich wenn wir die Sendung beendet komme
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ich ein Mail über, klickt drauf und jetzt hat es den Chris auch mal verwischt also.
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Ich kann auch sagen wir haben auch so Phishing Training Mails im Geschäft.
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Und als das angefangen hat, habe ich wirklich bewusst darauf geklickt.
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Und dann so nice try Udo. Jetzt bist du noch weggeblieben, blablabla.
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Und es ist 10 Minuten gegangen. Ich.
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Ich weiss ja, dass du weisst, was das ist, aber klick niemals auch im Scherz auf so einen Link.
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Was ja wahr ist, du weisst ja nie, theoretisch, und das gibt es halt,
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dass auch nur das Klicken auf so einen Link, auch wenn du nichts eingibst, es könnte passieren.
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Und ich einfach so ha ha ha, bumm.
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Genau. Das ist tatsächlich so. Ich muss sagen, ich mache das ehrlich gesagt
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manchmal auch, wenn ich einfach aus Neugier zum schauen, wo mich der Link dann wird anführen.
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Wenn ich wirklich Zeit habe, dann starte ich hier die Windows.
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Sandbox auf. Die gibt es ja eingebaut im Pro von Windows 11.
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Da gibt es die Möglichkeit.
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Da kann man eigentlich so Sachen machen, weil die wird, egal was man macht,
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die wird wieder, wenn man sie wieder runterfährt, ist alles weg,
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was dort drin passiert ist.
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Die hinterlässt keine Spuren. Ausser natürlich, wenn der besonders raffiniertes
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Virus hast, das es schaffen würde, zu dieser Sandbox auszubrechen.
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Aber ich glaube, die Gefahr ist dann doch relativ klein. Aber ich gebe zu,
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ich bin manchmal auch neugierig und du mich dann auch durch die Phishing-Webseite durchklicken.
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Ich glaube, es hätte es aber schon gegeben, dass du irgendwie auch,
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wenn wir heute sind ja alle Server virtualisiert, aber es gibt es immer wieder,
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dass du irgendwie von virtuellerer Maschine an...
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Auf virtuelle Maschine 27 Euro gehen. Selbst wenn du einen grossen Dienstleister
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hast und du bist Unternehmung A und du kommst auf die Fälle, das gibt es schon.
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Aber dann musst du auch sagen, du musst so viel kriminelle Energie haben und
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willst du jetzt am Schüsseler oder am Schmied 22 Fr. oder 2'000 Fr.
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Abnehmen. Das ist dann schon etwas grösser. In aller Regel passiert das wirklich
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nur, wenn das massgeschneiderte Angriffe sind. Und die gibt es natürlich auch,
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wenn jemand es auf jemand anderen abgesehen hat. Das sind die Spearfishing-Attacken.
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Die sind natürlich dann auch meistens ein bisschen im Wissen um,
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wo die Person ihre Schwachstelle hat.
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Die sind massgeschneidert und dann auch mit Namen, die allenfalls stimmen und
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so, dass das wirklich auch echt wirkt.
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Im Gegensatz zu eben den Phishing-Mails, wo... Natürlich muss man sagen,
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dank KI kann man die heute...
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Und man sieht ja auch ganz klar, das war ein Verbrecher oder ein Cyberkrimineller,
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der in einem russischen Grittstaat sein könnte,
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oder er könnte in Afrika sein, oder wo auch immer.
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Und dann gesagt hat, das sollte besonders echt wirken, also lassen wir das mit der KI übersetzen.
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Und hat dann natürlich übersehen, dass so Mails in der Schweiz nicht in Dialekt verschickt werden.
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Aber KI kann man sagen, die hilft natürlich schon,
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dass so Phishing-Mails viel authentischer wirken, weil die formuliert,
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der Chat-GPT macht es nicht, aber der Grock zum Beispiel, der formuliert,
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glaube ich, als ich das letzte Mal ausprobiert habe, noch so gerne ein Phishing-Mail für dich.
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Also das ist halt schon ein Problem und dann werden auch die Sprachhürden durch das abhalten.
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Würdest du sagen, ist die KI geschuld an diesem Anstieg oder was könnten die
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Gründe sein, dass das so ob sie geht mit den Cybercrime hier?
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Ich glaube ganz klar, dass KI ein Hauptgrund ist.
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Früher hast du Mails bekommen, wo eben so viele Rechtschreibfehler drin haben,
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wo auch das Mail scheisseformatiert war.
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Mittlerweile hast du ein Mail, das zumindest sprachlich gut formatiert ist,
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wo du das Swisscom-Logo hast, oder eben bei dir, bei deinem Hoster und alles,
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das Logo in alles ist da, und ich sage jetzt eben.
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Nicht böse werden, aber da kann irgendjemand in Mumbai sitzen,
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das in Englisch rein tippen und dann hast du eigentlich ein perfektes Phishing-Mail.
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Und es gibt wahrscheinlich Leute, die sind einfach positiv eingestellt,
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die glauben jetzt einfach einmal, dass das ist.
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Und wenn dann halt anstatt ein Swisscom.com ein SwissC0M.com ist,
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das schaut jetzt vielleicht nicht so an.
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Ich muss auch sagen, ich schaue auch nicht immer das SSL-Zertifikat auf einer Webseite genau an.
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Genau, das ist tatsächlich so und auf das kommen wir auch.
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Das Misstrauen ist so, man braucht das Misstrauen und man muss sich gute und
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wichtige menschliche Angewohnheiten,
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eben mal Leute mit Wohlwollen und vertrauensvoll zu begegnen,
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muss man sich in dem Internet manchmal absichtlich und ganz bewusst abtrainieren,
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dass man nicht auf solche Sachen nie geht. Aber noch etwas anderes hat mich beschäftigt.
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Was meinst du, sind denn so Statistiken überhaupt aussagekräftig?
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Ich höre viel, oder die ganze Zeit gibt es so Statistiken zu aus diesen Bereichen
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und häufig frage ich mich ein bisschen, aber was sagen sie dann am Schluss?
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Oder anders gefragt, kann man
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so eine Entwicklung überhaupt richtig aussagekräftig in die Zahlen fassen?
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Ich glaube, du hast irgendeinen NZZ Paywall Artikel, wo es auch eine Zahl gab,
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die gigantisch hoch ist, wie viele Cyberangriff es gibt. Und was ist jetzt ein Cyberangriff?
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Ist es jetzt, wenn ich mich einfach in meinen Web-Server einschauen will und
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ich verdiene mich in die IP und nach fünfmal merke ich, oh, falsches Passwort.
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Habe ich jetzt wollen, irgendwie den Server zu hacken?
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Oder wenn ich jetzt einfach mal aus Jux.
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Ein bisschen Port scannen, ist das auch schon ein Cyberangriff?
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Ich glaube, ich habe jetzt gerade Zahlen im Griff, aber was hast du jetzt gesagt?
0:17:37–0:17:42
Wie viele Cyberangriffen? 200 Millionen Cyberangriffen pro Monat.
0:17:42–0:17:47
Das hat der Swisscom-CEO Christoph Eschlimann im Interview, das du erwähnt hast,
0:17:47–0:17:48
mit dem mit der NZZ gesagt.
0:17:49–0:17:54
Und dann haben das Nachrichtenagenturen aufgerufen und so ist dann das herumgereicht worden.
0:17:54–0:17:58
Und man hat sich gefragt, 200 Millionen Cyberangriffen pro Monat,
0:17:58–0:18:06
Und das wäre auch irgendwie, das wären 77 pro Sekunde, hat dann Reto Vogt ausgerechnet,
0:18:06–0:18:11
der, der ja immer auch so kritisch über so Sachen schreibt und hat dann genau
0:18:11–0:18:14
das herausgefunden, was du gesagt hast, das sind einfach die Portscans gewesen.
0:18:14–0:18:19
Das kann natürlich sein, dass jemand, der angreifen möchte, so einen Portscan
0:18:19–0:18:22
macht, dann sieht er auf deinem Server, sind die und die Dienste,
0:18:22–0:18:27
werden da geboten, dort könnte man vielleicht versuchen einzudringen.
0:18:27–0:18:32
Aber es heisst natürlich nicht, dass jeder Port-Scan ein Cyberangriff ist.
0:18:32–0:18:37
Der Umkehrschluss ist völlig unzulässig, das kann man auch als Admin machen,
0:18:37–0:18:41
dass ich manchmal auch Port-Scans in meinem Heimnetzwerk mache und wegen dem
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greife ich mich nicht selbst an.
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Also da sieht man wirklich, das ist häufig, glaube ich, in vielen von diesen
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Statistiken, die sind auch mit Absicht darauf angelegt,
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eben von Leuten, die sagen, wir tun etwas für Cybersicherheit und wir sind wichtig,
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weil die Gefahrenlage schlimm ist.
0:18:59–0:19:03
Daher gibt es sehr viele Akteure, die auch eigene Interesse haben.
0:19:03–0:19:09
Darum muss man vorsichtig sein. Aber bei der polizeilichen Kriminalstatistik,
0:19:09–0:19:13
PKS, sind es immerhin wahrscheinlich einfach...
0:19:14–0:19:21
Fälle, in denen die Polizei gemeldet wird und auch dort registriert sind,
0:19:22–0:19:28
also strafrechtlich relevant sind und gegen etwas verstoßen sind und nicht einfach
0:19:28–0:19:30
einen Portscan verstoßen.
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Grundsätzlich glaube ich gegen gar nichts. Aber man kann natürlich auch sagen,
0:19:34–0:19:36
auch da gibt es wahrscheinlich,
0:19:37–0:19:43
einerseits viele Dunkelziffern von Leuten, die dann halt gewisse Sachen nicht melden, Firmen auch,
0:19:44–0:19:48
die nicht zugeben in aller Öffentlichkeit oder Gefahr laufen,
0:19:49–0:19:52
dass die Öffentlichkeit erfährt, dass sie da irgendwie etwas eingegangen sind.
0:19:52–0:19:58
Und darum kann es sein, dass man heute vielleicht freier, freimütiger damit
0:19:58–0:20:02
umgeht, dass darum die Zahlen nur gehen und früher waren sie auch schon hoch,
0:20:02–0:20:04
aber dort hat man es mehr für sich behaltet.
0:20:05–0:20:08
Ich weiss es nicht, also es ist wirklich schwierig, aber ich glaube man kann
0:20:08–0:20:11
schon sagen, man muss halt immer noch vorsichtig sein.
0:20:11–0:20:15
Ja und es gibt halt so Sachen, ja gut, das ist 20 Jahre her,
0:20:16–0:20:20
da kann man es ja gestehen, es hat früher ein Tool gegeben und eben wenn du
0:20:20–0:20:24
denkst, vor 20 Jahren, da sind Breitbandanschlüsse aufgekommen,
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also du hast das Kabelmodem gehabt und du hast das Kabelmodem direkt in den
0:20:29–0:20:34
PC gesteckt also in der Regel hast du vielleicht keine Firewall gehabt, also du bist direkt,
0:20:35–0:20:38
erreichbar gewesen und da hat es halt Leute gehabt, die es halt irgendwie Windows
0:20:38–0:20:43
2000 installiert haben ja, wählen sie ein Administrator-Passwort oh nein,
0:20:43–0:20:48
brauche ich nicht, weiter genau und dann hat es eben so ein Skript geschaut,
0:20:49–0:20:53
wer hat das Administrator-Passwort und dann hast du halt ja,
0:20:53–0:20:56
ich gebe es zu eben, es ist 20 Jahre hast du halt jemandem mal ein lustiges
0:20:56–0:21:00
Desktop-Hindergrundbild an und ein Tasch. Gut, das geht aber.
0:21:01–0:21:10
Aber eben, ich glaube auch, es hat damals geheissen, besonders geschützte Informationssysteme.
0:21:10–0:21:15
Und ich glaube, jeder Anwalt würde sagen, Administrator Enter ist kein besonders
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geschütztes Informationssystem.
0:21:17–0:21:22
Genau, also da muss man sagen, da hat Microsoft wirklich auch viel,
0:21:22–0:21:25
viel, viel Ich habe viele Kardinalsünden begangen in diesem Bereich,
0:21:25–0:21:30
dass mit der Sicherheit aus heutiger Sicht eigentlich früher.
0:21:31–0:21:35
Wo es mit der Vernetzung im Internet losging, viel schlimmer war.
0:21:35–0:21:39
Ich erinnere mich, ich glaube, das Windows, welches auch immer es war,
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1998 wahrscheinlich, dort, wenn du standardmässig mit dem Internet gegangen
0:21:44–0:21:50
bist, Du hattest ein Netzlaufwerk, das gegen das Internet freigegeben war.
0:21:52–0:22:01
Ich meine, Internet Explorer. Es gab keine vorinstallierte Viren-Scanner, keine Firewall.
0:22:02–0:22:06
Erinnerst du dich vielleicht? Ich habe allen empfohlen, sie müssten das Zaun-Alarm
0:22:06–0:22:10
installieren. Oh, Zaun-Alarm, ja. Und mit dem rumschlagen.
0:22:11–0:22:14
Das ist wirklich...
0:22:15–0:22:18
Schlimm gewesen. Und heute kann man sagen, sind die Systeme Smartphones.
0:22:18–0:22:21
Das iPhone ist, würde ich sagen, sehr sicher.
0:22:21–0:22:25
Windows, auch von Haus aus recht sicher. Mac OS auch. Android,
0:22:25–0:22:26
vielleicht nicht ganz so.
0:22:27–0:22:31
Aber auch wenn man sich mit Android richtig, also sagen wir mal,
0:22:31–0:22:36
nicht gerade radikal fahrlässig verhält, ist man auch dort gut unterwegs.
0:22:36–0:22:39
Ich würde sagen, im Sinne von nicht zu viele Apps installieren und so.
0:22:39–0:22:45
Darum kann man sagen, die Wahrnehmung ist eigentlich, wir sind heute verhältnismässig
0:22:45–0:22:51
an einem guten Ort, wenn man so die technischen Bedrohungen anschaut.
0:22:51–0:22:55
Ich habe zum Beispiel auch gelesen, das habe ich noch spannend gefunden,
0:22:55–0:23:02
die Ransomware, also die Erpressungsprogramme, die noch vor ein paar Jahren ein Riesenthema waren.
0:23:02–0:23:05
Das sind die, die dann deine Dokumente verschlüsselt haben und gesagt haben,
0:23:05–0:23:08
jetzt musst du Geld ausrücken, sonst siehst du sie nie wieder.
0:23:09–0:23:12
Oder hast sie immer noch, deine Dokumente, kannst sie einfach nicht mehr brauchen,
0:23:12–0:23:13
weil sie verschlüsselt sind.
0:23:14–0:23:21
Das sind 20, 23 Milliarden Grenzen von diesen Lösegeldern und dann sind sie
0:23:21–0:23:23
aber eigentlich zurückgegangen, sind da.
0:23:25–0:23:29
Warum eigentlich, was meinst du, was wäre deine Vermutung, warum gehen die zurück?
0:23:29–0:23:30
Sind die Leute vorsichtiger geworden?
0:23:32–0:23:35
Ich glaube, du denkst einfach, also wenn ich jetzt dich hacken würde,
0:23:35–0:23:40
was gründe ich von dir aus der Presse? Ja, ein paar Tausend Franken.
0:23:40–0:23:46
Wenn ich jetzt aber in irgendeiner SMI-Konzern hacken würde,
0:23:46–0:23:50
da kann ich eine Million, zehn Millionen rauspressen.
0:23:50–0:23:54
Also wenn schon, riskiere ich es dort und nicht, dass ich jetzt am Schüsseler
0:23:54–0:23:56
3000 Franken abgeknüpft habe.
0:23:56–0:24:01
Ja, genau. Ich glaube, die Tänkenzellung, es hätte auch mal etwas gegeben.
0:24:04–0:24:08
Es gibt ja Leute, die sitzen in Russland und ob ein Schutz sei,
0:24:09–0:24:13
tatsächlich das russische Tastatur-Lewout zu installieren, weil anscheinend...
0:24:13–0:24:17
Also ich sage es jetzt, ich paraphrasiere jetzt, der Herr Putin sagt,
0:24:17–0:24:21
ja, dass ihr keine Russen hackt, ist ihm das völlig egal.
0:24:21–0:24:24
Achso, okay, gut, wenn du so tust, als wärst du ein Russ, bist du schon mal
0:24:24–0:24:30
sicher. Also, wie gesagt, ich paraphrasiere nicht, dass jetzt der Herr Köppel
0:24:30–0:24:33
sagt, ich gehe da Russland beleidigt.
0:24:33–0:24:38
Ja, das könnte passieren natürlich. Er hat ja einen heissen Draht direkt in den Kreml.
0:24:38–0:24:42
Also, wir trinken sofort einfach jedes Mal einen Wodka in dieser Sendung und
0:24:42–0:24:45
dann sind wir sicher. Das ist schon mal unsere grosse Empfehlung.
0:24:45–0:24:49
Ein Funk-to-True. Ja, genau, das könnten wir uns anschaffen.
0:24:49–0:24:57
Ich habe wirklich gelesen, die Verfolgungsmassnahmen sind besser geworden gegen
0:24:57–0:25:00
die Leute, die diese Ransomware-Attacken gemacht haben.
0:25:01–0:25:04
Und wir arbeiten international besser zusammen.
0:25:05–0:25:10
Und die Opfer zahlen auch wirklich inzwischen weniger das Lösegeld.
0:25:10–0:25:11
Das war ja schon immer die Empfehlung. war.
0:25:12–0:25:17
Und heute hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass wenn man halt nicht zahlt,
0:25:17–0:25:21
dass das einem selber vielleicht tatsächlich nichts nützt, aber im Nachhinein
0:25:21–0:25:25
dem Geschäftsmodell ein bisschen das Wasser abgerabt.
0:25:25–0:25:28
Und das ist eigentlich eine gute Meldung.
0:25:28–0:25:32
Dafür würde ich sagen, sind eigentlich die technischen Gefahren zurückgegangen,
0:25:32–0:25:36
aber heute ist das Social Engineering auf hohem Niveau.
0:25:36–0:25:41
Das heisst, das sind nicht irgendwelche Viren, Würmer oder so Sachen,
0:25:41–0:25:46
sondern es sind halt Leute, Menschen, die einen via Messenger oder auch über
0:25:46–0:25:48
soziale Netzwerke versuchen.
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Irgendetwas einfach einem in die Pfanne zu locken. Und das hat wahrscheinlich
0:25:56–0:25:58
auch damit zu tun, dass man sagt,
0:25:59–0:26:02
da gibt es so, und da habe ich dann zum Beispiel eine Empfehlung für einen Podcast,
0:26:03–0:26:06
ich kann ihn jetzt vielleicht schon sagen, der ist von Der Spiegel,
0:26:06–0:26:12
Er heisst Firewall und die sind auch mal dieser Frage nachgegangen,
0:26:12–0:26:16
wo sind eigentlich die Leute, die Betrüger, die dann einem so ins Chats und
0:26:16–0:26:17
so probieren, die zu wickeln.
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Und es geht häufig sogar in richtigen Zwangsarbeit,
0:26:22–0:26:32
dass Leute in Krimifabriken oder Crime-Bunkern dort gefangen gehalten werden
0:26:32–0:26:41
und müssen für irgendeinen dubiosen Verbrechen Aktionen loszutreten.
0:26:41–0:26:45
Hast du auch schon mal so einen, der dir irgendwie «pickbutchering» nennt man
0:26:45–0:26:47
das, der dich hat pickbutchern?
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Also so Anrufe habe ich auch schon bekommen. Natürlich hängst du einfach ab
0:26:55–0:26:56
oder sagst du halt mal auf.
0:26:57–0:27:01
Aber ich muss jetzt auch sagen, du kannst den Leuten eigentlich nicht böse sein,
0:27:01–0:27:04
wenn du weisst, deine Tochter,
0:27:06–0:27:10
ist abgemagert, kann kaum was essen und du weisst, die einzige Möglichkeit ist
0:27:10–0:27:15
halt, dass du den Leuten anrufst und sagst, hey, please give me oder dieses
0:27:15–0:27:17
Microsoft, please give me.
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Wenn du in dieser Situation wärst, was würdest du machen?
0:27:23–0:27:29
Genau, das sind die verschiedenen Methoden. Das eine sind die Romance Scams.
0:27:29–0:27:40
Das sind Leute, die versuchen, über eine lange Beziehungspflege ihre Opfer einzuwickeln.
0:27:40–0:27:44
Sie im Glauben zwiegen, dass da eine,
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persönliche Beziehung entsteht und dann irgendwann mal mit Forderungen kommen
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zu sagen, du, ich bin gerade in einer riesigen Notsituation,
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ich brauche Geld, wir verstehen uns doch so gut, bitte gib mir das Geld.
0:27:56–0:28:01
Und das Pig-Butchering, das funktioniert ähnlich jetzt nicht unbedingt nur auf
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Beziehung hin, sondern aber auf eine romantische Beziehung, aber schon auf eine
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persönliche Beziehung.
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Und die dadurch, dass es eben das riesige Gefälle gibt, das wirtschaftliche
0:28:16–0:28:22
Gefälle, dass das aus Ländern kommt, wo man sich das leisten kann.
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Wenn einer in die Halle läuft und dann...
0:28:27–0:28:33
Dann werden da schon Beträge in mehreren Tausend Franken oder Dollar-Bereich
0:28:33–0:28:36
aus diesen Leuten herausgeleiert.
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Dass sich für das eben lohnt, dass man das schafft, dass die Leute,
0:28:39–0:28:45
so Zwangsarbeiter, ganz wirklich viel Zeit investieren für die Beziehungspflege,
0:28:45–0:28:48
dass das teilweise über Wochen, über Tage, über Wochen, über Monate läuft,
0:28:49–0:28:54
bis die Beziehung so aufgebaut ist, dass man da das, darum eigentlich Pick-Butchering,
0:28:54–0:28:59
Also zuerst du die Säule im Ästen und dann schlachtest du es.
0:28:59–0:29:02
Also daher kommt diese Bezeichnung.
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Ich hatte auch mal so eine Art Romance Scam, ich weiss nicht mehr,
0:29:06–0:29:09
ob auf Insta oder auf Facebook und blablabla.
0:29:10–0:29:15
Und so, ich habe natürlich die Profilbilder auch mal schnell durch Google,
0:29:15–0:29:17
wie es einem Rückwärtssuche eingetächt hat und schon gewusst,
0:29:18–0:29:19
nein, das ist sicher nicht die Person.
0:29:20–0:29:25
Und du weisst, ich bin sehr nervt und da habe ich einfach gesagt, so do you wear a watch?
0:29:26–0:29:32
Und sie, no I don't, aber sie hat auf ihrem Profilbild so wirklich gerade, bumm, eine Uhr gedreht.
0:29:32–0:29:35
Ich so, okay, off, weil du hast genau gewusst, es ist ein Fake.
0:29:36–0:29:39
Also, aber eben, die hat halt, ich meine, die werden auch irgendwie einen Botzen
0:29:39–0:29:41
haben, wo halt irgendwo Models und so.
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Bilder zusammengetatschen, hast du auch gerade gemerkt, dass sie nicht immer
0:29:46–0:29:49
zusammenpasst, so kleine Sachen, also auch einfach mal ein bisschen schauen
0:29:49–0:29:57
und denke, wieso würde es dir eine random Person irgendwie, und auf Insta fällt
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es ja immer an, ich habe irgendwie,
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Ein Foto auf Insta, das ich irgendwo mal in Welschland gemacht habe.
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Und dann kommen sie immer. Das ist ein sehr nice place. Where are you from?
0:30:07–0:30:09
Ja, Switzerland. Und dann geht es los. Genau. Genau.
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My husband cheated on before my wedding night. Irgendwie so Sachen.
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Aber dann musst du auch wirklich ein kleines Hirn einschalten.
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Es gibt eben auch die bei dem Pig-Butchering, die sagen, Hello, Hello Mike, how are you?
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How's Petra? Oder so. Und dann hast du das Gefühl, der täuscht sich in den Nummern
0:30:32–0:30:35
oder in der E-Mail-Adresse oder wie auch immer.
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Und es sei reiner Zufall, dass der Kontakt zustande kommt.
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Die sind wirklich raffiniert und auch die Romance-Cams, die arbeiten nach ausgeklügelten Drehbüchern.
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Aber eben das Drehbuch, also das «My Husband cheated before my wedding night»,
0:30:50–0:30:53
das habe ich glaube ich drei Mal gehabt. Wirklich genau gleich.
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Genau, das ist ein bisschen das Problem.
0:30:56–0:31:00
Aber das ist tatsächlich so. Und da würde ich euch dann noch den Podcast «Love,
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Genessa» von der BBC empfehlen. Er ist auch beblockt.
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Und die Links findet ihr dann alle in unseren Shownotes auf nerdfunk.ch.
0:31:08–0:31:12
Weil der erklärt auch, dass man auf das tatsächlich auch einfallen kann,
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wenn man eigentlich meint, man wüsste, um was es geht und gewappnet ist.
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Weil die haben eben so viel Geduld und natürlich auch so viel Raffinessen.
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Und aus diesem Podcast erfährt man auch, dass die Fotos, die man hier sieht,
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wie du erwähnt hast, die sind natürlich aus dem Internet zusammengeklaut und
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da gibt es eben die eine Frau,
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die ihre Bilder grosszügigerweise.
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Gestreut hat im Netz, die ist dann von ganz vielen Leuten,
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quasi sind auf die E-K-Hate und die hatten eine Bezieh zu dieser Frau und im
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Original hat die Die echte Frau, die kommt dann am Schluss auch zu Wort,
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die hat von dem nichts gewusst und ist natürlich dann gefragt,
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auch weiss sie wirklich von nichts, aber man hat es ihr dann geglaubt.
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Und das ist natürlich schon recht eine abstruse Geschichte.
0:32:06–0:32:12
Aber man sieht, bei all diesen Maschen ist der technische Aspekt ganz klein
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und der grosse Aspekt ist die menschliche Interaktion und dann doch die direkten
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Beziehungen oder die via Internet vermittelten Beziehungen, wo man darauf eingegangen hat.
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Und das ist auch so bei diesen Schockanrufen, glaube ich, die...
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Die passieren ja auch immer mehr und dort muss man einfach, und das sagen das auch an seinen Eltern,
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weil gerade wenn sie schon ein bisschen älter sind, dann werden die eigentlich
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bevorzugt angegangen als Opfer, weil man das Gefühl hat, jawohl,
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die kann man eh noch über den Tisch ziehen.
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Und dann gibt es natürlich viele von unseren Senioren, die sagen,
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ja, mir könnte das nie passieren, ich merke das.
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Und dann wirst du im falschen Moment verwischt und dann hast du einen am Draht,
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der das geschickt macht und schon bist du in die Nähe gehalten.
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Und das passiert wirklich auch Leuten, die sich eigentlich sonst nicht so leicht einwickeln lassen.
0:33:07–0:33:11
Und darum ist einfach, je länger du dran bleibst, sogar wenn du sagst,
0:33:11–0:33:15
wir haben am Anfang gesagt, wir sind neugierig, wir werden gerne ausprobieren,
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die einzig sichere Methode ist einfach abzuhängen.
0:33:18–0:33:22
Und wenn der sagt, deine Tochter oder wer auch immer ist in Not,
0:33:22–0:33:26
sie braucht sofort Hilfe, abhänken und direkt die Tochter anrufen.
0:33:26–0:33:30
Und bei ihren Anfragen brauchst du wirklich Hilfe, um sonst zu bleiben zu lassen.
0:33:31–0:33:34
Also das ist wirklich wichtig, da kann man darauf hinfallen,
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auch wenn man eigentlich das Gefühl hat, man sei mit allen Wasser gewaschen.
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Und ich glaube, es ist heute halt einfach einfacher geworden,
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weil ich glaube, es ist schon einmal eines meiner liebsten Bücher, und ich kannte die.
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Also wie sagen wir, Berufsmaturstück, der Hauptmann von Köpenick,
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das ist ja wahrscheinlich auch ein Faker gewesen, als er seine Uniform angelegt
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hat und rumgelaufen ist.
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Er musste sich so vorbereiten, aber heute kannst du theoretisch 100 Leute gleichzeitig
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nicht böse gemeint aus Kalkutta versuchen zu scammen.
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Und eben der Schüsseler und der Schmied sagen, ja, bang, block.
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Und irgendeiner ist dann vielleicht mal neugierig und dann glaubt er es.
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Und auch wenn er nur 500 Euro überweist, ist es für ihn,
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Ich meine, sein Chef wird dann irgendwie 499 Franken nehmen,
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aber das ist ja wahrscheinlich doch ein Einkommen.
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Und ein Einkommen haben, als kein Einkommen haben, ist besser.
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Genau, darum müssen wir das noch sagen, warum wir auch auf diese Ausländer so rumgeritten sind.
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Das hat natürlich zu tun mit dem Gefälle zwischen dem Einkommen in unserem Land
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und dem Einkommen in anderen Ländern. Darum sind wir einfach wahnsinnig gute Opfer für das.
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Und darum läuft das häufig in die Richtung.
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Das hat nichts mit Rassismus oder wie auch immer zu tun, sondern das hat einfach
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mit wirtschaftlichen Tatsachen zu tun.
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Jetzt sind wir doch gar nicht ganz mit allem durchkommen, was ich noch habe sagen wollte.
0:35:05–0:35:10
Also der klassische Identitätsdiebstahl per Fishing oder wie auch immer gibt es immer noch.
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Kann sehr verheerend sein. Darum ganz noch schnell ein paar kurze Tipps.
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Eben, wir haben es auch schon gesagt, soliden Umgang mit Zugangsdaten,
0:35:19–0:35:23
also ein Passwortmanager, drei Faktoren-Authentifizierung, wo es immer geht,
0:35:24–0:35:28
ein bisschen Vorsicht walten lassen, also in öffentlichen WLANs und wenn man
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nicht nur einen Dienst nutzt, dann ist es auch schon ein bisschen besser und
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wichtige Dokumente auch immer noch offline haben, dass man, wenn man rausgeht
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aus irgendeinem Dienst.
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Dann eben auch nicht dumm dasteht.
0:35:42–0:35:47
Und was wir auch noch haben, das haben wir dann in den Links auch zu dieser Sendung.
0:35:48–0:35:53
Wenn man Fake-Webshops, also irgendwo posten im Netz, nur weil es günstig ist,
0:35:53–0:35:56
auch keine gute Idee, da kann man auch reinlaufen.
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Und so Sextortion, also Identitätsdiebstahl mittels Deepfakes oder mit echten
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Fotos, dass man da erpresst wird, auch das ist schwierig. Auch da haben wir
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dann noch einen Link dazu.
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Und jetzt wünschen wir euch einen sicheren und angenehmen und möglichst einen
0:36:12–0:36:15
Abend ohne Belästigung. oder Tiggi Chris?
0:36:15–0:36:19
Ja und passet auf euch auf, ich glaube das Thema wird uns noch ein paar Mal
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beschäftigen und auch noch so schnell etwas was du sagst steht offline,
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Hanna auch ein gratis Tipp, du hast einen PC, der steht am Boden und du hast
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dein NAS, der steht auch am Boden.
0:36:29–0:36:34
Haha, ich habe ein Backup, ja und wenn halt der Fluss mal kommt, dann ist auch Game Over.
0:36:35–0:36:50
Music.

Wenn es nach der Kriminalstatistik 2024 geht, ist die Situation schlimm: Nebst den Zunahmen in anderen Bereichen, z.B. bei den Gewaltdelikten, ist auch ein Anstieg bei der Cyberkriminallität zu beobachten. Demnach boomt besonders die «Cyber-Wirtschaftskriminalität». In diesem Bereich bewegt sich die Zunahme teils im mehrstelligen Prozentbereich.

Ein Grund für Beunruhigung? Wir ordnen die Zahlen ein und wagen eine Beurteilung, wie das Risiko für Privatanwenderinnen und Privatanwender im Netz verändert hat. Und vor allem haben wir uns eine Handvoll Sicherheitsvorkehrungen überlegt, mit denen sich der persönliche Schutz markant verbessern lässt – sodass alle aus der Hörerschaft hoffentlich gefeit sind, selbst in dieser Statistik zu erscheinen. „Al Capone wütet jetzt digital“ weiterlesen

Überall bröckelt der Putz

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

00:00–0:00:05
Music.
0:00:05–0:00:11
Genau die richtige Dynamik für diese Sendung. Der Gershon Kingsley mit Hey, Hey, Hey.
0:00:15–0:00:19
Hey, hey, hey, Kevin, bist du am Draht? Ich bin am Draht. Ja,
0:00:19–0:00:22
da ist er tatsächlich. Und du bist nicht auf dem Schiff, oder?
0:00:23–0:00:26
Ich bin nicht auf dem Schiff. Der Digi Chris ist auf dem Schiff.
0:00:26–0:00:31
Und wir hoffen, dass er noch nicht untergegangen ist. Dass nicht James Cameron
0:00:31–0:00:32
noch mal einen Film machen muss.
0:00:34–0:00:39
Ich schaue jetzt immer seinen Status an. Er dokumentiert das gut.
0:00:40–0:00:42
Er hat zwar gesagt, er macht so einen Reiseblog, aber ich weiss gar nicht,
0:00:43–0:00:48
wo. Ich weiss auch nicht, wo. Ist das ein Secret Project?
0:00:49–0:00:50
Macht er das auf Onlyfans?
0:00:53–0:00:59
Das wäre es natürlich. Das wäre wirklich cool. Digi Chris, das machst du.
0:01:00–0:01:01
Auf seinem Hauptblog ist es
0:01:01–0:01:05
nicht. Und ich kann jetzt den Status anschauen und ich schaue das Schiff.
0:01:05–0:01:09
Ich habe jetzt ein YouTube-Video geschaut, was das für ein Schiff ist.
0:01:09–0:01:12
Und ich glaube, ich hätte im Falle auch Lust, so etwas zu machen.
0:01:12–0:01:14
Eher ein Wort, das überrascht mich völlig.
0:01:14–0:01:18
Ich will so ein Schiff anschauen. Nur wegen dem.
0:01:18–0:01:20
Ich will einfach die Grösse.
0:01:21–0:01:25
Auf dem Schiff hat es irgendwie 20 Restaurants.
0:01:25–0:01:31
Also ist ja logisch für 6'000 Leute. Aber ich glaube, ich wäre einfach nur überwältigt
0:01:31–0:01:35
von der Grösse dieses Boots. Der Rest interessiert mich nicht.
0:01:35–0:01:38
Ich habe das Gefühl, dir wirst wahrscheinlich recht. Das ist doch das Gegenteil.
0:01:39–0:01:44
Ich meine, du lebst in einem kleinen Haus und dann willst du in einem großen Ship.
0:01:44–0:01:47
Das ist quasi Clash of Cultures.
0:01:48–0:01:55
Ja, aber ich glaube, so zum einen Mal das zu sehen, ist das ja voll der Wahnsinn.
0:01:55–0:01:58
Ich glaube, das wäre recht cool. Wie geht es eigentlich?
0:01:59–0:02:03
Es geht mir gar nicht um die Reise, es geht mir wirklich nur um das Boot.
0:02:03–0:02:07
Das grosse Schiff sehen und sterben. Ja gut, ich glaube, das würde mich schon
0:02:07–0:02:12
auch noch... Ich glaube, ich würde... Wahrscheinlich habe ich mich so klaustrophobische
0:02:12–0:02:13
Gefühle über, glaube ich.
0:02:13–0:02:16
Wenn du dann das Gefühl hast, jetzt bist du mit diesen 6000 Leuten,
0:02:16–0:02:20
bist du auf dem Schiff... Das ist wie wenn ich im Hallenstadion bin.
0:02:21–0:02:26
Ich merke, auf das Alter hin mag ich nicht mehr die Konzertsäle,
0:02:26–0:02:30
wo es so viele Leute hat. Aber die YouTuber, die ich jetzt geschaut habe,
0:02:31–0:02:34
haben gesagt, man merkt das gar nicht, das verteile ich sich.
0:02:35–0:02:40
Das kann ich jetzt natürlich nicht beurteilen. Da müsste man jetzt eine Fachperson für Bote haben.
0:02:41–0:02:45
Eben, die Fachperson hat eigentlich gesagt, sie schalte sich zu,
0:02:45–0:02:48
aber dann hat sie irgendwie vorher gesagt, sie hat keine Lust gehabt.
0:02:50–0:02:56
Sie hat geschrieben, sie hat 18 Bars auf dem Schiff. Eben, das ist crazy.
0:02:56–0:02:59
Und jetzt muss sie wahrscheinlich noch herausfinden, die Person,
0:03:00–0:03:05
welches die beste Bar ist, wo es die raffiniertesten Cocktails hat,
0:03:05–0:03:09
wo am wenigsten nach Fischschweiss stinkt.
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Nein, ich weiss es nicht. Er war schon in einer Bar.
0:03:12–0:03:18
Es ist ja St. Patrick's Day. Was ist das für ein Scheiss? Auf jeden Fall ist es St.
0:03:18–0:03:21
Patrick's Day gewesen und dann muss man ein Bier trinken. Ah,
0:03:21–0:03:23
und dann haben das ganze Meer grün gefärbt.
0:03:24–0:03:30
Alles und alle grün nachgelegt, alles grün ausgerichtet. Crazy. Crazy, ja.
0:03:30–0:03:35
Du, ich glaube, wir müssen irgendwie, er wird uns das sicher im Detail erklären,
0:03:36–0:03:39
denn ich weiss nicht, wie lange das er hat, ob er jetzt eine Übersee,
0:03:40–0:03:45
Überfahrt macht und dann in drei Wochen dort in New York heinfährt und schaut,
0:03:45–0:03:49
ob es die Freiheitsstatue schon wieder zurückgehalten hat.
0:03:50–0:03:54
Das haben die paar jetzt Kunden von mir gerade gemacht. Die sind wirklich mit dem Schiff aus New York.
0:03:55–0:03:58
Ja. Ich habe das Gefühl, jetzt sind gerade alle irgendwo auf dem Schiff.
0:03:58–0:04:05
Das hat doch die Sabine Rückert von der Zeit, in der er einen Podcast hatte,
0:04:05–0:04:08
der noch leicht erfolgreicher ist als der unseren.
0:04:08–0:04:11
Der Krimi-Podcast, die hat einmal erzählt, in einem Podcast,
0:04:12–0:04:17
sie hatte so Flugangst, dass sie dann halt nicht rübergeflogen ist,
0:04:17–0:04:20
als sie mal in die USA hatte, sondern mit dem Schiff gefahren.
0:04:20–0:04:24
Und dann hat sie aber so schlimm gestürmt, dass quasi irgendwie mal...
0:04:24–0:04:26
Dass der Flugangst lieber ist.
0:04:26–0:04:30
Ja, vor allem. Es ist halt einfach schneller vorbei, oder?
0:04:31–0:04:34
Ja. Wenn es dann so zwei Wochen lang stürmt, das ist einfach...
0:04:34–0:04:37
Ist auch nicht so cool. Ist nicht so cool. Also, ich weiss es nicht.
0:04:38–0:04:41
Ich glaube, die Faszination kann ich schon anvollziehen, aber ich habe das Gefühl,
0:04:41–0:04:46
es wäre eben wie, als ich mal im Kloster gewesen bin, nach 30 Sekunden wäre es vorbei.
0:04:46–0:04:50
Dann hast du aber noch drei Wochen Überfahrt vor dir, bis du endlich...
0:04:50–0:04:54
Und dann, wenn du ankommst, findest du, oh, okay, jetzt bin ich angekommen,
0:04:54–0:04:57
aber jetzt bin ich dafür in diesem Trump-Reich.
0:05:01–0:05:08
Im Königreich Moronien bist du jetzt angekommen. Ist auch nicht besser. Nein, ist nicht besser.
0:05:08–0:05:14
Also ich glaube, wir reden dann auch über die Auswirkungen in der Hauptsendung.
0:05:14–0:05:19
Aber Kevin, wie geht es dir? Abgesehen davon, dass du von Schiff träumst, alles Paletti?
0:05:19–0:05:25
Ich bin emotional nicht so zu weg. Ich merke, es geht mir gerade nicht so gut.
0:05:25–0:05:26
Ich kann aber gar nicht sagen.
0:05:27–0:05:29
Ich kann ein bisschen sagen, warum.
0:05:30–0:05:33
Und ich kann das nicht gerne.
0:05:34–0:05:37
Ich kann es so nicht lösen. Wenn es dich plagt und so.
0:05:37–0:05:41
Ja, und ich muss es wie aushalten. Ich habe keine Lösung für das Problem.
0:05:41–0:05:44
Es ist einfach, dass mein Umfeld
0:05:44–0:05:49
mich gerade sehr braucht und das braucht mich. Ja, das verstehe ich.
0:05:50–0:05:53
Und das ist manchmal ein bisschen, oh, das habe ich nicht gerne.
0:05:53–0:05:56
Und dann, ich weiss, wenn ich es nicht gesehen habe, manchmal habe ich einfach
0:05:56–0:05:58
so meine Tage, dann bin ich witzig.
0:05:59–0:06:02
Ja, das kenne ich gut. Heute ist so ein Tag, heute ist es nicht gut.
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Das Highlight vom Tag ist der Nerdfunk. Ey, immerhin. Das ist scheiss.
0:06:10–0:06:14
Wenn du die Energie konservierst, ich glaube, wir können die Energie gut in
0:06:14–0:06:16
der Hauptsendung brauchen. Die negative Energie. Ja, genau.
0:06:16–0:06:22
Aber ich kenne das im Fall auch sehr gut, dass man solche Sachen einfach aushalten muss.
0:06:22–0:06:30
Ich bin ja eigentlich ein bisschen ein Einsiedler von meiner Wesensart her.
0:06:30–0:06:34
So introvertiert ist wahrscheinlich der Fachbegriff.
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Der Einsiedlerkrebs, das ist mit Sternzeichen.
0:06:39–0:06:43
Genau, meins auch. Und dann musst du aber eben unter Leuten und musst ständig
0:06:43–0:06:49
und so und heutzutage sind, wir leben ja auch in so einem Zeitalter von den
0:06:49–0:06:50
Extrovertierten, oder?
0:06:50–0:06:54
Vielleicht müssen wir mal über das eine Sendung machen, dass so die Extrovertierten,
0:06:54–0:06:58
wie hätte es eigentlich passieren können, dass die Extrovertierten so als positiv,
0:06:58–0:07:06
als Role Model, als Vorbilder gelten und die Introvertierten sind irgendwie negativ konnotiert.
0:07:06–0:07:11
Ich halte das für falsch, aber jetzt müssen wir mit der Energie,
0:07:11–0:07:14
die Kevin da schon aufgebaut hat, in diese Sendung starten.
0:07:15–0:07:27
Music.
0:07:27–0:07:30
Matthias Schiessler. Ja, die Energie, die wir mit uns herumtragen,
0:07:30–0:07:32
die hat mit dieser Welt zu tun.
0:07:32–0:07:38
Wir diskutieren die Tech-News in der aktuellen Folge von «Patch Tuesday» heisst das bei uns.
0:07:38–0:07:43
Und die Tech-Welt, die Tech-News haben irgendwie etwas auch mit dem,
0:07:44–0:07:48
wir haben in der Pre-Show den König von Moronien genannt.
0:07:48–0:07:54
Das ist natürlich Trump und sein komisch lustiger Scherzkeks.
0:07:54–0:07:59
Da, äh, die bringen auch die Tech-Welt unter Opsi.
0:08:00–0:08:02
Und wir haben noch ein paar andere Themen, aber ich würde mal damit anfangen.
0:08:03–0:08:07
Ich habe gelesen, der Cybertruck von Elon Musk, das Symbol,
0:08:08–0:08:11
von, von, von, der hat ja schon so eine martialische Ausstrahlung,
0:08:12–0:08:15
aber jetzt fallen langsam die ersten Modelle auseinander, weil,
0:08:17–0:08:21
gewisse Teile von aussen dran sind nur angeklebt und dann lädt jetzt offenbar
0:08:21–0:08:28
den Klebstoff an und sie fallen Und ist das ein Symbol für die Regierung?
0:08:28–0:08:30
Wird die auch den Klebstoff irgendwann mal nahelassen?
0:08:31–0:08:33
Das ist nur gekleppt, das hält er nicht.
0:08:36–0:08:40
Letztens habe ich ein lustiges Zitat gelesen, also nicht ein Zitat,
0:08:40–0:08:46
sondern ein Spruch, welches ich eigentlich recht lustig fand und den Spruch er heissen hat.
0:08:48–0:08:52
Zu irgendeiner Person, was hat der Idiot jetzt schon wieder gemacht?
0:08:53–0:08:55
Weiss jeder, um wer es geht. Ja, genau.
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Und ich finde das mega gut. Und es ist mega treffend. Das stimmt.
0:09:00–0:09:03
Vor einem halben Jahr hast du zuerst gefragt, ja, welchen Idioten?
0:09:03–0:09:08
Wer jetzt? Wer meint? Mir fällt ein Dutzend, ein Dutzend fallen mir gerade ein.
0:09:08–0:09:11
Und jetzt gibt es einen, der so überaus schwingt. Genau.
0:09:11–0:09:14
Die anderen Idioten gibt es natürlich alle. Das ist ein bisschen traurig.
0:09:14–0:09:18
Die anderen gibt es ja immer noch. Genau, sie sind jetzt einfach so überstrahlt.
0:09:23–0:09:27
Wie geht es denn mit dem Tesla weiter? Ist das Tesla jetzt auch durch?
0:09:27–0:09:31
Ist das jetzt, weil man eigentlich nicht mehr einen Tesla kaufen kann?
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Man sieht es an der Börse.
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Seit Tesla auf den Markt gekommen ist, hat es ja Tesla-Gegner gegeben.
0:09:43–0:09:48
Und jetzt gibt es ganz viele, es hätte mal einen Tesla gegeben.
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Und der Tesla war schlecht verarbeitet und dann hat halt Spaltmass nicht zu tun.
0:09:55–0:09:59
Oben an der Tür hast du einen grösseren Abstand als unten. Das hätte es mal gegeben.
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Und auf dem hacken aber gewisse Auto-Enthusiasten. Bis heute rum,
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dass man sagt, Tesla, oh, Verarbeitung ist doch nichts.
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Und jetzt sollte man ein Auto kleben?
0:10:12–0:10:17
Wahrscheinlich nicht. Werden die Autos geklebt? Ja, sie werden von allen geklebt.
0:10:17–0:10:23
Gibt es immer mal wieder, dass irgendein Steil abkommt, weil der Kleber sich löst? Ja, gibt es auch.
0:10:25–0:10:30
Tesla hat rein ideell natürlich ein Problem.
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Die haben das Produkt auf der Märte, das nicht verhebt, das für den Europäischen
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Markt nicht verhebt, das wahrscheinlich viel zu viel Leistung hat fürs Gewicht.
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Also das Das hat Kräfte, die unglaublich gross sind.
0:10:47–0:10:55
Ich finde es beeindruckend, dass so eine Firma so krass abhängig ist von einer Person.
0:10:55–0:11:01
Und wo jetzt einfach alle Tesla-Fahrer gemerkt haben, fuck, das ist ein Nazi,
0:11:01–0:11:05
jetzt haben wir ein Problem und jetzt ist der ganze Ruf dieser Firma kaputt.
0:11:05–0:11:11
Und man vergisst aber, dass Tesla etwas mega Wichtiges angestossen hat,
0:11:11–0:11:15
nämlich die ganze E-Mobilität. Und man hockt jetzt ein wenig auf denen herum,
0:11:15–0:11:19
obwohl es eben auch eigentlich etwas Gutes gemacht haben.
0:11:21–0:11:25
Der Cybertruck, ich habe nie verstanden, was das Auto soll.
0:11:25–0:11:30
Das ist für den amerikanischen Markt gemacht und das kann gar nicht auf Europa kommen.
0:11:31–0:11:37
Nein, es würde niemals zugelassen werden. Und darum, ja, jetzt geht es halt
0:11:37–0:11:41
auseinander, dann macht es irgendeinen Rückruf und dann klebt es wieder an.
0:11:43–0:11:47
Das ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert. Bei Tesla hat man oft gemerkt,
0:11:47–0:11:49
dass da viel Bastel dahinter ist.
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Ich kann mir gar kein Tesla kaufen. Nein, ich auch nicht. Aber das martialische
0:11:55–0:11:58
von dem Cybertruck war schon ein Vorbot.
0:12:00–0:12:09
Das Auto rein optisch passt wunderbar in so eine autokratische Gesellschaft ein.
0:12:10–0:12:14
Eigentlich musst du dir nur noch ein Fan dazu vorstellen und dann bist du in
0:12:14–0:12:17
einer Tyrannei und das passt dort optimal drin.
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Ja, das ist ein bisschen so.
0:12:20–0:12:28
Und ja, ich finde es bemerkenswert, aber ich glaube nicht, dass sich Tesla von
0:12:28–0:12:31
diesem wird erholen, ausser wenn sie sich von diesem Maske trennt.
0:12:32–0:12:34
Aber das würde wahrscheinlich nicht passieren.
0:12:35–0:12:38
Und jetzt aber im Nachgang, um noch ein bisschen technischer zu werden,
0:12:38–0:12:43
habe ich im Facebook eine virale Message gelesen, die gesagt hat,
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Das ist jetzt der richtige Moment,
0:12:46–0:12:50
dass wir Europäer uns auch abkapseln oder nein,
0:12:51–0:12:56
abnabbeln ist eigentlich das bessere Wort der USA und der Tech-Industrie.
0:12:56–0:13:02
Wir brauchen mehr Unabhängigkeit, wir wollen wirklich alternative Software,
0:13:03–0:13:07
wir wollen nicht mehr von all diesen Tech-Konzernen, wo ja, wir haben eine Sendung darüber gemacht.
0:13:07–0:13:11
Einer nach dem anderen ist auch dort zum König von Moronien,
0:13:11–0:13:17
um dort die Aufwartung zu machen, einen höflichen Hofknicks zu machen und Geschenke
0:13:17–0:13:20
vorbeibringen, sodass der König ihnen ja wohlgesonnen ist.
0:13:20–0:13:26
Also kurz, kannst du etwas mit dieser Forderung oder mit diesem Aufruf anfangen?
0:13:26–0:13:33
Sollten wir uns jetzt wirklich abkapseln von dieser USA als Tech-Konsumenten?
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Also ja, aber nein, ich weiss nicht.
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Grundsätzlich wäre es ja gut, wenn man das machen würde.
0:13:47–0:13:55
Aber mir kommt der WhatsApp-Aufschrei in sich bei diesen Sachen. Wo war es denn?
0:13:57–0:14:00
Meta WhatsApp übernommen hat, ist das, ich glaube, das ist es,
0:14:00–0:14:04
Meta hat WhatsApp gekauft, dann haben alle gefunden, ich, uh,
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nie mehr WhatsApp, das ist pure Böse, ich gehe dort raus, das geht gar nicht,
0:14:08–0:14:10
und es ist zwei Wochen gegangen, es sind alle wieder da gewesen.
0:14:11–0:14:17
Und ich glaube, da passiert wie das Gleiche, weil es bei gewissen Sachen einfach
0:14:17–0:14:22
keine Alternative gibt, die für einen breiten Markt funktionieren.
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Ich sage immer, ein Nerd, jemand, der sich damit beschäftigt,
0:14:26–0:14:29
jemand, der Bock hat auf das, der hat für alles Alternative.
0:14:29–0:14:31
Das ist überhaupt kein Problem.
0:14:31–0:14:36
Die gibt es, die sind gratis, die sind verfügbar, sie sind mehr oder weniger
0:14:36–0:14:39
einfach zum Implementieren, aber es ist machbar. Genau.
0:14:40–0:14:42
Aber bequem ist es halt nicht.
0:14:43–0:14:50
Es ist immer mit irgendwelchen Kompromissen oder selber organisieren verbunden und darum glaube ich,
0:14:50–0:14:54
es ist jetzt so ein Moment, wo viele sagen, okay, wir hätten gerne Alternativen
0:14:54–0:14:58
und wenn es dann darum geht, wir ziehen es jetzt durch und jetzt musst du eine
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Firma mit, keine Ahnung, 1500 Mitarbeiter umstellen. Ja.
0:15:03–0:15:08
Sagst du dann, komm, okay, wir lassen es. Genau, genau das ist das Problem.
0:15:08–0:15:15
Also wenn man da, ich habe den Post jetzt gerade von mir, wo heisst «Stronger Europe by European».
0:15:16–0:15:19
Und dann siehst du halt in gewissen Bereichen Social Media, klar,
0:15:19–0:15:21
Facebook, Instagram, Reddit.
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Was gibt es? Alternativen? Spond.
0:15:24–0:15:28
Spond. Habe ich noch nie gehört. Kennst du Spond? Spond, noch nie gehört.
0:15:28–0:15:30
Mastodon, hast du gesagt, das kann man tatsächlich brauchen.
0:15:31–0:15:36
Pixelfed, das ist so eine Instagram-Alternative. Da sind etwa acht Leute drauf.
0:15:36–0:15:40
Ja, neun, weil ich bei Letzten auch... Bist du auch drauf? Okay.
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Ich bin jetzt auch drauf. Es sind jetzt elf. Das ist wie Sahara,
0:15:46–0:15:48
niemand dort. Ja, das ist genau das Problem.
0:15:48–0:15:56
Threema kann man heute tatsächlich Google, Quant wäre diese Suchmaschine.
0:15:56–0:15:58
Die ist die französische.
0:15:58–0:16:02
Quant, ich weiss einfach nie, wie man sie schreibt.
0:16:03–0:16:06
Ich nehme mir ab und zu vor, ein wenig weniger zu googeln und ein wenig mehr
0:16:06–0:16:10
zu Quanten, aber dann schreibe ich es nie richtig und dann ist es schon wieder vorbei.
0:16:11–0:16:15
Also wenn euch das auch passiert. Q-W-A-N-T Quant.
0:16:15–0:16:18
Und dann gibt es so andere Ecosia und so.
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Ecosia, das sind die Berliner, die tun dann auch so Bäume pflanzen, wenn man die braucht.
0:16:23–0:16:27
Also die haben noch so den Nachhaltigkeitsgedanken hinten drin.
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Und das ist alles gut und recht, aber ich glaube, bei Ecosia,
0:16:31–0:16:35
die brauchen dann eben auch im Hintergrund steckt dann wieder so Google und
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Bing-Technologie und so.
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Und dann ist es halt schon einfach nicht mehr so das Waren. Und es ist schwierig.
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Proton könnte man wahrscheinlich tatsächlich brauchen, wenn man findet,
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okay, ich brauche keine Gmail, dann brauche ich Proton nicht.
0:16:51–0:16:52
Das ist ein guter Dienst.
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Ich habe ein paar Kunden, die das nutzen.
0:16:57–0:17:00
Ich fand es am Anfang dumm, weil es einfach ein Knies-Dreck ist,
0:17:00–0:17:03
weil es sowieso Office 365 besser ist.
0:17:03–0:17:07
Ich finde Proton Mail eine gute Alternative. Ja, genau.
0:17:07–0:17:10
Und dann noch im Bereich Chat-Shipity. Da haben wir lange so ausgesehen,
0:17:10–0:17:16
bei der KI, da hätten wir Europäer sowieso keinen Stich und sind abhängig von den Amis.
0:17:16–0:17:20
Aber vor kurzem hat Mistral, das sind ja die Franzosen, sind zwar,
0:17:20–0:17:24
glaube ich, auch abtrünnige Google-Leute, die dort gelandet sind,
0:17:25–0:17:28
aber nichtsdestotrotz ist das ein französisches Unternehmen.
0:17:29–0:17:33
Die haben jetzt Le Chat und es heisst, glaube ich, ich weiss wieder nicht mehr,
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ob es die Katze oder der Chat heisst, aber man schreibt es wie Le Chat, also die Katze.
0:17:38–0:17:43
Und der ist recht gut, den kann man also wirklich auch als Chat-GPT-Alternative brauchen.
0:17:45–0:17:51
Wir müssen jetzt nicht die ganze Liste durchbeten, aber es ist tatsächlich so, wenn du einfach sagst,
0:17:51–0:17:56
jetzt radikal, ich tue alles US-Tech zum Fenster ausrühren, dann stehst du spätestens
0:17:56–0:18:00
dumm da, wenn du sagst, ja und was mache ich jetzt mit meinem Handy,
0:18:00–0:18:03
dort gibt es einfach kein Betriebssystem aus Europa,
0:18:03–0:18:06
wo ich das Handy drauf tun könnte. Also es geht gar nicht.
0:18:07–0:18:12
Aber dass du punktuell die Abhängigkeiten hinterfragen und sagen,
0:18:12–0:18:16
gäbe es auch Alternativen, das finde ich auf jeden Fall gut.
0:18:17–0:18:21
Ja, aber das haben wir doch, wie viele Anläufe ist das?
0:18:22–0:18:28
Das wäre schon lange gut gewesen, für das brauchen wir nicht Trump und Musk,
0:18:28–0:18:32
sondern das wäre schon lange etwas, was man sich hätte überlegen müssen.
0:18:33–0:18:37
Ja, also vor allem glaube ich auch die Behörden, die dann finden,
0:18:37–0:18:43
wir haben das auch diskutiert, in welchen Schweizer Amtsstuben ist jetzt das
0:18:43–0:18:46
Microsoft 365 ausgerollt worden,
0:18:47–0:18:50
mit all diesen Problemen, die es hat, weil es halt Cloud,
0:18:50–0:18:57
früher hast du das klassische Office können, hast du wenigstens die Cloud aussortieren können,
0:18:57–0:19:02
also Sony die zu machen und Daten unter deiner Kontrolle behalten,
0:19:02–0:19:09
aber heute hast du ja das Office 365 oder Microsoft 365 und dort bist du einfach
0:19:09–0:19:14
abhängig und dort hat auch irgendwie niemand sich richtig auch im Bereich von
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den Behörden und so die Frage ernsthaft gestellt und das halte ich schon ein
0:19:19–0:19:20
bisschen für ein Versäumnis, ehrlich gesagt.
0:19:21–0:19:27
Das ist so, aber auch da, man ist einfach den beklemmsten Weg gegangen.
0:19:28–0:19:32
Man nutzt das, was halt verfügbar ist und dann hat es wahrscheinlich noch ein
0:19:32–0:19:37
gutes Angebot gegeben und dann hat man das halt umgesetzt, ja.
0:19:37–0:19:42
Genau, also ich würde auch sagen, es wird wahrscheinlich, wenn es so bleibt
0:19:42–0:19:50
jetzt, dann wird auch die amerikanische Vormachtstellung vielleicht so bleiben,
0:19:50–0:19:53
wobei ich glaube eben, also gerade bei der KI,
0:19:54–0:19:58
Dort habe ich das Gefühl, dort ist Europa gewillt,
0:19:59–0:20:02
auch eigenständiger zu werden, allein,
0:20:02–0:20:08
weil wenn die KI jetzt derartig weiter wächst und man dem nichts entgegensetzen
0:20:08–0:20:13
hat, dann wird die Abhängigkeit so riesig, das will man einfach nicht.
0:20:13–0:20:14
Also das habe ich schon das Gefühl.
0:20:16–0:20:20
Dort ist, glaube ich, auch wirklich ein Kampf um, dass jeder interessiert ist,
0:20:20–0:20:30
eine KI irgendwo bei sich zu haben und nicht eben eine Abhängigkeit mit,
0:20:31–0:20:34
Amerika oder China. China, genau, die Ipsig.
0:20:36–0:20:40
Aber man hat gesehen, dass die Ipsig bewiesen auch, dass es möglich ist.
0:20:42–0:20:46
Oder sagen wir so, dass das Rennen noch nicht gelaufen ist, sondern dass man
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tatsächlich auch immer noch einen soen Jet-GPT oder so einholen,
0:20:51–0:20:52
überholen vielleicht auch.
0:20:53–0:20:58
Und das finde ich tatsächlich gut. Und das kann man jetzt, wenn man sagt,
0:20:58–0:21:04
dort haben die Leute den Schuss gehört, dann ist das schon mal wirklich etwas
0:21:04–0:21:06
Ernsthaftes in die richtige Richtung.
0:21:07–0:21:12
Und dann ja, genau, also Microsoft, ich weiß, wahrscheinlich das Schwierigste
0:21:12–0:21:16
ist tatsächlich, glaube ich, die Unabhängigkeit bei diesen Betriebssystemen.
0:21:17–0:21:21
Ja, Natürlich kommen jetzt die wieder, die sagen Linux, Linux und so,
0:21:21–0:21:26
aber ich würde nicht den ganzen Tag mit Linux arbeiten wollen,
0:21:26–0:21:28
das sage ich schon auch ganz ehrlich.
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Ja, aber eben, Alternativen gibt es. Also das ist nicht das Problem, dass die nicht da wären.
0:21:35–0:21:42
Es wäre alles vorhanden, aber man müsste sich eben damit auseinandersetzen. Und das ist halt...
0:21:43–0:21:48
Ja, das ist es. Aber ich glaube, wir haben den Weckruf gehört.
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Das nächste Thema ist Spotify.
0:21:52–0:21:56
Weil Musik ist ja auf diesem Sender immer ein grosses Thema.
0:21:56–0:22:00
Ich habe eine Pressemeldung gelesen letzte Woche.
0:22:00–0:22:04
Dort hat Spotify geschrieben, jawohl, loud and clear, 20, 25 hat das geheiss.
0:22:05–0:22:08
Und dort haben sie sich wirklich wahnsinnig inszeniert und gesagt,
0:22:09–0:22:10
hey, wir sind die Grössten.
0:22:10–0:22:17
Noch nie jemand hat in der Geschichte der Schallplatten oder der Musik,
0:22:17–0:22:21
die auf Tonträger oder irgendwie virtuell ausgeliefert wird,
0:22:21–0:22:25
mehr Geld ausgeschüttet als Spotify.
0:22:26–0:22:30
Wir sind die grössten. 10 Milliarden US-Dollar haben wir verteilt und das ist ein Rekord.
0:22:31–0:22:38
Und es ist zehnmal mehr als der grösste Plattenladen im Höhepunkt der CD-Ära.
0:22:38–0:22:42
Und findest du, ist das wirklich super, was Spotify macht?
0:22:42–0:22:45
Sind die ein Säge für die ganze Musikindustrie und für alle,
0:22:45–0:22:47
die ein bisschen musizieren?
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Sie retten die ganze Musikindustrie. Ohne Spotify hätten alle Künstler kein
0:22:54–0:22:55
Geld. Ja. Das ist jetzt anders.
0:22:57–0:23:02
Ich weiß es. Ja, keine Ahnung. Es ist alles so greenwashing.
0:23:03–0:23:07
Ich bin hässig. Ja, ja, ja. Du ein bisschen über Spotify schneiden.
0:23:07–0:23:13
Nein, es ist einfach so, man erzählt immer, wie super man ist und wie gut es allen Künstlern geht.
0:23:13–0:23:17
Und das stimmt ja auch, in einer Masse stimmt das.
0:23:17–0:23:24
Aber der kleine Künstler, der seine 1000 Zuhörer hat, der kommt Ende Monat 6.30
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Franken über. Also es ist einfach so.
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Du hast eigentlich recht, gerade die Blufferei in dieser Meldung hat mich auch irgendwie gestört.
0:23:33–0:23:38
Man könnte ja sagen, okay, es verändert sich. Also auch das Abhacken auf die,
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Wie es früher war, finde ich schon mal sehr unsympathisch. Das ist der Silicon Valley Groove.
0:23:47–0:23:50
Wenn man sagt, wir sind die Disruptoren, wir machen alles kaputt,
0:23:50–0:23:53
was existiert, und dann machen wir es vielleicht besser.
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Meistens, also siehe Uber und so, ist es nicht unbedingt immer so viel brillanter,
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manchmal ist es auch viel trauriger, als vorher.
0:24:02–0:24:08
Aber dann prahlt man mit dem, dass wir einfach alles neu machen und angeblich
0:24:08–0:24:11
so viel besser sind. Und das stört mich auch ein wenig.
0:24:11–0:24:15
Und jetzt in dem Fall, wenn eben halt die Meldung genau ist,
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was ich dann gemacht habe, habe ich noch erstaunlich gefunden.
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Dann haben sie gesagt, eben, der, der den 100'000 erfolgreichsten Künstler,
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also sie haben offenbar, tun sie alle ihre Künstler in eine Reihe aufstellen
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und dann kannst du sagen,
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du bist jetzt der 100'000 erfolgreichste Künstler und der verdient jetzt heute mehr als vor,
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glaube ich, zehn Jahren. Zehnmal so viel.
0:24:40–0:24:45
Aber, was ich dann bemerkenswert gefunden habe, auch wenn du zehnmal so viel
0:24:45–0:24:50
verdienst wie vor zehn Jahren, dann sind das immer noch nur 6'000 im Jahr.
0:24:51–0:24:57
Und wenn du als Künstler 6'000 im Jahr mit Spotify sagst, ist das jetzt nicht so brillant, oder?
0:24:58–0:25:01
Es ist eben nicht so viel. Nein? Ja.
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Ist gestanden, wie viel gekünstelt das auf Spotify sind?
0:25:06–0:25:10
Nein, aber das haben sie nicht geschrieben, weil du die richtige Frage stellst.
0:25:10–0:25:14
Ich habe sonst noch einmal die Zahl gefunden. Es sind etwa 11 Millionen.
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Nein, 11 Millionen. Ja, genau.
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Jetzt haben wir 10 Millionen der Hunderttausiger.
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Sie verdienen 6'000 Franken im Jahr. Ja. Cool.
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Das heisst, wenn du zum obersten... Also 11 Millionen, genau.
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Das ist eine Katastrophe. Ja, das habe ich wirklich bemerkenswert gefunden an
0:25:38–0:25:40
dieser Pressemeldung, weil wenn sie genau liess,
0:25:40–0:25:44
dann tut sich eigentlich Seelände auf, weil dann siehst du, du gehörst zu den
0:25:44–0:25:50
obersten 1% von Spotify und trotzdem ist das, was du im Jahr verdienst,
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nicht einmal eigentlich einen vernünftigen Monatslohn.
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Gerade wenn du bist ja vielleicht... Von Franken.
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Vielleicht bist du ja Band, vielleicht bist du ja 3-4 Leute und du hast einen
0:26:00–0:26:03
Manager und musst noch die Miete für den Übungskeller zahlen,
0:26:03–0:26:08
dann kannst du mit deinen 6'000 Franken im Jahr mal schauen, wie du das machst.
0:26:08–0:26:14
Also ich glaube auch, sie hätten ja eigentlich das Gegenteil daraus rauslesen
0:26:14–0:26:19
müssen, dass es ein Prekariat ist, das Musikstreaming.
0:26:20–0:26:24
Du, mit Greenwashing ist das alles super.
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Wir zahlen doppelt so viel aus wie vor 10 Jahren.
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Vor 10 Jahren waren wir noch die grösseren Gangster ja aber man muss auch sagen
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es ist natürlich ein Modell das natürlich schon problematisch in den Grundzügen
0:26:42–0:26:44
ist also dass ich für meine,
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12,90 im Monat ja in 13 um die 12,13 Franken kann ich jedes Musikstück hören
0:26:55–0:27:00
das auf dieser Plattform ist also Also das dividiert sich ja dann oben.
0:27:02–0:27:06
Ich bin ja Teil von dem Übel. Es ist ja nicht so, dass ich erwarten kann,
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hey, ich zahle nichts, also 13 Franken im Monat und habe das Gefühl,
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hey, die Musiker verdienen jetzt viel Geld mit dem. Das geht ja nicht.
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Und das ist das Problem. Wir sind Teil von dem Problem, dass wir etwas gratis
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möchten und wie es eine Grenze gibt, was möchten wir jetzt dafür zahlen?
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Also würden wir für Spotify 100 Franken im Monat was immer noch ein gerechtfertigt
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Preis wäre für die Menge Musik, die du bekommst.
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Aber da würde jeder sagen, vergiss das, zahle ich niemals. Genau,
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das ist genau das Problem.
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Es gibt so einen absoluten Deckel obendrauf. Früher hast du gesagt,
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wenn in einem Monat zwei oder drei neue Platten rausgekommen sind,
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dann bist du die kaufen und hast vielleicht 60 oder 80 Euro dafür gezahlt.
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Aber heute findest du, ich zahle nie mehr, genau wie du sagst, ich habe ja alles.
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Und vielleicht, wenn es ganz hoch kommt, kaufst du mal an einem Konzert noch ein T-Shirt oder so.
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Aber es ist wie ein Deckel obendrauf, was du zahlst für die Musik und über das gehst du nie raus.
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Das macht es auf eine Art berechenbarer und so, aber es ist wie auch, du kannst nicht.
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Du kannst die Leute nicht dazu bringen,
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dann vielleicht mal ein bisschen aus sich raus zu gehen und zu sagen,
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den habe ich jetzt wirklich toll gefunden und wenn du einfach fünfmal mehr hörst
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oder zehnmal mehr oder zwanzigmal mehr auf Spotify, dann hat der nicht wahnsinnig viel davon.
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Du kannst sogar, wenn du von jemandem riesen begeistert bist und das dort auslebst,
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auf diesen Streaming-Plattformen, hat das nicht wirklich eine wahnsinns grosse Auswirkung.
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Und es ist einfach das Massengeschäft.
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Ja, und irgendwie kommen dort jetzt mehr Leute rein, sagen sie auch noch.
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Früher hat das in der Plattenladen vielleicht ein paar Tausend Künstler gehabt
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und heute sind es Millionen.
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Andererseits, es lohnt ja dann doch nicht jede Million. Und ich finde also auch
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die Vielfalt ist ja dann, wenn du schaust, eben den Massengeschmack,
0:29:17–0:29:20
dann sind einfach nur ganz wenige.
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Das würde mich übrigens auch noch sehr interessieren, die Verteilung von den
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Einnahmen, die die Künstler haben.
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Und ich glaube, ich weiss es eben nicht, weil Spotify das nicht sagt,
0:29:31–0:29:34
Aber ich habe das Gefühl, das ist eine wahnsinnige Kurve.
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Also das hat eine ganz höhe Spitze.
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Und dann fällt es krachend runter.
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Wahrscheinlich kann man aus dieser Pressemeldung entnehmen. Wahrscheinlich genau
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etwa bei diesen 100'000, würde ich vermuten.
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Und ab 100'000 kräuchte das einfach ganz tief am Boden an, diese Kurve.
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Und alle, die dort sind, verdienen nichts.
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Und mit dem musst du halt nicht blöffen, oder?
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Also glaube ich. Sondern du kannst sagen, es ist halt so, das Geschäft ist so.
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Aber es ist ja nicht brillant.
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Es ist wie mit all diesen Diensten, es ist einfach doof irgendwann.
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Sobald du hinten durch musst Menschen zahlen, wird es schwierig.
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Das System ist super für Microsoft, die können einfach ein paar neue Servers
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erstellen und können skalieren, verdienen Geld mit dem oder bei Spotify hast du Menschen,
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die irgendwie Kunst machen und für Musik leben und die haben dann am Schluss
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nichts und das kannst du nicht einfach gleich,
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Kannst du nicht vom Gleichigen ausgehen, wenn du ein Kunde bist,
0:30:43–0:30:45
dass dann die Verteilung fair ist?
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Ja, und früher haben wir immer über die Plattenfirmen geschnödet,
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die irgendwie ihre Künstler ausbieten.
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Aber trotzdem kann man ja sagen, ein Typ in einer Plattenfirma hatte wenigstens
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noch eine Beziehung zu seinen Künstlern.
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Aber Spotify hat ja eigentlich gar nicht mehr gross oder eigentlich null Beziehung
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zu diesen Künstlern, weil das ist einfach eine Plattform.
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Sie distribuieren, aber sonst müssen die.
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Künstler Spotify auch nicht besonders am Herzen liegen.
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Oder wir als Podcaster, die auch über Spotify podcasten, ich habe jetzt nicht
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das Gefühl, dass Spotify uns besonders für ihr lieben.
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Also das ist einfach auch so auseinander entkoppelt, völlig. So die ganze Situation.
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Ich weiss nicht, ob das wirklich besser ist. Aber darfst du noch die letzte
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Meldung, die wir darüber diskutieren,
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wir haben Apple, die das mit der KI irgendwie nicht so anbringt.
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Oder was ich auch noch anbieten könnte, ist Mozilla und das Problem,
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wo dort die SAP-Stiftung, das ist die, die hinter Firefox steckt,
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mit ihrem Geld hat und die Wege, die sie neuerdings beschreiten.
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Was ist dir lieber? Welches Thema?
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Grundsätzlich finde ich, sowieso, inner spannend, wieso nicht nur Apple die
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KI nicht herbringt, sondern eigentlich niemand, habe ich gerade das Gefühl. Okay.
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Warum? Ja. Also, Copilot Microsoft finde ich... Einen Scheiss. Ja, genau.
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Es ist wirklich so, das ist, Copilot ist von Microsoft, ist der jetzt schon,
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flächendeckend ausgerollt? Ich glaube, der ist ziemlich ausgerollt mittlerweile.
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Ja, der liegt immer überall aus. Es hat jetzt gerade ein Update gegeben, Ja, genau.
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Also, Copilot ist jetzt bei Microsoft integriert worden, ist Teil von Windows
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11, Teil von dem ganzen Office-Programm und funktioniert.
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Also, ja, er läuft. Ja.
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Aber ich finde es nicht wirklich gut. Jetzt hat Google, fängt an mit der KI-Antworten.
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Funktioniert nicht wirklich gut.
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Ach, in der Suchmaschine meinst du das? Ja.
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AI-Overview heisst das? jetzt fangen
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alle apps mit koi dienst integrieren also ich war ja ich war ja das tut du ist
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heißt das zu du ist ja doch nicht es heißt du du ist die haben jetzt auch integriert
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wo die sache macht und ich habe das ausprobiert und es,
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Es macht einfach Sachen. Aber gar nicht das, was ich ihm sage.
0:33:27–0:33:28
Gar nicht das, was ich mir vorstelle.
0:33:29–0:33:33
Und ich weiss nicht, warum er das nicht herbringt.
0:33:34–0:33:39
Das ist eine sehr gute Frage. Und ich... Also bei Microsoft...
0:33:39–0:33:44
Eben, Microsoft und Google haben das beide in die KI, auch in ihre Offices eingebaut.
0:33:44–0:33:49
Auch bei Google ist es jetzt in diesem Workspace. Nein, es heisst irgendwie anders.
0:33:50–0:33:56
Rein. Und sie haben dann einfach Preisen erhöht, natürlich. Microsoft und Google
0:33:56–0:33:57
haben das beide gleich gemacht.
0:33:58–0:34:04
Und also auch, wenn das Office 365, sage ich schon wieder, Microsoft 365 abonniert
0:34:04–0:34:07
hast, zahlst jetzt irgendwie, glaube ich, drei oder vier Franken im Monat mehr.
0:34:08–0:34:12
Aber, wie du sagst, es ist eigentlich noch völlig nicht ausgereift.
0:34:12–0:34:18
Man kann es für ein paar Sachen brauchen, aber im Schnitt in drei Vierteln der Fälle, wenn ich sage.
0:34:19–0:34:25
Lieber Co-Pilot im Powerpoint, würdest du mir ein schönes Bild für diese Folien
0:34:25–0:34:29
suchen oder es ist ein bisschen überladet, die Folien.
0:34:29–0:34:32
Kannst du mir diese auf zwei Folien aufteilen oder einfach schauen,
0:34:32–0:34:35
dass sie ein bisschen schöner wird. Dann sagt er jedes Mal, oh nein,
0:34:35–0:34:36
sorry, das mache ich jetzt nicht.
0:34:36–0:34:42
Das war jetzt eine dumme Idee, die du hattest. Und er macht eigentlich nichts
0:34:42–0:34:44
von dem, was ich will, aber mehr kostet es trotzdem.
0:34:44–0:34:52
Und das finde ich schon auch ein bisschen typisch Tech-Konzern, oder?
0:34:53–0:34:58
Ja, aber ich habe bei all den KI das Gefühl, sie machen die Sachen,
0:34:59–0:35:03
wo ich eh schon relativ einfach konnte.
0:35:04–0:35:09
Also, sorry, meine Mails automatisch sortieren. Das ist jetzt kein Hexenwerk.
0:35:10–0:35:14
Also, sorry, das ist jetzt wirklich keine Sache. Und auf ein Mail,
0:35:15–0:35:19
wo irgendein Terminvorschlag drinsteht, darauf antwortet, ja der Termin ist
0:35:19–0:35:21
super, ich trage ihn gerade in deinen Kalender rein.
0:35:22–0:35:31
Das ist jetzt auch nicht schwierig. Aber wirklich eine KI-Hilfe sein, das ist nichts. Also...
0:35:31–0:35:36
Ich finde es fast ein wenig peinlich, was man da auch ausgerollt hat.
0:35:36–0:35:42
Vielleicht auch wirklich, weil ich den Vergleich habe, wo auch jetzt ChatGPT oder Claude ist.
0:35:42–0:35:46
Die sind sehr weit in dem Bereich, dass man wirklich auch komplexe Aufgaben
0:35:46–0:35:52
erstellen kann und uns auch so ein wenig vernetzt denkt und man kann besser interagieren.
0:35:53–0:35:57
Und dann ist Microsoft und eben all diese Apps, die kommen damit irgendein Puff.
0:35:59–0:36:03
Das frustriert dich dann aber mehr, wenn du das ausprobierst,
0:36:03–0:36:06
aber das Schlagwort ist jetzt KI.
0:36:06–0:36:08
Microsoft ist dort wirklich grossartig.
0:36:09–0:36:16
Die verkaufen jetzt auch die Co-Pilot Plus-PCs, die extra noch einen Prozessor
0:36:16–0:36:19
drin haben, die die KI beschleunigen und dann hast du gewisse Funktionen.
0:36:19–0:36:24
Wie zum Beispiel im Paint kannst du dir auch Bilder generieren lassen.
0:36:24–0:36:29
Und ich habe das mal ausprobiert und dann hat eben Microsoft ein riesen Fass
0:36:29–0:36:34
aufgemacht mit diesen neuen PCs, dieser neuen Software und die Resultate,
0:36:34–0:36:38
die die KI in diesem Paint fabriziert hat, die ist einfach so,
0:36:39–0:36:42
haarsträubend schlecht gewesen, dass ich gefunden habe, okay,
0:36:42–0:36:47
ich sehe alles, es funktioniert alles, die ganze Verwertungskette,
0:36:47–0:36:50
die ganze Monetarisierung, habt ihr euch super durchgedacht,
0:36:51–0:36:56
es ist nur schade, dass das Produkt so ein Scheiss ist. Ja, wirklich.
0:36:56–0:37:03
Es ist genau das. Preiserhöhungen waren sehr schnell und Co-Pilot und wir integrieren
0:37:03–0:37:05
das und nachher hat man gemerkt, ja gut,
0:37:07–0:37:12
erstens braucht es niemand, zweitens funktioniert es nicht oder umgekehrt. Das ist der.
0:37:12–0:37:24
Music.

Während wir mit einer Mischung aus Schrecken und Faszination die täglichen Eskapaden der Chaostruppe im Weissen Haus verfolgen, wird auch die Tech-Welt von den globalen Umwälzungen tangiert: Muss sich Europa von den USA digital abnabeln oder zumindest die Unabhängigkeit verringern, wie es ein viraler Post auf Facebook fordert?

Das diskutieren wir in der heutigen Folge von Patch Tuesday. Zu den weiteren Themen gehört die Frage, ob sich der Streamingdienst Spotify nicht zu sehr lobt, wenn er in einer Pressemeldung insinuiert, die Auszahlungen an die Künstlerinnen und Künstler seien heute so hoch wie noch nie.

Weitere Themen – je nach Zeit: Kann das funktionieren, wenn Mozilla versucht, mit Werbung Geld zu verdienen, oder steht die Zukunft von Firefox auf dem Spiel? Und hat Apple die künstliche Intelligenz endgültig vermasselt? „Überall bröckelt der Putz“ weiterlesen

Schreiend aus dem Kino gerannt

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

00:00–0:00:08
Music.
0:00:09–0:00:16
«Human League – Only After Dark» Und wir kommen allerdings auch dann, wenn die Sonne scheint.
0:00:18–0:00:25
Music.
0:00:31–0:00:34
Radio Stadtfilter, für die, die es nicht gemerkt haben. Hier ist ein verschnupfter
0:00:34–0:00:39
Kevin Rechsteiner. Dann habe ich dich letzte Woche doch angesteckt durch unseren
0:00:39–0:00:42
Äther, durch via Internet.
0:00:42–0:00:47
Wir haben dich jetzt wahrscheinlich so aneinander gewöhnt, dass wir unsere Tage gleichzeitig haben.
0:00:48–0:00:50
Genau, allerdings unsere Schnüsseltage.
0:00:51–0:00:56
Ja, das könnte sein. Der Digi Chris ist noch nicht auf dem Schiff,
0:00:56–0:00:59
der küchert jetzt wahrscheinlich noch die Stege drauf.
0:00:59–0:01:01
Es hat gelutet und gefühlt müsste er da sein.
0:01:03–0:01:07
Ich schaue mal auf dem Handy, ob er geschrieben hat. Aber das habe ich ignoriert.
0:01:09–0:01:11
Nein, er hat glaube ich nichts geschrieben. Vielleicht habe ich jetzt auch jemand
0:01:11–0:01:15
anderes aufgemacht und wir haben jetzt dann jemand viert. Ah! Bei Nerdfunk.
0:01:17–0:01:21
Ich meine, ich verrate ja nicht zu viel, wenn ich sage, dass es jetzt um Filme
0:01:21–0:01:24
geht. Und Filme, die so anfangen...
0:01:25–0:01:29
Die gehören meistens zu einem ganz speziellen Genre, wenn man die Türen aufmacht,
0:01:30–0:01:34
ohne genau zu schauen, wer je kommt und dann... Du hast was verloren.
0:01:35–0:01:38
Hä? Du hast was verloren. Habe ich das verloren? Ja.
0:01:38–0:01:43
Das ist Kärtchen, Bargeld. Ist das rausgekriegt? Das ist... Warte, ich muss...
0:01:44–0:01:47
Du bist schon live im Fallen. Du bist schon live, wir haben schon angefangen.
0:01:48–0:01:50
So, jetzt gehört man dich auch. Wir haben jetzt gerade entschieden,
0:01:51–0:01:54
ob die Handlung, wenn man irgendjemandem Tür aufmacht, ohne dass man weiss,
0:01:54–0:01:57
wer es ist, können zwei Arten von Filmen sein. Genau.
0:01:58–0:02:02
Entweder es ist ein Horrorfilm oder eine andere Art von Filmen.
0:02:03–0:02:06
Ja, genau. Es ist ein blödes Portemonnaie, das ich habe. Das ist so schlifrig,
0:02:06–0:02:09
da kähen wir Sachen aus. Es ist nicht zum ersten Mal gewesen.
0:02:09–0:02:10
Merci vielmals, Digi Chris.
0:02:12–0:02:15
Aber ja, doch, nein, man kann mit diesen EC-Karten können wir zahlen,
0:02:15–0:02:17
ohne dass man irgendwie...
0:02:18–0:02:22
Bis 40 Franken, bis 80 Franken. Bis 80? Und das sogar mehrmals.
0:02:22–0:02:27
Aber ich glaube mittlerweile hast du ein paar Mal, musst du einen PIN eingeben. Ich habe auch 10. Okay.
0:02:28–0:02:30
Ich habe das Muster noch nicht so ganz, weil ich habe das Gefühl,
0:02:30–0:02:34
bei meiner Postkarte ist es mehr als 10 und bei meiner ZKB-Karte ist es weniger als 10.
0:02:34–0:02:37
Weisst das jemand, der uns nicht hört und schon hätten wir ein Thema für eine Sendung.
0:02:38–0:02:41
Ich weiss nur, ich habe da irgendwie im Tender, hat irgendwie eine ältere Dame,
0:02:42–0:02:47
hat da den Kassierer zusammengeschissen, weil es den PIN kommt und er den PIN nicht mehr gewusst hat.
0:02:47–0:02:53
Er hat immer drei Tomaten und ein Päckchen Milch. Da bist du natürlich nie über 80 Franken.
0:02:54–0:02:59
Aber anscheinend. Mir hat mal auch jemand gesagt, das ist tatsächlich vom Kartenhersteller
0:02:59–0:03:04
vorgeschrieben, dass ein paar Mal Pimmus Koda kann auch der Coop,
0:03:04–0:03:05
der Dänger, gar nichts machen.
0:03:05–0:03:08
Meine Frau wird immer an der selber abkassiert.
0:03:09–0:03:14
Beim Coop muss sie immer die Stichbrote machen. Dann muss sie immer wieder Sachen rauslegen.
0:03:14–0:03:16
Aber ehrlich gesagt, ich verstehe das gar nicht.
0:03:17–0:03:24
Stichproben, wenn die Stichprobe, dann wird es scant, ob du es vorher schon einmal scant hast.
0:03:24–0:03:27
Also musst du Sachen nochmal scannen, wenn du es vorher schon einmal scant hast.
0:03:28–0:03:29
Aber ich meine, bitte.
0:03:30–0:03:33
Dann hebst du einfach nicht das hin, was du geklaut hast. Also ich meine,
0:03:34–0:03:37
bitte, was soll denn das? Aber sie nehmen doch alles.
0:03:38–0:03:41
Ich habe gemeint, sie nimmt irgendeinfach etwas. Ah, sie nimmt,
0:03:41–0:03:42
sie nimmt irgendeinfach etwas.
0:03:43–0:03:45
Ich habe es gemeint. Ja, gut, dann würde es gehen. Also ich,
0:03:46–0:03:49
als die Self-Checkout gekostet, ich bin mal rausgenommen worden und ich habe
0:03:49–0:03:51
selektiv alles Gemüse geklaut.
0:03:52–0:03:55
Weil das leistet auf die Wage und dann hat es das Zettelchen und dann habe ich
0:03:55–0:03:56
das drinnen abgescannt.
0:03:57–0:04:03
Dann habe ich einfach drei Rüebeln, eine Tomate und eine Zucchetti gestohlen. Und den Rest nicht.
0:04:04–0:04:07
Sie haben dann gemerkt, dass es nicht böswillig ist. Also sie haben das Gefühl
0:04:07–0:04:09
gehabt, wie ist es gegangen, du hast?
0:04:09–0:04:12
Du leistet ja das. Also Self-Checkout ist das Kästchen in der Hand.
0:04:13–0:04:14
Und dann ist ja Wie logisch.
0:04:15–0:04:19
Du musst ja etwas machen, aber beim Gemüse leistest du es auf die Waage und
0:04:19–0:04:21
musst schon etwas machen. Und dann habe ich nicht überlegt.
0:04:22–0:04:24
Ah, verstehe. Ich muss jetzt das auch noch abscannen.
0:04:25–0:04:28
Okay. Also ich habe es gewogen, aber nicht scannt. Ich glaube,
0:04:28–0:04:31
du hast auch mal einen Fall gehabt, und das war auch gross in der Presse,
0:04:31–0:04:34
da hat halt jemand, ich sage jetzt, ein bisschen Fleisch gepostet,
0:04:34–0:04:38
ich sage jetzt schönes Zeug, irgendwie ein Rindsantergott und nicht wenig.
0:04:39–0:04:40
Und vergessen, das zu scannen.
0:04:41–0:04:45
Zufälligerweise. Genau so wie das 80-Franz-Rind-Santer-Gott hat er versucht,
0:04:46–0:04:49
nicht scannt. Das ist dann glaube ich ihm hergegangen.
0:04:49–0:04:53
Ja, also wenn du nicht scanst, musst du strategisch scannen und dann günstige
0:04:53–0:04:55
Sachen nicht, aber über längere Zeit.
0:04:56–0:04:59
Weil bei etwas Günstigem glaubst du, dass du das vergessen hast und das kannst
0:04:59–0:05:00
du auch mal zwei Jahre durchziehen.
0:05:01–0:05:05
Und wenn du das teuerste scanst, dann nicht scanst, dann ist es natürlich einfach verdächtig.
0:05:06–0:05:11
Aber wenn man jetzt wirklich auf dem Pfad weiter... Einfach so als Hilfe.
0:05:11–0:05:12
Lifehack. Das war ein Lifehack.
0:05:13–0:05:17
Wir beraten euch, wenn ihr im Kopf klauen könnt.
0:05:17–0:05:21
Nein, das machen wir nicht. Das ist ganz reine theoretische.
0:05:21–0:05:27
Also ich meine, wenn wir uns jetzt als Whitehat-Hacker würden verstehen,
0:05:27–0:05:30
dann müsste man natürlich genau sich so Sachen überlegen, oder?
0:05:30–0:05:34
Wenn man so Sicherheitslumpen... Das überlege ich mir im Fall die ganze Zeit.
0:05:35–0:05:39
Das ist ein Dauervorgang in meinem Kopf, wo ich mir immer überlege,
0:05:39–0:05:44
Wie könnte man das jetzt gescheit machen, dass du dich aus dem wieder raus manövrieren
0:05:44–0:05:47
kannst und du kommst aus wahnsinnig viel, ein bisschen.
0:05:48–0:05:52
Mit dem Faktor Zeit etwas machst, kommst du aus allem raus.
0:05:52–0:05:58
Ja, genau. Man darf nie übermütigen. Es ist mit allem so. Man darf nicht übertreiben und dann geht's.
0:05:59–0:06:04
Ja, und du musst einfach sagen, das passt ja dann auch zu unserer Hauptsendung,
0:06:04–0:06:07
das ist auch ein Genre, den es gibt, die.
0:06:08–0:06:14
Liebenswürdigen Gangster, die sich auch mit ihrem Charme und so überall rausmuggeln.
0:06:15–0:06:17
Ja. Ich hatte sogar mal das Gegenteil. hatte.
0:06:17–0:06:21
Also ich war damals noch bei uns in das Nonnigencoop. Es war einfach ein Dorfladen
0:06:21–0:06:25
und mit denen hast du ja ein bisschen Mitleid, weil sie wahrscheinlich nicht durch müssen.
0:06:26–0:06:30
Und ich bin dort für den ersten August einkaufen, für ein Barbecue und schaue zur Karte an.
0:06:31–0:06:35
Dann haben wir anstatt Sixpack, hat er mir noch eine Dose verrechnet.
0:06:35–0:06:37
Dann bin ich aber irgendwie halt am 2.
0:06:37–0:06:39
August nochmal zu ihm. So, Herr Sohn, so, jetzt sind wir da.
0:06:40–0:06:43
Jetzt tun sie mir einfach die 5 noch gerne, dann stimmt es wieder.
0:06:43–0:06:45
Das sagen sie aber nicht, dass ich extra gekommen bin.
0:06:46–0:06:51
Ich glaube auch, einen Goppschiessen, ja, vielleicht aber wirklich einen kleinen
0:06:51–0:06:55
Dorfladen, weil einen ist, der wirklich arschknecht. Nein, wenn du klauen,
0:06:56–0:06:57
dann musst du es bewusst machen.
0:06:57–0:07:01
Nicht, weil er etwas vergisst. Wenn jemand etwas vergisst, das klaust du nicht.
0:07:02–0:07:04
Wenn im Restaurant ein Kaffee nicht tippt, wie du das sagst.
0:07:04–0:07:08
Wenn du willst, dann gehst du bewusst rein und sagst, ich mache jetzt bewusst einen Raub.
0:07:09–0:07:14
Und ich stehe zu dir. Einen Raub mit vorgehaltenen Verstrahl.
0:07:14–0:07:18
Genau, aber nicht, weil irgendjemand einen Fehler macht, der geht nicht.
0:07:18–0:07:20
Wir sind ehrliche Diebe.
0:07:20–0:07:24
Genau, so ist es. Wir sind ehrlich, ausser wenn wir etwas beweisen wollen,
0:07:25–0:07:28
nämlich wenn man eine Sicherheitslücke gnadenlos ausnutzen kann.
0:07:28–0:07:36
Dann geht es mehr um die Wissenschaft und um das Prinzip und so. Genau.
0:07:36–0:07:38
Ich glaube, das ist natürlich schon eine Motivation für viele.
0:07:39–0:07:43
Also, nehmt uns bitte nicht allzu ernst, auch wenn es in der Hauptsendung um
0:07:43–0:07:45
ein ganz anderes Thema geht.
0:07:45–0:07:49
Ich habe tatsächlich noch mal umkehren, weil ich das dicke Buch vergessen habe,
0:07:49–0:07:51
wo es dann in der Hauptsendung geht.
0:07:52–0:07:55
Und Digi Chris, du bist nächste Woche auf dem Schiff.
0:07:55–0:07:59
Genau, ja. Und es sollte eigentlich funktionieren mit der Connection.
0:07:59–0:08:03
Ich glaube, das wäre Zinstag, würde man genau um 8 Uhr abfahren.
0:08:03–0:08:05
Also ich wäre sogar noch ein Land. Das müsste also... Was?
0:08:05–0:08:08
Aha, okay. Ich könnte sogar via 5G kommen. Das müsste einfach klappen.
0:08:09–0:08:13
Also, wir machen einfach ein Thema, wo es auch ohne dich würde,
0:08:13–0:08:17
geht zur Not. Aber jetzt haben wir eines, wo du zwingend dazugehörst.
0:08:17–0:08:20
Das ist der Nordfunk-Radio Stadtfilter.
0:08:21–0:08:34
Music.
0:08:35–0:08:41
Welches sind die schlechtesten, die schlimmsten Filme von allen Zeiten aus Sicht von Computer-Nerds?
0:08:41–0:08:46
Und überhaupt, wir nominieren heute unsere persönlichen Kino-Schreckmomente
0:08:46–0:08:52
und fragen uns dann auch noch, welche Filme nach objektiven Kriterien als grässlich
0:08:52–0:08:53
abgeurteilt werden können.
0:08:53–0:08:57
Ich habe eben das dicke Buch mitgenommen, die schlechtesten Filme aller Zeiten.
0:08:57–0:09:04
Es geht allerdings nur bis ins Jahr 2002. Alles Gräuliche, was hinten reinkam ist, ist da nicht drin.
0:09:04–0:09:09
Und es sind wahnsinnig viele tolle Filme drin, zum Beispiel «Insel des Terrors»
0:09:09–0:09:14
1984, oder ich blättere einfach mal so ein bisschen, «Die Elixiere des Teufels»,
0:09:14–0:09:17
das klingt halt so, wie wenn ich es mir schaue.
0:09:18–0:09:25
Ja, also es sind wirklich, ganz viele Filme sind drin und man hat den Eindruck,
0:09:25–0:09:27
dass die allermeisten Filme eigentlich schlecht sind.
0:09:27–0:09:32
Kevin, du bist ja unser Filmexperte, was würdest du sagen, welches sind,
0:09:32–0:09:37
welcher ist der Anteil von schlechten Filmen, den du wirklich sagst,
0:09:38–0:09:39
wenn du über sie anschaut?
0:09:40–0:09:45
Also ich kenne Hollywood extrem gut, ich kenne Schweizer Filme extrem gut,
0:09:45–0:09:49
ich bin aber nicht der Filmkenner, der internationale Filme sonst angeht und
0:09:49–0:09:51
auch Bollywood bin ich raus.
0:09:53–0:09:58
Da ich so viele Filme gesehen habe, bin ich am Punkt, dass ich sage,
0:09:59–0:10:03
90% ist schlecht. Und das ist jetzt eine relativ höhe Zahl.
0:10:04–0:10:10
Aber verschiedene Filme, die bekannt sind, also sie müssen ja wie so die erste
0:10:10–0:10:12
Schwelle überhaupt erreichen.
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Ich glaube, wenn ein Film produziert wird in Amerika und er kommt nur auf VHS
0:10:15–0:10:18
raus, dann kann es sein, dass er gar nicht in die Schweiz arbeitet.
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Also da sind wir schon mal raus.
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Mit Netflix hat es ein bisschen mehr Filme, die gekommen sind,
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aber es gibt schon wahnsinnig viele Schlechte.
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Ich habe jetzt da zufälligerweise beim F aufgeschlagen.
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Da gibt es Frauen, die für Sex bezahlen, Frauen, die man Töterinnen nannten,
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Frauen für Zellenblock 9, Frauen hinter Zuchthausmauern, Frauen im Foltercamp,
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Frauen im Liebeslager, Frauen im Zuchthaus, Frauen im Kettenfrauen ohne Unschuld.
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Ich sehe da ein gewisses Muster und ich glaube, die sind wirklich alle schlimm.
0:10:53–0:10:58
Aber wir wollen ja Digi Chris über unsere persönlichen... Schnell noch etwas.
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Es hat damals, etwa vor 20 Jahren, in England ein Fernsehsender gegeben mit dem Namen Bad Movies.
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Und die haben tatsächlich sich auf Dings geschrieben, einfach nur schlechte Filme abzuspielen.
0:11:10–0:11:14
Ist wahrscheinlich zu der Lizenzkosten her billig gewesen.
0:11:15–0:11:17
Ja, wahrscheinlich. Wahrscheinlich zu der Ritenbandbreite nichts und mit ein
0:11:17–0:11:20
bisschen Werbung, ja. Aber gut, hätte das funktionieren können?
0:11:20–0:11:27
Ich hatte ja mal eine Rubrik in meinem Blog, in der ich jeden Sonntagnachmittag
0:11:27–0:11:30
einen schlimmen Film geschaut habe und dann den beblockt habe.
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Leider fehlt mir für das Zeit und man kann nicht mehr diese schönen Screenshots machen.
0:11:35–0:11:39
Die sind mühsamer geworden bei Netflix, weil wir dann auch noch Screenshots dazu haben.
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Aber Digi Chris, du darfst anfangen mit deinem ersten schlechten Film,
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den du heute nominierst.
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Jeder hat drei dabei und wir müssen schauen, dass wir durchkommen mit all diesen schlechten Filmen.
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Welches ist dein erster? Ich fange an mit dem Super Mario Bros.
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Mit dem alten. Ich weiss noch, ich habe meinen armen Vater damals ins Kino gezogen.
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Weil ja, hey Mario, ist ganz cool. Ich natürlich...
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Totale Erwartungshaltungen als Nintendo Gamer. Und ja, ich glaube,
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ist der Mario-Film drin?
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Der ist vor 2000 gekommen.
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Der Film ist nicht so schlecht. Der ist 1993.
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Ja, okay. Das ist mit dem Bob Hoskins. Der hat bei Mehr, Jungfrauen und Kissen besser mitgespielt.
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Du hast ihn einfach schlecht gefunden, weil er deine Erwartungen enttäuscht hat.
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Ja, das ist generell etwas, Wir werden vielleicht sonst nochmal über Videogamespiele,
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äh, Videogamespiele, Videogamefilme reden.
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Eben, du hast, ich sage jetzt halt mich, der das Spiel gespielt hat,
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meinem Vater, der vielleicht mal zugeschaut hat, wenn ich Mario spiele.
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Du versuchst irgendwie beide Leute abzuholen. Ja, das ist schwierig.
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Und dann geht es irgendwie nicht. Der Neue, muss ich sagen, habe ich genial gefunden.
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Aber ich glaube, es gibt auch irgendwie so Parodien, die du dir mit Mario siehst
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und du noch die Menschen und den Mubi.
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Also, Kevin, du bist unser Filmexperte, jetzt wollen wir einen Knaller von dir
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hören. Ah, sind wir Platz 3? Ja, Platz 3.
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Seid ihr den Knaller auf Platz 3 oder auf Platz 1? Ja, das hätten wir wieder
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vergessen, über die Formalitäten zu reden.
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Ich gehe nur noch auf Platz 3, aber ich sage mal Avatar. Avatar, ja.
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Ich weiss, ich mache jetzt auch eine Box auf.
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Aber, mach Ort gut, aber der Film ist, sorry, richtig schlecht.
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Story schlecht, es ist alles schlecht an dem Film. Ich bin, für das,
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dass es so ein Hype war, erfolgreichster Film aller Zeiten, pipapo,
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bin ich dort gesessen und ich habe mich also geschämt. Ja.
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Schrecklich. Ich habe mittlerweile sicher drei oder vier Mal gesehen,
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auch, ich bin natürlich auch 2 schauen und habe dann den Film noch mal gesehen.
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Ich finde ihn immer noch wirklich schlecht.
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Ich bin ihn auch im Kino schauen und die Story hat mich einfach kalt gelandet.
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Die 3D-Effekte haben mich noch so abgelenkt, dass ich mich gar nicht irgendwie
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konzentrieren konnte. Aber es ist, glaube ich, auch wirklich eine schlechte Story.
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Also wir tun so, der Schlimmste kommt am Schluss.
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Der Schlimmste kommt am Schluss. Ich habe da gerade noch einen gefunden.
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Ich habe noch mal Frauen?
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Nein, das mal Louis und seinen ausserirdischen Kohlköpfen, den habe ich tatsächlich
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gedacht. Den habe ich aber lustig von, als Kind.
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Dort sitzen sie vor der Hütte, Louis de Finne mit seinem Kumpel und sie furzen
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so ein bisschen von sich an und an mehr erinnern mich nicht mehr.
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Also hervorragend. Aber ich muss jetzt überlegen, mit welchem ich anfange.
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Also ich tue es auch und sortiere. Dann habe ich mir überlegt,
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ich habe noch so ein bisschen Struktur darin gebracht und habe dann gefunden,
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die schlimmsten Filme sind Und Remakes finde ich oft recht schlecht und dann
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habe ich mir überlegt, welches das schlimmste Remake war, den ich je gesehen habe.
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Das erste, was mir eingefallen ist, war Total Recall von 2012.
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Total Recall mit Colin Farrell.
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Kate Beckinsale. Und ich habe eben den Total Recall mit Arnold Schwarzenegger,
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finde ich eben irgendwie, finde ich den, je älter das ich werde,
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desto besser finde ich den Film. Und darum habe ich das Remake.
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Technisch, optisch, alles viel schöner, aber irgendwie einfach zum Vergessen.
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Aber dann habe ich gefunden, mir ist noch ein schlimmerer eingefallen.
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Nämlich Pink Panther 2 von 2009 mit Steve Martin.
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So ein fadenöder Film.
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Und wenn du die Originale kennst, natürlich mit dem Peter Sellers,
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die Pink Panther-Rei, die hat einfach den Charme und alles und sie ist lustig
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und sie ist ein bisschen angestaubter Fing und so und dann ist der Steve Martin
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gekommen und hat so einen langweiligen Scheiss abgeliefert. Entschuldigung.
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Also, das ist, kann ich mich dann für den entscheiden. Also,
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wir machen gerade weiter.
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Dann können wir vielleicht, dann haben wir am Schluss noch ein bisschen Zeit
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für vielleicht, wie soll ich sagen, Filmanekdote. wenn wir Pflicht hinter uns haben.
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Also Digi Chris, Pflicht, dein Film, dein zweitschlimmster Film von allen Zeiten.
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Es war einfach, als ich wieder meinen armen Vater ins Kino gezogen habe.
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Da bin ich irgendwie 11, 12 gewesen.
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My Girl mit Macaulay Culkin.
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Ich bin dort halt so irgendwie nach dem Motto, oh cool, das ist der Film mit Kevin.
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Alle tot. Alle tot und vielleicht eben, ist man halt dort mit 11,
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12, bin ich wahrscheinlich noch so in der Wääh-Meitlin.
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Nein, aber der ist herzig. Nein, der ist wirklich herzig. Ihr seid euch nicht einig mehr.
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Also nein, nicht herzig. Es ist vielleicht, wenn ihr ihn heute nochmals schauen
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würdet, würdet ihr es anders sehen.
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Ich bin natürlich als Nauvling, ja, das ist Kevin, jetzt wird es lustig. Und es war traurig.
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Wenn wir noch 20 Jahre alt, darfst du spoilern. Er stirbt am Schluss.
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Eben, alle tot. Mich denkt, ich hätte ihn auch mal gesehen. Ja, ja.
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Er ist mit Dan Aykroyd, Jamie Lee Curtis, er ist wirklich herzig.
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Wie gesagt, wahrscheinlich war es einfach die falsche Erwartungshaltung von mir. Wann kam der raus?
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Er kam kurz nach Homolong. Er war ganz nahe nach Homolong.
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Anfangs 90er hätte ich gesagt. Ja, das kommt dort hin. 93.
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Ja, das finden wir noch raus, oder auch nicht vielleicht. Dann Kevin,
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ihr seid euch nicht einig, das finde ich super. 91.
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Vielleicht müsst ihr am Schluss noch ein Stechen machen oder so.
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Oder ein Quiz, das man herausfinden kann, wer mehr Kompetenz hat.
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Es geht nicht um Kompetenz. Es geht nie um Kompetenz in der Sendung.
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Also Kevin, dein Platz 2.
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Ich habe so ein Ding mit Comicverfilmungen. Ich bin ein Comickind,
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ich habe immer noch gerne Comics.
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Und wie Super Mario gibt es eine Verfilmung von Tank Girl und der ist so überdreht
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und komisch und sie haben das probiert so möglichst nahe am Comic zu machen,
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ich weiss nicht ich schaue den immer wieder gerne und ich weiss nicht was sie
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sich dabei überlegt haben und ob man einfach von der Technik her nicht ganz
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so weit gewesen ist, wie man es sich gerne vorgestellt hätte.
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Ich glaube, der Ice-T spielt so ein Hundewesen. Also es ist wirklich sehr abgedreht.
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Ja, 1995 rausgekommen mit Lori,
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der nachher verschwunden ist. Und der No-Me-What's. Und wie heisst der Böse?
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Ah, Malcolm McDowell. Genau, den kennt man noch nicht, den Böse.
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Also auch ein Film völlig überdreht, recht schlecht.
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Okay. Ich habe im Buch geblättert, habe gesehen, auf Seite 502, Starship Troopers.
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Grossartig. Grossartig wollte ich gerade sagen. Der ist doch super und ist auch
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so eine Parodie und die Faschistoiden untertönt.
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Ich habe den super gefunden. Wer hat der Regisseur geheissen?
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Paul Verhoeven. Der hat auch Basic Instinct und so viele Skandalfilme gemacht.
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Ja, aber der ist viel besser. Der ist wirklich gut.
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Dann bin ich bei meinem Film Nummer 2. Und wenn ich zuerst ein Remake kritisieren
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wollte, dann kritisiere ich als Platz 2 Literaturverfilmungen.
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Die finde ich häufig wirklich einfach Kacke, wenn man das so darf sagen.
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Hat wahrscheinlich ein ähnliches Problem wie beim Digi-Christus,
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hat einfach mit der Erwartungshaltung zu tun, wenn du dich an das Buch gewöhnt hast, das Buch liebst,
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Figuren im Kopf hast, eine Stimmung im Kopf hast und dann kommt das einfach
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nicht auf die Einwand, dann ist es enttäuschend gewesen.
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Und ich erinnere mich, 1986 bin ich im Kino gewesen für einen Film von Michael
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Ende anzuschauen, Momo Literaturverfilmung und das ist einfach so ein so ein tristes.
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Langweiliges blutleeres Ding wo, also die grauen Herren,
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die sollten ja eigentlich so ein bisschen einem das ausstrahlen oder das vermitteln,
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wie einem das Leben ausgesogen wird, aber das Leben hat einem eigentlich nicht,
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die grauen Herren ausgesogen, sondern die Verfilmung insgesamt also einfach
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irgendwie nicht gelungen. Das musst du irgendwie.
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Obwohl es relativ nah ist, sonst häufig ärgert man sich ja, wenn die Verfilmungen
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dann, wie soll ich sagen, einfach sich zu viele Freiheiten rausnehmen oder so die Figuren umpolen.
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Zum Beispiel ist es mir so gegangen bei Babylon Berlin, wo ich geschaut habe.
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Und ich habe ja vorher die Bücher von Volker Kutscher gelesen und habe gefunden,
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was die dann gemacht haben mit diesen Figuren.
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Zum Beispiel der Charlotte, Charlie Ritter und Gereon Rath, der Ermittler.
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Die sind alle, dann sind sie so viel, sie sind viel kaputter schon gewesen in
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dieser Serie hinein, weder das in den Büchern gewesen sind. Und das habe ich
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gefunden, das ist völlig überflüssig.
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Das hat ja eigentlich davon gelebt, dass das normale Menschen sind,
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wo dann, ich komme völlig vom Thema ab, es tut mir leid, aber normale Menschen,
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die dann von diesem Nationalsozialismus immer mehr aufgesogen worden sind.
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Das ist das Gute. Und wenn die von Anfang an kaputt sind, dann kannst du das
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gar nicht so erzählen. Also, hat mich aufgeregt, da Momo auch völlig missraten.
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Gibt es nicht irgendeine Szene, die auf einem Turm sind?
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Ich habe letztendlich noch mal geschaut. Ich habe aus irgendeinem Grund noch
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mal geschaut, weil mir eine Szene irgendwie nicht mehr aus dem Kopf ist.
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Weil ich die, glaube ich, auch gesehen habe, als ich eigentlich zu jung war.
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Also sie, die Momo spielt, oder das ist Rados Pockel. Die habe ich eigentlich noch gut gefunden.
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Sie ist so ein bisschen ein Highlight. Er ist irgendwie auch versetzt auf Italien,
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der Film. Und das funktioniert aber auch nicht.
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Michael Ende-Verfilmungen sind sowieso schwierig. Ich glaube auch die unendliche
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Geschichte ist auch recht wichtig. Die unendliche Geschichte ist okay.
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Finde ich okay. Die finde ich okay. Er funktioniert.
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Das ist ein unverfilmbares Buch. Ja. Das geht eigentlich nicht.
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Jetzt haben sie etwas gemacht, das eigentlich nicht geht. Man hat eine Handlung,
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die chronologisch ist, aufgedrückt, wie bei dem Buch.
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Das Buch ist viel zu komplex. Es ist auch so dick. Vielleicht könnte man sich
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das heute mit einer Netflix-Serie überlegen.
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Aber es hat so viele versteckte Metaphern in diesem Buch.
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Ja, schwierig. Dann ist es mit diesen zwei Farben gedruckt. Ja, genau.
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In der richtigen Welt und in der Fantasiewelt. Und das würde man vielleicht
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schon irgendwie herbringen.
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Aber dass es dann gut ist... Man müsste zwei Parallelserien machen,
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die dann asynchron schauen können. Das ist Green.
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Richtig kompliziert. Das klingt aber schon mal sehr gut.
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Also wenn ihr das liebe ambitionierte Filmemacher, die Netflix das pitchen wollen,
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nehmen Kevin ins Boot. Das ist eine gute Idee.
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Also Digi Chris, wir sind gut im Rennen, aber es ist auch okay.
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Dann können wir uns für den letzten vielleicht noch ein bisschen mehr Zeit nehmen.
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Deine Nummer eins vom schlimmsten Film von allen Zeiten.
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Also eben chronologisch oder so ist es nicht. Ich habe jetzt einfach mal,
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ich sage jetzt mal Uwe Boll.
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Und der Film, den ich jetzt nehme, heisst Rampage.
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Ich weiß nicht, ob wir den schon gesehen haben. Hat es drei Teile gegeben,
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nicht? Genau. Es hat drei Teile gegeben und es läuft halt einer einfach durch
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die Stadt und verschesst einfach an Leute. Also das ist etwa die Handlung, ja.
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Und es ist teilweise so, wirklich, also der Uncut ist echt brutal.
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Ja, gut, der Film ist alt, man kann es spoilern. Er geht halt in einen Beauty-Salon rein.
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Er sagt, oh nein, die haben mein Gesicht gesehen. und ermetzelt einfach 20 Leute
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ab. Du siehst einfach eine Minute lang bumm, bumm, bumm, bumm.
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Also eigentlich kein Inhalt, wirklich nur Gewalt und dass es dann ja fast pervers ist.
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Und ja, wie du gesagt hast, Uwe Boll eigentlich, es ist glaube.
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Wie hat er anderen schlecht? Ed Wood oder so? Der Ed Wood, genau.
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Also Uwe Boll hat glaube ich auch so den Ruf wirklich einer der schlechtesten,
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der ist, ist höher all der Zeit zu sein. Aber versprochen, er möchte keinen Film mehr.
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Er ist halt, er ist mit den ganzen Computerspielverfilmungen gross geworden.
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Und dort hat er halt auch Geld generiert, weil alle die, die das Computerspiel
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gut gefunden haben, den Film geschaut haben. Das heißt, es war eigentlich egal,
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wie gut der Film ist oder nicht.
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Ich glaube, er hat keine guten Filme gemacht.
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Postal und so Sachen, was man jetzt gerade in den Sinn kommt,
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ja ja. Und er ist immer hessig, das Interview, vor allem immer gegen ihn sind.
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Also, genau als schlimmster Film von allen Zeiten, offiziell ist ja das Plan
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9 vom Outer Space von 1959, vom Ed Wood, wo du genau schon erwähnt hast.
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Digi Chris, hast du den mal gesehen? Digi Chris oder Kevin, kennen dir den? Ist er so schlimm?
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Also ich habe ihn eigentlich gesehen, weil Tim Burton hat einen Film gemacht
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über den Ed Wood. Ja, genau.
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Der Johnny Depp spielt den Ed Wood und dort spielen eine Szene aus dem Film nach.
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Ja. So als Sufo, so an Schnur aufgehängt und so hin und her bambeln.
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Und dann habe ich, in dem in, habe ich dann den Film mal geschaut. Und ist er so schlimm?
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Ist er so schlimm? Wenn du ihn rückblickend anschaust, mit der Ironie,
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die du hast, dann ist er lustig.
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Wenn du aber denkst, das ist ernst gemeint, dann ist es tragisch. Verstehe.
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Also ich sage dir noch schnell, welcher angeblich Plan 9 ist Platz 1 von den schlimmsten Filmen.
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Ich sage dann noch, was so nach heutigem Stand des Irrtums die anderen neun Filme sind.
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Aber jetzt zuerst der Kevin mit Sim. Jetzt bin ich sehr gespannt.
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Nein, meine ist auf der Liste.
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Deine ist auf der Liste? Meine ist auf der Liste. Der ist drauf.
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Ich habe es doch nicht angeschaut.
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Also dann sage ich Manos, The Hands of Fate, 1966. Es ist ein neuerer Film. The Room 2003. The Room.
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Eigentlich habe ich den Film nie geschaut. Und dann hat der James Franco,
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das ist ein bekannterer Schauspieler, hat einen Film gemacht als Regisseur, den Disaster Artist,
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wo es um Geschichte geht, wie der Film The Room entstanden ist.
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Also er hat eigentlich das, wie der Film entstanden ist, verfilmt. Ja.
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Extrem gut gespielt, mega lustig. Und aus dem heraus habe ich The Room mal geschaut und es ist...
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Grossartiges Kino. Es ist, alles an dem Film ist schlecht.
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Und er hat einen riesen Unterhaltungswert. Also man kann den schauen und es
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wird einem nicht langweilig, weil er durchgehend schlecht ist.
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Es ist faszinierend.
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Und er ist eben von 2003, er kann nicht im dicken Buch sein.
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Also ich sage noch schnell, weil ich das dann als Witz kommen möchte.
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Platz 4, Battlefield Earth 2000. 1000.
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Ich habe nicht gesehen, das ist glaube ich so leicht scientologisch unterwandert.
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Das ist ja ganz schrecklich. Ich glaube, der ist irgendwie so seltsam finanziert worden und so.
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Genau. Ein Desaster, seltsamer Kamerawinkel übertrieben, ein Overacting.
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Also Overacting ist immer übertrieben, glaube ich. John Travolta John Travolta,
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Forrest Whitaker, Barry Pepper. Hat noch gute Besetzung.
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Ja, das schützt nicht. Platz 5, Birdemic Shock and Terror 2010.
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Grossartige Vögel, drei montiert mit sehr schlechter CGI.
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Genau. Schlechte Tonqualität. Du gehörst nicht, was ich sage.
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Sehr gut, sehr gut. Ich entschuldige mich, dass ich jetzt am Schluss komme.
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Das war eigentlich nicht so planlich.
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Das klingt so, wie wenn ich völlig Filmexperte wäre. Aber dabei ist das der Kevin.
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Also, ich sage mir eben, Birdemic, Platz 5, Platz 6 Superbabys,
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Baby Geniuses 2, 2004 What the fuck?
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Keine Ahnung. Noch nie gehört. Troll 2, 1990. Troll 2.
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Ui. Aber ist das... Habe ich nie gesehen. Ist das der norwegische Film oder
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täusche mich jetzt da? Nein, Troll ist ein neuerer. Ah, okay.
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Also, Jack and Chill, 2011.
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Cats, 2019. Den, den habe ich auch
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nie gesehen. Ah, das ist die Musiker-Verfilmung? Ja, ja. Oh mein Gott.
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Ich erinnere mich nur an Stephen Colbert. Der hat sich mal fast nicht mehr eingeregt,
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weil er hat erzählt, dass sie die Katzen, glaube ich, animiert im Computer.
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Und dann hat irgendeiner vom Studio gesagt, dass man bei den Katzen,
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wie das halt so ist, wenn eine Katze rumläuft, sieht man, wenn man sie von hinten
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sieht, sieht man dort ihr Popoloch.
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Und dann hat irgendeiner vom Studio gefunden, das ging nicht.
0:29:13–0:29:17
Und dann mussten sie alle die Arschlöcher wegretuschieren.
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Das ist doch eine schöne Metapher.
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Ein Film, wo du nachträglich die Arschlöcher raus wegmachen musst. Ruhm.
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Also Platz 9. Und dann Platz 10. Gigi oder Giggli.
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Ich weiss nicht, wie man es sagt. Wahrscheinlich Gini. Das kenne ich.
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Und das ist das Cohen Brothers.
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Ben Affleck und Jennifer Lopez kommen drin vor.
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Hanebücher, Dialoge, miserable Chemie, schlechtes Drehbuch, peinliches Gangsterdrama.
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Oh nein, das ist Martin Brest. Genau. Der hat Beverly Hills gehabt und duft
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der Frau. Also er ist wirklich ein guter Regisseur. Genau.
0:30:01–0:30:04
Ich kann ihn, glaube ich, nicht sehen. Also, gut.
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Jetzt tönt es ein bisschen so, wie wenn ich den Höhepunkt hätte.
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Das tun wir nachher noch abfedern.
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Mein schlimmster Film von allen Zeiten ist «Pretty Woman» von Gary Marshall. Der ist auch herzig.
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Jetzt hört mal auf. Mit Richard Gere und Julia Roberts.
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Und ich finde einfach, er mag sein, dass er herzig ist. Aber diese Story.
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Ich meine, eine Prostituierte, die aber so die Unschuld vom Land ist.
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Was der so suggeriert. dass sie eigentlich ein schönes Leben hat und er ist
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ihr Zuhälter, glaube ich, oder ihr Freier, oder beides zusammen.
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Er ist der Freier, er ist nicht der Zuhälter.
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Er ist, glaube ich, der Freier. Und er rettet sie.
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Was für ein... Es kann schon sein, dass wenn du dann in dem Kino drin bist und
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vielleicht vorher ein Skippchen gehabt hast und so, dann findest du irgendwie,
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ja, okay, dann ist noch die Julia Roberts und Richard Gere ist auch ein schöner Mann.
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Aber einfach das Handwerk, Was ein Drehbuch, das jemandem das Publikum für dumm
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verkauft, ich finde, das geht einfach nicht mehr.
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Klar, ich habe gesagt, 1990, ich glaube, heute gehen wir den Film nicht mehr.
0:31:13–0:31:15
Ich glaube, heute würden wir den wahrscheinlich nicht mehr machen.
0:31:15–0:31:20
Den muss man als Zeitdokument anschauen. Ich habe zwei Argumente. Okay, gut.
0:31:21–0:31:26
Erstens, ich würde gerne eine Filmkategorie erfinden, die «Mehrli» heisst.
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Der wäre dort drin. Das ist ein Märchen. Das ist ein hallbloses Märchen,
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das um etwas anderes geht.
0:31:34–0:31:41
Und das Zweite, und das finde ich genial an dem Film, wenn du das Kind in den
0:31:41–0:31:45
Film schaust, muss dir niemand erklären, was eine Prostituierte ist.
0:31:45–0:31:47
Es hat keine einzige Sexszene in dem Film.
0:31:48–0:31:53
Das Thema wird so umschifft, dass es für die Erwachsenen klar ist,
0:31:53–0:31:58
aber dass du mit dem Kind das kannst du schauen und es ist ein herziger Film von irgendeiner Frau.
0:31:59–0:32:05
Du brauchst den Kontext von dieser Prostituierte nicht. Ich finde ihn schön erzählt.
0:32:06–0:32:09
Ich finde es nicht ein schlechter Film. Okay. Ich finde, ich habe mich wirklich
0:32:09–0:32:14
aufgeregt in diesem Kino, obwohl ich ja da wahrscheinlich, wie soll ich sagen,
0:32:14–0:32:15
ich bin noch nicht woke gewesen.
0:32:16–0:32:19
Ich glaube, in der heutigen Zeit geht der Film auch nicht mehr.
0:32:19–0:32:21
Also mit den ganzen Rollenbildern und allem geht er nicht mehr.
0:32:21–0:32:24
Ja, mit dem Zeitdokument hast du auf eine Art schon recht.
0:32:24–0:32:28
Aber auch schon da war es doch irgendwie patriarchal, so der Mann,
0:32:28–0:32:32
der diese Frau errettet und so. Ist es in den 90er Jahren nicht normal?
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Nee. Jetzt haben wir Arnold Schwarzenegger noch gebrüht, um ihn berüttet.
0:32:37–0:32:41
Ja, aber ich habe ja gesagt, ich habe vorher völlig unernst gesagt,
0:32:41–0:32:46
dass ich Arnold Schwarzenegger in Total Recall super gefunden habe.
0:32:46–0:32:47
Und wer hat eine Frau gerettet?
0:32:47–0:32:52
Ja, das stimmt. Ich würde per se, auch heute noch, ich würde sagen,
0:32:52–0:32:55
auch heute, Digi Chris, dann darfst du sagen, was du dazu meinst.
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Vielleicht musst du jetzt der Scheidsrichter sein. Auch heute darf immer noch
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ein Mann eine Frau retten. Es muss nicht immer alles mit umgekehrten Rollen
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sein, dass man ja nicht in Stereotypen verfallt.
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Aber das habe ich jetzt so zu... Ich weiss einfach, ich habe mich aufgeregt.
0:33:13–0:33:18
Aber es gibt Gegenargumente, das ist schon so. Und heute ist es wahrscheinlich
0:33:18–0:33:20
popkulturell einfach...
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Ist es halt das Ding. Aber ich persönlich habe mich aufgeregt.
0:33:25–0:33:28
Digi Chris, auf welcher Seite würdest du schwenken?
0:33:28–0:33:32
Es ist zu langweil, dass ich den Film sehe. Und ich habe wahrscheinlich,
0:33:32–0:33:34
ja... Wann ist der rausgekommen?
0:33:34–0:33:39
90. 90. Da bin ich wahrscheinlich auch noch in der Mädchen-Fraxi.
0:33:39–0:33:43
Ja, okay. Also vielleicht habe ich... Ja, also ich habe jetzt da keine positive
0:33:43–0:33:46
oder negative Gefühle über den Film.
0:33:46–0:33:49
Aber ich habe gemeint, gibt es nicht jetzt auch ein Musical von dem Film?
0:33:49–0:33:50
Das gibt es mit Sicherheit.
0:33:50–0:33:53
Ja, das wäre... Kann es sich auch mal auf einer Plakatwange sehen,
0:33:53–0:33:56
Pretty Woman, die Musical? Das gibt es sicher. Es ist ja alles vermusikalisiert worden.
0:33:57–0:34:00
Also eben, es ist nicht, dass du ein Musical verfilmt hast, sondern eben auch ein anderer.
0:34:00–0:34:04
Ja, das gibt es Zurück in die Zukunft Musical. Finde ich auch doof.
0:34:05–0:34:08
Also vielleicht müssen wir dann mal noch einen zweiten Teil machen von dieser
0:34:08–0:34:11
Sendung und dort würde ich sagen, dort müssen wir über Filme reden,
0:34:11–0:34:17
die als genial gelten, die aber vielleicht einfach überbewertet sind. Avatar.
0:34:18–0:34:20
Ich hätte jetzt nicht alles... Der kleine Hobbit.
0:34:21–0:34:26
Ja, der kleine Hobbit. Ich hätte das Paar. Also dann machen wir das. Ist abgemacht.
0:34:26–0:34:30
Ich tue als Teaser, ich sage, ich komme dann mit dem Quentin Tarantino. Ist gut.
0:34:32–0:34:36
Der hat auch Ups and Downs. Das ist ein starker Ups and Downs.
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Für mich ist es halt wie so, ich meine, es gibt schlechte Filme,
0:34:40–0:34:43
die schlechte Filme sind.
0:34:44–0:34:47
Vielleicht das erste Werk von einem Regisseur kein Budget, was immer das kann.
0:34:48–0:34:50
Ganz viele verschiedene Sachen kann als Drehbuch, das nicht verhält.
0:34:50–0:34:53
Und es gibt aber Filme, die.
0:34:56–0:35:00
Nicht grundsätzlich schlecht sind, aber wenn man es schaut, merkt man,
0:35:00–0:35:01
sie sind eigentlich recht schlecht.
0:35:02–0:35:05
Und ich finde sie aber noch gut. Also für mich ist so vieles,
0:35:05–0:35:10
was Popcorn-Kino ist, sitze ich manchmal im Kiti, schaue ich halt Transformers
0:35:10–0:35:15
und Bad Boys und Fast and the Furious. Das ist voll meins, finde ich ules.
0:35:16–0:35:19
Und ich sitze manchmal drin und denke, Gott, ist das dumm.
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Es ist richtig dumm. Es ist richtig hohl.
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Es ist nicht durch den Tanks-Drehbuch. Es ist richtig, richtig schlecht.
0:35:28–0:35:29
Und ich Ich habe eine Freude.
0:35:30–0:35:35
Das ist natürlich schon was. Und das hat wahrscheinlich auch mit den Erwartungen
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zu tun, die wir die ganze Zeit darauf gekommen sind.
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Ich glaube, der Digi Chris, der hat seine Erwartungen. Und du bist vielleicht,
0:35:43–0:35:46
Digi Chris muss ja reklamieren, wenn ich dir unrecht tue, der Kevin ist vielleicht
0:35:46–0:35:49
noch ein bisschen flexibler, sich dann auf das einzulassen, oder?
0:35:50–0:35:52
Ich glaube, er hat sicher ein bisschen mehr Honig von Filmen,
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aber wie du gesagt hast, gewisse Filme,
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Ich sage jetzt einfach, Jurassic Park werde ich nie mehr vergessen,
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nicht wie der schlecht ist, aber damals ist, glaube ich... Jurassic Park ist ein grossartiger Film.
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Nein, nein, ich meine einfach... Also, nein, ich kann nicht wieder schlecht
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reden, aber ich weiss noch, als ich den das erste Mal gesehen habe im Kino,
0:36:10–0:36:14
und das war, glaube ich, das erste Kino mit Dolby, also du hast wirklich gehört
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von hinten, bumm, bumm, bumm, bumm, bumm, also...
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Nein, ich habe den auch genial gefunden. Es ist einfach so etwas.
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Ja, wo man einfach in bleibender Erinnerung...
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Ist das auch mit den Eltern? Ich weiss noch, damals ist es ganz neu gewesen,
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am besten weiss ich jetzt.
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Damals war es Cinemax, heute wahrscheinlich irgendwie… Blue Cinema.
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Ja, also das ist genial gewesen, einfach wie das wirklich getönt hat.
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Ja, also genau. Ich glaube, wir haben da noch die Opportunity,
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nein, wie sagt man, die Gelegenheit auf das Thema zurückkommen.
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Die Opportunität. Genau.
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Ich habe nämlich auch nicht zum Beispiel, können wir darüber reden,
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2001, A Space Odyssey, 1968, Stanley Kubrick.
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Ist das ein genialer Film oder ist einfach schnarcho-langweilig?
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Ich bin schon eingeschlafen dabei, erinnere ich mich.
0:37:02–0:37:07
I don't understand this movie. It's not for me. It's not for, ich komme nicht draus.
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Als dann der Walzer etwa eine Viertelstunde gegangen ist und das Raumschiff
0:37:13–0:37:16
immer noch gleich am Himmel gehangen ist, bin ich glaube ich ein bisschen eignet.
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Also über das können wir reden.
0:37:18–0:37:25
Ich würde mich super freuen, wenn ihr uns Feedback zu dieser Sendung auf nerdfunk-at-stadtfilter.ch
0:37:25–0:37:32
Und ich glaube, wir haben es immer noch vor, das Filmthema so ein bisschen häufiger zu beantworten.
0:37:32–0:37:35
Wir machen mal die besten Filme und dann die mittelsten Filme.
0:37:36–0:37:41
Genau, dann die falsch bewertetsten Filme und dann haben wir schon wieder einiges durch.
0:37:41–0:37:45
Also macht es gut, bis zu unserer nächsten Film- und oder Computersendung.
0:37:45–0:37:46
Tschüss zusammen. Musik.
0:37:47–0:38:02
Music.

Die Computernerds gehen gern ins Kino. Dort sind sie hart im Nehmen und ertragen triefenden Kitsch, überzogene Action und Absurditäten wie Roboter mit menschlichen Gefühlen oder KIs, die eine ganze Raumschiffbesatzung um die Ecke bringt.

Doch irgendwann reisst auch unser Geduldsfaden. Und dann stürmen wir nicht nur schreiend aus dem Kino. Nein, wir verfassen auch einen empörten Verriss auf Facebook und lästern auf Twitter. Und wenn es hochkommt, halten wir eine Sendung wie die heutige ab, in der es um die schlechtesten Filme aller Zeiten geht.

Wir schöpfen aus unseren eigenen leidvollen Erfahrungen, aber wir werfen auch einen Blick in einschlägige Fachbücher, in denen es um Werke geht, die nach objektiven Kriterien missraten sind. Und wir möchten auch wissen, in welchen Filmen unserem Thema, der Computerwelt, besonders grosses Unrecht getan wird. „Schreiend aus dem Kino gerannt“ weiterlesen

Auf allen Kanälen derselbe Quatsch

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:00–0:00:06
Das war die Ausgabe 79 vom Hörkombinat und wir haben fast eine Punktlandung hingelegt.
0:00:07–0:00:10
Kevin, schaffen wir eine Pre-Show in 20 Sekunden?
0:00:11–0:00:14
Das schaffen wir immer. Also, den Hühnern geht es gut.
0:00:15–0:00:19
Den Hühnern geht es gut. Sie sind hässig und spüren den Frühling, aber es geht ihnen gut.
0:00:19–0:00:23
Also, das war mal eine Pre-Show, ich sage es euch. Und jetzt geht es los.
0:00:23–0:00:25
Pünktlich mit dem Nerdfunk.
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Music.
0:00:29–0:00:30
Nerdfunk,
0:00:32–0:00:37
Herzlich Willkommen zu Nerdfunk.
0:00:41–0:00:45
Kevin Rechsteiner und Digi Chris sind zu Hause geblieben und das haben sie auch gut so gemacht.
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Ich würde sagen, wenn ihr anfällig seid für Viren oder Bakterien oder was auch
0:00:50–0:00:53
immer, dann geht ihr jetzt ein bisschen weg von einem Lautsprecher.
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Aber sonst könnte das allenfalls eine infektiöse Sendung werden.
0:00:58–0:01:02
Wir haben auch ein schwieriges Thema. Manchmal frage ich mich ein bisschen,
0:01:02–0:01:06
warum Digi Chris, warum tun wir uns eigentlich immer oder ich bis in dem Fall,
0:01:06–0:01:10
warum tun ich euch so schwierige Themen aufbürden?
0:01:11–0:01:16
Da gäbe es ein schwieriges Zeug. Wir könnten hier mal über theoretische Physik reden oder so.
0:01:16–0:01:20
Könntest du das? Okay. Nein, ich glaube, ich habe irgendwie gekannt.
0:01:20–0:01:23
Ich habe mich von euch verkannt. Ich weiss auch nicht, wahrscheinlich mehr Glück
0:01:23–0:01:25
als Verstand damals an dieser Klausur.
0:01:25–0:01:28
Ich wüsste nichts mehr. Und Kevin, Physik, ein Thema für dich?
0:01:29–0:01:33
Uff, ich wäre raus. Ich finde es immer spannend, aber ich glaube, ich bin zu dumm.
0:01:33–0:01:37
Nein, so wird das nicht formuliert. Du bist vielleicht einfach anders gepolert.
0:01:37–0:01:41
Du bist rechtsdrehend statt linksdrehend und darum hast du keine Physik.
0:01:43–0:01:48
Vielleicht auch einfach zu dumm. Okay, das tun wir jetzt ein anderes Mal ausquotieren.
0:01:48–0:01:53
Heute, die Serie, die ich schon wieder ein bisschen gekadert habe mit dir.
0:01:53–0:01:59
Die Zukunft ist heute, heisst sie. Sie zeichnet die Veränderungen der letzten 25 Jahre nach.
0:02:00–0:02:05
Und heute haben wir wahrscheinlich das dickste Brett vor uns,
0:02:05–0:02:09
das wir vielleicht auch in mehrere Schieben verschneiden müssen.
0:02:10–0:02:13
Also es geht um Kommunikation. Ich fasse es zusammen.
0:02:14–0:02:21
Im Jahr 2000 haben viele von uns noch von Hand Briefe geschrieben.
0:02:21–0:02:25
Sie haben vielleicht Fax verschickt. Es gab so die Nerds, die schon gewusst
0:02:25–0:02:28
haben, was E-Mail war, aber das Telefon war noch wichtig.
0:02:28–0:02:34
Und heute, 25 Jahre später, schreibt niemand mehr handgeschriebenen Brief.
0:02:34–0:02:38
Oder Kevin, wann hast du das letzte Mal einen handgeschriebenen Brief geschrieben?
0:02:39–0:02:43
Vor etwa drei Wochen. Ui. Und was war da Anlass, wenn man fragen darf?
0:02:44–0:02:47
Ich mache das noch. Okay.
0:02:50–0:02:54
Ich mache eigentlich recht viel handgeschriebenes Zeug, wenn mir Sachen wichtig
0:02:54–0:02:57
sind und ich möchte das jemandem sagen, dann ist ein handgeschriebener Brief
0:02:57–0:03:01
oder eine handgeschriebene Zettel, finde ich etwas Schönes.
0:03:02–0:03:07
Ja, genau. Und jetzt ist gerade meine ganze Ausgangslage in sich zusammengekramt.
0:03:07–0:03:10
Digi Chris, kannst du mich retten? Tust du eine Hand, hast du geschrieben,
0:03:10–0:03:12
Schreiben, Briefe, Kärtchen?
0:03:12–0:03:17
Apropos, man hat irgendwie gehört, dass Frau von der Leyen an Trump bei der
0:03:17–0:03:18
Handschrift für ihr schreibt.
0:03:18–0:03:22
Also ich sage so, ich habe das auch gesourcht.
0:03:22–0:03:25
Ich habe irgendwie in unserer Trauerkarte geschrieben und da habe ich einfach
0:03:25–0:03:29
gefunden, dass sie jetzt vielleicht irgendwie eine E-Mail oder so nicht so gut.
0:03:29–0:03:33
Und ich habe dann halt eine liebe Kollegin gefragt, guck, da ist der Dektor, schreibst du es?
0:03:33–0:03:38
Weil ich habe wirklich eine absolute Sauklaue und sie hat wirklich eine wunderschöne
0:03:38–0:03:41
Handschrift. Dann hat sie mir halt das Ding geschrieben.
0:03:41–0:03:45
Also ja, ich habe es auch gesourcht. Das mache ich jetzt wirklich auch noch bei so Frauen.
0:03:47–0:03:49
Wolltest du auch nicht jeden Tag eine Trauerkarte schreiben?
0:03:49–0:03:50
Das stimmt. Das finde ich nicht so schön.
0:03:50–0:03:54
Das habe ich letztens auch gemacht. Und ich habe es auch geoutsourced an meine
0:03:54–0:03:56
Tochter. Und die hat das sehr gerne geschrieben von Hand.
0:03:58–0:04:03
Die hat eine schönere Schrift als du. Ja, das darf ich jetzt nicht sagen.
0:04:03–0:04:05
Aber sie hat vor allem eine schönere Schrift als meine Frau.
0:04:06–0:04:09
Aber ich habe eigentlich noch eine schöne Schrift. Also gut. Eben.
0:04:10–0:04:14
Ein guter Aufhänger für diese Sendung ist ja auch, dass das Skype,
0:04:14–0:04:19
habe ich letztens ein Mail in meiner Mailbox gehabt und Microsoft sagt, dass Skype,
0:04:19–0:04:24
wo ja irgendwie so die Speerspitze auch ein bisschen von dieser Revolution der
0:04:24–0:04:26
Internetkommunikation war, 2003,
0:04:27–0:04:30
haben wir dank Skype gelernt, über das Internet zu telefonieren.
0:04:30–0:04:32
Das wird jetzt eingestellt.
0:04:32–0:04:36
Also das heisst, wir sind wahrscheinlich jetzt da schon in der nächsten Generation
0:04:36–0:04:37
oder in der übernächsten.
0:04:37–0:04:42
Das heisst, die Entwicklung in diesen 25 Jahren ist so rasant und ich würde
0:04:42–0:04:47
schon sagen, es ist unglaublich, auch was an so Kommunikations-Apps wir haben
0:04:47–0:04:48
gekommen und wieder gesehen.
0:04:49–0:04:52
Digi, Chris und ich haben einmal eine Sendung gemacht über das Chatten,
0:04:53–0:04:55
MSN Messenger, ICQ und solche Sachen.
0:04:56–0:05:00
Das war ja alles schön, aber heute sind wir ganz anders.
0:05:01–0:05:05
Und gehen wir doch gerade in Medias Res, beurteilen wir das.
0:05:05–0:05:10
Handschrift schön, aber es ist trotzdem praktischer, wenn wir einfach schnell
0:05:10–0:05:13
per WhatsApp, per Slack, per...
0:05:14–0:05:18
Ich habe gehört, dass Teams genau sechs so beliebt von Microsoft.
0:05:19–0:05:21
Teams gibt es auch noch. Ja, genau.
0:05:22–0:05:27
Also, wie geht es uns damit? Finden wir das einfach toll oder sind wir auch
0:05:27–0:05:28
ein bisschen überfordert?
0:05:30–0:05:35
Jetzt, wer will anfangen? D.Cris? Mach du, Kevin, ich muss dich gerne schnell sammeln.
0:05:35–0:05:40
Ich kann, also ganz ehrlich, mir ist heute etwas aufgefallen,
0:05:40–0:05:47
was genau zu dieser Sendung passt, wo ich merke, Das regt mich mega auf.
0:05:47–0:05:52
Also, ich reagiere relativ schnell auf Nachrichten.
0:05:53–0:05:56
Ich bin nicht der super schnellste, ich sitze nicht immer am Handy,
0:05:57–0:06:01
aber ich sage jetzt mal innerhalb von nützlicher Frist, was E-Mail ist,
0:06:01–0:06:08
also ich reagiere schneller auf E-Mail als auf WhatsApp und auf Sprachnachrichten sowieso.
0:06:08–0:06:12
Das ist das Schlimmste, was es gibt. Aber eine E-Mail hast du innerhalb von
0:06:12–0:06:16
3-4 Stunden eine Antwort, sage ich jetzt mal, das ist der Schnitt.
0:06:16–0:06:20
Jetzt bin ich heute aber an einem Videoprojekt gewesen und jetzt habe ich die
0:06:20–0:06:23
Geschwindigkeit nicht einhalten können.
0:06:23–0:06:26
Jetzt haben mir die Leute am Morgen um 8 Uhr eine Mail gemacht,
0:06:26–0:06:27
ich konnte nicht antworten.
0:06:27–0:06:30
Dann fangen sie mich an zu terrorisieren und machen, hast du das Mail gesehen
0:06:30–0:06:34
und oh und oh und ich finde so, hört mal auf. Ja.
0:06:36–0:06:41
Vielleicht muss ich jetzt an mir arbeiten und einfach langsamer antworten. Mit Brief.
0:06:42–0:06:48
Das geht jetzt auch nicht. Aber ich habe dann gemerkt, es gibt relativ wenig
0:06:48–0:06:51
die Momente, wo ich merke, die Geschwindigkeit stresst mich.
0:06:51–0:06:55
Aber ich verstehe Leute, die sagen, die Geschwindigkeit stresst mich.
0:06:55–0:07:00
Mich stresst die recht häufig. Und es ist wirklich so, ich bin auch so ein Inbox
0:07:00–0:07:05
Zero Junkie, was E-Mail angeht. Das heisst, ich vertrage es nicht,
0:07:05–0:07:08
wenn in meiner Mailbox E-Mails rumliegen.
0:07:09–0:07:13
Jetzt gibt es ja diese Leute, die haben das am iPhone und die haben da unten
0:07:13–0:07:16
die Mail-App und die haben irgendwie 30'000 ungelesene Mails.
0:07:17–0:07:18
Das würde mich umbringen.
0:07:18–0:07:22
Ich finde, das ist ein Stressfaktor, der intolerabel ist.
0:07:23–0:07:30
Digi Chris, bist du Inbox Zero oder bist du eher der, der das super ignorieren kann?
0:07:31–0:07:38
Also ich sage so privat versuche ich das, also klar, die Anzahl gelesene Mails 0,
0:07:38–0:07:43
ja, wie sagen wir, ungelesene Mails 0, aber ich sage zum Beispiel in den Geschäft,
0:07:43–0:07:46
unsere Gruppen-Mailboxen von unserem Team, da schauen wir wirklich,
0:07:46–0:07:50
dass die eigentlich wirklich leer ist, weil dort arbeiten wir wirklich mit Archiven,
0:07:50–0:07:56
also du tust halt irgendeine Mail in Ordner HR weggeschieben, dann ist es gut.
0:07:56–0:08:02
Aber ich versuche schon, dass ich Mails auch zeitnah beantworten kann,
0:08:02–0:08:04
was ich jetzt auch noch angefangen habe.
0:08:04–0:08:08
Bei jedem Newsletter frage ich mich, braucht es den?
0:08:08–0:08:13
Ich halte mal irgendwo eine Bekannte, mit dem Bein, wo ich im Spital war,
0:08:13–0:08:14
dann holst du einen Fleur Obst raus.
0:08:14–0:08:18
Und dann kommst du von Fleur Obst den Newsletter über. Ja, brauche ich den Newsletter?
0:08:18–0:08:22
Also ich versuche jetzt so einfach die Anzahl Mails runterzubringen.
0:08:22–0:08:26
Ja, das ist schon mal eine gute Strategie, aber man sieht schon,
0:08:27–0:08:30
wir haben uns, und das ist ein bisschen mein Eindruck, den ich von dieser Sendung
0:08:30–0:08:34
dann auch hatte, wo ich angefangen habe, diese Sachen zusammenzutragen,
0:08:34–0:08:36
wir haben eigentlich alles gemacht,
0:08:36–0:08:40
weil es technisch möglich ist, aber wir haben uns nie so richtig überlegt,
0:08:40–0:08:44
ob es uns gut tut und wie es uns geht damit überhaupt.
0:08:44–0:08:49
Gerade die rasende Beschleunigung finde ich schon ein Problem.
0:08:51–0:08:55
Ich finde, es ist eine Qualität statt eine Quantität, ich meine,
0:08:55–0:09:00
wir erinnern uns noch an SMS, so lange vor Twitter, ein SMS war 160 Zeichel
0:09:00–0:09:04
gewesen und auf dem ersten Telefon hast du die SMS nicht zusammenhängen,
0:09:04–0:09:06
du hast also genau sagen müssen,
0:09:06–0:09:11
komme heute 18 Uhr um die Nacht, bringe irgendwie, keine Ahnung.
0:09:14–0:09:20
Schockenkuchen mit bis dann... Gross. Und heute eben im WhatsApp schreibst du,
0:09:20–0:09:22
wie ein Maschinengewehr.
0:09:23–0:09:28
Was mir aufgefallen ist, als ich mich angefangen habe mit dieser Sache beschäftigen,
0:09:29–0:09:31
mit dem Thema heute, es ist einfach
0:09:31–0:09:36
verblüffend, wie komplex die Kommunikationslandschaft heute so ist.
0:09:36–0:09:41
Es hat angefangen mit dem Skype, das war vor 20 Jahren disruptiv, wie man so schön sagt.
0:09:41–0:09:46
Man hat dann gelernt, dass man viel günstiger über das Internet telefonieren
0:09:46–0:09:49
kann, dass man nicht die teuren Tarife zahlen muss, die einem da immer noch
0:09:49–0:09:51
abknöpft worden sind von diesen Telekom-Unternehmen.
0:09:52–0:09:56
Da ist die Welt schon mal ein bisschen näher zusammengerückt,
0:09:56–0:10:00
indem man einfach mit Leuten telefonieren konnte, ohne auf Zeit zu schauen,
0:10:00–0:10:03
also auch aus freiner Unterhaltung, aus Vergnügen.
0:10:03–0:10:08
Nicht bloß um wichtige Informationen zu übermitteln, wenn du 5 Std.
0:10:08–0:10:12
Pro Minute in die USA zahlst, für so eine Verbindung.
0:10:13–0:10:21
Dann ist es explodiert, was es heute an Varianten von digitaler Kommunikation gibt.
0:10:21–0:10:27
Man kann in Echtzeit, man kann zeitversetzt, man kann mit Text oder Ton oder Bild,
0:10:28–0:10:33
audiovisuell, man kann Mischformen, Man kann 1 zu 1 oder 1 zu viele,
0:10:33–0:10:37
also wir können das Zweite reden, wir reden jetzt das Dritte.
0:10:37–0:10:42
Aber es gibt auch die Variante von massenmedialer Kommunikation,
0:10:42–0:10:44
die sieht man bei YouTube zum Beispiel.
0:10:44–0:10:52
Da kann jeder sein eigener Fernsehstar werden.
0:10:52–0:10:54
Es gibt eben unterschiedliche Ziele von diesen Kommunikationen.
0:10:54–0:10:56
Also wenn wir jetzt ein bisschen Theorie machen,
0:10:57–0:11:03
dann gibt es eben die zielgerichteten Kanäle, wie zum Beispiel WhatsApp oder
0:11:03–0:11:09
vielleicht auch Slack oder so, das Teams, was schon erwähnt worden ist,
0:11:09–0:11:11
wo es meistens um geschäftliche Belange geht.
0:11:11–0:11:14
Aber dann gibt es die sozialen Medien, die mehr einfach die Unterhaltung und
0:11:14–0:11:15
Zerstreuung drin haben.
0:11:16–0:11:20
Und so hat es sich unglaublich aufgetan. Und es ist eigentlich,
0:11:20–0:11:26
du musst fast irgendeinen Informatikabschluss haben, dass du überhaupt nur weisst,
0:11:26–0:11:29
welches Mittel du jetzt am vernünftigsten würdest einsetzen.
0:11:30–0:11:36
Das haben wir immer noch nicht so geklärt, oder Kevin? Wir brauchen halt das, was da drin ist.
0:11:36–0:11:41
Und aber meistens würden wir vielleicht etwas eher brauchen,
0:11:41–0:11:49
wo nicht ganz so tempo macht oder so vieles ist halt auch abhängig vom gegner ja.
0:11:54–0:11:56
Genau vom gegner.
0:11:59–0:12:02
Eben, du hast das, ich weiss nicht, ob du es als Scherz gesagt hast,
0:12:02–0:12:05
aber es gibt ja auch noch das Microsoft Teams.
0:12:05–0:12:11
Und das Microsoft Teams ist genau etwas, das hat einfach jeder auf PC gehabt,
0:12:11–0:12:13
also nutzt einfach jeder das Microsoft Teams.
0:12:13–0:12:17
Ob es jetzt gut ist oder das Richtige oder ob es ein anderes Tool gibt,
0:12:17–0:12:20
wird in dem Moment nicht mehr in Frage gestellt, weil Microsoft Teams,
0:12:20–0:12:23
hey, du kannst chatten, du kannst Dateien aufladen, du kannst telefonieren,
0:12:24–0:12:26
also nutzen wir einfach Microsoft Teams.
0:12:26–0:12:31
Und ich glaube, das ist in der Kommunikation halt, ich glaube,
0:12:31–0:12:35
seit es eigentlich der Markt aufgemacht hat von Messenger.
0:12:36–0:12:39
Es ist SMS gekommen, dann ist WhatsApp gekommen, dann ist Signal gekommen,
0:12:39–0:12:41
dann ist Trima gekommen, dann ist Telegram gekommen.
0:12:42–0:12:45
Jetzt hätten wir wieder den Wunsch, einen zentralen Messenger zu haben.
0:12:45–0:12:50
Genau. Weil genau das Problem ist, dass es einfach so viele Kanäle gibt.
0:12:50–0:12:54
Und dann muss ich mir immer überlegen, oh, der hat noch ein altes Nokia,
0:12:54–0:12:56
der muss jetzt wieder SMS machen.
0:12:57–0:13:00
Und der ist nicht auf WhatsApp und dafür dort.
0:13:01–0:13:06
Und bei dem haben wir eine WhatsApp-Gruppe, wo 29 Leute drin sind,
0:13:06–0:13:10
aber der 30 hat halt noch kein WhatsApp. Den müssen wir separat.
0:13:11–0:13:14
Das ist ein bisschen schwierig und ich glaube, man einigt sich dann einfach
0:13:14–0:13:16
so auf den grössten gemeinsamen Einen.
0:13:16–0:13:21
Und das ist dann meistens nicht die Ideallösung, sondern einfach die,
0:13:21–0:13:24
die dann halt mehr oder weniger das macht, was man sich vorstellt.
0:13:24–0:13:28
Ja, es ist absolut organisch gewachsen, weil halt all diese Unternehmen,
0:13:29–0:13:31
man hat das halt eben schon Skype wahrscheinlich gezeigt.
0:13:32–0:13:37
Das ist ein riesiges Geschäft, also das ist zuerst das Skype von Ebay,
0:13:37–0:13:42
glaube ich, gekauft worden für sowieso Milliarden und dann hat es 2011 Microsoft
0:13:42–0:13:45
gekauft für nochmal doppelt so viele Milliarden.
0:13:45–0:13:52
Also es ist halt auch immer so, die Tech-Konzernen wollten da diese Felder besetzen und.
0:13:53–0:13:57
Das gehört ja auch zu dieser Sendung. Ich gehe hier zurück und gehe schauen,
0:13:58–0:14:02
wie eigentlich die Science-Fiction-Autoren sich diese Zukunft vorgestellt haben.
0:14:03–0:14:07
Und das Interessante ist ja wirklich, dass vieles von dem, was wir heute brauchen,
0:14:07–0:14:10
tatsächlich da gewesen ist als Idee.
0:14:10–0:14:14
Zum Beispiel die Videotelefonie, die geht recht weit zurück.
0:14:14–0:14:18
Ich glaube, die bekannteste Geschichte, es gibt schon ältere Ideen,
0:14:18–0:14:22
die in diese Richtung gegangen sind, aber die bekannteste Geschichte ist von Hugo Gernsback.
0:14:22–0:14:32
Das Buch heisst Ralf 12 4C 41+. Das ist nicht so ein lockerflockiger Titel.
0:14:33–0:14:40
Das ist 1911 rausgekommen. Das Buch hat schon sein 114.
0:14:40–0:14:41
Geburtstag.
0:14:41–0:14:44
Dort ist die Videotelefonie drin vorkommen.
0:14:45–0:14:49
Fritz Lang hat in Metropolis 1927 auch Videotelefonie.
0:14:49–0:14:53
Das war etwas, das die Leute fasziniert haben. Das Fernsehen ist ja auch schon
0:14:53–0:14:59
aufgekommen und dann hat man eigentlich gefunden, wieso diese Technologien nicht verbinden.
0:14:59–0:15:06
Beim HG Wells gab es eine drahtlose Kommunikation über irgendwelche leicht magischen
0:15:06–0:15:07
Kommunikationsgeräte und so.
0:15:08–0:15:10
Es gab auch so die globalen Netzwerke.
0:15:11–0:15:16
Muriel Lanzder, A Logic Named Joe, klingt gut, ich habe es noch nie gelesen,
0:15:16–0:15:18
1946 ist es rausgekommen.
0:15:18–0:15:23
Dort ist, und das hat mir jetzt der Chat-GPT behauptet, ich weiss nicht,
0:15:23–0:15:27
ob es stimmt, aber prüfen es nach und schreiben mir das.
0:15:27–0:15:32
Dort hat es eigentlich so Computer mit einer Wissensdatenbank gegeben, die so vernetzt war.
0:15:32–0:15:37
Also die Versatzstücke sind alle irgendwie da gewesen, aber wie komplex das
0:15:37–0:15:41
würde werden, das hat niemand vorausgesehen, oder, Digi Chris?
0:15:43–0:15:47
Wann hast du gemerkt, Mann, jetzt wird es wirklich anstrengend mit dem Internet?
0:15:48–0:15:54
Ja, du kannst mich sagen, mit dem Messenger, also ja, Logo mit WhatsApp erreichst
0:15:54–0:15:56
viel, aber ich glaube, als ich das erste Mal mit dem konfrontiert wurde,
0:15:57–0:16:02
eine Kollegin so, ja du, mein Freund will kein WhatsApp, auf keinen Fall.
0:16:03–0:16:05
Aber ich will, ja, was gibt es da?
0:16:06–0:16:09
Dann nimmst du halt Freema und für mich ist es halt, ja, WhatsApp,
0:16:10–0:16:13
man kann über den Herrn Zuckerberg sagen, was man will, aber es ist halt einfach
0:16:13–0:16:17
für mich auch, wir anderen haben einen IT-Background.
0:16:18–0:16:21
Es ist einfach das Einfachste, wenn jemand einfach sagt, nein,
0:16:22–0:16:26
das mache ich nicht und wie mein kleines Kind auf dem Boden geht täubeln,
0:16:26–0:16:29
dann dachte ich, ja, dann benutze ich halt Frema, das ist übrigens ein Schweizer
0:16:29–0:16:32
Produkt, das war ich gerade dort, dort ist Frema relativ neu gewesen.
0:16:33–0:16:37
Ja, also wir brauchen die Frema genau aus dem Grund, weil wir...
0:16:37–0:16:41
Nicht, dass Herr Zuckerberg weiss, wenn wir wieder in unserer Sendung über ihn
0:16:41–0:16:43
schnöden, also ja, genau.
0:16:47–0:16:54
Ich glaube, wir haben uns riesenmässig überfordert mit all diesen Kommunikationsmitteln.
0:16:54–0:16:58
Ich erinnere mich an YouTube, das hat man auch so belächelt,
0:16:58–0:17:03
aber heute ist das eine riesige Plattform, die eigentlich dominiert.
0:17:03–0:17:08
Und wir mussten im Zug auch all diese popkulturellen Sachen lernen,
0:17:08–0:17:17
wie was ist ein Shitstorm, was ist ein Influencer und was ist ein Meme, das viral geht und so.
0:17:18–0:17:21
Aber eben noch schnell, Influencer, wenn man jetzt denkt, ich glaube,
0:17:21–0:17:26
eines der ersten YouTube-Videos war irgendein Aff, der im Zoo halt hier mit Tanz hat. Irgend so was.
0:17:27–0:17:32
Und wenn du denkst, es gibt Leute heute, die von YouTube leben können und auch
0:17:32–0:17:36
so sehr gut leben, Also wie irgendwie ein Schweizer Konzernchef verdient,
0:17:37–0:17:39
das finde ich jetzt auch relativ deftig, weil ich habe gesehen,
0:17:39–0:17:41
du hast das Wort Influencer ein paar Mal gebraucht.
0:17:41–0:17:44
Es tut mir leid, ich entschuldige mich dafür.
0:17:45–0:17:49
Es ist etwas, wenn man jetzt denkt, wo das YouTube aufgekommen ist,
0:17:49–0:17:51
wenn man denkt, hey, da macht mal eine Video,
0:17:52–0:17:57
sitzt er einfach eines vor einer Kamera oder zum Beispiel, glaube ich, iJustine, ja,
0:17:57–0:18:01
this is my new Apple Watch, lalalala und hat dann halt irgendwie zwei Millionen
0:18:01–0:18:07
Views und wahrscheinlich mehr als wahrscheinlich so ein Bauarbeiter in drei Monaten verdient.
0:18:08–0:18:14
Ich finde das wirklich verblüffend. Ich habe ja nie wirklich eine YouTube-Karriere angestrebt.
0:18:15–0:18:18
Aber Kevin kann da vielleicht noch ein bisschen mehr dazu erzählen,
0:18:18–0:18:21
was es ist, wenn man ein Star auf YouTube ist.
0:18:21–0:18:27
Ich glaube, unser Problem, Kevin, dass wir nie jetzt so richtig zu den ersten
0:18:27–0:18:31
Gilden vorgestossen sind, ist, dass wir immer viel zu perfektionistisch waren.
0:18:32–0:18:34
Also du, deine Videos, auch wunderschön mit,
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mit Drohnenflüge und Schnitt und alles.
0:18:38–0:18:45
Und wenn ich den YouTuber aus meinem Bekanntenkreis frage, der sagt, er mache das nie so.
0:18:45–0:18:47
Er macht einen Take für seine Videos.
0:18:48–0:18:52
Wenn er sich in den ersten 30 Sekunden nicht verspricht, dann nimmt er das Video
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auf und schnipselt hinten und vorne etwas weg.
0:18:55–0:19:00
Und dann wird es so veröffentlicht, wie es zu dieser Kamera auskam. ist.
0:19:00–0:19:05
Und das ist schon eigentlich, ja, ist das jetzt besser?
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Ist es echter oder authentischer? Oder könnte man sich nicht schon auch ein
0:19:09–0:19:11
bisschen mehr Mühe geben, Kevin?
0:19:12–0:19:20
Ich weiss es halt nicht. Ich glaube, bei mir hat vieles nicht funktioniert.
0:19:20–0:19:25
Also eben Bekanntheit hat nicht funktioniert, weil ich mein Zeug mache und mir
0:19:25–0:19:28
sind die Zuschauer eigentlich egal. Und der geht halt wie nicht.
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Und viele Leute folgen dir dann halt.
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Vielleicht auf Instagram Hühner posten und nachher hat es Hühner und nachher
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kommen Autos und nachher kommen Menschen und dann kommt das Kino und das ist wie nicht so gut,
0:19:46–0:19:51
weil die Leute wollen immer das Gleiche haben und sie folgen dir dann das habe
0:19:51–0:19:55
ich gemerkt, das grösste Fachstum hatte ich als ich meine Tiny House Sachen
0:19:55–0:19:57
gemacht habe, weil die Leute wollten in welcher Tiny House schauen wollte.
0:19:58–0:20:02
Und dann ist das so etwas verflossen, weil halt alles andere auch noch reinkommen
0:20:02–0:20:05
ist. Und dann hängt man, du kommst gar nicht mehr mit, was passiert.
0:20:05–0:20:09
Und das überfordert die Leute dann ein wenig. Aber dort muss man sagen,
0:20:09–0:20:12
bei den Tiny Houses hast du eigentlich eine Chancen vergeben.
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Dort hättest du den Tiny House Influencer werden können.
0:20:16–0:20:21
Von der Schweiz. Voll. Also das könnte ich, ich könnte das immer noch.
0:20:21–0:20:24
Du könntest das Tiny House komplett zerlegen und dann könnte ich,
0:20:24–0:20:27
uh, jetzt mache ich ein Feuer, weil jetzt ist es ein bisschen kalt und jetzt
0:20:27–0:20:30
können wir noch zusammen etwas kochen und jetzt habe ich noch mein Gärtchen,
0:20:30–0:20:34
schaut hier, pflanze und ich bin Selbstversorger und jetzt soll ich noch über
0:20:34–0:20:35
das Wasser reden und über Strom
0:20:35–0:20:39
und dann könnte ich das Gleiche in zwei Monaten nicht wieder erzählen.
0:20:39–0:20:42
Mir wäre einfach extrem langweilig.
0:20:42–0:20:48
Ja, genau. Ich finde, meine Ansprüche sind vielleicht auch zu hoch.
0:20:49–0:20:54
Wenn man schon das Internet dazu braucht, um die Aufmerksamkeit von den Leuten.
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Auf sich zu ziehen, muss man ihnen doch auch etwas bieten.
0:20:59–0:21:04
Digi Chris, du jemals Karrieren als Shipfluencer.
0:21:05–0:21:08
Oder gibt es das? Das gibt es doch. Gibt es.
0:21:10–0:21:14
Wir hatten mal Matthias Mohr, der... Ja, ich erinnere mich.
0:21:15–0:21:19
Es gibt den Franz Neumeyer und die kommen dann wenigstens gratis auf die Schiffe.
0:21:20–0:21:24
Und da erwarten wir halt, dass das Schiff zeigt und anscheinend darf man auch
0:21:24–0:21:27
mal sagen, ja, finde ich jetzt nicht schön. Das gibt es.
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Selbst im deutschsprachigen Raum, der Mohr hat glaube ich auch ziemlich viele
0:21:31–0:21:34
Abonnenehnte. Ich glaube, er lebt davon.
0:21:34–0:21:38
Er macht es nicht. Es gibt halt noch Schifffluencer, die noch ein Reisebüro
0:21:38–0:21:42
haben, das gibt es auch, aber da kann man schon davon leben.
0:21:42–0:21:49
Aber da musst du wahrscheinlich wirklich einiges machen und eben so ein Schiff
0:21:49–0:21:52
tatsächlich in einem Rundgang aufnehmen, das ist dann auch viel Arbeit.
0:21:53–0:21:58
Da musst du halt anstatt am Pooldeck sitzen, machst du mal ein Konzept,
0:21:58–0:22:03
ein Video schneiden, ein zweistündiges. Die machen dann nicht nur einen Take.
0:22:04–0:22:07
Das wissen wir alle. Das ist Knochenarbeit.
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Um langsam uns zu überlegen, wo das eigentlich herinführt.
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Mein Eindruck ist einfach, wir haben so viele Kommunikationsmittel wie noch nie.
0:22:18–0:22:22
Also erinnert euch, wann ist die Briefpost aufgekommen? Wir mussten eine Woche
0:22:22–0:22:24
warten, bis die Antwort gekommen ist.
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Wir haben so viele Kommunikationsmittel wie noch nie, aber wir verstehen uns
0:22:29–0:22:33
so wenig wie noch nie. Oder ist das zu kulturpessimistisch?
0:22:33–0:22:37
Ist das jetzt einfach der alte Mann, der über die Welt lästert,
0:22:37–0:22:41
wenn er sagt, es hätte eigentlich im Schnitt nicht so viel gebracht,
0:22:41–0:22:46
was er so, ich sage jetzt ein grosses Wort, Völkerverständigung angeht. Kevin, was meinst du?
0:22:47–0:22:51
Du bist doch so schamigena, so ein bisschen für so Sachen zu haben, Kulturpessimismus.
0:22:52–0:22:55
Ich glaube im Fall nicht.
0:22:56–0:23:01
Ich glaube, ich gebe ja noch eine KV-Schule und das sind 16,
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17, 18-jährige Menschen,
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Und da sagt man ja, die können nicht mehr miteinander kommunizieren,
0:23:08–0:23:11
weil nur noch Emoji und all diese Sachen.
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Und was ich aber feststelle, was sich verändert hat, ist, sie sind viel feinfühliger
0:23:19–0:23:24
geworden, sie nehmen viel schneller etwas wahr, sie können es aber fast nicht aushalten.
0:23:25–0:23:30
Sie sind sich die direkten Gefühle, die du in einem Gespräch hast,
0:23:31–0:23:36
wo du etwas aushalten musst, wo du etwas ausdiskutieren musst und anstehen,
0:23:36–0:23:37
das sind sie sich nicht gewöhnt.
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Also sie sind in dem eigentlich viel unsicherer geworden, obwohl es eigentlich
0:23:43–0:23:48
im Raum, wo eine Stimmung drin ist, mega gut lesen können.
0:23:48–0:23:54
Aber sie sind nicht wohl in dem. und ich merke manchmal, wenn sie mir schreiben
0:23:54–0:23:59
auf WhatsApp oder im Teams und sie stellen mir eine Frage und ich gebe nicht gleich Antwort,
0:24:00–0:24:04
also auch, ich sage jetzt nicht bis wann müssen wir die Aufgaben abgeben sondern
0:24:04–0:24:08
eine persönliche Frage, die ein bisschen weitergeht, sie müssen etwas wissen
0:24:08–0:24:09
oder sie haben irgendein Problem.
0:24:10–0:24:14
Dann, sie stellen mir die Frage und sie sehen, ich habe es gesehen und dann
0:24:14–0:24:18
kommt nach 10 Minuten ein Fragezeichen im Sinn von,
0:24:19–0:24:21
wieso hast du noch nicht geantwortet, du hast es ja gesehen.
0:24:21–0:24:28
Also das Aushalten, ich habe jetzt etwas gefragt, ich möchte jetzt etwas haben, das haben sie Mühe.
0:24:28–0:24:31
Ist das jetzt zu laienpsychologisch, wenn ich sage, das hat vielleicht genau
0:24:31–0:24:37
damit zu tun, dass irgendwie Grenzen zwischen privat und öffentlich völlig verwischt worden sind?
0:24:37–0:24:40
Nein, das glaube ich, das ist das. Ja.
0:24:42–0:24:45
Interessante Erkenntnis. Digi Chris, ich habe auch noch eine für dich.
0:24:45–0:24:50
Ich habe bei der Vorbereitung auf die Sendung von dieser Dunbar-Zahl gelesen.
0:24:51–0:24:56
Und diese Dunbar-Zahl besagt, das ist ein Psychologe, Robin Dunbar,
0:24:56–0:24:57
hat die entwickelt und gesagt.
0:24:58–0:25:03
Wir Menschen haben eine eingebaute kognitive Grenze an die Zahl von Leuten,
0:25:03–0:25:07
mit denen wir soziale Beziehungen unterhalten können.
0:25:08–0:25:14
Also fünf enge Freunde und 150 Beziehungen sind gut.
0:25:15–0:25:18
Aber wenn es darüber ausgeht, überfordern wir uns damit.
0:25:18–0:25:26
Und das wäre, könnte man genau auf die sozialen Medien auslegen,
0:25:26–0:25:29
dass die eigentlich uns genau wegen dieser inneren Beschränkung,
0:25:29–0:25:31
dieser Limite, die wir eingebaut haben,
0:25:32–0:25:35
ständig überfordert. Was haltest du von dieser Theorie?
0:25:36–0:25:40
Ja, etwas eben. Auf Facebook hast du 300 Freunde, aber was ist ein Freund?
0:25:40–0:25:45
Der eine von denen hast du wahrscheinlich noch nie gesehen und der eine ist dein bester Freund.
0:25:45–0:25:47
Wenn du halt wirklich mal das Problem hast, hast du Leute, der deutschen Namen,
0:25:47–0:25:52
eins am Morgen an, hey ich muss jetzt mit dir reden, es ist das und das passiert.
0:25:52–0:25:57
Aber dort ist eben auch Friend und ich habe im Geschäft mal eine Diskussion
0:25:57–0:26:01
gehabt, eben das ist meine Freundin, aber ist das eine Freundin,
0:26:01–0:26:05
die ich vielleicht zu weisem werde, oder ist es einfach eine Freundin, eine Kollegin.
0:26:05–0:26:08
Und das Lustige ist, im Englisch hast du ja Friend und Girlfriend.
0:26:09–0:26:12
Also einfach so was, das ist jetzt gerade diese Woche mal aufgekommen.
0:26:14–0:26:20
Ich habe 300 Freunde auf Facebook, da hast du Leute, die nicht einmal so prominent
0:26:20–0:26:23
sind, die 3'700 Freunde haben.
0:26:23–0:26:28
Wahrscheinlich würde jeder von denen im Real Life erkennen.
0:26:29–0:26:33
Ja, das garantiert nicht, da bin ich schon sicher.
0:26:33–0:26:38
Brauchen wir einfach noch etwas mehr Zeit, um uns mit diesen neuen Möglichkeiten anfreunden?
0:26:38–0:26:43
Kevin, werden wir da besser drin mit diesen Kommunikationsmitteln umzugehen,
0:26:43–0:26:47
indem man vielleicht auch jeden von uns lernt, dass man das E-Mail auch mal
0:26:47–0:26:50
wirklich liegen lassen ohne dass es etwas bedeutet?
0:26:52–0:26:59
Ich glaube, es braucht eine nächste Generation, die wieder anders mit dem umgehen wird.
0:27:00–0:27:06
Und wo ich jetzt halt auch sehe, dass ich glaube eine Zwischengeneration bei
0:27:06–0:27:12
der Cookie-Banner hat immer alle akzeptieren gedruckt und meine Schüler gedrucken
0:27:12–0:27:15
kategorisch einfach mal alle ablehnen. Das ist bei denen einfach drin.
0:27:16–0:27:21
Ja, das habt ihr voll drin und ich glaube, es braucht wie für jedes Problem.
0:27:22–0:27:26
Wieder eine neue Generation, die wieder anders mit dem umgeht.
0:27:26–0:27:30
Die wieder herausfindet, wie möchten wir jetzt funktionieren?
0:27:31–0:27:34
Und wahrscheinlich braucht es auch da eine neue Generation, die dann vielleicht
0:27:34–0:27:40
wieder anders mit der Sache arbeitet und nur noch mit Emojis schreibt oder gar
0:27:40–0:27:45
nicht mehr mit Emojis schreibt und wieder keine Ahnung.
0:27:46–0:27:50
Kaligrafie. Schöne Sätze formuliert. Ja, genau. Vielleicht.
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Ich habe auch noch ein bisschen geschaut, was das angeht. Ich habe also in der
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NZZ 2018 Artikel gefunden, im Tag in 2024 und in der Bilanz 2023,
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wo jedes Mal ist die Rückkehr von der Handschrift verkündet worden.
0:28:05–0:28:09
Also es besteht Hoffnung, Digi Chris, du musst vielleicht doch auch mal deine
0:28:09–0:28:12
Handschrift, dass sie noch ein bisschen schöner wird.
0:28:12–0:28:19
Und ja, also wenn ihr ein Feedback habt auf die Sendung, gerne auf nerdfunk.stattfilter.ch,
0:28:20–0:28:23
das geht fast nur digital, aber handgeschrieben,
0:28:24–0:28:28
Turnerstrasse 1 in 8400 Winterthur könnt ihr uns.
0:28:28–0:28:30
Ihr habt schon lange nichts mehr bekommen.
0:28:31–0:28:37
Das stimmt, ich habe letztens beim Tag einen richtigen Brief bekommen und ich
0:28:37–0:28:40
habe das auf Facebook gepostet und es hat eine riesige Aufruhr gegeben.
0:28:40–0:28:46
Also wir sehen, wir sind nicht die Einzigen, die uns über die Entwicklung Gedanken machen.
0:28:46–0:28:51
Aber das ist es mal gewesen und wir müssen schauen, dass wir die Sendung ein
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bisschen weniger aufwendig werden, die Zukunft ist jetzt.
0:28:55–0:28:59
Aber bis dann, eine gute Zeit. Macht's gut, ciao zusammen.
0:29:01–0:29:16
Music.

Die Zukunft ist heute: Das ist die neue Serie im Nerdfunk, in der wir der Frage nachgehen, wie sehr der technische Fortschritt unser Leben in den letzten 25 Jahren verändert hat. Heute bohren wir ein so dickes Brett, dass es gut sein kann, dass wir mehrere Anläufe nehmen müssen, um überhaupt ein Löchlein in die Oberfläche zu bekommen.

Es geht um die Kommunikation: Vor 25 Jahren war für die meisten von uns der Festnetzanschluss das Kommunikationsmittel der Wahl – auch wenn die Nerds unter uns schon Mais geschrieben und gechattet haben. Beliebt war auch das Fax, und wer handschriftliche Briefe verschickt hat, war kein völliger Exot.

Dann kamen SMS und Messenger und die ersten sozialen Netzwerke, für die wir ursprünglich nicht einmal eine allgemeingültige Bezeichnung hatten. Mit Youtube entstand vor genau zwanzig Jahren ein Massenmedium, mit dem jeder zum Star werden kann – oder sich durch eine ungeschickte Veröffentlichung bis auf die Knochen blamiert. Im Zug dieser Entwicklung mussten wir uns nicht nur an viele neue Apps wie Zoom, Snapchat, Slack, Discord, Tiktok und Threads gewöhnen, sondern auch an Phänomene wie Influencer, Memes, virale Posts und Shitstorms.

So viele Kommunikationsmittel – und so grosse Probleme, uns untereinander zu verstehen: Wir analysieren nüchtern, ohne Kulturpessimismus und nur mit einer kleinen hobbyphilosophischen Anwandlung, ob wir uns zu sehr auf das technisch Machbare und zu wenig auf das menschlich Sinnvolle konzentriert haben. „Auf allen Kanälen derselbe Quatsch“ weiterlesen

Die Enshittifications-Theorie am Beispiel von Soundcloud

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

00:00–0:00:14
Music.
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Jetzt ist es, glaube ich, wirklich fertig. Das war Malumi mit «The Universe
0:00:19–0:00:22
is Black». Ja genau, Sie, da hinten.
0:00:22–0:00:31
Sagen Sie mir doch, was 6,783 mal 10 hoch minus 7 minus 0,000521 plus 1 gibt.
0:00:32–0:00:33
96,3 Megahertz.
0:00:34–0:00:37
Und was soll das sein? Radio Stadtfilter.
0:00:41–0:00:45
Jinglefeil. Ich habe gerade gedacht, dass der Jingle Ihre Aufwaltungen, Chris.
0:00:45–0:00:51
Genau, jemand müsste noch diese Jingle mit den UKWs raussuchen, also aussortieren.
0:00:52–0:00:57
Aber ja, genau. Ich habe es nicht gewusst, soll ich noch einen anderen spielen?
0:00:57–0:01:00
Vielleicht einer, der kennt...
0:01:03–0:01:03
Okay.
0:01:07–0:01:12
Der ist auch falsch gewesen. Ah, falsch. You're cursed. Jetzt habe ich genug
0:01:12–0:01:14
Portugiesisch verstanden.
0:01:14–0:01:17
Also, wie geht es euch, Jungs? Alles klar?
0:01:18–0:01:23
Alles klar. Ja, eigentlich alles klar. Ich habe meine Ferienunterlagen bekommen
0:01:23–0:01:24
und jetzt zählt mir die Stunden.
0:01:25–0:01:27
Also, du musst wieder aufs Schiff, heisst das?
0:01:28–0:01:30
Ich muss, darf, set, will, ja.
0:01:32–0:01:37
Aber sag mal, es ist doch immer das gleiche auf dem Schiff. Wieso ist das nicht langweilig?
0:01:38–0:01:44
Nein, also eigentlich nicht. Aber eben, ich verlinke das vielleicht mal,
0:01:44–0:01:46
ich werde wieder ein Reisetagebuch schreiben.
0:01:49–0:01:53
Dieser Tag war langweilig. Die Sonne hat geschienen.
0:01:54–0:01:57
Ist es immer das Gleiche auf dem Schiff? Es ist nicht immer das Gleiche auf
0:01:57–0:02:01
dem Schiff, oder? Nein, also die Schiffe sind natürlich auch ganz anders gebaut.
0:02:01–0:02:04
Und eben, ich sage jetzt auch, du hast halt mal irgendeinen Pianospieler,
0:02:04–0:02:07
dann hast du mal irgendeinen Kellner, der irgendeinem Umtanzen.
0:02:07–0:02:09
Also das ist manchmal ganz lustig.
0:02:09–0:02:13
Mal hat es Wellen, mal hat es keine Wellen. Ist das der Unterschied?
0:02:14–0:02:17
In Sachen Essen würde es auch nicht langweilig werden.
0:02:18–0:02:24
Aber ja, also... Es gibt, glaube ich, vier oder fünf D-Sinie, das sich so bewegt.
0:02:25–0:02:31
Also... Der bewegt sich schief und dann... Nein, du bist eine Art Wiener Simulator.
0:02:31–0:02:36
Aber jetzt nicht Kino, im Klassischen, was Kevin hat. Du kannst logischerweise
0:02:36–0:02:38
auf der Kabine irgendwie On-Demand-Filme abspielen.
0:02:39–0:02:42
Aber gibt es nicht so Böten, die richtige Kinos haben?
0:02:43–0:02:46
Also du hast ein Theater und den könntest du wahrscheinlich auch einen Film zeigen.
0:02:48–0:02:51
Okay. Ich habe eben gedacht, man kann die ganze Woche im Kino sitzen.
0:02:52–0:02:53
Dann würdest du mitkommen.
0:02:55–0:02:58
Das wäre aber schon noch lustig. Also. Nicht.
0:02:59–0:03:03
Also statt dass wir jetzt am Digi-Chris seine Ferienmatik machen,
0:03:03–0:03:05
tut der jetzt den Kevin anfixen.
0:03:05–0:03:10
Nein, aber jetzt, also sowas könntest du machen, du machst irgendwie einen Tag,
0:03:10–0:03:14
sagen wir, viel mehr aus den Zwanzigern, dann machst du irgendwie viel mehr die... Ja, genau.
0:03:16–0:03:19
Aber eben, ist es halt schon ein bisschen schade, möchtest du vielleicht auch
0:03:19–0:03:20
mal ein bisschen mehr sehen?
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Ich war jetzt 8 Stunden und habe irgendwie Gottfader 1 bis 3 durchgeschaut. Yay!
0:03:27–0:03:29
Genau, statt dass du einfach...
0:03:30–0:03:34
Ja, gut, also Also ich weiss immer noch nicht so genau, was kannst du denn noch
0:03:34–0:03:36
machen, sonst aufs Meer schauen?
0:03:37–0:03:41
Also eben, essen, das ist auch was, trinken.
0:03:42–0:03:48
Du könntest tatsächlich, gute Idee, ins Fitnesszentrum aufs Leitband und einfach
0:03:48–0:03:50
mal eine Stunde stramplen.
0:03:50–0:03:53
So etwas könnte man auch machen. Macht du denn das?
0:03:55–0:03:59
Oder ist das eine zu persönliche Frage? Nein, also ich nehme es mir auch vor,
0:03:59–0:04:03
weil ich muss ja sagen, wenn ich jetzt halt zu Hause bin und es morgen nehme,
0:04:03–0:04:06
Gibt es vielleicht eine Banane, ein bisschen Cornflakes und ja,
0:04:06–0:04:13
eben so Egg Benedict und so Sachen sind vielleicht nicht gerade die besten Sachen,
0:04:13–0:04:14
wenn man will, gute Figuren haben.
0:04:15–0:04:18
Also ich wäre einfach, nach zwei Wochen wäre ich zehn Kilo zu schwer,
0:04:19–0:04:24
wenn ich dort, weil ich gehe ja mit Joggen und dann manchmal,
0:04:24–0:04:27
wenn es nichts anderes hat, gehe ich auch in das Fitnesszentrum.
0:04:27–0:04:32
Aber ich meine, dort fünf Kilometer Rennen auf dem Laufbahn ist wahnsinnig langweilig.
0:04:33–0:04:37
Du läufst einfach um das Schiff um. Aber nein, das könntest du auch machen.
0:04:38–0:04:41
Nein, also wie gesagt, es wird dann so einen Live-Block geben.
0:04:42–0:04:46
Und wir können es mal schauen, weil wir haben es ja mal, glaube ich, im 19.
0:04:46–0:04:49
Jahr probiert, vom Schiff zu senden. Dann haben wir keine Chance gehabt.
0:04:49–0:04:52
Eben mittlerweile ist die Technologie wirklich massivst weiter.
0:04:53–0:04:55
Also du kannst dann live vom Deck berichten.
0:04:57–0:05:01
Aber Kevin, für dich wäre das nichts, oder? Ich fände es mega spannend.
0:05:01–0:05:06
Ich fände es mal spannend zu machen, aber ich glaube, nach zwei Tagen wäre es mir langweilig.
0:05:06–0:05:11
Ich würde einfach gerne aufs Schiff rumlaufen, schauen, wie gross das ist. Das wäre es für mich.
0:05:12–0:05:18
Aber der ganze Rest, mir ist ja im echten Leben schon nach zwei Tagen in der Ferie langweilig.
0:05:18–0:05:21
Und dann auf so einem Schiff wird es eben dünn für mich.
0:05:22–0:05:24
Das habe ich heisst gefühlt. Ich habe ja mal die romantische Idee gehabt,
0:05:24–0:05:28
das heisst, ich bin von Leuten überschnurrt worden, man könnte ja mal ins Kloster, oder?
0:05:28–0:05:32
Also einfach mal schauen. Und dann hatte ich so eine romantisierende Vorstellung
0:05:32–0:05:34
von der du dann dort bist.
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Und es ist ungelogen, es ist wahrscheinlich etwa 30 Sekunden gegangen,
0:05:40–0:05:42
als ich in das Kloster gelaufen bin.
0:05:42–0:05:45
Und ich dachte, Alter, ist das eine blöde Idee gewesen? Warum mache ich das eigentlich?
0:05:46–0:05:49
Das ist überhaupt nicht so, wie du dir das vorstellst.
0:05:50–0:05:55
Und dass du da irgendwie so zu dir kommst und endlich mal entspannst und dann
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nach 30 Sekunden willst du einfach wieder weg.
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Ich hoffe, es geht euch nicht so, dass ihr nach 30 Sekunden wieder weggeht,
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weil dann würdet ihr 29 Minuten und 30 Sekunden vom Nerdfunk verpassen, wo jetzt losgeht.
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Music.
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Nerdfunk. Schaltet sie aus dem nächsten Mal wieder hin, wenn es heisst.
0:06:21–0:06:22
Nerdfunk.
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Die «End-Shittification»-Theorie, also wenn ich das auf Deutsch übersetze, das heisst eigentlich,
0:06:33–0:06:39
Verschissenheitsgrad, der ansteigt. Also die Theorie vom ansteigenden Verschissenheitsgrad
0:06:39–0:06:45
von Cory Doctorow, die erklärt, warum auch tolle Online-Plattformen anfangen
0:06:45–0:06:47
irgendwann mal nicht mehr so toll zu sein.
0:06:47–0:06:53
Sie fangen an, Kunden auszunutzen und dann auch am Schluss ihre geschäftlichen
0:06:53–0:06:55
Anbieter ein bisschen hinter das Licht zu führen.
0:06:56–0:07:00
Und dann passiert es mit der Zeit, dass die Leute sie immer weniger gerne haben
0:07:00–0:07:03
und sie machen sich eigentlich selber überflüssig.
0:07:03–0:07:06
Und wir analysieren, warum das passiert.
0:07:06–0:07:10
Wir fragen, ob es unvermeidlich ist, dass das passiert und wie man sich vielleicht
0:07:10–0:07:12
allenfalls auch schützen kann.
0:07:13–0:07:18
Und ich glaube, wir beobachten die N-Shitification bei ganz vielen Beispielen.
0:07:18–0:07:21
Bei Facebook, bei Google, bei Amazon, bei Twitter, kann man sagen,
0:07:21–0:07:22
bei TikTok vielleicht auch.
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YouTube wäre ein gutes Beispiel. Aber ich möchte es am Beispiel von Soundcloud
0:07:29–0:07:31
durchexerzieren, weil das Soundcloud,
0:07:32–0:07:36
ihr erinnert euch vielleicht, Kevin war schon dabei beim Digi Chris,
0:07:36–0:07:43
bin ich nicht mehr sicher, aber wir haben uns früher wirklich gefreut über das
0:07:43–0:07:45
Soundcloud und heute ist es so,
0:07:45–0:07:49
brauchst du noch Kevin, bist du noch begeistert? Gar nicht, gar nicht.
0:07:50–0:07:52
Es ist einfach verschwunden. Genau.
0:07:53–0:07:58
Und Digi Chris, hast du eine Beziehung zu Soundcloud Oder hast du ein anderes
0:07:58–0:08:02
Beispiel, wo dir die «End-Shit-ification» auf Deutsch… Nein,
0:08:02–0:08:04
ich habe das jetzt ein bisschen salopp übersetzt.
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Auf Deutsch sagt man eigentlich «Plattformverfall». Also eine gute Plattform
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wird immer schlechter. Sie degeneriert so von sich an.
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Hast du ein anderes Beispiel, wo wir da anführen können?
0:08:15–0:08:19
Also Soundcloud, das habe ich so schwach in Erinnerung. Also die diverse Podcasts,
0:08:19–0:08:21
die ich geloste, sind mal darauf gewesen.
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Ich habe selber nie sicher einen Account gehabt.
0:08:26–0:08:29
Ich würde jetzt vielleicht sagen, und ist jetzt vielleicht ein bisschen offensichtlich,
0:08:30–0:08:35
dass Spotify meint, hey, der Podcast, was etwas offenes ist,
0:08:35–0:08:37
tu mir das bei uns einsperren.
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Und wenn du den Böhmermann willst, dann gibst du uns bitte 15 Franken pro Monat.
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Böhmermann muss man sagen, inzwischen gibt es tatsächlich den als normalen RSS-Feed.
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Dort ist Spotify ein bisschen offener geworden. Ich staune heute noch, warum.
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Ich würde sagen, Also ich erkläre mal, dass Soundcloud, das ist tatsächlich so gewesen,
0:08:58–0:09:04
die haben mal gesagt, jawohl, wir wollen nicht nur Musiker, für das ist es eigentlich
0:09:04–0:09:06
erfunden worden, Künstler, Musikerinnen und Musiker,
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Bands, die wunderbar ihre Musik selber veröffentlichen können,
0:09:11–0:09:14
ohne dass sie ein Plattenlabel brauchen würden.
0:09:15–0:09:23
Auch die Idee vom Anfang des Internets, die Graswurzelbewegung.
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Die Leute von unten können selber veröffentlichen ihre Sachen.
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Man spricht auch von Disintermediation, wenn ich das Wort richtig in Erinnerung habe.
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Es braucht keinen Vermittler mehr, sondern die Leute können selber,
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Künstler, eurem Publikum gelangen.
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Alles wunderbar, wir waren begeistert davon, es hat gut funktioniert. Soundcloud hat gesagt,
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Wir unterstützen auch Podcasts. Wir bieten an.
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Ich hatte dort einen kleinen Podcast, der bis 2016 die Verschwörungstheorie der Woche geheiss.
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Und zum Online-Behalten habe ich jetzt alle Jahre jedes Jahr wieder 79 Euro
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gezahlt, dass die dort schön online bleibt.
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Ich habe immer ein bisschen gefunden, ja, für ein paar alte Folgen ist es ein
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bisschen viel, aber gut.
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Und dann hat es jetzt Ende letztes Jahr gefunden, Jetzt kostet es 99 Euro und
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dann würde es nach einem Jahr dann sogar 135 Euro kosten.
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Also sie haben einfach massiv die Preise angehoben, ohne etwas zusätzlich zu bieten.
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Und das ist dann für mich ein klars Zeichen gewesen, dass die Plattform nicht mehr so cool ist.
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Ja, ist so. Und wahrscheinlich jetzt ist die Frage, wie wichtig ist dir der Podcast?
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Kannst du sagen, ja, ist schön nach dem Motto, du wirfst nicht Soundfiles noch
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irgendwo an, schmeisst auf dem Web-Server, den du vielleicht hast.
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Gut, aber es ist teilweise einfach, dass ich das so mache,
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dann wäre es vielleicht ein bisschen grösser, also nicht böse gemeint,
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dann musst du sagen, ja, also.
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You know what I mean, und dass du dann sagst, ja, aber dann verliere ich meine
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x-Tusend Hörer, ja, dann zahlen halt 135 Franken, ja,
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es ist teilweise wirklich fast, ja, mit den Knarren kommen sie zu dir und sagen, hey,
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willst du denn, oder eben, ein schöner Podcast.
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Es wäre zu blöd, wenn ihr hören würde, was passieren würde. Genau, genau.
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Ich würde vielleicht einmal genau erklären, wie die Theorie ausgesieht von dem Cory Doctorow.
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Sie heisst, eben so sterben die Plattformen am Schluss.
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Oder vielleicht sterben sie auch nicht, aber sie sterben in unseren Herzen, sagen wir es mal so.
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Zuerst sind sie lieb und gut zu ihren Nutzerinnen und Nutzer,
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weil sie wollen ja grösser werden, das Publikum aufbauen.
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Dann fangen sie an, die Nutzer zu missbrauchen, um,
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die Situation für ihre Geschäftskunden zu verbessern. Das sind dann zum Beispiel Leute,
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bei Soundcloud wären es jetzt wahrscheinlich die Nutzer, wären eher Hörerinnen
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und Hörer und Geschäftskunden wären Musikerinnen und Musiker,
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also die, die ihre Inhalte anbieten.
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Also zuerst schauen, dass es denen gut geht und am Schluss missbrauchen sie
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beide Seiten, also dann auch noch Geschäftskunden, um den gesamten Wert in ihren
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Umsatz zu erhöhen und dass es ihnen selber besser geht.
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Und dann sind sie überflüssig.
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Kevin, kannst du mit dieser Theorie etwas anfangen? Hast du das auch schon beobachtet,
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vielleicht in einem anderen Kontext?
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Mir kommt bei diesen Sachen immer Dropbox in Sinn. Ja, gutes Beispiel.
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Wo für mich, genau, wo viele Leute, ich glaube auch keiner, Soundcloud ist trotzdem
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ein bisschen nischig, man muss es irgendwie mit Audio zu tun haben,
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kann man nicht so nachvollziehen.
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Und ich glaube Dropbox haben irgendwie viele Leute installiert Und dann ist
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es auch so gestuft, immer dümmer geworden.
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Zuerst war es gratis, dann war es gratis, aber weniger Speicherplatz.
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Und dann war es gratis, aber weniger Speicherplatz und nur noch drei Geräte.
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Und dann war es gratis, aber eigentlich keinen Speicherplatz mehr und nur noch
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ein halbes Gerät für so und so viel.
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Also es ist wie so gestuft immer weniger geworden und dort habe ich bei meinen
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Kunden auch gemerkt, dass irgendwann so der Moment gekommen ist,
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wo alle gesagt haben, hey, das ist ein Scheiss, ich wechsle jetzt aufs OneDrive.
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Ist zwar auch nicht besser, aber das zahle ich zumindest im Microsoft-Abo und
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ich habe es einfach drin und muss mich jetzt nicht darum kümmern,
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ob ich jetzt mit dem dritten Gerät auch noch angemeldet bin.
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Also Dropbox hat wie wahrscheinlich Soundcloud auch, man hat einmal angefangen,
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man hat eine bestimmte Zahl Benutzer aufgebaut und dann die Leute eigentlich gezwungen,
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zum Wechseln.
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Genau, mit dieser Gerätenbeschränkung ist auch das gewesen, was bei mir dann
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besiegelt hat. Man kann es auch sehr gut.
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Oder sagt, Tige, Chris? Also eben Dropbox, ja, super Kevin für das Stichwort
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und du hast ja, wenn man jetzt wenigstens sagt, bei Apple hast du ja wenigstens noch eine Abstufung.
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Du hast, glaube ich, 5GB, 50, 200, 1TB, whatever.
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Bei Dropbox ist dann einfach gerade BÄM, 2TB oder so.
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Und ich glaube, was ist das bei Apple? Ich glaube, einen Franken oder 2 für die 50GB?
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Für 50GB ist ein Franken. 3 und 3 für 200 Giga.
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Aber auch da könnte man sagen, wieso rechnet man nicht einfach das Volumen ab, das drauf ist?
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Man kann ja in einem ganz normalen 3-Satz ausrechnen, wie viel das kostet,
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wenn man sagt, 10 Giga kostet so und so viel.
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Ich muss auch sagen, also gut, mit dem Franken diskutieren kann ich manchmal
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auch noch die Augen verdrehen, hat jemand sein iPhone 15 Pro Max für 1800 Franken
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und dann, oh nein, ein Franken.
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Ja, ist das für dich auch ein bisschen was. Aber ich glaube,
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bei den Dropbox ist es bei mir auch gekommen, wo eben die Geräte gekommen sind.
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Das Problem ist ja, wenn du einfach 1 GB über das Limit überkommst,
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Dann kommst du in die grösseren Kategorien, die nächste und dann zahlst du sofort
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sehr viel mehr, obwohl der Unterschied nur 1 GB ist.
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Das ist ein bisschen das Problem. Also, ich kann die N-Certification-Theorie
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wunderbar auch an YouTube durchexerzieren.
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Eben 2005 bis 2010 war es eigentlich super.
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Hobbyfilmer, Vlogger, alle waren da. Werbung gab es ein bisschen, aber nicht so viel.
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Man konnte eigentlich machen, was man wollte. und es hat Spass gemacht.
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Dann 2010 bis 2018, dann ist es ein bisschen aggressiver geworden,
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ein bisschen mehr Werbung, ein bisschen mehr Algorithmen, die Empfehlungen.
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Man hat versucht, die Leute auf dieser Plattform zu halten.
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Es ist dann immer strikter geworden. Ich zum Beispiel bei diesem Monetarisierungsprogramm
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rausgeflogen, weil sie gefunden haben, dich haben wir keinen Bock, du bringst uns zu wenig.
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Aber ja, was soll ich machen?
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Es ist immer schwieriger geworden,
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Dafür hat es dann die grossen Partner gegeben, Disney, CNN und so.
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Dann hat man den Teppich ausgerollt und die Kleinen sind ein bisschen beschissen worden.
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Seit 2019 ist es vielleicht noch so ein bisschen cool für eben die,
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die Geld damit verdienen wollen, YouTube selber, für die Werbetreibenden oder so.
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Aber als Creator, als Anbieter von Inhalt musst du dich eigentlich fragen, warum du noch da bist.
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Und was ist die Antwort, Digi Chris, warum ist man noch da?
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Weil es irgendwie halt, also ich sage jetzt auch als,
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Wenn ich aus Konsumentensicht rede und wenn ich jetzt noch einmal über meine
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Ferien rede, ich finde halt auf YouTube mit einem Bäm 150'000 Millionen Videos
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über das Schiff. Es ist halt alles da.
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Wenn jetzt alle würden sagen, screw you all, wir gehen zu Vimeo.
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Ja, aber das macht es nicht.
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Genau, und dann habe ich mich gefragt, ist das eigentlich ein Naturgesetz?
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Passiert das fast zwingend, dass die Entwicklung einsetzt?
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Und vor allem auch, warum passiert das in der digitalen Welt viel eher und viel
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mehr als in der normalen Welt?
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Weil dort probiert man ja uns auch an mitzugängeln, aber irgendwie fällt es
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einem doch leichter, wenn du im Migros nicht das Richtige überkommst, gehst du halt in die Gop.
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Aber Kevin, warum ist das in der digitalen Welt viel härter mit dieser Abhängigkeit?
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Weil wir das alle schon probiert haben, einmal Plattformen zu wechseln.
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Dann kannst du eine Geschichte davon erzählen, weil du bist einer von den wenigen
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Menschen, die Blogsoftware gewechselt hat.
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Du hast sogar mehrmals Blogsoftware gewechselt. Nein, ich habe sie nur einmal gewechselt.
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Also ich glaube, im Digitalen hat man wirklich ein grosses Problem,
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dass man hat einen Datenbestand X und wenn der Datenbestand zu gross ist,
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das zu migrieren, ist eine extrem undankbare und zeitraubende Aufgabe.
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Also ein Wechsel von Dropbox auf OneDrive oder auf einen anderen Anbieter ist,
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wenn man technisch ein bisschen affin ist, nicht so eine Sache.
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Es kann auch dort das Zeug schieflaufen, dass man Daten verliert,
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aber das ist jetzt machbar.
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Ich sage jetzt mal easy.
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Soundcloud, jetzt haben wir mehrere hundert vielleicht Podcasts darauf.
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Und jetzt Jetzt muss man diese zügeln. Es gibt nicht eine Möglichkeit, zu exportieren.
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Und wenn es eine Möglichkeit gibt, zum Exportieren, dann muss man das nachher wieder importieren.
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Also muss man die ganzen Zuweisungen neu machen. Parameter werden nicht übernommen.
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Es ist einfach mühsam. Und technisch, theoretisch wäre es möglich. Vieles wäre möglich.
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Es gibt offene Standards, wo man sagen könnte, man könnte das exportieren.
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Es wäre easy peasy in eine andere Software zu importieren.
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Aber jeder Hersteller ist einfach nicht interessiert an dem.
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Weil niemand möchte sagen, hey, wir geben dir die Möglichkeit,
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easy deine 700 Videos runterzuladen und bei einer anderen Plattform easy zu importieren.
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Also, wahrscheinlich der Import geht noch eher, weil jede Plattform möchte,
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dass du deine Sachen dort draufbringst, aber der Export dort sitzt halt teilweise drauf.
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Und dann, ich glaube, ich kann schnell in den Go laufen.
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Ist easy, Ich kann eine Plattform wechseln,
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Es braucht schon technisches Know-how und Biss.
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Ja, und du hast schon etwas, wenn wir jetzt den Cloud-Dienst nennen.
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Sag mal, ich bin jetzt bei Dropbox und das Dropbox-Verzeichnis ist C-Data-Dropbox.
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Und ich wechsle jetzt auf C-Data-OneDrive.
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Und dann habe ich irgendwo im Word in der History halt etwas,
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was nach C-Data-Dropbox zeigt.
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Ja, dann wird mir Word sagen, ja, die Datei gibt es nicht mehr.
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Dann müsste man halt, ja vielleicht wissen wir das schon, jetzt muss ich halt
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eh gucken, aber eben dann wird wahrscheinlich auch das Liesli Müller,
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also auch nicht bei uns gemeint, sagen, ja komm, dann zahle ich halt den Dropbox,
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die 10 Franken, sonst habe ich meine Steuererklärung nicht mehr.
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Das war die technische Seite, aber wenn du zum Beispiel einen Podcaster auf
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eine neue Webseite bringen würdest,
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dann müsstest du auch schauen, dass alle deine Kunden,
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also deine Hörerinnen und Hörer, dann auch den neuen Feed bekommen.
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Je nachdem hast du vielleicht sogar einen Dienst dazwischen geschaltet,
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wie das Feedburner, was man früher gemacht hat.
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Es gibt die Möglichkeit, alles auszutauschen, allerdings bist du dann auch wiederum
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abhängig von dem Feedburner selber.
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Also es ist wirklich schwierig. Und ich habe dann überlegt, was kann man denn
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bei dem Soundcloud machen, wenn man dort wechseln würde.
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Wenn du Musiker bist, gibt es noch solche Alternativen.
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Das Grösste ist wahrscheinlich Spotify for Creators.
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Dort hast du eine Plattform, wenn du das auch über Spotify ausspielst,
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hast du wieder Chancen auf ein grosses Publikum.
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Aber für Musiker wird es halt schwierig. Es gibt eigentlich nicht eins zu eins
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etwas Gleiches wie Spotify, sondern es gibt Bandcamp vielleicht.
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Das kommt ein bisschen darauf an, für was du es brauchst. wenn zum Beispiel vor allem auch,
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man kann es ja auch brauchen für Vertrieb von Musik dann gibt es Alternativen,
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aber es gibt nichts wo all das so richtig abdeckt und ja dann stehst du halt
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da und bist einfach die Abhängige und kannst leider nicht gross etwas daran
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ändern oder wie die Plattformen wirklich auch.
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Sagen wir schauen halt so subtil
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und ein bisschen weniger subtil dass die Leute bei uns bleiben Kevin,
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hast du eine Ahnung, warum das nicht digital nicht ganz so schlimm passiert
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oder warum das ein Phänomen ist, das wir vor allem im digitalen Raum kennen gelernt haben?
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Ist das so? Mich tue es schon, ja.
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Also ich würde auch sagen, ist es eben nach dem Motto, wenn jetzt halt irgendwie,
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die Kornflakes im Mikro dir nicht mehr schmecken, gehst du zum Coop rüber und
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dann bist du irgendwann halt gewöhnt, dass die Kornflakes vielleicht ein bisschen dünkel sind oder so.
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Aber wenn man mal zu der Band zurückgeht, du bist eine Band,
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hast 150 Lieder und du hast irgendwie einen Blog,
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ja, WordPress und die Files zeigen auf Soundcloud, dass du wahrscheinlich irgendwie,
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auch wenn du einen Kollegen hast, der ein bisschen programmieren kann,
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dass du den Link umschiessen kannst, das geht schon.
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Also dein Blog stimmt dann. Aber wenn ich jetzt dir, Matthias,
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vor fünf Jahren ein Mail geschrieben habe, hey, hör dir mal diese Band an und
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du klickst auf den Soundcloud-Link, der dann nicht mehr geht, ja, blöd.
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Und dann denkst du vielleicht an die Band, jetzt vernünftig den Matthias,
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der uns noch mal hören will.
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Genau, du bist in der realen Welt nicht so direkt gekoppelt an diese Plattformen.
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Und ich habe hier ein paar schöne mertwirtschaftliche Begriffe herausgeschrieben.
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Ich bin ja kein Mertwirtschaftler, aber es ist wunderbar, was da rauskommt.
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Also der Netzwerkeffekt, also First Mover Advantage und Netzwerkeffekt,
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das ist da ein Stichwort dazu.
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Wenn wir es so richtig, also wenn ihr mal an eine Präsentation eingeladen werdet
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und professionell klingt, dann braucht ihr bitte diese Wörter.
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Das heisst einfach, je grösser eine Plattform ist, desto schwieriger wird überhaupt
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für eine Konkurrenz in diesen Märkten zu kommen.
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Weil eben, wenn alle bei Facebook sind und alle dort... Oder WhatsApp ist ein
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wunderbares Beispiel aus unserer Praxis.
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Oder wir alle versuchen immer, unsere Verwandten und Bekannten von diesem WhatsApp
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wegzubringen und wir schaffen es nicht, weil einfach irgendein zwei,
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drei von zehn sind einfach zu faul, um das zu machen.
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Und darum ist es für alle uninteressant, zu wechseln, weil es dann zwei Plattformen
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bedienen müssten, statt nur eine und dann kannst du auch gleich bleiben,
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wo du bist. Genau so ist es eigentlich.
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Oder Chris, hast du es geschafft, deine Leute von WhatsApp wegzubringen?
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Nein, ich habe es gar nicht mehr probiert. Ich meine, wir haben jetzt halt eben
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unser Nerdfunk-Chat auf Rima.
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Genau. Und da ist auch, was ich sage, ein Arbeitskollege, wo vielleicht doch
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auch relativ IT-affin sind.
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Ja, die haben vielleicht auch einen Signal-Account, aber du weisst,
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wenn du auf WhatsApp schreibst, hast du einfach schnell eine Antwort,
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weil halt auch ihre Tante, ihre Frau und so halt auf WhatsApp ist.
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Und dann schaue jetzt wahrscheinlich WhatsApp einfach mehr an.
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Also bei WhatsApp habe ich auch gesagt, es bringt nichts und mich stört es auch nicht.
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Ich benutze WhatsApp für so casual Conversations und jetzt wirklich jeder kann
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hören, schau, jetzt tust du schon mal den Signal installieren. Genau.
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Man kann einfach die digitalen Plattformen besser skalieren,
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weder ein reales Geschäft in der realen Welt.
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Und darum sind die auch immer viel schneller, viel grösser geworden,
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weder, dass es irgendein Laden hätte können werden.
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Ja, aber wenn man, ich glaube, das ist eben nicht nur bei digitalen Plattformen
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so, es zieht sich eben schon auch in die Achtwelt. Ja.
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Telefonanbieter. Ja. Ist ja genau das Gleiche.
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Du bist irgendwo bei irgendeinem, kannst du irgendeinen nehmen und nachher wird
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da der Opus umgeschraubt, wegen gegründet und dann wird dir das angepasst und
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dann kostet deine E-Mail-Adresse plötzlich,
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oder bist du in einer Bank und dann kostet das plötzlich und dann ist das jetzt auch neu,
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musst du jetzt auch einfach mitmachen und ich glaube, es gibt auch da ganz viele
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Leute, die mit der Situation nicht happy sind, aber einfach zu faul sind zum
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Wechseln, die dann einfach sagen, okay, ich gebe jetzt auf.
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Aber es geht eigentlich in die gleiche Richtung. Ja, genau, bei der Telefon-
0:26:17–0:26:19
Oder Telekom ist ein gutes Beispiel.
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Dann hast du ja nicht nur dein Telefon dort, sondern dann tun sie dich immer
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mit diesen Rabettchen locken oder mit diesen Triple- und Quadruple-Play-Angeboten.
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Dann hast du dann auch noch dein Fernseher dort und hast auch noch dein Mobilfunk,
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also nicht nur Festnetz.
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Und es wird ja wirklich auch an den bestehenden Abos geschraubt. Ja, genau.
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Es ist ja nicht mehr gegeben, ich habe mein Abo, das bleibt jetzt für immer so,
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sondern es ist dann dein Abo, das früher das war, wird dann plötzlich zudem
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wo dann nicht mehr das drin hat was andere also ja es ist einfach ein teil von der geschichte dass man.
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Immer werden die Menschen unterdrückt. Ja, so ist es.
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Oder es ist so ähnlich, wie Kevin gesagt hat, du hast gesagt,
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dein Abo ist zwar noch das Gleiche, aber du kannst es nicht mehr verlängern.
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Also wenn du das iPhone 27 willst, musst du wechseln.
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Oder, oh nein, weil du das alte Datenpäckchen hast. Stimmt, das hat mich im Frühstück auch.
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Wenn du im Ausland bist, ja nein, nein, du kannst mit dem alten Abo kein Datenpäckchen
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mehr kaufen. aber du zahlst dann 2 Franken pro Megabyte.
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Aber wenn sie auf das wechseln, dann haben sie es mal 24 Monate gratis.
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Und ja, sie zahlen dann zwar 50 statt 40 Franken pro Monat, aber sie haben doch viel mehr.
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Das hat mein Assistent, mein Rechercheassistent namens JetGPT,
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hat das wunderbar schön genannt, nämlich keine physische Friktion.
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Gibt es im realen oder gibt es in der digitalen Welt die physische Friktion nicht, muss man sagen.
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Das heisst, wenn du ein Sofa kaufst, dann kann das den Möbelhersteller nicht
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nachträglich verschlechtern.
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Aber die Plattform kann das wunderbar.
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Die können die Abos laufend ändern, sie können das auch heimlich machen,
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also ohne dass du das so gross merkst.
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YouTube eben immer mehr Schritt für Schritt, alle Monate vielleicht ein bisschen
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mehr Werbung und ein bisschen längere Werbung und dann ist es irgendwann mal
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nicht mehr zu überspringen und so.
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Und so verschlechtert sich das Graduell, das Produkt, das du gekauft hast,
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was in der richtigen Welt eigentlich nicht möglich ist.
0:28:38–0:28:42
Wenn du etwas mal gekauft hast, dann ist es so, wie du es hast.
0:28:42–0:28:47
Und in der digitalen Welt ist das eigentlich...
0:28:48–0:28:51
Gang und Gäbe kann man sagen, und dann kommen all diese Sachen dazu,
0:28:51–0:28:56
die Algorithmen, die sich ständig verändern, die mir völlig ausgeliefert sind,
0:28:57–0:29:01
die Datensammelaktionen, die immer stattfinden.
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Und es ist einfach wahnsinnig schwierig, als Gesetzgeber zu sagen,
0:29:05–0:29:09
so müssen wir es machen, oder die Beschränkungen müssen gelten,
0:29:09–0:29:13
dass das Publikum nicht ständig beschissen wird. Und da sind wir jetzt.
0:29:14–0:29:19
Wobei schneller, wegen der physischen Produkte, da kommen wir ein Wort in die
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Sinkification. Ja, Shrinkflation meinst du?
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Entschuldigung, wenn du jetzt halt, ich sage es, für eine 5-Dezi-Cola-Fläschle
0:29:28–0:29:31
1,50 zahlt hast, und das dann plötzlich 0,4 ist, gut,
0:29:32–0:29:35
dieses 0,5-Fläschle, das du im Kühlschrank hast, das bleibt,
0:29:36–0:29:40
aber es geht vielleicht schon ein bisschen in die Richtung, aber es ist nichts Bestehendes.
0:29:40–0:29:45
Vielleicht ist das auch tatsächlich etwas, das die realen Anbieter von diesen
0:29:45–0:29:50
Internetanbietern gelehrt haben, dass man auch eben so Sachen machen kann und
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dass die Leute nicht merken.
0:29:51–0:29:55
Und auch auf eine Art der Lock-In-Effekt, der in der digitalen Welt vielleicht
0:29:55–0:29:56
ein bisschen grösser ist.
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Aber wenn du jetzt auf eine Coca-Cola-Marke fixiert bist, dann wechselst du
0:30:02–0:30:04
halt auch nicht zu der anderen, obwohl es natürlich ein Lichts wäre.
0:30:05–0:30:09
Aber ja, bist du halt dann trotzdem irgendwie locked in, oder?
0:30:09–0:30:12
Aber Digi Chris, oder ist es der Kevin? Ich bin nicht mehr sicher,
0:30:12–0:30:16
jemand hat schon das Zauberwort erwähnt, der eigentlich helfen würde,
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nämlich offene Standards, oder?
0:30:20–0:30:23
Wer war das? Kevin? Ja, ja, ja.
0:30:24–0:30:31
Grundsätzlich in der Informatikwelt haben sich das gescheite Leute überlegt.
0:30:31–0:30:38
Und das ist nicht eine Riesenhexerei dahinter, dass man offene Standards hat.
0:30:39–0:30:44
Das hält sich halt einfach wie niemand dran. eben weil man genau die Schnittstellen
0:30:44–0:30:47
auch nicht möchte, weil dort auch,
0:30:48–0:30:51
also ich verstehe es, weil einerseits liegen dort auch Probleme,
0:30:52–0:30:56
ich glaube, wenn man offene Standards anbietet, haben die Leute automatisch
0:30:56–0:31:00
die Erwartungshaltung, Export, Import läuft, was nicht der Fall ist,
0:31:01–0:31:04
was Anpassungen bräuchte und.
0:31:06–0:31:11
Gleichzeitig ist es sicher so, dass man einfach auch drauf sitzt und jeder hat
0:31:11–0:31:14
eh das Gefühl, wir haben die beste,
0:31:15–0:31:19
Methode gefunden, um Sachen in der Datenbank zu tun und alle anderen sind voll
0:31:19–0:31:23
Idioten und darum geben wir einfach den Standort raus, den wir super finden,
0:31:24–0:31:26
was dann andere vielleicht eben nicht so gut finden.
0:31:27–0:31:34
Aber der Weg wäre dort an, aber das haben wir vor 25 Jahren verpasst. Ja, ich glaube...
0:31:35–0:31:38
Um noch diese Frage zu beantworten, ich glaube, es ist kein Naturgesetz,
0:31:39–0:31:42
oder Digi Chris, es muss nicht passieren, aber es passiert dann nicht,
0:31:42–0:31:45
wenn ein Unternehmen wirklich starke.
0:31:46–0:31:52
Ideologische Motive hat, oder eben auch eine Community, die wirklich tonangebend
0:31:52–0:31:55
ist, Wikipedia zum Beispiel, da kannst du nicht einfach plötzlich sagen,
0:31:55–0:32:00
Wikipedia kostet jetzt etwas, und wenn ihr nach 5 Artikeln an 6 lesen müsst,
0:32:00–0:32:01
müsst ihr ein Abo abschliessen,
0:32:01–0:32:06
das würde nicht funktionieren mit dieser Community, Aber wenn du ein Unternehmen
0:32:06–0:32:09
hast, das von diesen Marktgesetzen getrieben ist,
0:32:09–0:32:13
dann ist die Entgertification recht wahrscheinlich.
0:32:14–0:32:18
Aber Digi Chris, was lernen wir daraus? Das ist ja für uns Anwenderinnen und
0:32:18–0:32:19
Anwender recht scheisse.
0:32:19–0:32:25
Das heisst, wir können eigentlich jede Plattform, die uns heute dafür entscheidet,
0:32:25–0:32:29
müssen wir damit rechnen, dass sie in fünf oder zehn Jahren kacke ist.
0:32:30–0:32:34
Ja, und es ist glaube ich etwas, was mich wirklich richtig angeschissen hat,
0:32:34–0:32:37
wo Google den Google Glieder eingestellt hat.
0:32:37–0:32:41
Das ist auch sowas, aber dort hast du ja wenigstens die Feeds und glaube auch
0:32:41–0:32:47
deine Startartikel, das heisst, das ist glaube OPML, also du hast die Feeds rausziehen können.
0:32:47–0:32:52
Das ist einigermassen gegangen, es hat dir vielleicht mal ein Sonderzeichen zu erhauen, aber.
0:32:53–0:32:56
Ja, wahrscheinlich bist du machtlos oder du machst es wie ich glaube in den
0:32:56–0:33:02
letzten im letzten Realitätsabgriff wie der Meggie, du tust einfach alles selber
0:33:02–0:33:04
bei dir hosten. Ja, genau.
0:33:04–0:33:09
Das wäre natürlich super, aber die meisten Leute haben Zeit und Know-how nicht für das.
0:33:09–0:33:15
Ich würde sagen, ja, ich habe mir ein paar Lehren daraus noch überlegt.
0:33:15–0:33:19
Ich würde noch kurz, dass wir eine schöne, wie soll ich sagen,
0:33:19–0:33:23
eine schöne Lehre... Conclusion, ja. Genau, genau. Die,
0:33:24–0:33:29
Wir Anwender, ja, wir sitzen immer am kürzeren Hebel. Wir können nicht in die Zukunft schauen.
0:33:29–0:33:33
Wir wissen nicht, wie das sich entwickelt. Wir müssen einen Vertrauensvorschuss leisten.
0:33:34–0:33:37
Aber ich glaube, wenn man sich dieser Abhängigkeit bewusst ist,
0:33:37–0:33:39
das ist schon mal sehr gut.
0:33:39–0:33:44
Dann kann man schauen, dass man nicht von einem einzigen Anbieter abhängig ist.
0:33:44–0:33:47
Und man kann schon von Anfang an vielleicht ein bisschen spüren,
0:33:48–0:33:51
wie der so tickt und ob der vielleicht einem eben so eine, Kevin hat es erwähnt,
0:33:51–0:33:56
so eine Exportfunktion anbietet oder so, sodass man auch tatsächlich seine Daten
0:33:56–0:33:57
wenigstens rausbringen würde.
0:33:58–0:34:01
Und man kann schauen, wenn es vielleicht freie Alternativen gibt,
0:34:02–0:34:05
auch wenn sie weniger gut sind, lohnt es sich dann vielleicht trotzdem,
0:34:05–0:34:09
über die anzudenken, wo wir früher vielleicht gesagt haben, Google, was brauchen wir?
0:34:10–0:34:12
DuckDuckGo, wir nehmen Google, ist super und so.
0:34:13–0:34:17
Kevin, du noch etwas aus Sicht von deinen Kunden, was sagst du denen,
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wenn dann wieder einer kommt und sagt, jetzt hast du mir das empfohlen vor fünf
0:34:20–0:34:23
Jahren und jetzt ist es scheisse geworden, du bist geschult, was sagst du?
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Also, ich glaube, die Diskussion dort ist recht schwierig, weil wir haben das
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gleiche Problem wie mit WhatsApp.
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Also, jeder Videoproduzent hat irgendwann eine Phase gehabt,
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wo er gefunden hat, YouTube ist scheisse, weil da wird Werbung angezeigt,
0:34:39–0:34:41
wo ich gar nicht damit etwas zu tun habe.
0:34:41–0:34:44
Ich gehe auf Vimeo, dann haben sie es auf Vimeo und haben gemerkt,
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hey, da hängen genau vier Leute rum.
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Das ist nicht so gut. Ich gehe wieder zurück auf YouTube.
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Also irgendwann entscheidet halt dann gleich die Plattform beziehungsweise die
0:34:54–0:34:59
Reichweite der Plattform und dann bist du am gleichen Ort und sagst,
0:34:59–0:35:00
komm, dann lasse ich es halt dort.
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Und wenn es dann kostet, ja gut, dann zahle ich halt die 100 Franken.
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Das ist eben wirklich so.
0:35:06–0:35:21
Music.

Soundcloud war einmal eine unserer Lieblings-Websites: Innovativ, sympathisch und ein Beispiel für eine kreative, offene Community. Jede und jeder kann dort seine Musik veröffentlichen und sein Publikum finden, ohne sich der komplexen Maschinerie des Musikgeschäfts ausliefern zu müssen. Also: mehr Freiheit und Selbstbestimmung für Künstlerinnen und Künstler.

Knapp anderthalb Jahrzehnte später ist dieser Traum geplatzt. Soundcloud existiert zwar noch, doch die Begeisterung ist verflogen. Preise ziehen an, der Support ist quasi inexistent und für die Podcaster – die in der Anfangszeit umworben wurden – tut die Plattform seit Jahren gar nichts mehr.

Diese Entwicklung bei Soundcloud ist keine Ausnahme – sondern eher die Regel. Facebook, die Google-Suche, Youtube, Amazon, Twitter und Tiktok: Sie alle wurden über die Jahre immer schlechter und verwandelten sich aus einem ehemals schönen, freundlichen Ort in ein «Hell hole». Meistens vollzieht sich diese Entwicklung im gleichen gemächlichen Tempo, wie die Plattformen mächtiger werden. Das Resultat besteht darin, dass wir Nutzerinnen und Nutzer uns zunehmend unwohl fühlen, aber uns nicht einfach verabschieden können, weil über die Jahre auch unsere Abhängigkeit immer grösser geworden ist.

Für diesen Vorgang hat der Science-Fiction-Autor Cory Doctorow die Bezeichnung Enshittification geprägt; in Deutsch verwendet man meist das weniger plakative Wort des Plattform-Verfalls. Wir zeigen auf, wie dieser Verfall stattfindet und analysieren, warum er in der digitalen Welt häufiger passiert als in der analogen. Und natürlich fragen wir uns, welche Gegenmittel es gibt und wie wir uns wirksam schützen. „Die Enshittifications-Theorie am Beispiel von Soundcloud“ weiterlesen

Die neue Lust mit den alten Kameras

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

00:00–0:00:06
Music.
0:00:07–0:00:12
«Massistar» mit «Fade into you». Und das ist eines der Stücke,
0:00:12–0:00:18
die man im Radio liebt, weil es ewig lang hinterher ausgeblendet wird.
0:00:18–0:00:21
Man weiss nicht genau, wann es eigentlich fertig ist, aber jetzt würde ich sagen, ist es fertig.
0:00:26–0:00:31
Und, meine Damen und Herren, da ist Kevin Rechsteiner. Guten Abend. Grüezi miteinander.
0:00:32–0:00:35
Du bist ein bisschen leise, aber ich korrigiere das noch on the fly.
0:00:36–0:00:40
Super. Oh, jetzt bist du viel zu laut. Ich habe nichts umgestellt.
0:00:40–0:00:44
Ich schon, ich bin alles... Es ist immer super, wenn ich jetzt auch noch wieder
0:00:44–0:00:46
reinfunkse und einen reinpusche.
0:00:46–0:00:53
Genau, das wird sicher gut. Dann gibt es so Bewegungen, die sich interferenziell verstärken und so.
0:00:53–0:00:58
Und ich glaube, wir erleben gerade das im grossen Massstab.
0:00:58–0:01:02
So Bewegungen, die sich gegenseitig interferenziell verstärken,
0:01:02–0:01:03
wenn du weisst, was ich meine.
0:01:05–0:01:09
Also, ich weiss, was du meinst. Wenn ihr nicht wisst, was ich meine,
0:01:09–0:01:11
es war eine politische Anspielung.
0:01:12–0:01:18
Ich höre jetzt Podcasts und liese Artikel, wo die Leute sich fragen,
0:01:18–0:01:21
ist das jetzt, was wir da beobachten?
0:01:21–0:01:23
Ist das jetzt eigentlich schon Faschismus oder nicht?
0:01:24–0:01:26
Oder ist das ein Putsch oder was ist das?
0:01:28–0:01:31
Ich frage mich dann so, ich weiss, Kevin, es tut mir leid, du willst ja nie,
0:01:31–0:01:34
also du hast lieber unpolitische British Shows,
0:01:35–0:01:38
wir können nachher auch über die Hühner reden, falls es das Hühner-News gibt,
0:01:39–0:01:43
aber ich frage mich einfach, wenn man nicht weiss, ob es Faschismus ist und
0:01:43–0:01:49
wenn man sich die Frage explizit stellen muss, ist man dann nicht schon über
0:01:49–0:01:53
den Punkt drüber, die gesund ist und vernünftig ist.
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Weil wenn es vernünftig und gut wäre, dann würde man sich doch die Frage gar nicht stellen.
0:01:58–0:02:01
Dann würde man sagen, nein, ist völlig klar, ist natürlich kein Faschismus,
0:02:02–0:02:07
alles Gutes, es ist Demokratie, alle machen das, was sie sollten, es ist vernünftig.
0:02:09–0:02:11
Es entspricht dem, was wir gerne möchten.
0:02:13–0:02:20
Aber, also ich meine, das stimmt. Ich habe ja mal die Ausbildung als Therapeut gemacht.
0:02:20–0:02:28
Ja. Ich weiss, therapier mich ein bisschen bitte. Du darfst ja nie Stellung beziehen. Ja.
0:02:31–0:02:35
Also es gibt Therapiemethoden, wo du das machst, aber im Normalfall machst du das nicht.
0:02:36–0:02:39
Darum fragt der Psychiater immer, und was macht das mit Ihnen?
0:02:40–0:02:41
Wie fühlen sie sich dabei?
0:02:42–0:02:48
Ja, und ich hatte aber mal eine Weiterbildung bei einem. Und der macht vor allem
0:02:48–0:02:53
Laufbahnsachen oder so Leben, wenn du das Leben neu ausrichten willst.
0:02:53–0:02:58
Und er sagt, wenn jemand zu ihm kommt und sagt, soll ich meinen Job wechseln? Dann sagt er, ja, voll.
0:02:59–0:03:04
Okay. Weil es ist das Gleiche, wenn du schon an dieser Überlegung bist,
0:03:05–0:03:08
hey, das ist nicht mehr das Richtige und ich bin nicht mehr happy mit meinem
0:03:08–0:03:12
Job, dann stellst du erst die Frage. Und ich glaube, was jetzt passiert,
0:03:14–0:03:18
In der Politik ist genau das Gleiche, wenn du dir die Frage stellst.
0:03:18–0:03:20
Ja, ja, dann sind wir schon dort. Ja.
0:03:21–0:03:24
Also es geht wie das Gleiche. Sonst würde die Frage gar nicht kommen,
0:03:24–0:03:27
wenn du happy in deinem Job bist, dann überlegst du dir auch nicht,
0:03:28–0:03:30
ja, soll ich dann wechseln?
0:03:30–0:03:34
Also aus irgendeinem Grund kommst du ja überhaupt auf den Gedanken.
0:03:34–0:03:38
Und ja, wahrscheinlich, also
0:03:38–0:03:44
ich wüsste jetzt nicht, wo ich es politisch würde einordnen. ist es schon.
0:03:47–0:03:53
Sehr Autorität. Aber ich glaube, Demokratie kann er nicht einfach so über den
0:03:53–0:03:56
Haufen rühren. Da hat es schon noch Hürden.
0:03:57–0:04:04
Aber es ist sicher eine Entwicklung in eine bestimmte Richtung, die sich abzeichnet.
0:04:04–0:04:06
Es ist einfach eine Lust.
0:04:06–0:04:13
Ich habe beim Ezra Klein, ich habe auch schon über den Podcast gerade Ezra Klein.
0:04:14–0:04:16
Und dort war Cara Swisher.
0:04:17–0:04:21
Wahrscheinlich ist sie die bekannteste Tech-Journalistin der Welt.
0:04:21–0:04:24
Und die haben eben auch vor allem über Elon Musk gesprochen.
0:04:25–0:04:29
Und dann natürlich auch ein bisschen über den Groove im Silicon Valley.
0:04:29–0:04:33
Also die Ähnlich-Sendung, wie wir auch gemacht haben, Anfang Jahr.
0:04:33–0:04:36
Nur vielleicht noch ein bisschen kompetenter.
0:04:37–0:04:41
Weil Cara Swisher hat natürlich den Vorteil, dass sie all die Leute persönlich kennt.
0:04:42–0:04:49
Sie hat Elon seine Handynummer und hat eine SMS geschickt und kennt auch all
0:04:49–0:04:52
die anderen Gestalten hier in dem Silicon Valley.
0:04:53–0:04:57
Wo wir Peter Thiel und solche Leute, wo wir natürlich am Namen her erkennen,
0:04:57–0:05:02
aber es ist schon ein Unterschied, wenn du mit denen schon x Interviews geführt hast und so.
0:05:02–0:05:06
Und die haben schon gesagt, es ist halt einfach der Silicon Valley Groove.
0:05:06–0:05:13
Alles kaputt machen, klein hauen, ohne sich überlegen, was daraus wird und ob
0:05:13–0:05:19
es nicht vielleicht viel grössere Nachteile sind, weder die Vorteile.
0:05:19–0:05:23
Und vor allem, wenn du gar nicht weisst, was du nachher eigentlich Neues daraus machen willst.
0:05:23–0:05:27
Und das ist schon, ich glaube, das ist etwas, wo wir mit dem Silicon Valley,
0:05:27–0:05:30
dort haben wir immer so von Disruption gesprochen.
0:05:30–0:05:35
Und natürlich heisst Disruption eigentlich auch, man verreisst alles und zerstört alles.
0:05:35–0:05:38
Aber die Leute haben dann immer so ehrfurchtig gefunden, ah,
0:05:38–0:05:43
die machen Disruption, oh, die erschrecken von nichts zurück,
0:05:43–0:05:47
die kennen keine Tabus, die haben keine Denkblockaden im Kopf.
0:05:47–0:05:54
Und man hat das immer so unstilisiert, Und jetzt siehst du, dass diese U-Stilisiererei
0:05:54–0:05:57
vielleicht etwas voreilig war.
0:05:58–0:06:01
Jetzt sieht man, dass sie doch einfach nur Arschlöcher sind. Ja, genau.
0:06:02–0:06:06
Es waren einfach Arschlöcher, die sich ein Mäntel umgezogen haben.
0:06:06–0:06:08
Gut verkauft. Gut verkauft.
0:06:09–0:06:13
Inszenierung perfekt. Wahrscheinlich haben wir uns auch immer von diesen Nerds.
0:06:13–0:06:15
Die müssen ja so authentisch sein.
0:06:15–0:06:18
Ein Nerd kann sich doch nicht verstellen. Er ist doch immer,
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wenn er ist, und er bringt kein falsches Wort aus.
0:06:21–0:06:24
Und dann siehst du jetzt Mark Zuckerberg und findest du, aha,
0:06:24–0:06:27
okay, gut, vielleicht haben wir uns auch dort.
0:06:27–0:06:31
Also, ich finde... Aber ich glaube, er war mal ein Nerd.
0:06:32–0:06:38
Ja. Er ist Arschloch geworden. Also du meinst, er ist korrumpiert worden durch
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sein Reichtum, durch seine Macht und so. Kann schon sein.
0:06:42–0:06:47
Ja, ich habe das Gefühl. Ich glaube, der wollte nichts Böses und jetzt habe ich einfach...
0:06:48–0:06:56
Ja, also Zuckerberg imitiert alles und macht alles nahe und jetzt macht er halt
0:06:56–0:07:00
Elon nahe mit allen seinen unangenehmen Seiten.
0:07:00–0:07:04
Ja, aber auch der ist doch gekippt. Der ist doch mal normal gewesen.
0:07:04–0:07:07
Der war links, Carus Wischer erzählt das auch.
0:07:07–0:07:10
Der war mal pro Obama und alles.
0:07:10–0:07:14
Ja, voll. Der hat irgendetwas konsumiert und dann ist etwas passiert.
0:07:15–0:07:23
Das Ketamin hat ihm nicht gut getan und ich glaube auch seine Familiengeschichten und so.
0:07:24–0:07:31
Ja, es ist wirklich... Und wenn ihr euch jetzt schon findet,
0:07:31–0:07:34
ob ihr euch diese Sendung anbtbt, dann kann ich euch beruhigen.
0:07:34–0:07:38
Es geht um etwas völlig anderes, genau jetzt im Nerdfunk.
0:07:38–0:07:49
Nerdfunk Herzlichst Willkommen zum Nerdfunk Nerdfunk Ihre Nerds Am Mikrofon.
0:07:39–0:07:51
Music.
0:07:49–0:07:51
Kevin Recksteiner und Matthias
0:07:51–0:07:54
Und es geht um ein Thema, wo wir früher,
0:07:54–0:07:58
die ganze Zeit haben wir das Thema gemacht und dann ist Didi Chris gekommen
0:07:58–0:08:01
und hat gesagt, ey, das Thema, dann haben wir es nicht mehr gemacht.
0:08:01–0:08:04
Aber heute, Kevin, machen wir es wieder. Heute?
0:08:05–0:08:11
Also, es ist ja lustig, dass wirklich die Fotografie in den Anfängen ein sehr
0:08:11–0:08:13
grosses Thema gewesen ist.
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Und ich würde jetzt sagen, dass ich nicht weniger fotografiere als hier.
0:08:19–0:08:24
Es hat sich wahrscheinlich ein bisschen geändert, dass ich reise weniger.
0:08:24–0:08:28
Also ich bin weniger als Ferienfotograf unterwegs, sage ich jetzt mal.
0:08:29–0:08:32
Ich fahre mehr geschäftlich fotografieren, aber den Fotoapparat habe ich immer
0:08:32–0:08:38
noch mehrmals gebraucht in den Händen. und klir ich,
0:08:39–0:08:46
eigentlich das Thema Fotografie völlig verschwunden aus dem Nerdfunk.
0:08:48–0:08:52
Und wenn ich darüber nachdenke, auch in meinem Fotografenumfeld.
0:08:53–0:08:57
Es ist wie irgendwie keine Ahnung.
0:08:57–0:08:59
Es sind einfach Fotopräte.
0:08:59–0:09:01
Es ist wie egal.
0:09:01–0:09:05
Du hast ja vielleicht das Dokument gesehen, das wir da haben.
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Und ich habe ja einen leichten Rechercheanfall vor dieser Sendung. Ein leichten?
0:09:12–0:09:18
Sag, wie viele Seiten das sind. Gib es zu. Ich weiss. Stand, Anne und sechs.
0:09:18–0:09:21
Ich müsste zuerst auf die Seitenansichten umschalten.
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Man muss sagen, die meisten von diesen Seiten sind ja nicht von mir,
0:09:25–0:09:27
sondern sie sind vom Chat-GPT.
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Mein Eindruck war, mir ist es genauso gegangen wie dir, dass die Fotografie
0:09:33–0:09:35
in einer riesen Krise gesteckt ist.
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Ich würde sagen, Wahrscheinlich in den letzten 15 Jahren, kann man sagen,
0:09:40–0:09:45
seit die Handys so richtig in Fahrt gekommen sind.
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Die Kompaktkameras sind völlig verschwunden, die gibt es nicht mehr.
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Das ist ein Produkt, das wirklich gestorben ist.
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Sonst sagt man immer, Produkte verschwinden vielleicht in einer Nische.
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Aber wenn du jetzt eine Kompaktkamera suchen möchtest, gäbe es vielleicht noch
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welche für Kinder oder so. Aber sonst fast nicht mehr, oder?
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Und es waren aber nicht nur die Smartphones, sondern es waren auch z.B. Nikon.
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Da hat man eigentlich vor drei, vier Jahren, oder so anfangs 20er Jahre,
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hat man gesagt, die Nikon machen es nicht mehr lange.
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Es sind auch wirklich Marken verschwunden.
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Und ja, wie schätzt du das ein? Ist das nur an diesen Smartphones gelegen?
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Was war die Entwicklung?
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Also ich glaube, das eine ist, was ich so ein bisschen das Gefühl habe.
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Haben wir am Anfang mehr darüber gesprochen, ist wie so die technische Entwicklung.
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Man hat über Megapixelzahlen gesprochen, man hat über vor allem Grenzen von
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Digitalkameras gesprochen.
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Also man war dann irgendwann froh, wenn man 10 Megapixel hatte,
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weil man dann wie gesagt hat, okay, jetzt haben wir etwa gleich viel,
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wie wenn man es negativ einscannen würde und jetzt ist es gleichwertig.
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Wir hatten dann historische Probleme,
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viele kamen mit den analogen Kameras, hatten einen Spiegelreflex und haben die
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analogen Objektive übernommen, die dann vielleicht nicht gepasst haben oder
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auch wieder nicht aufeinander abgestimmt waren.
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Ich glaube, über die Jahre ist das so etwas weggefallen.
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Es gab eine Phase, in der eigentlich jede Digitalkamera mit 2,
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5, 10 Megapixel mehr kam.
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Und das war der Ausschlaggebendpunkt, wo man gesagt hat, jetzt habe ich 25 Megapixel
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und jetzt bin ich cool. Genau.
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Ja, ich glaube, das ist richtig. Mich denke es auch so, die technische Entwicklung hat sich verlangsamt.
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Ich glaube eben, was die Kamerahersteller heute machen können,
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die kommen alle mit ihren Video-Features, weil das ist dann das,
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wo man sich auch noch unterscheiden kann.
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Man schreibt, jawohl, wir können jetzt 8K mit 500 Bilder pro Sekunde und so.
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Also die Sensoren werden schon immer noch schneller. Warum werden die schneller?
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Sie werden irgendwie gestackt oder ich habe es wieder vergessen.
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Teilweise, jetzt habe ich es gefunden, gerade in dem Moment,
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teilweise mehrschichtige CMOS-Sensoren werden hier eingebaut.
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Und die kann man wahnsinnig viel schneller auslesen.
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Und darum kannst du extrem kurze Beliechtungszeiten machen.
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Du kannst viel mehr Fotos machen. Aber im Sommer letztes Jahr habe ich Nikon Z6 Mark III, nein,
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das Mark gibt es nur bei der Canon, also Z6 III, habe ich getestet und die kann
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eigentlich viel mehr, als ich jemals brauche.
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Es ist eine super Kamera, aber ich brauche all diese Top-Features gar nicht,
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weil ich kann die gar nicht ausreizen.
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Und ich glaube, ich habe herausgehört, dir geht es auch so, Kevin.
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Es ist wirklich das passiert, dass man am Anfang vor 15 Jahren,
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vor 20 Jahren wahrscheinlich, den Vergleich gehabt hat mit diesen Analogkameras.
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Das war das State of the Art, das Digitale war das Neue, das Neue ist eh schlecht.
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Und jetzt ist man am Punkt, dass wenn ich mir eine Digitalkamera kaufe,
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dass ich das, was die Digitalkamera kann, nie, nie, nie brauche.
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Wer drückt heutzutage noch das Foto?
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Niemand. Also das sind Profi-Fotografen, die dann vielleicht irgendwann eine
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Ausstellung machen, aber auch die drücken das Foto eigentlich nicht aus.
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Und eine Privatperson, wenn es hoch kommt, macht einmal ein Fotobuch.
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Das war es dann aber auch schon.
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Und dadurch ist halt der Anreiz, eine neue Kamera zu kaufen,
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nur weil ich jetzt mehr Megapixel habe und vielleicht die besseren Funktionen
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ist halt schon verschwunden.
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Und gleichzeitig das Handy, das ich im Hosenack habe.
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Wo Apple sehr bewusst relativ früh gesagt hat, wir haben da die beste Kamera
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und dieses Ad was shot mit dem iPhone. Ja, genau. Shot an iPhone.
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Ja genau, die Werbung ist mit dem iPhone fotografiert worden, dass eigentlich,
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ein iPhone heute, die höhere Auflösung hat als wahrscheinlich sogar meine Digitalkamera,
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die ich brauche. Ah, das kann gut sein, zumindest auf dem Sensor.
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Und dann muss sie natürlich, weil er so winzig ist, fassen sie dann schon ein
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bisschen wieder Pixeln zusammen.
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Aber ich glaube, das ist auch so. Und jetzt sag mit welcher Kamera du immer noch fotografierst?
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Das habe ich gar nicht gesagt. Ich habe immer noch eine EOS 5D Mark IV.
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Die ist herausgekommen 2016 und ich glaube, ich habe sie im 17.
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Gekauft. Ich schlage dich locker.
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Ich habe einen Nikon D7000 aus dem Oktober 2010 und ich habe sie wahrscheinlich 2011 oder so gekauft.
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Ich muss sagen, die erfüllt eigentlich meine Zwecke immer noch.
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Was mich daran stört, ist, dass sie kein WLAN hat. Sie hat mal noch die Speicherkarte
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mit WLAN gegeben, die du dann die Bilder kopieren können.
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Die gibt es nicht mehr. Oder die Karte hat sie noch, aber die App dazu gibt es nicht mehr.
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Darum muss ich immer einen Cardreader dabei haben. Das schiesst mich ein bisschen an.
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Und natürlich, was die neuen Kameras haben. Und ihr merkt jetzt,
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ich bin wirklich, was das angeht, ignorant.
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Ich finde, dass man das Display hinten jetzt so ausklappen kann,
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das finde ich super und das kann man bei Minneren nicht.
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Und das ist aber, sonst kann ich die eigentlich immer noch tiptop brauchen und ja.
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Also der Autofokus, wenn ich eben, als ich die Z6 III getestet habe,
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habe ich schon sagen, der Autofokus, das sind natürlich Welten und
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das ist schon alles grossartig oder das objektiv mit der mit der bildstabilisierung
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wenn ich da vergleiche ich habe meine meine bildstabilisierung sind meine beiden
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händen aber trotzdem ist es eigentlich so dass ich,
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Und das ist, glaube ich, auch dazukommen, dass die Kamerahersteller und die
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Digitalfotografie dann so ein Gefühl gehabt,
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oder so wirklich in einer tiefen, tiefen Krise hineingesteckt ist in den letzten Jahren,
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dass wir wirklich gefunden haben, die ist eigentlich gut genug.
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Und dann ist eben noch der Systemwechsel zu den Systemkameras,
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also zu den spiegellosen Kameras, und ich habe immer gefunden,
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ja, soll ich jetzt, ah, eigentlich finde ich das Alter schon auch noch gut,
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und wenn du dich nicht entscheiden kannst, dann bleibst du halt bei dem, was du hast. Ja.
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Ja, ich glaube, also dort ist halt wie so die gleiche Entwicklung mit diesen
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Systemkameras oder eben die Spiegel-Lose.
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Also muss man jetzt das Ganze aufrollen. Vielleicht Spiegelreflex-Kameras haben
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eigentlich einen Sensor gehabt und wie.
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Eine klassische analoge Kamera hat, wenn man abgedrückt hat,
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Der Spiegel ist hochgeklappt, das Licht ist durchgekommen und hat bei alten
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Kameras das Negativ beleuchtet.
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Bei Digitalkameras hat dann einfach den Sensor beleuchtet. Es hat aber einen
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beweglichen Spiegel drin gehabt. Dann hat man irgendwann gemerkt,
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das ist einfach auch nicht so cool.
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Und dann sind Systemkameras gekommen oder eben spiegellose Kameras.
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Die haben dann keinen solchen Spiegel mehr gehabt, sonst ist er direkt auf den Sensor.
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Jetzt ist dann auch am Anfang, das ist gar nicht gegangen. Spiegelreflex ist
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viel besser, als die Gründe.
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Ich weiss nicht mehr warum. Ich habe auch so Artikel geschrieben.
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Sie ist irgendwie authentischer und sie ist wie früher und überhaupt.
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Und sie sind, glaube ich, langsamer gewesen, hätte ich gesagt,
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am Anfang. Auf jeden Fall,
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Da gab es auch einen Wechsel. Dann ging es mir auf die Systemkameras.
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Die waren viel kompakter.
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Durch die Systemkamera kam der Wunsch von diesem Live-View.
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Also, dass ich direkt auf dem Display sehe, was ich fotografiere.
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Also, es ist zwingend nötig.
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Ja, hast du keine Suche. Genau, eine Spiegelreflexkamera konnte das nicht.
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Und mittlerweile ist Systemkamera der grössere Anteil als Spiegelreflexkameras.
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Ja, also Nikon hat aufgehört.
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Spiegelreflexkameras zu machen, glaube ich, vor zwei, drei Jahren,
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wenn ich mich nicht täusche, ich kann nachher noch schnell nachschauen,
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dass ich nichts Falsches behaupte.
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Und ich glaube, das ist wirklich auch so ein Befreiungsschlag gewesen,
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dass sie gesagt haben, wir machen jetzt nur noch das, weil vorher ist es immer
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so die Zweispurigkeit gewesen.
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Ich glaube, das ist sogar für ein Unternehmen wie Nikon.
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Die beherrschen dir ein Geschäft, aber wenn man so wirklich zweigleisig,
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so zwei Technologien fahren.
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Das ist wahrscheinlich einfach hart für so ein Unternehmen.
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Und dann gibt es eben die einen, du kannst es niemandem recht machen.
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Die einen wollen nicht umsteigen, die anderen finden, aber keine Objektive.
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Und sie haben auch am Anfang, haben sie glaube ich auch die ersten,
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sie haben das, die, wie heisst sie, ein Nein, hat sie ein Nein geheissen.
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Also sie haben es, der erste Versuch mit der Systemkamera, das Nikon,
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auch wirklich vermasselt und man sieht, das ist auch eine Herausforderung.
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Sind dann noch andere Sachen dazu gekommen? Oder mit dem Handy als Konkurrenz, dann haben sich die...
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Hersteller überlegen, wie gehen wir mit dem um? Nikon hat zum Beispiel mal eine Kamera gemacht,
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mit der eigentlich ein Android-Dring gesteckt ist, also ohne Telefon,
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aber mit dem ganzen Android-Betriebssystem, wo du auch Apps drauf tun konnten
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und so, und dann gefunden, das könnte das Richtige sein, um mit dieser Krise umzugehen.
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Und es ist einfach wirklich wahnsinnig schwierig gewesen.
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Und jetzt, Kevin, mein Eindruck ist, wir haben die Krisen aber ein bisschen
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eigentlich überwunden. Es geht wieder aufwärts, auch wenn man vielleicht nicht
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sicher ist, ob wirklich dann all die Hersteller es schaffen.
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Es hat einfach übrigens, habe ich es gesehen, Nikon hat einfach,
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2011 ist das schon gewesen, es ist ein Eins-System, Nikon 1 hat es geheissen.
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Und es hat eben die erste spiegellose Kamera, hat nicht funktioniert.
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Sie haben auch so 360-Grad-Kameras, also im Bereich der Action-Kameras,
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haben es angefangen wildere GoPro und solche Sachen.
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Eben die Rundum-Videos, man hätte ja alle Richtigen sich orientieren können,
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aber nichts hat das so richtig gezündet.
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Und, wie gesagt, teilst du meinen Eindruck, dass die Krise jetzt aber eigentlich
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ein wenig überwunden ist?
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Ist die Krise... ja... Ja, wahrscheinlich hat man sich jetzt einfach neu positioniert.
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Man macht einfach das, was man macht und hat den Fokus gefunden.
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Das ist wahrscheinlich schon so.
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Ich weiss nicht wie es mit den Verkaufszahlen aussieht, ich habe schnell recherchiert
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und ich habe beides gefunden also ich habe eine Seite gefunden, wo gesagt hat,
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die Verkaufszahlen sind immer noch gleich von Digitalkameras und andere haben
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gesagt, ja die gehen zurück seit Jahren,
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hey ich weiss es nicht, ich glaube im professionellen Segment tut sich immer
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noch recht viel weil halt viele Digitalkameras mittlerweile auch die Funktionalität
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des Filmes drin haben und mittlerweile viele Digitalkameras auch zum Filmen
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gebraucht werden und das auch ein grosser Markt ist.
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Aber ich glaube wirklich so, für den Heimgebrauch ist der Markt am Bröcklen nach wie vor.
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Also ich glaube einfach, das Smartphone ist so dominant, dass der Schritt,
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sich erstens nochmal eine Kamera zu kaufen und dann die auch mitzutragen.
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Für die Leute relativ gross ist, was dann sagen, du, eigentlich reicht mir mein
0:22:15–0:22:17
Telefon, um zu fotografieren, was ich da mache.
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Das glaube ich absolut. Aber ich frage mich,
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ob dieser Teil der Leute, die das sagen, ob die vorher vielleicht einfach so
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eine Kompaktkamera hatten und auch nicht wahnsinnig viel Geld oder viel Ehrgeiz
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in die Fotografie eingesteckt haben.
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Und die Leute, die eben vielleicht...
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Und es klingt jetzt ein bisschen widersinnig, aber für meinen Geschmack hat
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das schon auch etwas mit der KI zu tun,
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und künstliche Intelligenz und dass wir heute Bilder generieren können zu jedem
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beliebigen Motiv können wir beschreiben
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und dann macht uns die KI das Bild und dann haben wir es und so.
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Und das ist toll auf eine Art, aber irgendwie hinterlässt es auch so ein bisschen
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eine Lehre oder vielleicht ein künstlerisches Gefühl von künstlerischem Unvermögen,
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wenn man sich da so von dieser KI bedienen lässt und dass man das Gefühl hat, okay,
0:23:15–0:23:18
jetzt muss ich wenigstens die Fotografie in meinem Leben wieder ein bisschen
0:23:18–0:23:20
ernsthafter betreiben.
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Und ich habe schon eigentlich Bock auf das und habe jetzt wirklich das Gefühl.
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Diese spiegellosen Kameras sind jetzt wirklich die Nikon ZZ.
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Es tut mir leid, dass ich jetzt immer von dieser erzähle.
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Also mir kommt kein Geld über von keinem Hersteller. Ich kenne die ja jetzt
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einfach am besten und kann sie eben auch vergleichen mit dieser Kamera,
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wo ich mit meiner eigenen 15-Jährigen ... Und da kann man wirklich sagen,
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Er gibt Sinn und es macht Spass, mit dieser zu arbeiten.
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Es ist wirklich ein Handwerk, das sich gut anfühlt, gerade wenn einem dann in Irrsinn den Atem raubt.
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Aber das bist jetzt wahrscheinlich wieder du. Wahrscheinlich.
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Du bist ein Spezialfall. Okay, Entschuldigung.
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Wie machen es die Normalbürger im Vergleich? Also, ob du wüsstest,
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Kevin, wie es die Normalbürger machen, du bist auch ein Spezialfall. Aber ich habe Kunden.
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Meine Kunden sind wahrscheinlich im Normalfall.
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Die wissen erstens nicht, wie die KI funktioniert, dort ist die Überforderung da.
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Und dann haben sie sicher nicht die Ambitionen, aus dem Grund jetzt hinsetzen
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und zu sagen, jetzt kauf ich professionelle Fotograf. Ja, nein.
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Den Schritt machst du nur du, vielleicht noch vier andere, aber es wird dünn.
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Es ist eine gute Frage, bin ich jetzt professionell ein Fotograf?
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Also ich habe schon einige von meinen Bildchen in der Zeit gekommen,
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aber bin ich wegen dem ein Prophet? Wahrscheinlich nicht, he?
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Also ich würde mir jetzt das Fähnchen auch nicht anheften.
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Aber ja, klar, durch das kann man es nicht. Aber ich glaube,
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Irgendwie hat man doch schon mit der Handy um eine Knipserei und so.
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Ich habe wirklich keine Statistik dazu, es tut mir leid.
0:25:10–0:25:16
Aber mein Eindruck ist wirklich, dass auch die Identitätskrise wieder so ein
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bisschen durch ist und dass die Hersteller wirklich gemerkt haben,
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wir können diese Technologien integrieren, aber wir sind am besten,
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wenn wir bei unseren Stärken bleiben.
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Und ich habe letztens einen YouTuber in meinem Umfeld, einen oder vielleicht
0:25:35–0:25:40
sogar der bekannteste Tech-YouTuber der Schweiz, den habe ich zufälligerweise
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an meinem Arbeitsplatz angetroffen.
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Und der hatte so eine Kamera im Gepäck, so eine digitale Hasselblatt, Mittelformat-Kamera.
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Und ich konnte mit dieser Ächle umspielen. Und ich muss sagen,
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das ist eigentlich schon cool.
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Weisst du, wie früher, eine Mittelformatkamera? Würde ich so etwas reizen,
0:25:59–0:26:04
entgegen jeder Vernunft, so etwas zu benutzen?
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Ich wüsste es nicht. Ja, den weiss ich auch nicht, aber das ist ja nicht der Punkt.
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Das Ding ist, ich fotografiere ja analog Mittelformat. Ah, okay,
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das stimmt, das hast du mal erzählt.
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Und dort habe ich einfach meine Lieblingskameras bzw.
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Meine Lieblingsobjektive und ich weiss, diesen Look bringe ich nur so mit dieser Kamera bzw.
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Mit diesem Objektiv und aus diesem Grund wähle ich diese Kamera.
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Ich komme jetzt nicht auf die Idee, irgendetwas anderes mit dieser Kamera zu
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fotografieren, weil es macht für mich einfach Sinn.
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Und jetzt hast du eine digitale Mittelformat-Kamera mit 2,8 Milliarden Pixel. Wie viele Pixel hat sie?
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Die hat, ich weiss es nicht, 100 Megapixel, hat sie, glaube ich.
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100 Megapixel. Und die kostet?
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Sie kostet sicher 1699 Franken. Nein, sie kostet 8000 Franken.
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Genau.
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8195 Franken kostet sie. Okay, jetzt brauchen wir ein Objektiv.
0:27:14–0:27:20
Denn sie hat ja nur der blöde Body. Und dann brauchst du Objektiv.
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Und dann einfach, dass ich sagen kann, ich bin geil, dass sie ein Mittelformat fotografieren.
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Ich habe jetzt gerade gesucht, musst du den Sucher, den Kamerasucher muss man
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auch noch dazu kaufen, weil die hat ein Display. Ja, die hat ein Display.
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Ah, der Kamerasucher kostet nur 625 Euro. Das ist ein Schnapper.
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Okay. Nein, wir müssen... Eben, und das ist bei mir dann irgendwann wie so...
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Gesehe ich den Unterschied von dieser Kamera, die 8000 Franken kostet,
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zu einer Kamera, die, ich sage jetzt mal, 2,7 kostet? Ja. Okay,
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gut, aber ist das nicht immer die falsche Frage?
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Ist das nicht, sobald es irgendwie, egal ob beim Audio oder wo auch immer,
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wenn der Liebhaber auf den Pragmatiker trifft, dann gibt es eine Diskussion, die zu nichts führt?
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Das ist wahrscheinlich so, aber bei mir ist es mittlerweile so,
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dass der Zweck, den ich am Schluss brauche, bestimmt das Gerät.
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Es ist so, also wenn ich, wenn ich muss irgendeine Videoproduktion machen,
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ich filme sicher nicht alles mit 8K, einfach das ich habe.
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Auf das habe ich mega keine Lust. Das macht nur der YouTuber,
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den ich vorher erwähnt habe.
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Ja, dann kann man das machen. Es gibt ganz viele Leute, also ich kenne ganz
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viele Leute, die egal was sie machen, sie filmen in der maximalen Auflösung. Ah ja, das ist mühsam.
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Wo ich dann auch finde, es bringt dir nichts und es macht einfach alles mühsam.
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Und bei der Digitalkamera bin ich wahrscheinlich am gleichen Ort,
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dass ich sage, hey, ich habe 100 Megapixel, brauche ich es für das Teamfoto,
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das nachher auf der Homepage ist?
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Ich glaube nicht. Gut, andererseits ruft dann vielleicht mal ein Medienmensch
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an und sagt, wir bräuchten das Bild, aber mit guter Auflösung und dann bist
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du doch froh, wenn du es hast. Aber ja.
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Mit meinen 24 Megapixeln kann ich recht viel abdecken. Stimmt.
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Ich brauche die 100 nicht.
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Und ich glaube, bei mir ist es auch,
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Der Prozess, der stattgefunden hat, dass mir das Handling liegen muss.
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Das Zeug muss mir bequem in der Hand sein.
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Ich finde die Sony-Kamera, das finde ich unlässig, was die qualitativ können.
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Sie sind mir aber einfach zu klein. Ich habe grosse Hände und das ist ein Gefriemel, die bedienen.
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Ich kann es nicht gerne in der Hand, es ist mir einfach zu klein.
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Und Canon ist schwer und klobig und super für meine Hände, weil sie einfach gross ist.
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Und ein Olympus D, wo ich grossartige Kamera finde, die klein,
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benutze ich eigentlich wirklich nie, weil sie einfach, ich bin nicht Uhrmacher,
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ich bin halt irgendwo ein Bauer.
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Und dann ist es zu klein für mich. Und ich glaube, das ist schon so ein bisschen ein Ausfinden gewesen.
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Ja, was liegt dir überhaupt und was hast du gerne in der Hand und von der Grösse
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her und was kannst du brauchen.
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Und dann bin ich jetzt am Punkt, dass ich sage, hey, wenn ich irgendetwas brauche
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und ich brauche eine 8K Auflösung, hey, dann miete ich mir die Kamera an die Augen, das ist gut.
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Ja, das ist, glaube ich, auch immer. Eben, du bist halt einfach der Pragmatiker
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und ich bin jetzt auch viel zu wenig der Liebhaber, dass ich das Geld nicht ausgegeben kann.
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Ich habe ja, wie gesagt, immer noch meine 15-jährige Kamera,
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weil die eigentlich auch meine Bedürfnisse erfüllt.
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Aber wo sind wir jetzt an dieser Stelle? Gibt es dann trotzdem etwas an dieser
0:30:53–0:30:58
technischen Entwicklung, was dir Spass macht oder sagt, Fotografie könnte ja
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vielleicht auch wieder spannend werden, nachdem sie jetzt vielleicht tatsächlich
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die Krise überwunden haben.
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Ich behaupte jetzt das mal und du hast jetzt eher ein bisschen skeptisch gekostet,
0:31:08–0:31:12
aber gibt es trotzdem etwas, was dich an diesem Thema... Oder was?
0:31:12–0:31:15
Du hast ja gesagt, wir müssen diese Sendung machen. Was reizt dich im Moment
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an diesem Thema und warum machen wir diese Sendung genau jetzt?
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Also für mich ist der Punkt, glaube ich, viel mehr das Filmen. Ja.
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Geht extrem viel, finde ich extrem spannend. Also das mit dem ganzen Dynamikumfang heisst,
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wenn ich zum Beispiel verraussen filme am Tag, dann sind die Schattenbereiche
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einfach schwarz und die hellen Bereiche einfach weiss.
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Und neue Kameras können viel besser mit dem Dynamikbereich umgehen,
0:31:50–0:31:52
dass ich das bearbeiten kann.
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Und dort ist ein riesiger Schritt gegangen, was mega coole Möglichkeiten gibt,
0:31:58–0:32:06
um das Kinoqualität Video anzubringen mit einer Kamera, die 3'000 Franken kostet,
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was ich recht cool finde.
0:32:10–0:32:16
Und das finde ich mega spannend, was dort gerade am tun ist und das Fotografieren,
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okay, das kommt dann halt, das Fotografier ist wie der Bonus das hast du dann
0:32:21–0:32:23
halt auch noch aber es ist für mich gar nicht mehr so,
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interessant zu sehen, okay, was sind die technischen Entwicklungen,
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sondern eigentlich viel mehr, okay, was ist,
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im Videobereich möglich.
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Genau wir haben ja mehr über die allgemeinen die universellen,
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die normalen Anführungszeichenkameras geredet, aber wir haben ja,
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haben wir nicht auch schon über Drohnen geredet.
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Du bist doch auch der grosse Drohnenpilot gewesen.
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Ja, ja, ich kann immer noch Drohnen, das brauche ich auch immer noch. Viel.
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Aber seit keine YouTube-Videos mehr machst, komme ich das einfach gar nicht
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mehr so richtig mit. Das ist ja so.
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Machst du es nur noch für deine Kunden? Nur noch für mich und für meine Kunden. Ja, das ist ja so.
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Und was gibt es sonst noch? Ja, ich habe so Unterwasserkameras,
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hast du das schon mal ausprobiert?
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Oder Drohnenmässige Unterwasserkameras? Das habe ich noch nie probiert,
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aber das wäre, also, ich habe für meine Kamera, für meine Canon,
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habe ich das Unterwassergehäuse. Ja.
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Weil ich habe das Gefühl, ich habe, es braucht man unbedingt.
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Ja, genau. Okay. Genau, zweimal braucht es. Ja. Aber, ja, ist ja gleich.
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Aber, ja, sag. Was ich ein bisschen merke, ist, dass das Ganze analoge wiederkommt.
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Und was ich noch schräger finde, ist, dass es eine Entwicklung gibt auf Retro-Digital-Kameras.
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Also, dass Leute Digitalkameras von 2001 kaufen und mit denen wieder fotografieren.
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Okay, also das würde ich ihm jetzt schenken, ehrlich gesagt.
0:34:04–0:34:08
Nein, das ist der digital-retro-Look.
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Wenn du heute 20 bist, bist du einfach 2005 auf die Welt gekommen.
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Und dort ist halt Digitalkamera bis 6 Megapixel gewesen. Und das ist retro, das ist alt. Okay.
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Und irgendwie ist das wieder so ein Ding, dass man so Kameras kaufen kann und
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wieder mit denen fotografiert,
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um das nostalgische Gefühl, was es wirklich macht, also es ist wirklich erstaunlich,
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wenn du das Foto von einer alten Digitalkamera anschaust, dann gibt dir das Nostalgiegefühl,
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wie bei uns mit den Analogfotos.
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Ja, ja, klar, genau. Genau, wenn du den Filmen an den 70er-Jahren sahst,
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so hat meine Jugend ausgesehen wie die Filme da zu mal.
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Du hast vorher Dynamik erwähnt, das war noch viel schlimmer.
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Alles, was nicht voll ausgeleuchtet war, ist versoffen im Schatten.
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Das ist so ein Ding. Sie hatten aus heutiger Sicht einen überhaupt nicht ausgewogenen Farbverlauf.
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Das ist die Nostralgie, verstehe ich schon. Aber haben die dann auch einen Windows-XP-Computer,
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um die Bilderstilechten am Computer weiterzuverarbeiten?
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Nein, ich glaube, so weit geht es dann nicht. Schade. Mit Paint.
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Mit Paint. Ja, das Paint ist ja jetzt wieder voll in, weil Microsoft hat KI
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eingebaut und jetzt ist Paint lässig.
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Nein, es ist der letzte Dreck. Aber über das müssen wir ein anderes Mal reden. Aber es ist schön und.
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Aber ich habe schon wieder mehr Spass an der Fotografie und irgendwann habe ich das Gefühl,
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wenn dann meine Tochter ihren Koffer selber rumschlägt und ich wieder ein bisschen
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mehr nur um meine Ausrüstung besorgt kann sein, wenn ich zum Beispiel in die
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Ferien gehe oder auf einen Ausflug,
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dann habe ich das Gefühl, dann schläge ich wieder mein ganzes...
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Dann gibt es ein Hasselblatt.
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Nein, ich glaube das trotz allem nicht, aber ich glaube ich kaufe mir dann zum
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Beispiel dann doch mal eine spiegellose Kamera und ein paar neue Objektive.
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Was ist dein Lieblings, wenn du nur ein Objektiv dürftest du haben,
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welches Objektiv würdest du nehmen?
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Also, wenn es analog wäre, wie ist es eine Kamera, wo ein fixes Objektiv hat,
0:36:37–0:36:41
das ist eines der schönsten Objektiven und ich habe es, ist mega schön.
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Und sonst ist es das 28-70er-2.8 von Canon.
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Ich finde, das ist ein super Objektiv für das Meiste, das ich machen muss.
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Ja, ich würde wahrscheinlich trotz allem mein 50mm Festbrennweite 1.4 würde ich nehmen.
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Boah, das ist auch ein schönes, ja. Obwohl ich immer, wenn ich von Hand einschärf
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scharf stelle, dann ist es doch nicht so ganz dürfen, aber egal.
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Das gehört halt auch dazu. Genau, das kann man ja üben. Also,
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sehr schöne Sendung gewesen. Mal wieder ein Foto-Update.
0:37:12–0:37:16
Genau, und spätestens in fünf Jahren machen wir wieder eins.
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Und bis dann, oder bis in einer Woche, dann haben wir ein anderes Thema.
0:37:21–0:37:23
Machen Sie es gerne. Tschüss zusammen. Ciao miteinander.
0:37:25–0:37:37
Music.

Der Fotografie ging es in den letzten Jahren schlecht: Das Smartphone fegte die Kategorie der kompakten Kameras komplett hinweg. Hersteller verschwanden (Olympus), büssten fast komplett an Relevanz ein (Pentax), stiegen aus dem Kamerageschäft aus (Samsung) oder mussten eine Durststrecke überstehen (Nikon).

Wie steht es heute ums Geschäft? Ketzer würden sagen, dass die Fotografie komplett überholt ist, wo die KI doch jedes beliebige Motiv innert Sekunden generiert. Doch es ist vielmehr so, dass die künstliche Intelligenz spannende Impulse liefert – und viele angesichts der allgegenwärtigen Kunstbilder wieder mehr Lust auf die fotografische Wirklichkeit haben.

Nach langer Abstinenz kommen wir auf unser ehemaliges Lieblingsthema zurück und fragen uns: Wo steht die Fotografie heute? Kann man sie noch unabhängig vom Bewegtbild betrachten oder ist sie komplett mit der Videokunst verschmolzen? Und warum fotografieren wir noch immer mit unseren zehn Jahre alten Apparaten? „Die neue Lust mit den alten Kameras“ weiterlesen

Radio Gaga – bloss auf DAB statt UKW

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

00:00–0:00:07
Music.
0:00:08–0:00:11
Ah, Pepo mit K-R, yes.
0:00:13–0:00:15
Ein Morgomat.
0:00:20–0:00:24
Also, das ist nicht der Morgomat. Ich bin schon länger wach,
0:00:24–0:00:26
aber wieso ist jetzt der Jingle wieder?
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Es ist wie verhext. Digi Chris, wie geht's?
0:00:33–0:00:37
So wie gut und ja, ich muss dich eigentlich fragen, weil du warst ja in den
0:00:37–0:00:40
Ferien, hast du ja gesagt. Nein, eigentlich nicht.
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Ich habe ein Hotel-Office gemacht, aber ich musste arbeiten.
0:00:44–0:00:46
Es war nicht so, dass ich Ferien hatte.
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Aber Marc Odermatt, fahrst du in dem Fall noch nicht davon auf den Ski? Wer ist das?
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Darf ich fragen, wer das ist? Nein, ich bin auch nicht unbedingt so tief im
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Skisport, aber es ist jemand, der seit dem Pirmin-Zurbrücken der beste Schweizer Skifahrer ist.
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Ich glaube, er kann schon relativ gut fahren, wenn er einen Sekundenvorsprung hat.
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Ich bin nicht so schnell, wenn ich mal auf den Ski stehe.
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Dann schauen wir, ob jetzt hier der Kevin auftaucht ist und ob der etwas mit
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dem Namen Marco Odermatt anfangen kann, weil ich bin völlig ratlos.
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Bin ich da? Du bist da, ja. Ja, ja, du bist da. Crazy. Ich bin gerade reingelaufen
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und gerade hingesessen.
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Das geht nahtlos bei uns. Marco Odermatt, Skifahrer, hätte irgendetwas gewonnen.
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Ja. Ich bin Fachperson Sport.
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Ich auch nicht, aber man sieht es halt, wenn man mal die Tagesschau oder irgendwie
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als Fernseher... Moll, der hat etwas mit der Frisur. Oh, die Frisur.
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Der hat doch einen Glatzen gemacht. Ja, irgendwas ist er mit Frisur.
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Irgendetwas war es mit Frisur. Ich weiß nicht.
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Was er im Skifahren gemacht hat, wissen wir nicht, aber er ist seine Frisur gekannt.
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Ja, genau. Das fängt ja viel über uns aus. Also, Digi Chris,
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ich habe gesehen, du hast den Superbowl entweder geschaut oder runtergelassen.
0:02:22–0:02:28
Und du bist eigentlich der, der uns ein Go-To-Guy, wenn es um Sport geht, oder?
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Und illegale Downloads. Ja, das sowieso. Also, ich habe eigentlich keine Ahnung,
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vom Football, aber beim Superbowl sagen wir, dass der Beste sagt die Werbung.
0:02:38–0:02:43
Und ich habe einfach, weil man es halt kann, wie das so in den USA halt,
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also wirklich mit den ganzen US-Werbenspotten, aber ich könnte dir jetzt nicht
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sagen, wieso jetzt der Spieler an,
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das und der Zug macht und so, keine Ahnung.
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Es muss auch, also ich habe runtergeladen und nicht geschaut,
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weil dann müsstest du irgendwie am 3 oder am 4 Uhr morgens ins Nest.
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Aber ich kenne auch Leute, Ex-Mitarbeiter, die nehmen den Tag frei,
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die machen Freienacht und... Aber der Sport, also du schaust dann nur die Werbung
0:03:12–0:03:14
und sonst... Oder ich zeige es halt schnell durch.
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Also ich versuche dann eher zu verstehen, was die jetzt machen,
0:03:17–0:03:23
aber ja... Ist das nicht sinnlos? Es ist einfach so wie «Yes,
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I can». Ach so, das ist mehr so.
0:03:25–0:03:30
Es geht mehr darum, dass du das kannst und der Inhalt ist eigentlich völlig egal.
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Aber dann könntest du ja den Stephen Colbert schauen oder so einen.
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Ich finde es einfach lustig, wenn es in Deutschland ist mittlerweile RTL,
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der die Recht hat, dann kommt dann halt auch immer jemand, der versucht zu erklären.
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Ah, und es kommt niemand draus. Aber gut, erklär mal an den Amerikanern,
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was Absitz im Fussball ist. Ich könnte es auch nicht erklären.
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Absitz ist, wenn der Stürmer der Mannschaft, der ein Goal schiesst,
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weiter vorne gestanden ist, der hinterste Verteidiger oder der hinterste von
0:04:14–0:04:15
der anderen Mannschaft.
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Oder ist es doch das? Der Böll muss in Kontakt sein mit dem Spieler,
0:04:20–0:04:22
wenn du den Gegner durchläufst.
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Das klingt sehr abstrakt.
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Das ist etwas ganz anderes, wenn du es sich gemeint hast. Nein,
0:04:28–0:04:30
es ist ganz einfach erklärt.
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Es ist eigentlich die Regel, dass nicht ein gegnerischer Spieler einfach vor
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dem Goal stehen bleiben kann und du kannst den Böll über alle hineinspielen.
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Das ist es eigentlich. Also er muss den Böll am Fuss haben und dann darfst du
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den Gegner durchlaufen.
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Sonst könnte einfach einer neben dem Goal stehen bleiben und dann würdest du
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den anpassen und dann würde immer ein Goal. Genau.
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Also sollen wir noch ein bisschen Musik spielen? Oder ein bisschen über Sport
0:04:58–0:05:04
reden. Ja, ich glaube, wir haben unsere Kompetenz jetzt ausreichend unter Beweis gestellt.
0:05:05–0:05:08
Ich habe gedacht, ich könnte ja mal vielleicht das spielen, falls das geht.
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Weil das ist immer, wenn Roger Schawinski über das Thema spricht,
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wo wir auch jetzt gerade reden, dann kommt das Stück und ich spiele es wenigstens.
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Wir haben noch 30 Sekunden oder so.
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Ja genau, ich spiele es noch schnell an.
0:05:26–0:05:29
Wahrscheinlich reicht es nicht mal mehr bis zum Refrain, aber egal.
0:05:30–0:05:35
Music.
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Also für das Intro hatten wir gerade noch Zeit in dieser Sendung.
0:05:40–0:05:44
Ihr seht, da sind Profis am Werk auf Radio Stadtfilter.
0:05:46–0:05:50
Also, ihr kennt es ja sowieso, ihr habt das in eurer Jugend viel zu häufig gehört.
0:05:50–0:05:52
Wir fangen an mit dem Nerdfot.
0:05:53–0:06:07
Music.
0:06:08–0:06:13
Der Ärger um die Abschaltung des UKW ist ja noch nicht verraucht.
0:06:13–0:06:17
Das habt ihr gemerkt an dem Song, den ihr gerade noch gehört habt in der Pre-Show.
0:06:18–0:06:21
Der Mann, der der mich spielt, wenn ihr den auf Radio 1 hört,
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dann wisst ihr, jetzt tut sich einen über die UKW-Abschaltung aufregen.
0:06:25–0:06:27
Also der Ärger ist noch nicht verraucht.
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Aber wir machen uns jetzt an die Aufarbeitung. Wir wollen nämlich überlegen,
0:06:31–0:06:35
was ist denn da eigentlich schief gegangen? DAB ist doch eigentlich cool.
0:06:35–0:06:38
Warum machen jetzt alle so ein Theater? Was ist schief gelaufen?
0:06:39–0:06:44
Und vielleicht sollte man sich eigentlich einfach nicht so mit dieser Verbreitungstechnologie
0:06:44–0:06:49
aufhalten, sondern überlegen, was dann das Radio für das neue Jahrhundert oder
0:06:49–0:06:52
das neue Jahrtausend oder einfach für die Zukunft braucht.
0:06:52–0:06:56
Weil es gibt es seit 100 Jahren oder seit 102 Jahren oder 104 Jahren,
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je nachdem, wie man rechnet. Nein, 103, glaube ich.
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1922, ich mache einen historischen Exkurs. Achtung, es wird fast ein bisschen
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wie im Geschichtsunterricht.
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1922 hat man da experimentiert und am 26.
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Oktober 1922, obwohl man es nicht so genau weiss, ob es wirklich denkst ist, aber man vermutet es,
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dann hat es in der Schweiz die erste Radiosendung «Getzel Losanistik» von so
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einem Flugplatz und dann in der Deutschschweiz 1924 Radio Zürich gestartet.
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Also, seit 100 Jahren gut gibt es Radio, gibt es Radio nochmal 100 Jahre.
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Der Digi Chris hat diese Sendung unbedingt wollen. Und was müssen wir noch über das UKW sagen?
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Sind wir jetzt traurig, dass es das bei uns auch beim Stadtfilter nicht mehr
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gibt? Oder ist das einfach ein Zeichen der Zeit?
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Übrigens, ich glaube auch so ein historischer Fakt, eben Radio Zürich.
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Ich glaube, da ist der Sender nicht im Wernmünster oder auf dem Uetiberg gestanden.
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Er ist anscheinend auf dem Hönkerberg.
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Ja, genau, das habe ich auch gelesen. Und ja, UKW, ich muss sagen...
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Ich bin weder traurig noch glücklich, mich stört es nicht.
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Ich habe dann vielleicht auch manchmal angefangen zu stänkern,
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weil eben, ich sage jetzt, ein Schawinski da hat, wie ich weiss noch was,
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wie man da mal ein Begräbnis wäre und so.
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Und da habe ich dann vielleicht auch mal ein bisschen stänkert,
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weil ich keine UKW in der Familie.
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Es sind eh alle schon auf DAB, auch in den Autos, kommen später noch dazu.
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Und ja, ich glaube, es ist fast wahrscheinlich wieder so emotional,
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wie wir damals so analoge Fernseher abgeschaltet haben. Nein,
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viel mehr, oder? Das analoge Fernseher.
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So in meiner Wahrnehmung... Ich habe auch das Gefühl.
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Ja. Das ist abgeschaltet worden, irgendwie 2019 kann das sein. DVB-T, genau 2019.
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Antennen-Fernseher und die meisten Leute haben es halt eh über das Kabel gehört.
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Aber klar, es ist schon da unten.
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Der Vergleich hinkt ein bisschen, weil radiolös ist halt wirklich im Auto und
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Fernseher schaust du nicht im Auto und darum musst du es auch nicht unbedingt
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über die Luft empfangen können.
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Aber Kevin, beschäftigt dich das, du hast ja die alten Autos,
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die ja wahrscheinlich kein DAB drin haben. Irgendein Radio drin haben.
0:09:13–0:09:20
Also ich höre ja auch kein Radio. Aber ich bin mehr betroffen im Sinne von ich
0:09:20–0:09:23
habe viele Kunden, ältere Kunden.
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Also ältere Kunden, ich sage jetzt wirklich mal 70, teilweise 80 plus.
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Und dort ist das Problem und ich habe viele Kunden, die wirklich mit dem Auto
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kommen und sagen, was kann ich machen?
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Ich nehme jetzt für mein Auto irgendeinen Bluetooth-Lautsprecher mit,
0:09:41–0:09:43
dass ich wieder irgendetwas hören kann.
0:09:43–0:09:47
Oder was kann ich machen, dass ich wieder Radio empfangen kann.
0:09:47–0:09:53
Also ich als Radiohörer, ich höre eh kein Radio in dem Sinn,
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ausser das läuft irgendwo im Hintergrund, aber nicht aktiv.
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Ich bin eigentlich gar nicht betroffen, aber ja, ich merke in meinem Umfeld,
0:10:04–0:10:06
dass es halt ein Thema ist. Das ist es absolut.
0:10:06–0:10:11
Ich habe auch zweimal darüber geschrieben, zwischen dem alten und dem neuen Jahr.
0:10:11–0:10:16
Und es ist wahnsinnig, was das für Hörer- oder Leser-Innenreaktionen gibt.
0:10:16–0:10:18
Das beschäftigen die Leute.
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Man hat auch lesen können, die Hörerzahlen beim Radio von der SRG,
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die sind massivstens eingebrochen, eine halbe Million und die Zuhörer verloren haben.
0:10:28–0:10:32
Digi-Chris, machen wir eine Analyse. Wir interessieren uns ja vor allem auch
0:10:32–0:10:36
für Technologiewandel und für Veränderungen.
0:10:36–0:10:42
Wie hätte man das machen müssen, dass das nicht so dramatisch zusammengekracht ist, diese Zahlen?
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Das ist ja schon massiv.
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Es ist auch etwas, dass viele Experten diese Zahlen anzweifeln,
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weil es ist tatsächlich relativ kurzfristig.
0:10:52–0:10:58
Da bin ich zu wenig ein Experte. Ich glaube, die Radiozahlen analysiertest du mit so einer Uhre.
0:10:59–0:11:04
Es ist natürlich auch die Frage, selbst wenn ich jetzt die DRS 1 oder SRF 1
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ja via Kopfhörer höre, müsste ich jetzt die Uhr an Kopfhörern halten,
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dass das erfasst wird und so.
0:11:10–0:11:13
Also, ja, dass da wahrscheinlich ein gewisser Wandel gewesen ist,
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ist sowieso, aber wahrscheinlich generell.
0:11:15–0:11:20
Auch wenn du noch grössere Plakatkampagnen aufgehängt hast, ja,
0:11:20–0:11:21
die Leute wissen es nicht.
0:11:21–0:11:24
Du wirst wahrscheinlich heute noch Leute haben, wenn du Zivilschutzprobealarm
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haben, die auf Barrikade gehen am ersten Mittwoch im Februar um Himmels Willen. Was ist los?
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Also, Tagi hat die Zahlen vermeldet, das ist dann auch verlinkt bei uns in den
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Shownotes auf Nerdfunk.
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Es ist wirklich schon, also ich kann die Zahlen anzweifeln, es kann auch sein,
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dass sich das noch einpendelt, aber auch so als Momentaufnahme finde ich das
0:11:43–0:11:44
wirklich eindrücklich.
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Man sieht einfach SRF 1 zum Beispiel von 1 von 1 Million auf 842'000 runter
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und sonst die Sender Radio 24 zum Beispiel,
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Radio 1, die alle noch auf UKW senden, die haben einfach alle zugelegt.
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Und das ist schon... Also man muss schon sagen, wenn man das Publikum gut vorbereitet
0:12:10–0:12:14
hat auf den Wechsel, dann wäre das nicht so dramatisch gewesen.
0:12:14–0:12:18
Allerdings, was hätte man noch machen müssen? Man spricht über das DAB seit
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zehn Jahren mindestens und die Leute haben es trotzdem nicht verinnerlicht.
0:12:23–0:12:29
Kevin, wie macht man das, dass die Leute so eine Technologie adaptieren,
0:12:29–0:12:32
auch wenn sie sie vielleicht nicht unbedingt lieben und nicht darauf gewartet haben?
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Also was ich merke ist, ich bin viel in Handwerkbetrieben unterwegs,
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ich bin viel in Heimos unterwegs, ich bin viel auch auf Bauernhöfen und so.
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Und ich glaube, dort hat man das einfach ignoriert. Ja.
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Weil in vielen Garagen oder so, oder auf Bauernhöfe hat man halt noch irgendein
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alter Radio irgendwo im Betrieb gehabt. Das hat sich gar niemand überlegt.
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Der ist ja betroffen, weil das läuft ja einfach seit 10 Jahren durch und hat immer funktioniert.
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Dass man zu Hause umgerüstet hat und privat und all das, das hat man vielleicht schon mal gemacht.
0:13:13–0:13:17
Aber ich habe wirklich bei ein paar Betriebe gemerkt, die haben sich gemeldet
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und gesagt, wir haben kein Dome bei uns in der Garage. Was ist los?
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Unsere Anlage ist kaputt. Und dann haben sie gesagt, ja, nein,
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das ist ein anderes Problem.
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Genau, vielleicht haben das die Leute gar nicht so auf dem Radar gehabt,
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weil das einfach wie so überall standardmässig hingestellt war.
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Sicher nicht in den Hunderttausenden, das ist definitiv so. Also, ja.
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Ich losse die Radiosender auch nicht mehr. Entschuldigung. Aber mich denke,
0:13:45–0:13:50
das SRG hat schon so Spots dann einfach über UKW verbreitet,
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wo sie auf das hingewiesen haben.
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Aber irgendwie hat es dann doch nichts genutzt und die Leute haben es einfach ignoriert.
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Digi Chris, wahrscheinlich sind die Leute einfach super, so Sachen zu ignorieren.
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Wir hatten ja einen ähnlichen Fall, wo glaube ich im 07 war,
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in Bäromünster abgestellt wurde. ist, dort ist auf Beromünschen die Musikwelle
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von 531 wo halt einfach, ich sage jetzt halt die Hoodie-Gaggler,
0:14:13–0:14:15
also nicht respektierlich gemeint, spielt halt.
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Also ja, und wie erkennt es.
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Also dort hat es anscheinend tatsächlich, die haben DAB-Radio verlassen und
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ich habe ja auch Bauern in der Verwandtschaft und also dort hast du im Stall
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teilweise DAB-Plus-Radio gehabt,
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wo dann halt Musikwelle von 531, also ihr bei der Musikwelle haben wir eben
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gewusst, hey, der Sender.
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Bringt er halt den Hudigäckler, den hast du dann nicht mehr.
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Jetzt kannst du wahrscheinlich sagen, plus minus, wenn man, wie Kevin sagt,
0:14:44–0:14:52
man hört Radio im Hintergrund, ist Radio 24, Radio 1 ein Substitut von SRF1. Genau.
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Das ist plus minus das Gleiche. Genau, ich glaube, du leihst da wirklich den
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Finger in die Wunde. Die Musik macht da den Unterschied.
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Hudigäckler kommst du eben nicht auf jedem Sender rüber. Aber wenn du auf allen
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diesen Senders und plus minus den gleiche Musikmix hast, Dann ist der eine wirklich
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einfach ein Substitut für den anderen und dann kannst du noch so lange darauf herumprügeln,
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dass die Leute umschalten müssen, wenn der Aufwand, dann hört es halt nachher
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das Radio 1 oder Radio Eulach. Nein, wie heisst es da bei uns? Der Top.
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Der Top, der Hoodie-Gag, nein, einfach da die Abnudel-Station,
0:15:27–0:15:31
sage ich jetzt mal. Sie ist, glaube ich, adult compentary.
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Darf ich kürze? Das ist AC. Adult compentary.
0:15:36–0:15:40
Contemporary, glaube ich, ist das Wort. Zungenbrecher.
0:15:40–0:15:44
Genau, das ist einfach so das, was die Erwachsenen einfach hören.
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So ab 30 habe ich mal gelesen, und das ist, glaube ich, von Psychologen und
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Hirnmenschen und so ist das erwiesen, dass das Hirn nicht mehr so aufnahmefähig wird für neue Musik.
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Das merke ich bei mir schon auch. Das ist schon so.
0:16:02–0:16:07
Taylor Swift, wir haben auch schon darüber gerätselt, wer das könnte sein, da in dieser Sendung.
0:16:07–0:16:11
Also es ist wirklich so, aber das Problem, wenn sich das nicht erholt,
0:16:12–0:16:16
dann ist das wirklich einfach ein wahnsinns Armutszeugnis für die SRG, oder?
0:16:16–0:16:19
Und das käme jetzt ein bisschen in einen dummen Moment, wo sie sowieso muss sparen.
0:16:20–0:16:23
Und so, wenn man genau findet, ja, es ist im Grunde genommen völlig egal,
0:16:23–0:16:28
ob das jetzt ein Privater macht, der noch auf UKW sendet oder einen SRG,
0:16:28–0:16:31
man nimmt einfach das, was so ein bisschen vor sich an tuttelt.
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Das wäre schon recht blöd eigentlich.
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Ja, würde ich sagen, wie Kevin gesagt, wahrscheinlich in der Werkstatt,
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ob jetzt da irgendwie, ich weiß wenig Live-Radio, aber ob jetzt da Sascha Wanner
0:16:46–0:16:50
oder irgendwie Sven Epineh halt im Hintergrund irgendwie,
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und ich glaube, ich dürfte auch in den Formaten Radio, maximal 90 Sekunden Worte beitragen.
0:16:55–0:16:59
Das ist wahrscheinlich 99% der Leute egal.
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Du willst halt zur vollen Stunde Nachrichten hören, das Wetter.
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Und dann hast du halt Taylor Swift, weiss ich nicht was.
0:17:08–0:17:13
Ja, genau. Der Eintner. Was ist der Eintner?
0:17:14–0:17:20
Genau. Die Regel ist, bei diesen Radios, die auf Durchhörbarkeit drin sind,
0:17:20–0:17:24
das heisst, die Sendung, die ihr jetzt gerade hört, die ist nicht so richtig
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auf Durchhörbarkeit drin.
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Dort heisst es, man kann über alles reden, nur nicht über 90 Sekunden.
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Also das ist wirklich ein Problem. Und ja,
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das ist wahrscheinlich ein grundsätzliches Problem, dass man da zum einen ein
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Produkt hat, das so eine Commodity ist und man zum anderen den Leuten ein bisschen
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etwas hat abfordern, dass sie etwas machen können,
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dass sie das weiter ihren Sender hören können.
0:17:50–0:17:53
Und ich glaube ja, es ist einiges schief gelaufen. Wahrscheinlich sind dann
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die Vorteile im Vergleich dann doch einfach zu wenig gering gewesen.
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Also eben, der grosse Vorteil für die EAB ist, dass mehr Sender Platz haben
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in so einem Bucke. Wir haben auch schon darüber gesprochen.
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Aber mehr Sender ist ja kein Argument für die, die im Stall einfach immer den
0:18:10–0:18:12
einen Sender eingestellt haben. Das ist egal.
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Sie hören dann einfach mehr Sender nicht, als sie es vorher nicht gehört haben.
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Und auch das mit der Klangqualität ist auch, das gehörst du im Stall auch nicht so deutlich.
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Und abgesehen von DAB-Geldtäglich, es wird halt auch relativ mit geringer Beitrate
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gesendet und darum ist halt das auch nicht so ein super Argument.
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Ja, ich glaube SRF 2 logischerweise mit Klassik hat ein bisschen höhere Beitrate,
0:18:38–0:18:42
aber was ich wirklich als Vorteil muss sagen, und das haben wir auch schon testet,
0:18:42–0:18:45
Wenn du von Zürich nach Locarno fährst,
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hast du immer auf der gleichen Frequenz, zum Beispiel Radio 24 hat sich jetzt
0:18:52–0:18:57
zwar aus dem Buget-Design zurückgezogen, aber du hast immer die gleiche Frequenz.
0:18:57–0:19:01
Es sollte ja mit UKW eigentlich auch klappen, aber wenn ich mich erinnere,
0:19:01–0:19:06
wenn ich jetzt mal im Auto von den Eltern war, wirst du zwei,
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drei Mal die Frequenz gewechselt haben.
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Das war im DAB schon gut. Ja, also beim UKW ist glaube ich so gewesen,
0:19:12–0:19:18
die müssen auf verschiedenen Frequenzen senden, sonst gibt es so Interferenzen, das klingt nicht schön.
0:19:18–0:19:23
Aber es gibt ein System, das eigentlich im Radio sagt, dass es automatisch die
0:19:23–0:19:24
Frequenzen umschalten kann.
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Theoretisch könntest du im DAB Titel mitgeben, weil im UKB hast du ja ein RDS,
0:19:34–0:19:40
also nicht Stadtfilter, sondern S-Filter oder so, und da hättest du jetzt sagen
0:19:40–0:19:42
können, eben SWIFT, irgendwie.
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Nein, es ist also immer schön, wenn der Nerdfunk kam, ist der gestanden,
0:19:47–0:19:49
dass jetzt ein Nerdfunk kommt, dass wenn er den nicht los ist,
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haben wir gerade abschalten können. Und du könntest halt theoretisch im DHB
0:19:53–0:19:57
tatsächlich ein CD-Cover mitgeben, so kleine, kleine Sachen.
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Der Kai-Expo-Eberi mit dem rum.
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Er hat viel mit dem gemacht. Ja, er ist der Schweizer DHB-Experte überhaupt.
0:20:06–0:20:11
Und ja, ich glaube am Schluss, Nachteile haben dann so Aufregerpotenzial gehabt.
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Man muss ein neues Radio kaufen, mein Auto kann das nicht.
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Eine Rampenmerkung. Also wenn die Autoindustrie technisch auf der Höhe wäre,
0:20:20–0:20:24
was sie ja nicht ist, denke ich, dann könnte ich...
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Also ich habe nachgeschaut, um herauszufinden, wie lange eigentlich so ein Auto
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in der Schweiz durchschnittlich hält.
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Und da bin ich so zwischen 8 und 12 Jahren gekommen, ist so das Durchschnittsalter.
0:20:36–0:20:40
Da wird der Kevin widersprechen. Ja, der Kevin ist jetzt die Ausnahme, was das angeht.
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Oder der drückt einfach den Schnitt an. Aber 2012 kam das DAB Plus.
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Also es heisst, wenn die Autoindustrie hier geschnallt hat, dass der Wechsel
0:20:55–0:21:02
stattfindet, dann wäre es mindestens die Hälfte, also noch viel mehr von allen Autos, kein Problem.
0:21:02–0:21:08
Aber jetzt fällt schnell, Autoindustrie. Ja, die verschnarcht alles.
0:21:08–0:21:13
Die haben ja gewisse Pflichten, die sie machen müssen. Ja. Das wird von der EU bestauben.
0:21:14–0:21:17
Also jetzt kommen die ganzen Sensoren und Sicherheitsgeschichten,
0:21:17–0:21:19
die werden ja jetzt eingeführt.
0:21:19–0:21:22
Wann ist verordnet worden, dass man muss...
0:21:23–0:21:27
Ein DAB-Radio drin haben. Jetzt kommt ja eigentlich das Schlimmste.
0:21:27–0:21:28
22, oder? Irgend so etwas.
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Dezember 20. Ah, 20, okay. Ich meine, DAB, man hat ja 2000, haben wir schon von DAB gesprochen.
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Und die Autoindustrie ist so langsam gewesen, dass sie 20 Jahre später gesehen
0:21:42–0:21:43
haben, okay, es ist Pflicht.
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Darum hat es natürlich ganz viele Autos, die 2017 gekauft worden sind,
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die einfach günstige Autos waren, und die haben keine DAB-Radio drin.
0:21:51–0:21:54
Ja, und das würde ich jetzt zum Beispiel Ich bin an Schawinski ein bisschen
0:21:54–0:22:00
bemängelt, weil der hat dann in seiner Sendung sogar mal den einen Typ von irgendeiner
0:22:00–0:22:05
Garage geladen gehabt und der hat dann da auch darüber gelächert. Den Kenny, genau.
0:22:05–0:22:11
Der mit dem Keffel angeblich. Das war ich ein bisschen peinlich beruhigt, als ich das so höre.
0:22:11–0:22:14
Und dann, eben, dann dünnt die da sich gegenseitig dabei.
0:22:14–0:22:18
Ich meine, der hat sich auch ins Fäustchen lachen. Der eine oder andere ist
0:22:18–0:22:20
dann schon noch gekommen, um für tausend Std.
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Sein Auto umrüsten. Ich meine, auch das ist ja Wenn du etwas überleihst, ist das ja ein Affront.
0:22:28–0:22:32
Ich habe wegen der Familie in der Familie gefragt. Meine Mutter fährt einen
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VW Golf aus 2014. Der hat DAB drin.
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Ich bin sicher, als es darum ging, das Auto anzuschaffen, gesagt habe, schau, dass du DAB hast.
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Ich weiss jetzt nicht mehr, hat es einen Aufpreis gegeben? Ist der Aufpreis
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vielleicht 500 Franken?
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Und bei einem VW Golf kann man auch sagen, ja, Peanuts, weil ein VW Golf kostet
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auch nicht nur 2'000 Franken.
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Also ich glaube, das ist genau das gewesen. Die haben dann wahrscheinlich das
0:22:59–0:23:03
DAB schon gehabt, aber sie haben es immer für extra Geld verkauft und dann die
0:23:03–0:23:06
Leute gefunden, ja, wieso soll ich das nicht nehmen. Und die Frage ist jetzt
0:23:06–0:23:10
halt, also ich sage jetzt, bei der Mutter ist der Aufpreis 500 Franken gewesen.
0:23:10–0:23:14
Ja, ich glaube jetzt einfach, wenn du den Radios, klar, wenn du,
0:23:14–0:23:18
und das weiss ja der Kevin eben, in den alten Autos hast du ja der Radio noch
0:23:18–0:23:19
irgendwie rausziehen können.
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Heute ist das alles verbaut, aber wahrscheinlich wäre die Hardware,
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auch 2010 vielleicht, wo die AB Plus kommt, die hätte vielleicht Einkaufspreis,
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was ist das gewesen, 50, 100 Franken?
0:23:31–0:23:35
Ja, also die normalen Radios, die du so gekauft hast. 8 Euro.
0:23:35–0:23:42
Ja, die hast locker für 120, 30 St. ein gutes Autoradio bekommen.
0:23:42–0:23:47
Dann ist es vielleicht im Auto noch ein bisschen teurer, aber es wäre jetzt
0:23:47–0:23:50
kein Wettbewerb gewesen für ein reiches Land wie die Schweiz.
0:23:50–0:23:55
Aber ich möchte das jetzt noch kurz abschliessen, dass wir dann auch noch ein
0:23:55–0:23:57
bisschen über das Radio von der Zukunft reden können.
0:23:57–0:24:01
Ich glaube, wahrscheinlich hätte eine etwas längere Übergangszeit nicht.
0:24:02–0:24:06
Geschadet. Andererseits, es ist eigentlich auch so, haben wir gefunden,
0:24:06–0:24:07
es ist lang genug gegangen.
0:24:07–0:24:09
Es ist jetzt einfach wahrscheinlich wirklich ein bisschen dumm,
0:24:09–0:24:14
weil die Halbierungsinitiative bei der SRG noch unterwegs ist und das könnte
0:24:14–0:24:17
ihr jetzt schon von Art schaden, wenn der Eindruck entsteht,
0:24:18–0:24:23
mit dem UKW hätte sie es völlig verbockt und sie senden ja das Bedürfnis von
0:24:23–0:24:26
den Leuten vorbei und es interessiere sich eh niemand dafür,
0:24:27–0:24:31
dann könnte das tatsächlich schaden und dann wäre es politisch ein Problem.
0:24:31–0:24:37
Und was man auch sagen muss, dass man dann mal von DAB zu DAB Plus umgeschaltet
0:24:37–0:24:39
hat, das hätte man wirklich vermieden müssen.
0:24:40–0:24:42
Also ich glaube, das hat dem DAB sehr geschadet.
0:24:43–0:24:48
Und vielleicht auch, wie du sagst Matthias, du hast ja die grossen Sender,
0:24:48–0:24:52
Uetliberg, Rigi Sentis und die kleinen Füllsender.
0:24:52–0:24:58
So, 1.24 stellen wir einfach auch Füllsender ab, wir haben nur noch die grossen Sender.
0:24:58–0:25:03
Dann hättest du vielleicht, ich sage jetzt, im Kuhkampf, wenn es blöd gegangen
0:25:03–0:25:08
wäre, auf UKW halt ein bisschen geruscht, weil der Uedlibert nicht ganz herkommt.
0:25:08–0:25:11
Vielleicht hätte man es so machen, zwei Schritte. Ich glaube,
0:25:11–0:25:16
gewisse Lokalradios machen das, oder Privatradios machen das tatsächlich so.
0:25:16–0:25:20
Die schalten jetzt zuerst einmal so ein paar kleinere Umsätze ab und dann irgendwann
0:25:20–0:25:25
einmal 2026, wie der Schawinski hat immer wieder betont. Wird es dann verboten?
0:25:26–0:25:29
Ich weiss gar nicht. Es wird, glaube ich, nicht verboten. Es gibt einfach keine
0:25:29–0:25:33
Konzessionen mehr. Das ist nach meinem Gespür etwas anderes als ein Verbot, aber gut.
0:25:34–0:25:38
Also so wie ich gehört habe, wenn du 2026 ein UK-Velos nahe,
0:25:38–0:25:43
dann kloppt das Watt hin, dann knallt die Tür auf. Du darfst...
0:25:44–0:25:48
Du darfst das Radio immer noch haben. Du darfst einfach nicht mehr senden.
0:25:48–0:25:52
Und ich muss jetzt auch sagen, ich denke jetzt ganz offen, wenn irgendjemand
0:25:52–0:25:57
jetzt auf der DRS1-Frequenz vom Jettiberg senden würde, Wie lange geht es,
0:25:57–0:25:59
bis das Watt-Team dann auf dem Mütterberg ist?
0:25:59–0:26:03
Ich glaube, das würde wahrscheinlich lange gehen. Sollen wir es ausprobieren?
0:26:04–0:26:07
Ein Piratensender auf UKW anbauen? Ja, eben.
0:26:10–0:26:13
Der alte Stadtfilter-UKW-Sender müsste noch irgendwo sein, oder?
0:26:14–0:26:16
Also, ich habe mal gefragt, ich bin...
0:26:17–0:26:22
Nach der Abschaltung auch, weil du den gut auf den Uetliberg,
0:26:22–0:26:26
also nein, nicht mit einem Sender, keine Angst, mit einem Empfänger und eben
0:26:26–0:26:27
das UKW-Band, also auf dem 94.
0:26:29–0:26:32
Sein, gehörst du nichts mehr. Und da kommst du wahrscheinlich mit,
0:26:33–0:26:36
was haben wir, 200 Watt, da kommst du uh, verdammt vom Uetliberg.
0:26:36–0:26:39
Aber bitte nicht nachmachen. Das machen wir dann nachher.
0:26:40–0:26:44
Also, ich möchte jetzt noch über das Radio von der Zukunft reden.
0:26:44–0:26:49
Eben, findest du Die heutige Chris, braucht es das überhaupt noch?
0:26:49–0:26:53
Ist nicht eigentlich das Internet-Streaming-Zukunft vom Radio? Was meinst du?
0:26:53–0:26:58
Also ich muss bei mir halt sagen, ich arbeite in einem Grossräumbiro,
0:26:58–0:27:02
da kannst du eh kein Radio hören, wenn ich den Kopfhörer anlegen könnte.
0:27:02–0:27:06
Aber ich habe eh ständig Interaktionen, also Leute, die zu mir kommen.
0:27:06–0:27:10
Also ich habe so, ich sage jetzt, ein durchhörbares Radio, kann ich persönlich
0:27:10–0:27:11
eh nicht hören, glaube ich.
0:27:11–0:27:15
Aber eben, wie Kevin gesagt hat, in einem Handwerksbetrieb oder so,
0:27:15–0:27:18
im Stall, hat das durchaus noch Zukunft?
0:27:18–0:27:21
Und nein, ich glaube nicht, dass jemand im Stall, der Bauer,
0:27:21–0:27:22
einen Podcast hören wird.
0:27:23–0:27:28
Wahrscheinlich wird er auch keinen Internetanschluss oder keinen WLAN dort in
0:27:28–0:27:32
seinen Stall rausstrahlen, zum Radio hören, oder Kevin?
0:27:34–0:27:42
Ja, meistens ist dann das Interesse nicht so gross, um dann ein Schweizer Radiosender zu hören.
0:27:42–0:27:45
Und dann schaltet man einfach auf einen anderen Radiosender,
0:27:45–0:27:47
Solange das noch geht. Das ist wirklich...
0:27:50–0:27:53
Eben, Aufwandertrag ist dort halt wirklich die Frage. Dass ich auch sage,
0:27:53–0:27:57
komm, einfach... Es losst wirklich niemanden aktiv.
0:27:57–0:28:01
Es ist einfach Hintergrundberissig, wenn du irgendwie etwas am Mecheln bist.
0:28:01–0:28:04
Und dann, ja, dann wechselst du halt auf einen anderen Sender.
0:28:06–0:28:10
Und ich glaube aber gleichzeitig auch, ich glaube auch auf vielen Orten ist
0:28:10–0:28:13
das passiert, dass man einfach wechselt.
0:28:13–0:28:18
Aber ich weiss jetzt auch nicht, ob das sind denn also so wichtige Hörer fürs Radio.
0:28:18–0:28:21
Das ist dann halt wie die Frage, weil es läuft halt einfach im Hintergrund.
0:28:22–0:28:23
Kommen die die Werbung wirklich mit?
0:28:24–0:28:26
Du hast einfach etwas, was läuft, da
0:28:26–0:28:29
hört niemand zu. Vielleicht ist es unterbewusst, ich kann es nicht sagen.
0:28:29–0:28:33
Das ist noch eigentlich erstaunlich, dass die Werbung überhaupt noch funktioniert.
0:28:35–0:28:41
Im Internet zahlt man nur für Werbung, wenn sie angeklickt worden ist und beim
0:28:41–0:28:44
Radio versendet sie sich halt immer noch so ein bisschen.
0:28:44–0:28:51
Aber trotzdem scheint das Medium Radio trotzdem noch... Also ich bringe das
0:28:51–0:28:54
ehrlich gesagt trotzdem in meinem Kopf nicht ganz zusammen.
0:28:54–0:28:59
Einerseits ist es so ein Begleitmedium, ist der Euphemismus.
0:28:59–0:29:03
Man könnte sagen, es plätschern, es ist auch Hauptsache, es doodlet etwas oder
0:29:03–0:29:04
ein bisschen Hintergrundberieselung.
0:29:05–0:29:10
Aber andererseits tun es dann die Leute trotzdem die Gemüter so erheizen.
0:29:11–0:29:14
Digi Chris oder Kevin, warum ist das so emotional?
0:29:15–0:29:18
Also wir machen ja selber hoffentlich auch unsere Hörerinnen und Hörer ab und
0:29:18–0:29:22
zu verrückt. Aber was meinst du?
0:29:23–0:29:26
Ich glaube, eben schnell wegen dem Unterbewusstsein. Also wie gesagt,
0:29:27–0:29:30
der Kenny, den du gesagt hast, wahrscheinlich jeder von uns kennt das,
0:29:30–0:29:34
weil er es zwei Millionen Mal gehört hat und ich glaube, gerade in der Technologie und,
0:29:35–0:29:40
Im Fernsehen, man nimmt mir etwas weg. Ja, genau.
0:29:41–0:29:46
Veränderung. Veränderung, ich glaube, das ist es eben auch, dass die Leute finden,
0:29:46–0:29:50
wir haben so viel Veränderung, überall Fortschritte in Anführungszeichen.
0:29:51–0:29:55
Jetzt schaltet es dann auch bei der SBB die Billetautomaten ab und dann können
0:29:55–0:29:58
die Leute nur noch mit dem Handy Billet lösen.
0:29:59–0:30:02
Also das Zeug, was einem da aufgeworfen wird, die Neuerungen.
0:30:02–0:30:07
Und dann kann man sich wunderbar an diesem Punkt genauso aufregen und sagen,
0:30:07–0:30:09
irgendwo muss doch mal gut sein.
0:30:09–0:30:15
Ist das eine These? Ja, ganz klar. Und ich denke, die Schweizer sind grundsätzlich
0:30:15–0:30:18
in Sachen Technologie im Wandel eher konservativ.
0:30:18–0:30:25
Wir hatten UK, die schon 2003 zumindest auf Satelliten analog abgestellt hat.
0:30:25–0:30:29
Da hat kaum jemand etwas gesagt. Ich glaube, die Schweizer sind tatsächlich
0:30:29–0:30:32
in Sachen Technologie enorm konservativ.
0:30:32–0:30:35
Das habe ich erlebt, zu meinen Zeiten, als ich geblokt habe,
0:30:35–0:30:40
wenn ich mal gesagt habe, jetzt wird U1-CV abgestellt, Ciao Mike Schiva,
0:30:41–0:30:41
jetzt kommt sie, wie sie wohnen.
0:30:42–0:30:45
Und da hat es Leute gegeben, das sagen Frechheit und sie zahlen da.
0:30:46–0:30:49
Ich zahle SRG-Gebühren, jetzt nehmen sie mir U1 weg. So Sachen auch,
0:30:49–0:30:52
das vielleicht das Wissen nicht so ganz da gewesen ist.
0:30:52–0:30:55
Das habe ich auch gelesen, glaube ich, sogar im Tag von Leuten,
0:30:55–0:31:00
die dann irgendwie beim Radio Monod angeläuten haben, weil sie das DRS nicht
0:31:00–0:31:01
mehr haben können lassen.
0:31:02–0:31:07
Das ist schon auch lustig. Ja, genau. Man sieht einfach, es ist eine komplizierte
0:31:07–0:31:10
Welt und die Leute sind halt manchmal vielleicht ein bisschen überfordert und
0:31:10–0:31:13
dann hätten sie das in ihrem Leben nicht auch noch gebraucht.
0:31:13–0:31:17
Das finde ich schon. Also wir sind uns einig, dass das lineare Radio,
0:31:17–0:31:18
auch so wie wir es da machen,
0:31:19–0:31:23
auch wenn wir Radio-Stadtfilter vielleicht ein bisschen untypisch sind,
0:31:23–0:31:26
weil wir nicht so auf Durchhörbarkeit ich habe es ja schon gesagt,
0:31:26–0:31:29
wertgelegt. Aber ich glaube, dass...
0:31:29–0:31:34
Bleibt schon, oder? Wir wollen das weiterhin hören und man will auch nicht immer
0:31:34–0:31:38
sich einen Podcast raussuchen und irgendwie auf Spotify eine Playlist zusammenstellen,
0:31:38–0:31:41
sondern man will vielleicht manchmal doch einfach, dass es toodelt.
0:31:41–0:31:46
Ich glaube, ja, und es ist wahrscheinlich auch, je nachdem, wenn du in ein Restaurant gehst, wo du,
0:31:46–0:31:49
100 Sachen auf der Karte hast, bist du überfordert und wenn du vielleicht in
0:31:49–0:31:52
die Kante reingehst, hast du als Menü Fleisch, Menü Veggie, ja,
0:31:52–0:31:53
vielleicht macht das die Leute
0:31:53–0:31:57
sogar komfortabel, dass jemand für sie entscheidet, was sie machen soll.
0:31:58–0:32:02
Genau. Und was ist denn das mit dem KI-Radio? Ich habe ja mal ein Interview
0:32:02–0:32:09
gemacht mit dem Mann von Radio Luzern, der einen KI-Moderator namens Mike hat,
0:32:09–0:32:12
der dort 24 Stunden am Tag gesendet hat.
0:32:12–0:32:15
Das ist, ich würde sagen, das ist eigentlich nicht das, was man von hören will.
0:32:16–0:32:20
Also wenn schon Radio, dann ein echter Mensch und sicher nicht irgendeine KI.
0:32:22–0:32:26
Vielleicht ändert sich auch das. Vielleicht können wir das eh nicht mitüber.
0:32:26–0:32:29
Und dann ist es eh egal. Ah ja, genau.
0:32:29–0:32:33
Wenn das im Stall läuft, dann kann einfach die Käu reden. Das ist doch gleich.
0:32:33–0:32:37
Sie muss einfach nicht auf den Menschen abgestimmt sein, sondern auf die Kühe
0:32:37–0:32:40
und so auf die Milchleistungsmaximierung. Genau.
0:32:42–0:32:43
Okay, also...
0:32:43–0:32:48
Ich wollte darauf verweisen, dass ich eigentlich für mich wäre das Radio von
0:32:48–0:32:52
der Zukunft, das habe ich schon 2018 mal in meinem Blog eingeschrieben und ich
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bin erstaunt, dass das Spotify nicht aufgriffen hat.
0:32:55–0:32:59
Aber für mich wäre eigentlich das Radio von der Zukunft, dass man eine Playlist
0:32:59–0:33:04
machen kann auf Spotify und dann kann man, jeder, der Lust hat darauf,
0:33:04–0:33:09
Radio in Anführungszeichen zu machen, Ich kann dort Moderationen aufzeichnen,
0:33:09–0:33:15
die dann in Abwechslung mit diesen Stücken in dieser Playlist gespielt werden.
0:33:15–0:33:19
Also man kann dort quasi seine Playlists moderieren. Das wäre doch super,
0:33:19–0:33:20
wieso macht das Spotify nicht?
0:33:21–0:33:24
Digi Chris, was würdest du für Playlists moderieren dort?
0:33:25–0:33:27
Also du meinst aber theoretisch, man muss jetzt weiterspielen.
0:33:27–0:33:32
Ich will jetzt halt die Wortbeiträge nach dem Motto, der letzte Verkaufsbeitrag in mir Mali.
0:33:32–0:33:35
Und nach dem Motto, nein, ich kann Taylor Swift nicht ausstehen,
0:33:35–0:33:38
also ist die nicht auf meiner Playlist, dann kommt halt, weiss ich was,
0:33:38–0:33:43
Tom Petty, ich habe jetzt einfach etwas gesagt und dann kommt halt irgendwie der Beitrag von.
0:33:45–0:33:48
Soilierennen in Hinterpupfung und so.
0:33:50–0:33:53
Genau so ist es. Aber ist das nicht ein Musikpodcast?
0:33:55–0:33:59
Ja, es wäre ein Musikpodcast, aber eben, weisst du, das Problem mit dem Musikpodcast...
0:33:59–0:34:01
Aber dass du die aktuellen Beiträge drin hättest.
0:34:02–0:34:04
Also du hast halt deine ich sage jetzt, heute habe ich Lust auf Oldies,
0:34:04–0:34:09
ich mache meine Oldies-Playlist, dann ist halt das Lied fertig und dann gehörst
0:34:09–0:34:12
du doch noch an aktuellen Wortbeitrag, wo dann halt eingespielt wird. Ja, sowas.
0:34:13–0:34:18
Also, wir müssen aufhören. Ich würde sagen, Peak UKW ist für mich 1980 oder
0:34:18–0:34:23
so ist es 1980 gewesen, wo das Stück auf dem DRS gelaufen ist und ich wünsche
0:34:23–0:34:25
euch bis in einer Woche gute Zeit.
0:34:25–0:34:29
Hört es gut, macht es schön, tschau miteinander. Tschüss zusammen. Adi miteinander.
0:34:30–0:35:05
Music.

1922 startete das Radio in der Schweiz, 1924 kam mit Radio Zürich ein erster Sender in der Deutschschweiz dazu. Hundert Jahre später könnte man glauben, der Rundfunk sei am Ende – dabei hat die SRG und weitere Sender wie Radio Stadtfilter bloss aufgehört, ihre Programme via UKW zu verbreiten.

Doch die Aufruhr ist noch immer gross. Wir kommen nicht umhin, uns zu fragen: Ist es Liebe zu einer analogen Technologie? Oder bloss der Unwille, sich mit den Veränderungen abzufinden, die uns zur Anschaffung eines neuen Empfangsgerätes nötigen?

Uns scheint die Sache klar: Bei der Digitalisierung des Rundfunks ist einiges schiefgelaufen – trotzdem ist DAB besser als sein Ruf.

Und weil wir nicht in dieser Diskussion stecken bleiben wollen, fragen wir uns, wie das Radio der Zukunft aussehen könnte: Ist es der gleiche alte Dudelfunk, dessen höchstes Ziel es ist, niemand unter den Zuhörerinnen und Zuhörern zu verschrecken? Oder braucht es eine Weiterentwicklung, damit wir nicht beim «Radio Gaga» enden? „Radio Gaga – bloss auf DAB statt UKW“ weiterlesen

Wie wir alle zu Datenmeeresbewohnern wurden

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

00:00–0:00:14
Music.
0:00:15–0:00:19
Hallo miteinander, wir machen nahtlos weiter beim Thema von letzter Woche.
0:00:19–0:00:22
Wir schauen wieder einmal auf ein Vierteljahrhundert zurück.
0:00:23–0:00:27
Und heute geht es um die mobilen Daten im weitesten Sinn. Ich kann auch mal
0:00:27–0:00:28
noch ein bisschen Richtung WLAN geben.
0:00:29–0:00:33
Und gerade als Einstiegszema, wir haben von diesen Silvestre-Partys geredet.
0:00:34–0:00:37
Wüsst ihr noch, was für ein Telefon ihr da gehabt habt? Ich nehme mal,
0:00:37–0:00:40
ihr werdet schon ein Handy slash Natelk haben.
0:00:40–0:00:43
Matthias? Du meinst, wo das neue Jahrtausend abkommen ist? Genau,
0:00:44–0:00:47
also wie habt ihr am Grossmami gratuliert das Wort?
0:00:47–0:00:52
Ich hatte ein Nokia-Telefon und weiss aber nicht mehr genau, was für eins es ist.
0:00:53–0:00:55
Ich kann ja mal schnell googeln, ob ich noch sehe.
0:00:56–0:00:58
600 irgendwas hat es, glaube ich.
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62, 20 hat es gegeben. Das war, glaube ich, noch nicht der. Ich habe bei mir genau auch geschaut.
0:01:05–0:01:09
Ich habe anscheinend mein erstes Richtige-Handy, das Nokia 230 war.
0:01:09–0:01:12
Das mit dem Snake, den jeder hatte. Das war das Kleine.
0:01:13–0:01:17
Ich hatte aus irgendeinem Grund so ein grünes Siemens Handy,
0:01:18–0:01:20
welches einen Rückschritt hatte.
0:01:21–0:01:25
32 hat ja doch einigermassen einen grossen Bildschirm gehabt.
0:01:26–0:01:29
Du hast Snake spielen können, du hast deine Ringtones gehabt,
0:01:29–0:01:34
du hast auch dieses Operator-Logor konfigurieren können.
0:01:35–0:01:39
Und ja, das 2.6.10 ist dann eben später gekommen. Einfach so sicher,
0:01:39–0:01:42
ich glaube, wir haben noch kein WhatsApp verschickt, aber erstens.
0:01:42–0:01:48
Nein, das ist nicht. Das ist wahrscheinlich etwa der, der so die SMS-Rekorde...
0:01:48–0:01:51
Man konnte SMS senden und dann hat man SMS bekommen.
0:01:51–0:01:55
Man musste aber wieder so nicht löschen, weil man nur 15 auf der SIM-Karte speichern konnte.
0:01:56–0:02:03
Also SMS-Speicher ist voll. Nein, ich glaube, da haben wir schon mehr speichern können.
0:02:04–0:02:08
Also je nach Telefon, aber ich glaube tatsächlich, ja, hast du tatsächlich,
0:02:08–0:02:11
oh, wenn du halt irgendwie das Heidi gesagt hast, ich habe dich mega gerne,
0:02:12–0:02:13
hast du das natürlich nie gelöscht.
0:02:13–0:02:16
Wenn natürlich das Heidi Schluss gemacht hat, also der Name ist erfunden,
0:02:16–0:02:20
keine Angst, nicht googeln, dann ja, ist das irgendwie weggegangen.
0:02:21–0:02:26
Und ich glaube schon relativ bald ist tatsächlich das Nokia 62 gesehen und das
0:02:26–0:02:30
hat WAP können, also Wireless Application Protocol. Genau.
0:02:32–0:02:36
Und ja, mit dem haben wir tatsächlich mobiles Internet haben.
0:02:36–0:02:39
Also das 62, das war der Shit, das wollten alle.
0:02:40–0:02:45
Jetzt, wenn ich das sehe. Ich habe mein erster Nokia jetzt gefunden,
0:02:45–0:02:50
das ist das 6150 gewesen und ich kann auch das genau sagen. Oh ja, das ist GNA.
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Das ist State of the Art gewesen. Das war ein Brügel.
0:02:55–0:02:58
Du konntest es fallen lassen. Es hatte eine Woche lang Akku.
0:02:59–0:03:03
Alles das, was wir heute vermissen. Ich glaube, das hatte auch schon Snake drauf. Ja, das hatte Snake.
0:03:04–0:03:09
Ich glaube, das war das, wenn du im Tram geschlossen bist, mit dem anderen,
0:03:09–0:03:12
der auch so ein Nokia-Telefon hatte, mit dem zusammen... Infrarot.
0:03:14–0:03:18
Die haben Infrarot. Du konntest Snake spielen. Und du konntest je nachdem.
0:03:19–0:03:24
An einem Drucker, an gewissen HP-Drucker, hast du deinen SMS geausdrückt.
0:03:24–0:03:28
Hast du dein Heidi trotzdem der Före übersteht.
0:03:28–0:03:34
Mit dem Naseldruck. Das SMS. Ja, man wird nostalgisch, weil es ist tatsächlich
0:03:34–0:03:35
so gewesen, es hat einfach eine,
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Man hat ein wenig Wapp gehabt, man hat ein wenig SMS gehabt, aber es war cool.
0:03:41–0:03:44
Wapp war ein verdammter Pfupf. Aber du hast tatsächlich, ich glaube,
0:03:44–0:03:48
ich sage jetzt, Dagi, Blick, Teletext, die haben so gewisse Seiten gehabt.
0:03:48–0:03:53
Weil vorher musstest du, glaube ich, irgendwie ein SMS schreiben an News, Sport.
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Und dann hast du innerhalb von SMS, Twitter war 140, 160 Zeichen,
0:04:00–0:04:04
irgendwie halt Gitzel, 1 zu 2 und irgendwie, ja...
0:04:04–0:04:08
Das war ein riesen Business und ich kann ja da vielleicht noch ein wenig aus
0:04:08–0:04:09
dem Nähekästchen plaudern.
0:04:10–0:04:15
Ich bin ja da, habe ich zwar im Jahr 2000 angefangen beim Tagesanzeiger zu arbeiten,
0:04:15–0:04:21
aber ich bin nicht beim Verlag oder bei der Redaktion direkt angestellt gewesen,
0:04:21–0:04:25
sondern der Computerbund, wenn er geheiss hat, ist ausgelagert gewesen,
0:04:26–0:04:32
und hat eben so ein Dienstleister, so ein kleines KMU gewesen,
0:04:32–0:04:37
wo das angeboten hat, die redaktionelle Dienstleistung und nebenbei ist es eben
0:04:37–0:04:39
auch noch so eine SMS-Redaktion gewesen.
0:04:39–0:04:44
Das heisst, man hätte abonnieren können, so Kanäle, wo einem dann News aus dem
0:04:44–0:04:47
Bereich, wo man hätte wählen können, Politik.
0:04:49–0:04:52
Sport, Internationalwirtschaft oder auch digital und dann hast drei,
0:04:52–0:04:57
vier so SMS bekommen, die jedes 20 Rappen kostet mit Breaking News am Tag.
0:04:58–0:05:01
Ich hätte jetzt gemeint, ein SMS hat so viel wie eine Printausgabe gekostet.
0:05:01–0:05:05
Nein, das nicht ganz, aber es ist schon, es ist verhältnismässig teuer gewesen
0:05:05–0:05:06
für wenige Informationen.
0:05:07–0:05:14
Und heute ist ja, so Information ist etwas, wo quasi so viel im Internet und
0:05:14–0:05:17
überall auf einem einprasselt, dass man nicht mehr weiss, dass man lieber etwas
0:05:17–0:05:20
zahlen würde, dass man nicht so viel Informationen bekommt.
0:05:21–0:05:25
Und ich glaube eben schnell noch WLAN, Da habe ich auch noch geschaut,
0:05:25–0:05:28
ich weiss noch, wo ich in meinem Praktikum war von der Handel,
0:05:28–0:05:32
das muss im 02 gewesen sein, weil die Firma, die ich gearbeitet habe,
0:05:33–0:05:35
hat tatsächlich ein Telekommunikationsgerät gemacht.
0:05:36–0:05:43
Als Abschiedsgeschenk ein 2 MBit WLAN-Hotspot, weil 11 MBit war dort noch wirklich unerschwinglich.
0:05:43–0:05:46
Das habe ich mir... Aber wann ist denn WLAN so richtig aufgekommen?
0:05:47–0:05:50
Wahrscheinlich gerade ein Jahr später plus minus.
0:05:50–0:05:53
Also ich weiss noch, dort ist tatsächlich... Ich sage jetzt,
0:05:53–0:05:57
im Zimmer, wo halt der PC gestanden, war der Hotspot und in der Stube ist schon
0:05:57–0:06:00
fast nicht mehr gegangen, eben was du auch gesagt hast, wegen der Amerika.
0:06:01–0:06:06
Ich glaube zwar, als ich dann im 04 angefangen habe, eben im Winter zu studieren,
0:06:06–0:06:09
sind zumindest die Hörsäle durchgehend mit WLAN ausgerüstet.
0:06:10–0:06:11
Und wann war das nochmal?
0:06:12–0:06:17
Also das Praktikum muss irgendwie 0102 gewesen sein, da hättest du das 11 MBit
0:06:17–0:06:18
einfach noch nicht zahlen können.
0:06:18–0:06:24
Und dann ist es glaube ich relativ schnell gegangen. Ja, ich mag mich wirklich,
0:06:24–0:06:28
mich denkt es, meine ersten Computer haben überhaupt noch gehabt,
0:06:28–0:06:30
aber da habe ich wirklich immer noch mit diesem Netzwerk abgehoben.
0:06:30–0:06:37
Also du hast je nachdem wirklich, also wie sagen wir, PCM, PCM-CIA-Karten Ja, genau.
0:06:38–0:06:43
Also wir haben in unserem Geschäft einen Kunden gehabt, das ist 2003 gewesen.
0:06:44–0:06:47
Der hat seine Büroinfrastruktur mit WLAN gemacht.
0:06:48–0:06:52
Das hat ein Vermögen gekostet. Ja, das sind wahnsinnig teuer im Anfall.
0:06:53–0:06:56
Und wenn du etwas drückt hast, hast du etwa eine Viertelstunde gewartet,
0:06:57–0:07:02
bis dieser Druckauftrag... Also das WLAN muss unglaublich langsam gewesen sein.
0:07:03–0:07:04
Und irgendwann, nachdem man halbe
0:07:04–0:07:08
Art, der sagt, man brächt die Tür ab und zieht die Kaoli, man geht auf.
0:07:08–0:07:11
Ja, das ist schon verrückt eigentlich.
0:07:12–0:07:17
Und ich habe mir so etwas aufgeschrieben, mit WAP, so wirklich Mails lesen,
0:07:17–0:07:19
ist ja noch nicht wirklich gegangen.
0:07:19–0:07:22
Und ich weiss nicht, ich hatte dann irgendein Nokia N70 gehabt,
0:07:23–0:07:29
das ist noch mit Symbian gelaufen und da hast du tatsächlich eine native Gmail-App
0:07:29–0:07:33
gehabt, die relativ gut funktioniert hat und eine native die Microsoft Messenger
0:07:33–0:07:35
App, die überhaupt nicht funktioniert hat,
0:07:36–0:07:40
aber du hast, ich sage jetzt 0405, wir sind drei Jahre vor iPhone,
0:07:41–0:07:44
konntest du irgendwie irgendwie unterwegs deine E-Mails lesen und dann Leute,
0:07:44–0:07:49
wie blöd bist du deine E-Mails unterwegs lesen, das braucht doch keiner. Ja genau.
0:07:50–0:07:54
Also eben das ist damals an Symbien gewesen, man könnte vielleicht auch noch
0:07:54–0:07:56
davor reden, Windows Phone haben wir dort noch gehabt.
0:07:57–0:08:02
Wie hat das geheiss vor einer Pocket oder Windows CI oder sowas?
0:08:02–0:08:07
Ja, das hat es alles. Android CE, Blackberry. Blackberry ist natürlich...
0:08:07–0:08:08
Blackberry ist der Wahnsinn gewesen.
0:08:08–0:08:12
Also ich muss nochmal schnell mit dem WLAN reingrutschen, weil ich auch in meinem
0:08:12–0:08:16
Artikelarchiv, meinen ersten Artikel gefunden, den ich über WLAN geschrieben
0:08:16–0:08:20
habe, der ist am 4. September 2000 gewesen.
0:08:21–0:08:23
Und das ist Funklan.
0:08:24–0:08:30
Wie hat man das noch erklärt? und die Access Points haben je nach Ausprägung
0:08:30–0:08:35
zwischen 1.149 und 1.449 Franken gekostet.
0:08:35–0:08:38
Und dann hat er mit dem Laptop noch so eine PCI-Fahrt gebraucht,
0:08:38–0:08:42
die hat so mindestens 379 Franken gekostet.
0:08:42–0:08:46
Also es ist einfach fast 2.000 Franken weg gewesen, wenn du...
0:08:46–0:08:50
Und eben wahrscheinlich, wie der Kevin sagt, du musst wahrscheinlich etwa 5
0:08:50–0:08:53
cm vom Access Point sein, sonst ist eben die Bandbreite so tief,
0:08:54–0:08:58
dass ja... Die Temperatur, die der X-Pointer hingestanden, war immer vier Grad höher.
0:08:58–0:09:02
Es war immer schön im Grunde. Genau.
0:09:04–0:09:08
Das Internet hat es gegeben, man hat sich daran gewöhnt, aber man hat sich gewöhnt,
0:09:08–0:09:12
dass man da irgendjemanden musste, um das Internet zu brauchen.
0:09:12–0:09:16
Und wann ist es dann so richtig mobil? Ist es wann geworden?
0:09:17–0:09:21
Ich würde sagen, knallhart mit der Lancierung vom iPhone. Nein, dann eben noch nicht.
0:09:21–0:09:27
Es ist dann aber doch noch einen Moment gegangen. Die sind dann alle Webseiten kompatibel. Ja, genau.
0:09:28–0:09:32
Aber ich würde es mal so sagen, dass es zumindest akzeptiert war,
0:09:32–0:09:34
dass du jetzt ein Ding hast, wo du kannst, ich sage jetzt eben,
0:09:34–0:09:35
Tag in den Zehen schauen.
0:09:36–0:09:42
Aber es hat ja dann, es hat ja ganz viele Verweigerer gegeben von dem iPhone,
0:09:43–0:09:45
die das richtig Scheisse gefunden haben.
0:09:45–0:09:47
Es geht gar nicht, es ist ja Gefahr für die Menschheit.
0:09:47–0:09:52
Gleiche, was wir jetzt mit Elektromobilen machen. Aber dann hat es Verweigerer
0:09:52–0:09:55
gegeben. und dann mussten sie zuerst die ganze Webseite.
0:09:56–0:10:00
Die haben ja dann zuerst noch umgestellt werden, weil du am Anfang einfach alle
0:10:00–0:10:05
Webseiten hatten, aber ein Buchstaben ist ...
0:10:05–0:10:07
Ja, genau.
0:10:08–0:10:12
Es ist ja auch lustig, die Mobilfunkstandards, die sind ja schon relativ alt,
0:10:12–0:10:16
der 3G hat es, gibt es schon seit 2003 und ich erinnere mich tatsächlich,
0:10:16–0:10:17
ich war damals an so einer PK,
0:10:18–0:10:23
die da irgendwie Swisscom und so vorgestellt hat und also eine rieselange Roadmap
0:10:23–0:10:30
bis in heutige Zukunft, wie diese Standards ausgerollt werden.
0:10:30–0:10:33
Aber das erste iPhone hatte auch noch keine 3G.
0:10:33–0:10:37
Nein, genau. Es war wirklich am Anfang sehr langsam mobil.
0:10:38–0:10:42
Und man hat es eigentlich gebraucht für E-Mails.
0:10:43–0:10:45
Und so richtig gesurft ist man wahrscheinlich noch nicht. Weil eben,
0:10:46–0:10:52
wie du sagst, Kevin, die Webseiten sind halt in der Desktop-Version auf dem
0:10:52–0:10:53
winzigen Bildschirm gekommen.
0:10:53–0:10:58
Also ich sage jetzt, vom iPhone zu wirklich mobile Geschichte,
0:10:58–0:11:01
sage ich, es sind sicher zwei bis drei Jahre gegangen.
0:11:01–0:11:05
Auch das mit den ganzen Apps, das hat sich ja alles müssen entwickeln.
0:11:05–0:11:11
Es hat ja am Anfang sieben Apps gegeben und das ist ja dann erst irgendwann vor.
0:11:11–0:11:17
Ja, der App Store war 2008 und wahrscheinlich waren von diesen sieben Apps fünf Furz-Apps.
0:11:18–0:11:23
Ja, das und dann der Diamant, den du hast gekauft, für 1000 Dollar.
0:11:23–0:11:26
Oder das Bier, das hast du können nehmen. Ja, genau.
0:11:26–0:11:32
Das hat schon auch gute Apps gegeben. Und ich glaube, die ersten Apps,
0:11:32–0:11:37
die ich vorgestellt habe, das ist noch, dort haben wir wirklich auch noch Apps
0:11:37–0:11:39
dort und so in Anführungszeichen geschrieben.
0:11:39–0:11:44
Das sind schon so Sachen wie SBB-Apps gewesen und so, auch Verkehr und so.
0:11:46–0:11:50
Und das ist, das Bedürfnis ist schon, glaube ich, sofort klar gewesen,
0:11:50–0:11:55
dass einem so ein mobiles Gerät auch bei der Mobilität unterwegs kann helfen.
0:11:55–0:11:59
Aber so richtig losgegangen ist es ja eigentlich 2010, würde ich sagen,
0:11:59–0:12:04
so mit 4G LTE, dann hat man mal ein bisschen ordentliche Tempika und so.
0:12:05–0:12:08
Das macht es auf eine Art noch verrückter, weil dann sind es nämlich nicht mehr
0:12:08–0:12:12
25 Jahre, wo wir darüber reden, sondern eigentlich 15 Jahre,
0:12:12–0:12:15
wo die mobile Revolution so richtig...
0:12:15–0:12:20
Man kann schon sagen, 2000 hast du theoretisch können Daten mobil übertragen,
0:12:20–0:12:22
A Geschwindigkeit, B Preis.
0:12:23–0:12:25
Du hättest wahrscheinlich ein Service Pack vom Windows herunterladen können,
0:12:26–0:12:27
hättest du dann eigentlich einen Kredit aufnehmen.
0:12:28–0:12:30
Ja, aber das war ja beim WAP auch so. Ich habe alle an die Angst gehabt.
0:12:31–0:12:36
Du gehst einmal ins WAP und kostet 27 Franken, weil mobile Daten nicht im Abo integriert waren.
0:12:36–0:12:40
Dann hat es separat gezahlt und dort hat 1 Megabyte,
0:12:41–0:12:48
40 Franken kostet oder so. Das muss man sagen, die Telcos sind eigentlich Entwicklungsverhinderer,
0:12:49–0:12:56
und Fortschrittsverhinderer gewesen, weil die sind noch halt aus dem Denkmuster gekommen,
0:12:56–0:13:01
wo man Telefonverbindungen nach Minuten abgerechnet hat. Das SMS kostet 30 Kronen.
0:13:02–0:13:08
Das SMS kostet 30 Kronen und auch darum wollte man überall verdienen und das ist erst so.
0:13:08–0:13:13
Wahrscheinlich auch das iPhone mit geschuld gewesen daran, dass man dann gefunden hat.
0:13:14–0:13:21
Jetzt gibt es die Verträge mit den Mobilfunkanbietern, wo dann zumindest ein
0:13:21–0:13:25
ordentliches Volumen drin ist. Und sie verdienen immer noch sehr viel.
0:13:26–0:13:31
Das Unlimited war, du hast halt früher 60 Gigas drin, 500 Mega.
0:13:32–0:13:35
Das habe ich mich gefragt, wann ist eigentlich das Unlimited gewesen?
0:13:36–0:13:41
Das ist recht lang gegangen. Also du hast schon immer unlimitiert haben für
0:13:41–0:13:44
natürlich auch exorbitante Beträge.
0:13:44–0:13:49
Aber jetzt heute, dass du irgendwie für 29, 95 irgendwie 50 Gigadaten drin hast,
0:13:49–0:13:52
ja, das ist vielleicht seit 5 Jahren, würde ich jetzt mal sagen.
0:13:53–0:13:56
Nein, mehr. Meinst du mehr? Ja, mehr. Wirklich so meinst du?
0:13:56–0:14:01
Ja, ich glaube, es hat dann irgendwann so ein Business-Handy-Abo gegeben für
0:14:01–0:14:06
139 Krankenhaus. Ja, das Risiko-Dingsbums und ja. Genau, und dort hast du dann
0:14:06–0:14:08
drin gehabt. Und bei meinten, bist du genau priorisiert worden?
0:14:09–0:14:14
Ich habe nachgeschaut, das ist schön, ich habe ja das alles immer bebloggt.
0:14:15–0:14:24
2015 im August bin ich bis alt umgestiegen von einem Mobilfunk-Abo mit Limiten auf Unlimitiert.
0:14:24–0:14:28
Also das ist jetzt eigentlich 10 Jahre. 2015?
0:14:28–0:14:33
Genau, also 10 Jahre habe ich mich daran gewöhnt, also einfach einfach für draussen
0:14:33–0:14:36
Vollgas auf der alten Autobahn.
0:14:36–0:14:43
Und das ist ja inzwischen auch international, zumindest im europäischen Raum,
0:14:43–0:14:49
gewohnt ich mir eigentlich nicht mehr auf das Datenvolumen zu schauen.
0:14:49–0:14:52
Und ich hätte jetzt gesagt, das ist vor 10 Jahren noch ein Thema gewesen.
0:14:52–0:14:54
Das ist vor 10 Jahren ein riesiges Thema gewesen.
0:14:55–0:14:59
Also ich hatte die dumme Kombination von Schweiz-Norwegen und die hatten natürlich
0:14:59–0:15:03
genau kein Abkommen, weil die Norweger halt auch nicht in der EU sind.
0:15:03–0:15:07
Also musste ich dort eine Roaming-Gebühr bezahlen, jedes Mal.
0:15:07–0:15:11
Also ich weiss noch, Roaming, der ein Kollege hatte im 14. Jahrhundert eine
0:15:11–0:15:12
Geheiratung in Deutschland.
0:15:13–0:15:17
Und es war wirklich eine absolut geniale Location, aber ohne WLAN.
0:15:18–0:15:21
Und dann hast du auch die Eltern gesagt, schau mal, da ist gebraut und so.
0:15:21–0:15:27
Und du hast da 30 Mega, mega, nicht giga, mega. Du musst wirklich aufpassen.
0:15:27–0:15:31
Und ich habe immer das Roaming eingeschaltet und gerade wieder ausgeschaltet.
0:15:31–0:15:32
Genau, das ist wie Wappersinn.
0:15:32–0:15:36
Also heutzutage, ich glaube, es wäre unlimitiert, aber ich glaube,
0:15:37–0:15:40
das Viscom würde bei 40 Giga, also jetzt reden wir von Giga, bremsen.
0:15:41–0:15:44
Das ist bei der Sunrise, wo ich inzwischen bin, auch so.
0:15:44–0:15:49
Wirklich? Das wird irgendwann mal gebremst. Aber nur im Roaming. Ah, im Roaming, okay.
0:15:50–0:15:56
Aber du musst viel brauchen. Und eben, sie tönt dich nicht spüren und musst
0:15:56–0:15:58
nicht das Einfamiliehaus verkaufen, sie ist einfach langsam.
0:15:59–0:16:04
Aber wenigstens WhatsApp, die gerechten Natur, wären halt auch meine Verzögerung.
0:16:05–0:16:09
Genau. Also ich würde noch ein bisschen in die Timeline, in die Zeitleisten
0:16:09–0:16:12
reinschauen, die wir da haben, auch um ein bisschen ein Gespür zu bekommen,
0:16:12–0:16:16
wie dann die Entwicklungen gegangen sind. 2010 auch gerade so.
0:16:18–0:16:23
14, 15 Jahre her das iPad ist 14 oder 15 Jahre her ich würde sagen so um das,
0:16:25–0:16:30
2011 ist dann so WhatsApp übernommen worden da sind so die Messenger,
0:16:31–0:16:36
abgegangen und dort hat man auch eben vorher noch die SMS immer noch so ein
0:16:36–0:16:42
bisschen ein Kostenfaktor gewesen und das ist dann vorbeigegangen und das haben dann sich die Telkos,
0:16:43–0:16:51
das Geschäft aus den Fingern nehmen lassen dann so ab 2013 das Responsive Design also die Webseiten,
0:16:51–0:16:57
die sich angefangen haben Das ist zwölf Jahre im Fall Das ist zwölf Jahre her
0:16:57–0:17:03
und auch zehn Jahre her wo dann Google eigentlich auch gefunden hat.
0:17:04–0:17:12
Wenn eine Webseite nicht mobil optimiert ist, dann wird sie abgestraft und ja,
0:17:13–0:17:16
dort ist es eigentlich Ich kann sagen, so richtig losgegangen ist es in der
0:17:16–0:17:18
Mitte der 10er Jahre. Ja.
0:17:19–0:17:23
Und am Anfang gab es halt noch keine Standards.
0:17:23–0:17:26
Es war alles sehr wild.
0:17:26–0:17:31
Auch wie du die Navigationen gebaut hast.
0:17:31–0:17:38
Da hat es irgendwelche JavaScript-Sachen. Da wurde ganz gemerkwürdiges Zeug gemacht.
0:17:38–0:17:41
Man wusste gar nicht, wie wir jetzt mit dem umgehen.
0:17:41–0:17:48
Und es hat dann, ich sage jetzt, die Standards sind vielleicht vor sieben, acht Jahren gekommen,
0:17:48–0:17:52
viel vorher ist das wirklich noch so ein bisschen wilder Westen gewesen und
0:17:52–0:17:58
jeder hat ein bisschen gemacht und mittlerweile gibt es so ein bisschen Struktur,
0:17:58–0:18:00
wie man etwas aufbaut und auch gut funktioniert.
0:18:02–0:18:09
Genau, also das hat, glaube ich, auch die mobilen Geräte dem Webdesign gut getan,
0:18:09–0:18:13
weil man flexibler geworden ist und vorher ist das alles ein bisschen stark
0:18:13–0:18:15
konstruiert gewesen und so. Nicht nur.
0:18:16–0:18:20
Also aus gestalterischer Sicht ist das Ganze ein Scheissdreck.
0:18:21–0:18:25
Ja, genau. Weil ich kann es gar nicht gestalten. Ich muss ja für jedes Gerät
0:18:25–0:18:26
mir überlegen, wie sieht es aus.
0:18:26–0:18:30
Es gibt so viele unterschiedliche Geräte. Und am Anfang waren die Monitoren
0:18:30–0:18:34
in 1024-7-8-60-Auflösung.
0:18:34–0:18:34
Bäm!
0:18:34–0:18:39
Das optimieren wir. Es gibt noch Netscape 4-7, der reagiert ein bisschen anders.
0:18:39–0:18:41
Wir müssen den Browser weichen machen.
0:18:41–0:18:45
Oh, die Browser weichen. Ja, genau. Der Netscape interpretiert einen Pixel falsch.
0:18:46–0:18:51
Und dann hat es Internet Explorer 4 gegeben. Das war ein Ding. Ja.
0:18:52–0:18:56
Und ja, klar, heute hat es jemand noch ein iPhone SE oder ein Foldable.
0:18:56–0:18:58
Ja, weil machst du da die Webseite genau.
0:18:59–0:19:01
Ich habe ein iPhone Essay, hör auf.
0:19:02–0:19:10
Genau, also man kann sagen, dann ist wahrscheinlich das Pokémon Go 2016 Pokémon Go?
0:19:10–0:19:16
Ist wahrscheinlich auch auf eine Art ein wichtiger, vielleicht über alles gesehen,
0:19:16–0:19:23
es wird nicht ewig bleiben, aber es hat so das mobile Ding und Spielen in der
0:19:23–0:19:25
Welt draussen und eben überall.
0:19:26–0:19:30
Also Pokémon Go war eigentlich das Prinzip, dass ich... Du schaust das Handy, ja.
0:19:31–0:19:37
Pokémon sind so Fantasiefigurchen. Ja. Und die fängt man mit so einem Ball ein. Ja, genau.
0:19:38–0:19:40
Ich habe mal in Casablanca fast einen Unfall gemacht.
0:19:42–0:19:45
Es ist ein Trickfilm und dann müssen die Figurchen kämpfen miteinander.
0:19:45–0:19:46
Whatever, vorgeschickt.
0:19:47–0:19:51
Und Pokémon Go ist eigentlich der erste, ich würde sagen, eines der ersten Games
0:19:51–0:19:58
gewesen, wo Augmented Reality Das heisst, ich habe eigentlich durch das Handy die echte Welt gesehen,
0:19:58–0:20:03
habe dann herumlaufen können und dann sind die Pokémon-Figurchen irgendwo gestanden
0:20:03–0:20:07
und dann habe ich die auf dem Handy, indem ich so drüber geswipet habe,
0:20:07–0:20:08
einen Böll gerührt, um die einrollen.
0:20:08–0:20:11
Und das ist ein riesen Hype gesehen. Das war ein riesen Ding.
0:20:12–0:20:20
Und lustigerweise war es eben gar nicht der erste Versuch, via Handy die mobile
0:20:20–0:20:23
Spielwelt mit der richtigen Welt zu verknüpfen.
0:20:23–0:20:28
Ich erinnere mich, es hat Matthias Sala, ich habe mit ihm verschiedene Interviews,
0:20:28–0:20:31
er war wahrscheinlich auch mal in dieser Sendung, vermute ich.
0:20:32–0:20:36
Der hat schon mit dem Gpanga Familia, das war so ein Mafia-Spiel,
0:20:36–0:20:39
hatte er schon viel früher so eine ähnliche Idee gehabt.
0:20:40–0:20:46
Aber er ist halt nie so... Ja, mit Pokémon hat man schon eine Menge Leute erreicht.
0:20:47–0:20:49
Genau. Und das Spielkonzept.
0:20:50–0:20:57
Es war gut. Ja. Es war, glaube ich, noch einfacher, als bei der Gbanga-Familia,
0:20:57–0:21:02
wo du diese Mafia-Kriege machen musstest und du hast gegeneinander kämpfen können,
0:21:02–0:21:04
was du beim Pokémon GO auch kannst.
0:21:05–0:21:11
Du hast dann so in Arenas eingehen können. Aber dort ging es wirklich rum und
0:21:11–0:21:14
du hast auf der Karte gesehen, dass irgendetwas pulsiert hat.
0:21:14–0:21:18
Und dann hast du gewisse, welche Richtung es gab. Es war ein sehr einfaches
0:21:18–0:21:22
Spiel, das irgendwie Lust gemacht hat, um rauszugehen.
0:21:22–0:21:25
Ich glaube, es hat einmal irgendwie der Fall gegeben, irgendwo in Hamburg,
0:21:25–0:21:29
hat es halt geheißen, dort auf dieser Brücke steht jetzt Pikachu XY und hat
0:21:29–0:21:34
wirklich noch nicht zu Hause den Verkehr stoppen müssen, weil so schwer hunderte
0:21:34–0:21:35
Leute überfahren wurden.
0:21:35–0:21:42
Ja, also die Pokémon haben auch unterschiedliche Raritäten darunter und die
0:21:42–0:21:45
sind dann einfach irgendwo aufgetaucht. Es ist einfach wirklich,
0:21:45–0:21:47
es ist ja alles sehr schön zusammen.
0:21:48–0:21:51
Ich glaube, in Pokémon Go, du hättest noch Pokémon duschen können,
0:21:51–0:21:53
oder? Ich glaube, das ist nicht gegangen. Ich glaube, nachher irgendwann schon.
0:21:55–0:21:57
Also, wenn ich mal noch spiele, ich hätte es nicht können, ich hätte nicht gesagt,
0:21:57–0:22:05
hey, schau mal, ich habe den grüne Pikachu, duschen wir dann gegen drei rote Pikachu, irgend sowas.
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Also, wenn ein Pokémon Go spielt, dann müssen wir eine App installieren und
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dann fängt kein Pokémon einfach rumlaufen. Und irgendwann kommt der Pikachu.
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Das ist glaube ich immer noch so. Man muss einfach Geduld haben und irgendwann
0:22:19–0:22:21
kommt er. Also das war ein super Trick.
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Es gab ja auch noch andere GPS-Apps. Ich würde sagen, Govala wo man sich halt
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einchecken konnte. Und Swarm. Foursquare.
0:22:34–0:22:37
Ich glaube du hattest ein Badge wenn ihr mit zwei Leute seid.
0:22:38–0:22:41
Und ein Swarm Badge Es gab es, wenn ihr 100 Leute sah.
0:22:41–0:22:47
Wir haben tatsächlich irgendwo in Zürich Beckeranlage so ein Event gemacht.
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100 Leute und eine Schulkollegin.
0:22:50–0:22:54
Was machst denn du in den Bäckeranlagen? Ja, wir haben da Vorsorge... Was hast du da?
0:22:55–0:22:59
Er meinte, du hättest es mit Drogen zu tun, das ist schwierig zu erklären. Es ist wirklich...
0:23:00–0:23:03
Wildfreunde Leute sind halt da rumgestanden, so drei, zwei, eins und bling.
0:23:04–0:23:08
Und dann ist wirklich halt... Hat man wirklich den Bürgermeister von irgendeinem
0:23:08–0:23:11
lustigen Ort wäre, von irgendeinem Puff oder so?
0:23:11–0:23:15
Die Leute, die das behauptet haben, sind es nur der gewesen,
0:23:16–0:23:19
um Vorsorgewärter Bürgermeister zu werden.
0:23:19–0:23:25
Also ich sage mal 2020, dann so 5G ist es mal losgegangen, man hat dann auch
0:23:25–0:23:28
so Sachen, eben halt, dass man zahlen kann mit seinem Handy,
0:23:29–0:23:35
dass man sein Billet, sein Bahnbilet auf dem Handy hat, sein Ticket für das Flugzeug und so.
0:23:35–0:23:39
Das ist dann halt so richtig einfach Schlag auf Schlag gegangen,
0:23:40–0:23:43
dass das weitergegangen ist.
0:23:44–0:23:51
Können wir irgendwie benennen, wann ist das mobile Internet wichtiger geworden als das stationäre?
0:23:52–0:23:58
Gibt es da irgendeinen Wendepunkt? 5 Jahre. Ja, tut sich mit dem Decke,
0:23:58–0:24:01
wo dann die Flatrates wirklich hoch ist, wo sich es praktisch jeder hat leisten können.
0:24:01–0:24:04
Also je nachdem, wenn du vielleicht nicht so viel Speed willst,
0:24:05–0:24:07
kommst du für 19 Std. so ein Ding rüber.
0:24:08–0:24:11
Und ich glaube, ja, es gibt diverse Leute, die zu Hause, ja,
0:24:11–0:24:16
die auch keinen DSL-Gabelanschluss mehr haben, sondern nur noch,
0:24:16–0:24:20
wie sagen wir das, bis alt heisst es, Giga Cube oder so.
0:24:21–0:24:26
Und es gibt eben Länder, wo eigentlich das stationäre Internet gar nie so richtig...
0:24:26–0:24:31
Du kannst so sagen, ich glaube, gerade Afrika hat eine Generation übersprungen.
0:24:31–0:24:35
Dort hast du keine DSL, aber dort hast du wahrscheinlich auch relativ in den entleggenden Dörfern.
0:24:35–0:24:38
Du hast 5G und wahrscheinlich auch einen relativ guten Speed.
0:24:39–0:24:44
2017 hat Google gesagt, wir priorisieren den Mobile First. Ja.
0:24:45–0:24:47
Also vor 8 Jahren. Also dort war der Standard durch.
0:24:49–0:24:54
Das Mobile-First, das bei der Website-Entwicklung ist jetzt Thema,
0:24:55–0:24:58
man hat grosse Monitore oder man hat Mobilgeräte.
0:24:58–0:25:01
Und man muss sich immer designmässig ein bisschen festlegen,
0:25:02–0:25:05
möchte man jetzt für den grosse Monitor optimieren oder halt für das Mobilgeräte.
0:25:05–0:25:10
Und Google hat gesagt, ab 2017 optimiert besser für das Mobilgeräte,
0:25:10–0:25:14
weil wir haben mehr Geräte, die mobil unterwegs sind, als Desktop.
0:25:14–0:25:18
Oder wir werten die Geräte, die mobil unterwegs sind, höher als Desktop.
0:25:19–0:25:24
Man kann sagen, genau, wir sind in diesem mobilen Internetseitalter angekommen.
0:25:25–0:25:29
Man kann sich nicht mehr so richtig vorstellen, wie das vorher war.
0:25:30–0:25:33
Es ist verblüffend, heute könnte man ja sogar, wenn man jetzt kein Skrupel hätte,
0:25:33–0:25:40
bei Elon Musk ein Starlink zu kaufen, dann gibt es quasi auch keine Flecken,
0:25:40–0:25:44
keine Funklöcher mehr, sondern man kann irgendwie fast überall auf den...
0:25:44–0:25:48
Ich glaube, es gibt schon noch Orte, wo dann nicht so viele Satelliten rum sind,
0:25:48–0:25:52
Aber man kann eigentlich ins abgelegenste Kaffee gehen.
0:25:53–0:25:55
Man kann vielleicht auch noch ein Beispiel nennen, dass wir jetzt nochmal das
0:25:55–0:25:56
Schiffsbeispiel machen.
0:25:56–0:26:01
Es hat ja Daniel Kübelböck, der DSD-Sänger, von einem Schiff geumpet.
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Und da ist 20 Sekunden gegangen.
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Daniel Kübelböck ist von einem AIDA-Schiff geumpet. Und er hat sich das Leben
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genommen. Das war etwa im 19.
0:26:10–0:26:14
Jahrhundert. Ja, ich erinnere mich an das. Und dort ist der Durchsage vom Käppen.
0:26:14–0:26:18
Wir suchen den Passagier so und so. ist natürlich innerhalb von Minuten bei
0:26:18–0:26:21
den Bild gewesen und wenn du ein paar Jahre zurückdenkst, wäre das da gegangen,
0:26:22–0:26:24
wenn du mal irgendwo am Teich angekommen wärst.
0:26:25–0:26:29
Wer ist das? Der hat mal Deutschland sucht den Superstar, erste Staffel,
0:26:29–0:26:33
war einfach so ein Paradiesfugel. Ja genau, der Name sagt mir, der ist gestorben.
0:26:33–0:26:36
Ja, ja, also ich glaube offiziell,
0:26:36–0:26:41
Ich glaube, fünf Jahre musst du vermisst sein. 9. September 2018.
0:26:42–0:26:45
Also, ich glaube, ironischerweise bin ich nicht sogar auf einem anderen Schiff
0:26:45–0:26:46
gewesen. Da müsste es ein bisschen ab Schluss gewesen.
0:26:47–0:26:50
Also, da haben wir wieder Sachen erfahren.
0:26:50–0:26:54
Ich würde noch diese Sendung gerne zum Abschluss bringen. Und zwar habe ich
0:26:54–0:27:02
mir versucht zu überlegen oder von meinem Assistenten recherchieren lassen, was eigentlich wäre,
0:27:02–0:27:06
wenn das Internet jetzt von einem Tag auf den anderen wieder verschwinden würde.
0:27:06–0:27:13
Was könnten wir eigentlich noch, welche Wirtschaftsbereiche würden besonders
0:27:13–0:27:15
leiden, darunter würden in die Knie gehen.
0:27:16–0:27:19
Das ist natürlich E-Commerce, logischerweise, aber auch Medien,
0:27:20–0:27:23
den ganzen Finanzsektor, kannst du vergessen, Logistik und Transport,
0:27:24–0:27:29
natürlich die IT-Branche wäre auch vorbei und Bildung und Kommunikation, aber auch.
0:27:31–0:27:34
Gesundheitswesen und so, vielleicht nicht ganz so schlimm, Industrie,
0:27:34–0:27:39
überall das Internet drin und wenn du ein wenig weniger abhängig willst,
0:27:39–0:27:41
musst du wahrscheinlich in die Landwirtschaft ein Kraftwerk machen.
0:27:41–0:27:42
Ja, meinen Hühnern ist das recht total.
0:27:43–0:27:46
Aber mir stört das jetzt ziemlich nah. Ist es nicht teilweise so,
0:27:46–0:27:49
dass gewisse Bauern tatsächlich auch irgendwie so Sachen nutzen?
0:27:49–0:27:54
Ich möchte jetzt mit mir mal den Sport... Vielleicht jetzt nicht gerade im Grümpel-Turnier,
0:27:54–0:27:57
aber ich glaube bei den NFL, also Football-Spielen, die haben doch auch riesen
0:27:57–0:28:00
Headset und da wird wahrscheinlich auch ein ganzer Kei sein.
0:28:00–0:28:03
Achtung, der und der Spieler ist so und so, musst links vorbei und so,
0:28:04–0:28:06
also selbst steht. gibt es wahrscheinlich Probleme.
0:28:06–0:28:12
Genau. Ich habe mal noch das Buch besprochen, Systemfehler von Wolf Harlander.
0:28:12–0:28:16
Dort ist es genau darum gegangen, was wäre eigentlich, wenn das Internet von
0:28:16–0:28:17
einem Tag auf den anderen weg wäre.
0:28:18–0:28:23
Und es wäre, glaube ich, es wäre eine rechte Umstellung für alle von uns,
0:28:23–0:28:25
kann man das so sagen. Ich lebe auf einem Bauernhof.
0:28:25–0:28:28
Sie sind diese Woche weg gewesen. Ich musste den Schaf schauen.
0:28:29–0:28:33
Das ist das analogste, was du machen kannst. Bauernhof, Schaffütter.
0:28:34–0:28:38
Aber nach wie vielen Tagen oder Stunden oder Minuten nur das machen,
0:28:38–0:28:41
würde es dir langweilig werden. Am Bauernhof wärst du den ganzen Tag dran.
0:28:41–0:28:46
Dort weißt du immer etwas zu tun. Bauernhof ist eine Katastrophe.
0:28:46–0:28:48
Du verdienst kein Geld, bist du den ganzen Tag beschäftigt.
0:28:49–0:28:54
Also, Digi Chris, noch ein letztes famoses Wort für diese Sendung.
0:28:54–0:28:58
Ich kenne Leute, die haben gesagt, ich mache jetzt mal ein paar Tage Internet-Detox.
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Ich habe etwa 5 Stunden gegangen. Dann haben sie gesagt, Kriege,
0:29:01–0:29:03
kannst du mir helfen, ins WLAN zu kommen? Vielen Dank.
0:29:03–0:29:18
Music.

Es kommt uns vor, als sei es erst gestern gewesen: Als wir in der Nacht auf den ersten Januar 2000 an der rauschenden Party zum neuen Jahrhundert ausgelassen feierten (oder, wie Kevin, einen Abend im Kino verbrachten). Inzwischen ist von diesem Jahrhundert bereits das erste Viertel durch. Und beim technischen Fortschritt hat sich so viel getan, dass es gut und gern fürs ganze Jahrhundert gereicht hätte.

Für uns eine Gelegenheit, uns über die vielen Facetten des Fortschritts Gedanken zu machen: über die konkreten, aber auch über die fiktionalen. Das tun wir in der Serie Die Zukunft ist heute. In der zweiten Folge geht es um das mobile Internet: Um die zaghaften Anfänge am Anfang des Jahrhunderts, die wir mit WAP auf den damals noch «dummen» Telefonen unternommen haben und wie auch WLAN anfänglich ein absoluter Luxus war. Daraus ist in wenigen Jahren eine absolute Selbstverständlichkeit geworden. Heute nutzt die Mehrheit der Menschheit das Internet über mobile Geräte und selbst im Ausland ist für viele von uns die Flatrate fast schon Normalität.

Wir würdigen diese Entwicklung und fragen uns, wie es uns wohl ginge, wenn wir von einem Tag auf den nächsten wieder ohne allgegenwärtige Datenversorgung dastehen würden … „Wie wir alle zu Datenmeeresbewohnern wurden“ weiterlesen

Willkommen im Kopf von Philip K. Dick

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

00:00–0:00:34
0:00:34–0:00:38
Guten Abend, meine Damen und Herren. Guten Abend, Kevin Rechsteiner.
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Guten Abend, Herr Schüssler.
0:00:40–0:00:44
Guten Abend, Digi Chris. Hello. Jetzt siehst du...
0:00:44–0:00:45
Jetzt ist wieder das linke und ist auf dem rechten.
0:00:45–0:00:52
Doch, falsche. Wir können Lechts und Rinks nicht verwechseln. Jetzt gehört man die.
0:00:52–0:00:52
So.
0:00:53–0:00:53
So.
0:00:53–0:00:55
Also, dann kann man das wegmachen.
0:00:55–0:00:57
Aber wir haben es vorher getestet und vorher war es noch anders.
0:00:57–0:01:03
Ja, es ist... Es wechselt alle 30 Sekunden, damit der Moderator geistig fit
0:01:03–0:01:06
wird. Ich habe drei Mäuse auf diesem Pult.
0:01:06–0:01:09
Drei Mäuse. Das macht mich völlig fertig.
0:01:10–0:01:13
Plus zwei Tastaturen, plus all das Zeug.
0:01:14–0:01:16
Der Matthias übt jetzt mit dem Fuss ein Mäuse bedienen.
0:01:17–0:01:20
Nein, das mache ich nicht. Ich bin zu alt. Du bist zu alt.
0:01:21–0:01:27
Wie geht es uns? Es ist schön, dass ich nicht Mäusei verbinden muss von Auswertung.
0:01:27–0:01:30
Das ist im Fall lang her, seit wir alle drei da gewesen sind.
0:01:30–0:01:31
Das ist wirklich lang her.
0:01:31–0:01:34
Das war glaube ich der Realitätsabgleich, da sind wir sogar das vierte.
0:01:34–0:01:34
Aber das war nicht live.
0:01:35–0:01:35
Das ist nicht live.
0:01:36–0:01:38
Das letzte Mal ist lang her.
0:01:38–0:01:42
Genau, weil es gibt, ich bin immer brav da im Studio, aber es gibt Leute,
0:01:43–0:01:49
wir nennen keine Namen, die lieber von ihrem Tiny House aussenden.
0:01:51–0:01:56
Wir wissen gar nicht, Chris, wo wohnst du? Hast du so eine Villa? Hast du ein Anwesen?
0:01:56–0:02:01
Du hast schon Fotos, die dich anwesend? Ja, ich glaube. Auf wo? WhatsApp?
0:02:01–0:02:02
Ja, sicher?
0:02:03–0:02:05
Ja. Schnee.
0:02:05–0:02:05
Ja.
0:02:07–0:02:09
Im Blick über das Anwesen hat man gesehen.
0:02:09–0:02:13
Also den Garten halt, ja. Und ich glaube, eben neben mir hat es,
0:02:14–0:02:16
und ich muss jetzt in der Vergangenheit reden, ein Restaurant gehabt,
0:02:16–0:02:17
das Haus wird abgerissen.
0:02:17–0:02:18
Hast du das auch noch gekauft?
0:02:19–0:02:22
Das habe ich, nein. Und lustigerweise, du hast halt ein paar Mal,
0:02:22–0:02:24
ist halt ein Feldschlösschen in den Asstwagen gekommen, ich habe,
0:02:24–0:02:27
ich glaube, zweimal gepostet, ah, Nachschub.
0:02:27–0:02:30
Ah, stimmt. Genau. Wow.
0:02:30–0:02:31
Okay.
0:02:32–0:02:36
Über was müssen wir reden? Müssen wir über das Deep Seek reden?
0:02:36–0:02:40
Es ist eine Riesenhysterie ausgebrochen wegen der Chinesen.
0:02:41–0:02:45
Ich kann nur sagen, dass mir auch eine Kollegin, die nicht viel mit EDI zu tun
0:02:45–0:02:48
hat, was ist mit dieser Chinesen?
0:02:48–0:02:52
Ich habe bis jetzt ein Prompt reingekommen, plus minus nochmal,
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aber ich habe es mal einfach so erklärt, du kannst wahrscheinlich die Antworten
0:03:00–0:03:02
mit weniger Ressourcen erzeugen.
0:03:03–0:03:10
Wie gesagt, wenn du mit dem Auto mit einer Tankführung 1000 Kilometer anstatt
0:03:10–0:03:16
200 kämpfst, kann man es so erklären, wenn jemand nicht gerade IT-Nerd ist.
0:03:17–0:03:21
Und vor allem ist es viel günstiger gewesen, angeblich das Modell zu trainieren.
0:03:23–0:03:26
Man könnte sich schon vorstellen...
0:03:26–0:03:30
Wenn natürlich die Leute, die es trainiert haben, eine Zwangsarbeit hinter sich...
0:03:30–0:03:35
Nein, die Frage habe ich mir nicht gestellt, ob das vor allem ein Ausdruck von
0:03:35–0:03:37
den Honoraren im Silicon Valley sind.
0:03:38–0:03:41
Also das günstiger würde ich jetzt mal bezweifeln, aber dass es vielleicht tatsächlich
0:03:41–0:03:44
weniger Nvidia-Grafikkarten braucht.
0:03:44–0:03:49
Das ist wahrscheinlich so. Also wir sind gespannt, wie sich das wird verändern.
0:03:49–0:03:53
Man kann sich schon vorstellen, dass es halt einen Preisdruck jetzt nochmal
0:03:53–0:03:57
gibt, dass die KIs vielleicht günstiger werden müssen. Es ist ja auch Open Source,
0:03:59–0:04:04
Ich habe es sogar auf meinem Handy, so eine abgespeckte Version, auf mein Handy zu tun.
0:04:04–0:04:09
Als das wieder Hype war, bin ich auf die Homepage und dachte,
0:04:09–0:04:10
das muss ich ausprobieren.
0:04:11–0:04:14
Und dann musste ich aber mit Google anmelden. Statt unten, du dich mit Google
0:04:14–0:04:18
anmelden. Ich habe gesagt, hey, nein, ich will nicht mit Google und China. Es ist nicht so cool.
0:04:19–0:04:22
Und dann habe ich gesehen, Sign Up, mega gut. Und dann habe ich mir aber schon
0:04:22–0:04:25
überlegt, soll ich mich jetzt hier anmelden, weil China finde ich nicht so cool.
0:04:26–0:04:29
Dann habe ich gleich Sign Up gedruckt. Und dann hat mir mein Passwortmanager
0:04:29–0:04:30
gesagt, ah, da ist dein Login.
0:04:30–0:04:33
Und ich habe gar nicht gewusst, dass ich mich je dort angemeldet habe.
0:04:33–0:04:34
Aber scheinbar bin ich dort schon rumgehängt.
0:04:35–0:04:37
Sicher? Ja, offenbar. Und ich habe es vergessen.
0:04:38–0:04:39
Interessant.
0:04:39–0:04:40
Ja, habe ich eben nicht gefunden.
0:04:40–0:04:42
Also so lange gibt es es doch gar noch nicht. Nein, eben drum.
0:04:43–0:04:47
Das ist akute Demenz. Ja, wirklich.
0:04:47–0:04:50
Ja, ich kenne das Problem leider auch. Ich habe ja vorher gesagt,
0:04:51–0:04:54
eine Sekunde nachdem ich da im Studio war, wusste ich nicht mehr,
0:04:55–0:04:56
als ich meinen Rucksack hinstellt habe.
0:04:57–0:05:00
Ist das ein Beweis dafür, dass wir Ferien brauchen? Digi Chris,
0:05:00–0:05:04
als einen Ferieexperten, wo würdest du uns hinschicken?
0:05:05–0:05:07
Dort, wo du garantiert würdest du mit mir mitkommen.
0:05:08–0:05:14
Auf dein Schiff? Ja. Ich glaube, ich komme mit dir mal ins Dessin,
0:05:14–0:05:15
aber auf das Schiff komme ich nicht.
0:05:15–0:05:20
Dessin wäre ein Kompromiss und ich glaube, dann könntest du mit der Humili wandern und so.
0:05:20–0:05:23
Und im Grotto gibt es nicht nur Boccolina, sondern auch Sirup.
0:05:24–0:05:28
Ja, sehr gut, sehr gut. Also wir haben schon die Ferienplanung.
0:05:28–0:05:33
Sonst müssen wir noch über etwas reden. Es geht gerade los mit dem Hauptthema.
0:05:33–0:05:37
Das schaffe ich kurz. Eine lustige Anekdote. Wir haben einmal über verlorene
0:05:37–0:05:40
Gadgets gesprochen und ich habe letzten Samstag...
0:05:40–0:05:41
Hast du dein iPad wieder einmal verloren?
0:05:42–0:05:44
Nein, ich habe es nicht verloren, aber ich sehe, hey, da hat es ein Handy.
0:05:45–0:05:47
Und ich schaue es ja, ist da jemand, der das hören kann? Nein,
0:05:47–0:05:49
es ist auch keine SBB-Security.
0:05:49–0:05:52
Und ich sehe, oh, da hat es eine Kreditkarte drin. Hm, schauen wir mal.
0:05:53–0:05:57
Und ich habe gewusst, Altstädte ist der Schalter am Samstag offen. Ich gebe es dort ab.
0:05:58–0:05:59
Wieso weisst du das?
0:06:01–0:06:02
Was ist mit deinem Leben?
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Ich weiss es, weil ich auch schon am Samstag was machen musste.
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Sprich, es geht um Verlängerung.
0:06:09–0:06:11
Es gibt Dinge, die wir am Samstag machen.
0:06:12–0:06:18
Kaum ist er zu Glut gefahren, stellt das Telefon und anruft Prinzessin, habe ich gesagt.
0:06:18–0:06:19
Oh, Prinzessin, da hätte ich auch abgenommen.
0:06:19–0:06:22
Da habe ich gesagt, ja, ich bin der, der ihr Handy gefunden hat.
0:06:22–0:06:27
Ich würde es jetzt in Salzstetten abgeben. Und er so, ja, kannst du zehn Minuten warten? Ja, er komme.
0:06:28–0:06:31
Und wenn ich gut bin, ich dort vor dem Schalter gestanden und tatsächlich unter
0:06:31–0:06:33
und ich habe ja gesehen, wie er heisst.
0:06:33–0:06:35
Jetzt gibt es mir immer, schau, da ist meine Visitekarte, das ist meine Idee.
0:06:36–0:06:38
Ja, ich glaube dir. Du hast dein Handy.
0:06:38–0:06:40
Hast du einen Finderlohn bekommen?
0:06:41–0:06:43
Ich habe eigentlich nicht will, aber er hat darauf bestanden.
0:06:44–0:06:46
Er hat es eigentlich nicht mehr so locker.
0:06:47–0:06:51
Weil wahrscheinlich, wenn es dort abgegeben hätte, hätte er es heute wahrscheinlich
0:06:51–0:06:53
noch nicht. Weil es dann irgendwann zuerst auf Bern wäre.
0:06:54–0:06:58
Also ja, ich denke, so Sachen sind ja klar, dass man das Zeug fair abgibt,
0:06:58–0:07:02
wenn es halt ein Security-Dosser gewesen. Wer hätte es dem gegeben? Genau.
0:07:02–0:07:06
Also wir lernen daraus, wenn ihr euer Handy verliert, macht es,
0:07:06–0:07:07
wenn der Digi-Chris in der Nähe ist.
0:07:08–0:07:09
Auch am Samstag.
0:07:09–0:07:14
Dann kommt es wieder rüber und ihr müsst ihm nicht einmal einen Hinterlohn zahlen.
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Aber ich schlage vor, machen das trotzdem.
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Wenn es uns zum vierten, fünften Mal verkauft, dann vielleicht doch irgendwie auf Ebay.
0:07:22–0:07:25
Und jetzt sind wir an dem Punkt angekommen, wo es wirklich losgeht,
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richtig mit dieser Sendung.
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0:07:32–0:07:39
«Nerdfunk». Herzlich willkommen zu «Nerdfunk».
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«Willkommen im Kopf» von «Philipp K. Dick» heisst diese Sendung.
0:07:46–0:07:50
Und geschult an dieser Sendung ist eigentlich Kevin Rechsteiner.
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Denn er sagte in unserer letzten regulären Sendung, dass wir eigentlich,
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in der Zukunft heute leben, in der wir uns früher, in der wir vielleicht in
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der ersten Klasse waren, und mussten einen Aufsatz schreiben,
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wenn wir uns das Jahr 2025 vorstellen, dann haben wir uns so ausgemalt, was es alles gibt.
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Und jetzt ist das alles passiert.
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Ausser das fliegende Auto.
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Das fliegende Auto gibt es nicht, genau. Es gibt ein paar Sachen, die es nicht gibt.
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Es gibt auch die Haushaltroboter und Androiden, die uns zu Diensten sind. Ein bisschen.
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Es gibt Staubsauger.
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Ja, gut, das stimmt.
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Wenn sie jetzt einen Greifarm haben, dass sie ihre Unterhosen auflupfen und wegschmeissen können.
0:08:35–0:08:35
What?
0:08:36–0:08:38
Ja, das gibt es. Das haben sie an den Tests vorgestellt.
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Anscheinend, dass tatsächlich die das Zeug wegrühren können.
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Dann schnappt er Katz.
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Wenn sie zu fest an Unterhosen aussehen, wird sie beseitigt.
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Mir kommt dazu, dass wir jetzt eigentlich das neue Jahrhundert,
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wo wir alle miterlebt haben, weil
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es losgegangen ist. Was warst du Kevin Rechsteiner, der das Jahr 2020...
0:09:00–0:09:01
Ich habe im Kino gearbeitet.
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Du hast im Kino gearbeitet. Ich war an einer Party.
0:09:05–0:09:07
Ich eigentlich auch. Wir haben bis
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dort immer als Familie mit den Eltern gefeiert. Das war etwas Größeres.
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Vielleicht 30, 40 Leute.
0:09:14–0:09:14
Im Anwesen?
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Ja, im Anwesen.
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Es war ein Restaurant.
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Dort, wo du gekauft hast.
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Nein, ich war an einer Party und habe mir überlegt, ob an dieser Party im neuen
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Jahr 1000 etwas geht und ich kann euch verraten, es ist dann nicht so viel gegangen
0:09:30–0:09:33
in dieser Hinsicht, die ich mir hier vorgestellt habe, aber egal.
0:09:34–0:09:37
Also seit hier ist ja wahnsinnig viel passiert technisch. Es gab dort schon
0:09:37–0:09:43
erste Anflüge, also es gab schon Computer, es war nicht so, dass die erst nachher erfunden werden.
0:09:44–0:09:48
Auch das Internet hat schon existiert und trotzdem, also vieles von dem,
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was uns beschäftigt, ist eigentlich erst seit dieser Party,
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vom Digi-Chris und Kevin Kinoabend und meiner Party ist passiert und wir wollen
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dem ein bisschen nahe gehen.
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Wir haben das also so richtig als ernsthafte Serie gedacht, wo es dann,
0:10:05–0:10:09
wo wir in einer Woche, gibt es schon die nächste Folge, da geht es um das mobile
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Internet, wir reden auch über soziale Medien, über Gaming, um Virtual Reality,
0:10:13–0:10:14
vielleicht auch Smart Home.
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Ihr dürft auch, wenn ihr wünscht, was wir in dieser Sendung so als.
0:10:21–0:10:25
Zukunftsthema, das in den letzten 25 Jahren einfach so richtig gross geworden
0:10:25–0:10:30
ist und unser Leben verändert hat, dann könntet ihr auch wünschen auf nerdfunk
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at stadtfilter.ch, dann würden wir gerne auch darüber reden.
0:10:34–0:10:41
Und jetzt stimmen wir uns ein bisschen ein auf das neue Jahrhundert,
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das erste Viertel, das wir erlebt haben.
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Kevin, wenn du diesen Aufsatz, hast du vielleicht sogar mal schreiben müssen,
0:10:47–0:10:52
in der ersten Klasse einen Aufsatz, wenn du dir das Jahr sowieso 20 sowieso
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vorstellst. Was wäre dort drin gestanden?
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Ich glaube nicht so viel Fantasie gehabt. Ich glaube nicht, dass es das gegeben hätte. Ich habe...
0:11:04–0:11:09
Ich bin ja relativ spät da mit PC eingestiegen, darum bin ich dort wahrscheinlich
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bei dem Game auch draussen gewesen.
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Ja.
0:11:12–0:11:15
Darum, ich könnte es nicht sagen.
0:11:15–0:11:17
Digi Chris, du hast irgendwelche...
0:11:17–0:11:20
Also, es hat mal so einen Aufsatz gegeben, das weiss ich, ich weiss jetzt aber
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nicht mehr, dass ich da sei, oder in der Primare, aber ich weiss,
0:11:23–0:11:26
das fliegende Auto ist dort drin gewesen.
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Das fliegende Auto muss drin sein.
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Ja, ich glaube es auch.
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Und vermutlich tatsächlich ein Haushaltroboter, der kocht. Ist es für dich mit dem Thermomix, ja.
0:11:35–0:11:41
Aber ich glaube, in andere Eintrichtung, also so, mehr Star Wars hätten wir uns schon vorgestellt.
0:11:41–0:11:45
Also der Haushalt-Roboter oder so, es hat so in der Jetsons,
0:11:45–0:11:48
ja die hat doch Jetsons geheißen,
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Die Serie, die ist schon 70er gewesen.
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Und ich glaube, die haben doch auch einen Roboter gehabt. Also die Haushälterin
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ist doch ein Roboter gewesen.
0:11:56–0:11:57
Das weiss ich gar nicht mehr.
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Jetsons 1962, ich habe mich ja ein bisschen zusammensuchen lassen,
0:12:02–0:12:05
natürlich von meinem dienstbaren Geist namens JetGPT,
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was es eben so an Visionen gegeben hat in der Vergangenheit,
0:12:11–0:12:16
wo man heute sagen könnte, die sind teilweise oder vollständig oder überhaupt nicht eintroffen.
0:12:16–0:12:19
Denn die Jetsons hatten die fliegenden Autos.
0:12:20–0:12:22
Smart Haushalt und Robotik.
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Wie man sich das vorstellt.
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Und vieles davon wurde tatsächlich real.
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Und man muss auch sagen, es gibt ja diese Ideen für fliegende Autos. Es gibt es schon.
0:12:38–0:12:40
Ich stelle sie mir vor, sie können auch bauen.
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Sie würden sich nicht rechnen. sie wären nicht ökonomisch und ökologisch wahrscheinlich
0:12:48–0:12:50
auch nicht. Aber bauen könnte man die, oder?
0:12:51–0:12:55
Ich denke, es gibt sicher irgendwelche Konzepte, die herumschwirren.
0:12:56–0:12:59
Aber eben, wenn du denkst, wie es jetzt schon kompliziert ist,
0:13:00–0:13:03
wenn ich denke, du kannst um den Flugplatz hause, zum Beispiel,
0:13:03–0:13:06
also einfach als Beispiel, glaube ich, auch in einer grossen Range kannst du
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keine Drohne steigen lassen und dort hat es jetzt nicht viel Flugverkehr.
0:13:10–0:13:14
Wenn du denkst, wenn Hinz und Kunz würde mit ihrem Auto arbeiten gehen,
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ja, dann hätte wahrscheinlich eine Herzkrise nach drei Stunden an der Flugsicherung.
0:13:19–0:13:23
Ich glaube, das Problem ist nicht das Auto, das Problem ist der Verkehr und das Landen.
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Ich glaube, dort ist die Herausforderung. Also das Auto, beziehungsweise das
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Flugding, müsstest du so weit automatisieren, dass die Menschen eigentlich nicht
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fliegen können, weil wir können es eh nicht.
0:13:33–0:13:36
Das würden wir ja sowieso verkacken, wenn wir unterwegs sind.
0:13:36–0:13:40
Und nachher das Problem, was machst du mit denen? Also landest du dir dann auf
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öffentlichen Landeplätzen?
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Was machst du nachher mit dem Auto? kannst du sie wieder im Verkehr integrieren.
0:13:46–0:13:49
Also die Wahrscheinlichkeit, dass du von einem fliegenden Auto in ein fahrendes
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Auto auf einer Autobahn wechseln kannst.
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Uh, jetzt sind wir noch ziemlich weit weg, weil dann brauchen wir alles selbstfahrende
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Autos. Also ich glaube, das ist das Problem.
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Nicht das Fliegen geht, aber das
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die Logistik dahinter ist? Das ist eine Herausforderung.
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Es gibt ein Ding, das heisst,
0:14:10–0:14:15
EVTOL, und das ist kurz für Electric Vertical Take-Off and Landing Aircraft.
0:14:15–0:14:16
Das ist ein Propeller.
0:14:17–0:14:22
Das gibt es, ein Fluggerät, das senkrecht starten und landen kann.
0:14:23–0:14:28
Entstanden ist diese Technologie bei Fortschritt im Elektroantrieb.
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Man kann das unter anderem entwickelt von Airbus, Boeing und NASA und man denkt,
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man könnte so ein Flugtaxi machen.
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Also es könnte wirklich auch sagen...
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Aber das ist ein Flugzeug.
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Es ist ein Flugzeug.
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Es ist nicht ein Auto.
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Ja, das stimmt. Das sieht viel mehr nach Flugzeug aus, als nach Auto. Das stimmt.
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Wir hätten schon gerne the DeLorean aus Back to the Future.
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Ja, das...
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Dort wollen wir runter, nicht Propeller.
0:14:55–0:15:00
Das stimmt. Aber ich würde sagen, das ist Prognose, Hashtag Prognose,
0:15:00–0:15:05
wie lange geben wir bis irgendeiner von den Milliardären, die uns neuerdings
0:15:05–0:15:09
so erfreuen im Alltag, dass er das erfindet und findet,
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dass der Bezos statt seiner Penisragete könnte doch jetzt so ein Flugzeug,
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wie Amazon wäre es auch noch naheliegend, oder, könnte Lieferboote,
0:15:20–0:15:24
könnte dann über die Stadt fliegen und seine Päckchen einfach so kellen am richtigen Ort.
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Also ein fliegendes Auto, das nicht eine Drohne ist, ich glaube,
0:15:28–0:15:30
jetzt sind wir noch weit davon weg.
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Ja, also vielleicht, wenn dann Matthias in Rente geht, haben wir vielleicht erst Prototyp,
0:15:35–0:15:38
Sagen wir es mal so. Okay, gut. Ich sage jetzt nicht genau, wenn...
0:15:38–0:15:39
Aber ich sage Prototyp. Ja, ist gut.
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Also, ich würde sagen, ich weiss auch nicht genau, was ich geschrieben habe.
0:15:44–0:15:49
Ich kann wahrscheinlich, könnte ich mir vorstellen, dass ich mir so ein Videotelefon
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vorgestellt habe, darunter.
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Und vielleicht auch so etwas wie, dass man halt so eine elektronische,
0:15:57–0:16:02
vielleicht eine Bibliothek, eine elektronische, aber natürlich ohne so detailliert,
0:16:02–0:16:05
wie das Internet funktionieren würde und so.
0:16:05–0:16:07
Aber ich würde sagen, vieles von
0:16:07–0:16:11
dem, was ich mir wahrscheinlich ausgemalt hätte, haben wir tatsächlich.
0:16:12–0:16:17
Und ja. Aber jetzt vielleicht noch mal, was ist dann, wenn wir auf die,
0:16:17–0:16:20
auf das Vierteljahrhundert zurückgehen, was ist dann die Entwicklung,
0:16:21–0:16:23
die, Chris, wo du dir sagen würdest, wo dein persönlicher Leben ist,
0:16:24–0:16:28
privat oder Arbeit oder Freizeit oder wie auch immer, am meisten verändert oder,
0:16:29–0:16:32
beeinflusst oder verbessert oder verschlechtert hat?
0:16:32–0:16:36
Ich würde sagen, beeinflusst schon. Und eben, da kommen wir in der nächsten Sendung dazu.
0:16:36–0:16:42
Also ja, Smartphone, dass du halt ja, überall kannst deine Mails anschauen.
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Früher, ich weiss noch, also 2000, wenn du in den Ferien warst,
0:16:45–0:16:51
musstest du ein Internet-Kafé suchen und wenn du deine E-Mails 2-3 Tage nicht gesehen hast,
0:16:52–0:16:55
Ja, dann halt. Und jetzt drehst du, also ich sage jetzt mal so,
0:16:55–0:17:00
drehst du durch, wenn halt mal zwei Stunden lang Swisscom die Daten jetzt weggeknallt ist.
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Also ich würde sicher sagen, Smartphone und dann halt vielleicht auch noch das
0:17:04–0:17:09
andere tatsächlich dann mit Corona das Homeoffice, dass du tatsächlich nicht musst, jeden Tag.
0:17:09–0:17:14
Also es kommt natürlich schwer auf deinen Job an, ins Office rennen,
0:17:14–0:17:16
aber im schlimmsten Fall halt von zu Hause aus.
0:17:17–0:17:21
Ich würde sagen, es geht sehr nahe zum Smartphone hinein. von dort zu machen.
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Und eigentlich merkt niemand, ob du jetzt im Pishama zu Hause sitzt oder halt
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in der Gravate in deinem Office.
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Also das, was man heute so als digitale Nomaden bezeichnet, das kann ich mir vorstellen.
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Das ist so eine Vision, glaube ich, wo ich nicht sicher bin,
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ob die einen von den Science-Fiction-Autoren, wo wir uns auch immer ein bisschen
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drauf beziehen, jetzt in dieser Sendung schon vor Augen gehabt haben.
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Aber er könnte nicht, glaube ich, sagen jetzt, nein, ich habe die Jets ewig
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nicht mehr gesehen, dass die Eier in den in den Fingern Antennen hatten und
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so konnten telefonieren.
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Die konnten doch schon überall telefonieren.
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Und Videotelefonie gab es dort doch irgendwie auch.
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Ich glaube, die hatten Videotelefonie. Die haben dann noch gesehen.
0:18:02–0:18:08
Aber ich glaube, das ist etwas, wo man bei vielen Prognosen hat man Visionen
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gehabt, wie das rauskommen mit Videotelefonie und fliegenden Autos und Robotern.
0:18:13–0:18:20
Aber was ich feststellen ist, bei vielen diesen Sachen ist, dann hat Figuren
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wie hat der geheissen? Der hat mit dem Schirm fliegen.
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Es hat irgendeine Serie gegeben und irgendeiner hatte einen Schirm und mit dem
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konnte er fliegen. Und was hat der gemacht? Er ist mit dem Schirm zu seiner Arbeit geflogen.
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Oder es sind genau die Figuren, sie haben fliegende Autos, was machen sie?
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Sie gehen mit fliegenden Autos arbeiten.
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Ja, genau.
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Wer die Prognose nicht, dann hätte es ein anderer sein müssen,
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dass das Schaffen wie anders ausgesehen hat.
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Also sie sind dann mit dem fliegenden Auto in ein Büro und sind den ganzen Tag im Büro gesessen.
0:18:48–0:18:52
Das ist so ein bisschen, ich glaube, das grosse Ganze, wie entwickelt sich auch die Menschheit.
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Dort ist man dann eher irgendwo bei, vielleicht, ich finde Star Trek eigentlich
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noch eine schöne Interpretation, auch wenn es dort auch einiges gibt,
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aber dort ist man so ein bisschen weggekommen von dieser Geldidee.
0:19:06–0:19:12
Aber ja, ich finde, bei diesen Prognosen ist es schwierig. Und bei mir so rückblickend,
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Ich habe immer die grösste Entwicklung gesehen bei Sachen, wo ich halt unmittelbar
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selber betroffen war, weil viele technische Entwicklungen sind schleichend gekommen.
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Das Internet war einfach da
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und dann hatten die Videos halt 240 Pixel und dann hatten sie 480 Pixel.
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Und dann hatten sie irgendwann HD-Ready und jetzt sind wir bei 8.
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So ist es eigentlich, Videos hat es immer gegeben, aber die Qualität ist besser geworden.
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Und wir sind einfach so gewisse Momente wie in Erinnerung geblieben,
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dass ich irgendwo 2002 hätte ich gerne mal mit jemandem Videotelefonie gehabt, die in Australien ist.
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Und das ist wie, man hätte dann
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irgendwie über Telnet oder so eine Telefonverbindung über das Internet.
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Aber es ist alles extrem kompliziert gewesen, um über den PC zu telefonieren.
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Und das ist jetzt einfach wie so. Das ist normal.
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Das ist normal.
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Einfach so. Ich war vor 15 Jahren in Amerika auf einer längeren Reise und mobiles
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Internet hat es nicht gegeben.
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Also man musste sich einen Ort suchen, wo man WLAN gehabt hat und man musste
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mit dem Laptop ein Passwort fragen, dass mir das WLAN nie gekommen ist.
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Und man musste dann vier Meter von dem WLAN-Sender weg sein,
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weil man nachher keinen Empfang hatte. Also, mir ist mehr so in Tasse geblieben,
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wo ich gemerkt habe, hey, dort ist eigentlich Entwicklung gewesen,
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wo heute alles einfach normal ist.
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Ja, dass es einfach um uns herum ist, das Internet und in jeder Lebenslage.
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Ich finde das Bildtelefon, was so die Science-Fiction-Dinger angeht,
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wirklich noch spannend.
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Ich habe dem ja in meinem Blog, bin ich dem mal ein bisschen hinten reingesteigt
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und habe gesehen, dass eigentlich die ersten Ideen für das Bildtelefon sind
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1889. Das war ein Franzos.
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Eigentlich ist es schon, seit es die ersten Vorläufer vom Fernsehen oder vom Film überhaupt,
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also von der Abbildung, von Bewegung und von Funk, dass man Informationen über
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grössere Distanz senden konnte, ist die Idee entstanden, es wäre doch toll,
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wenn man das nicht nur mit Ton oder Morsezeichen,
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sondern mit Bildern.
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Und das ist eigentlich noch wirklich spannend und das zieht sich auch so durch,
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durch all diese Science-Fiction, Literatur und auch die Filme zum Beispiel.
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In dem Rainer Werner Fassbinder zum Fernseh-Zweiteiler von 1973 gewählt,
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am Draht. Dort ist das vorgekommen.
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Das ist ja so, glaube ich, was das deutsche Fernsehschaffen angeht,
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ist das wirklich eine dieser Serien, wo wahnsinnig viele Ideen,
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die wir heute haben, dort schon drin gesteckt sind.
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Und schon in «Metropolis» von Fritz Langen, 1927, hatte so ein Bildtelefon drin.
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Und das konnte man lange bauen. Wir hatten es in unseren Computern,
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niemand hat es gebraucht.
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Es hat dann wirklich auch noch die Pandemie gebraucht, damit wir auf den Geschmack gekommen sind.
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Oder vielleicht gibt es wahrscheinlich immer noch viele Leute,
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die heute noch die Videotelefonie hassen.
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Aber die Leute, die auch nicht vorausgesehen haben, haben die Science-Fiction
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Autoren, was halt müssen, diese Latenz, die Verzögerung, wenn man miteinander
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redet oder die Aussetzer gerade im Moment.
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oder dass man eben halt irgendwie in Situationen muss an Sitzungen teilnehmen,
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um gar keine Lust zu haben, das ist irgendwie wahrscheinlich auch wirklich sehr
0:22:41–0:22:43
schwierig vorauszugehen gewesen,
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dass bei so einer Technologie, die aus der Vergangenheit ausgesehen,
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so revolutionär erscheint, dass es so banale und blöde,
0:22:52–0:22:54
Alltagsärgernisse dann gibt, wo sie dann irgendwie...
0:22:54–0:22:57
Dein Mikrofon ist nicht eingeschaltet. Wir hören dich nicht.
0:22:58–0:23:00
Ich sehe dich nicht mehr. Siehst du mich? Ja, genau.
0:23:01–0:23:06
Wir haben das Problem, Ich hab ja vorher auch gehabt, aber am Anfang war es richtig.
0:23:06–0:23:08
Und lustig ist, dass sich das immer noch nicht geändert hat.
0:23:08–0:23:10
Wenn du heute einen Call machst, fangt der eigentlich so an.
0:23:11–0:23:15
Genau. Wie gehörte ich? Hä? Wer? Hallo? Hallo?
0:23:17–0:23:22
Genau, also ich habe dann so ein wenig gefragt, auch meinen Helfer,
0:23:22–0:23:26
der für mich recherchiert hat, also der ChatGPD und der Claude.
0:23:26–0:23:29
Und der Claude hat wirklich gesagt, also diese Roboter hat es gegeben.
0:23:30–0:23:33
Man hat aber auch dort, hat man sich so ein wenig getoschen,
0:23:33–0:23:35
glaube ich, wo wir die Autoren waren.
0:23:36–0:23:39
Man hat das Gefühl gehabt, ja, weil es gibt dann so diese humanoiden Roboter.
0:23:39–0:23:44
Also wenn ich zum Digi-Chris nach Hause gehe, dann empfängt mich dort ein Roboter-Butler
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und nimmt mir meinen steifen Hut und meinen Regenschirm ab.
0:23:48–0:23:52
Aber nein, stattdessen gibt es Roboter in der Industrie, die Sachen zusammenschrauben
0:23:52–0:23:56
und Roboter, die durch die Wohnungen fahren und so.
0:23:56–0:24:02
Eben, noch andere Beispiele, Digi-Chris, die dir in die Richtung einfallen?
0:24:03–0:24:06
Aber wenn man nochmal wegen dem Roboter sagt, also würdest du jetzt zu mir heichen
0:24:06–0:24:10
und deinen Hut am Boden rühren, ja, dann würdest du wahrscheinlich meinen Saugroboter
0:24:10–0:24:14
Fuchsteufel das Wild machen, weil der kommt dann wahrscheinlich nicht mehr zu Schlag.
0:24:14–0:24:17
Und ich glaube auch so bei Industrierobotern, wenn du mal etwas,
0:24:17–0:24:20
wahrscheinlich ein bisschen, wenn es vielleicht irgendwie, ich sage es im Auto,
0:24:20–0:24:24
vielleicht ein paar Millimeter zu kurz oder zu lang ist,
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Dann sagt der Klausch. Ja, es gibt gute YouTube-Videos zu dem.
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Mit den Robotern versagen, weil es einfach das macht, was sie müssen.
0:24:32–0:24:34
Und nachher explodiert alles. Das ist grossartig.
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Weil Katzen auf den Boden...
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Nein, wirklich Industrie.
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Ah, in der Industrie.
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Ja, also das sind Roboter, die
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haben Kraft. Die drücken das Teilchen schon rein. Und es geht dann schon.
0:24:45–0:24:46
Ja, das stimmt.
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Ich glaube, was eine Vision war, und die ist gar nicht da, sind Hologramme.
0:24:55–0:25:00
Nein, also es hat doch gerade letztens Google so einen Bildschirm präsentiert,
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wo so eine in Richtung Hologramm gab.
0:25:02–0:25:06
Ja genau, in Richtung. Aber wir sind noch weit weg vom Hologramm,
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wie wir das uns aus Star Wars vorgestellt haben.
0:25:09–0:25:13
Dass er wirklich bei uns jetzt im Studio stehen und mit uns diskutieren.
0:25:14–0:25:17
Wir überlegen jetzt an einer Brille herum, die du dann anleihen und dann die
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Leute irgendwie als Avatar sehen.
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Aber so die Hologramm-Technologie, ich weiss nicht, wie die Idee überhaupt entstanden
0:25:25–0:25:30
ist, dass es das geben könnte, aber von dieser sind wir noch sehr weit entfernt,
0:25:30–0:25:32
von dieser Vision, wie das aussehen könnte.
0:25:32–0:25:37
Ja, das gilt wahrscheinlich auch für die virtuelle Realität und die Brüllen und so.
0:25:37–0:25:44
Die gibt es ja auch schon seit Immersion, dass man eintaucht in eine fiktive
0:25:44–0:25:46
oder virtuelle Welt, die gibt es schon lange.
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Und das kann man heute machen, aber die technischen Hürden sind viel grösser,
0:25:52–0:25:54
als man sich vorgestellt hat.
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Klar, und eben, wenn du mal so, ja, das war vielleicht auch schon so ein VR-Dings.
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Und eben, klar ist vielleicht ein Raum, der so gross ist wie das Studio, aber eben,
0:26:06–0:26:09
Da hast du natürlich sogar Leute, die aufpassen, dass ich jetzt nicht in dich
0:26:09–0:26:10
rein attache, je nachdem.
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Aber klar, ich muss sagen, mir wäre das ja klar, wir haben mal vor ein paar
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Jahren so ein Team-Event gemacht.
0:26:17–0:26:22
Klar, eine Stunde lang ist das geil. Das Erste war in so einem Escape-Room und
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das Zweite war in so einem Alien-Shooter.
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Ja.
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Eine Stunde ist das super geil, aber vielleicht in drei Jahren mal wieder gerne.
0:26:30–0:26:33
Ja, genau. Es hält nicht so auf längere Zeit.
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Um zu diesen Unterscheiden zu kommen, die künstliche Intelligenz ist auch etwas,
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das die Menschheit schon lange begleitet, dass Maschinen so ähnlich funktionieren
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könnten, geistige Mopperstübchen wie wir.
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Allerdings sind das auch häufig bei diesen Science-Fiction-Geschichten Roboter
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oder Androiden oder irgendwelche Maschinen. und wir sehen, das ist heute eigentlich nicht so.
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Heute ist das eine Software, ein Programm, das im Handy läuft oder so und nicht so.
0:27:05–0:27:09
Aber kommt das noch, Digi Chris? Er findet das jemand so einen,
0:27:09–0:27:14
ich habe schon gelesen, dass man auch an dem studiert, Nvidia,
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das wir heute schon mal erwähnt haben,
0:27:16–0:27:21
die überlegen sich das schon auch, glaube ich, wenn man dann so die KI-Technologie
0:27:21–0:27:24
auch könnte in ein mobiles Ding packen.
0:27:24–0:27:29
Ja, schwierig, vielleicht aber auch noch so etwas, wenn wir noch bei den KI
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sind, hat von euch jemand Squid Games geschaut auf Netflix?
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Nein.
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Also es gibt halt dort zwei Figuren, ohne gross zu spoilern.
0:27:38–0:27:39
Alle tot.
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Nein, nein, und ich habe jetzt auch mal die Chat-GPT gesagt,
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also die haben eigentlich nie interagiert, schreibt mir eine Geschichte,
0:27:45–0:27:47
dass die beiden heiraten.
0:27:47–0:27:47
Oh.
0:27:47–0:27:51
Und ja, er hat etwas gemacht und ab zwei, drei Mal ein bisschen nachhaken,
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hat das einigermassen geklärt. und wir haben das schon vor zwei Jahren im Realitätsabgleich
0:27:58–0:27:59
mal über JGPT geschrieben.
0:28:00–0:28:04
Dort hat er zum Beispiel behauptet, Limit frisst ins Dorf, was nicht stimmt.
0:28:05–0:28:11
Und dass er es doch so etwas macht, das einigermassen, ja, könnte ich sagen, das könnte. Also,
0:28:13–0:28:16
Wir haben ja in der Pre-Show von dem Deep Seek gesprochen.
0:28:17–0:28:21
Das ist ein Modell, das das sogenannte Reasoning machen kann.
0:28:21–0:28:27
Das sagt dir nicht nur die Antwort auf deine Frage, sondern du kannst ihm beim
0:28:27–0:28:32
Selbstgespräch zuschauen, wenn er auf die Antwort kommt. Das ist auch recht lustig.
0:28:32–0:28:39
Dann probieren die KIs nicht nur das Resultat abzubilden, sondern auch den Weg
0:28:39–0:28:44
dorthin. Und das finde ich auf eine Art auch noch mal ein bisschen gruseliger, als der bisher.
0:28:44–0:28:49
Aber es macht schon Sinn. Ja, es macht Sinn, dass die KI sich rechtfertigen
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muss und ihre Überlegungen offen tragen.
0:28:51–0:28:56
Ich habe KI diese Woche gefragt, ich suche für ein Projekt einen Grafiker für
0:28:56–0:28:59
T-Shirt. Es geht um ein Kleiderprojekt.
0:29:00–0:29:04
Ich habe Chat-Chipi gefragt, hey, gib mir coole Grafiker aus der Schweiz,
0:29:04–0:29:07
in dem und dem Stil. Der hat mir fünf aufgelistet und ich dachte,
0:29:07–0:29:10
sie können das sehr normale Namen.
0:29:10–0:29:14
Ich dachte, das googelt. Also auch gut so. Hey, die und die aus Basel hat sich
0:29:14–0:29:16
auf das und das spezialisiert. Klingt mega gut.
0:29:17–0:29:19
Und dann habe ich die googelt. Ich finde nichts. Dann habe ich gesagt,
0:29:19–0:29:24
gib mir die Links. Und dann sagt die Chat-GPT. Das sind jetzt erfunden Namen als Beispiel gewesen.
0:29:25–0:29:26
Hä? Nein.
0:29:28–0:29:31
Aber teilweise in einer simplen Form hast du das ja auch schon gehabt.
0:29:31–0:29:35
Also ich glaube, Wolfram Alpha ist auch mal so eine Art Suchmaschine gewesen.
0:29:35–0:29:36
Das ist immer noch toll, finde ich.
0:29:37–0:29:38
Und du hast eben...
0:29:38–0:29:38
Die gibt es noch.
0:29:38–0:29:39
Die gibt es, glaube ich, noch.
0:29:40–0:29:42
Also du hast ja früher, ich weiss, noch mit einem Taschenrechner,
0:29:42–0:29:45
der Kopf verboten war, hast du halt irgendwie eingegeben, 3A,
0:29:46–0:29:48
dann tun wir das, kürzen und es kürzen.
0:29:48–0:29:52
Irgendwann hat der Wolfram Alpha gesagt, so, jetzt tust du zuerst 3 ausklammern.
0:29:52–0:29:54
Ja, ja. Also das ist schon so ein bisschen das Reasoning gewesen.
0:29:54–0:29:56
Und dann hast du irgendwann auch gemerkt, hm, nein, nein, Bürste,
0:29:56–0:29:58
jetzt hast du aber einen Fehler gemacht.
0:29:58–0:30:02
Also so sagt, und jetzt natürlich klar, Das ist natürlich mit simplen Zahlen.
0:30:02–0:30:05
Geht das noch? Aber wenn du jetzt eine philosophische Frage stellst,
0:30:06–0:30:09
was ist ein gerechter Steuersatz? Tut man das jetzt irgendwie...
0:30:09–0:30:10
Ja, ja.
0:30:12–0:30:15
Bist du mit der Irma jetzt 27,5% oder so?
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Also, und dann hat es in dieser Übersicht hat es dann auch noch die unerwarteten
0:30:20–0:30:25
Entwicklungen gegeben, also Sachen, die vielleicht schon der eine oder andere
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Science-Fiction-Autor auf dem Schirm gehabt haben,
0:30:28–0:30:32
aber nicht so, dass sie so quasi mainstream geworden wären,
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dass wir alle das Gefühl haben,
0:30:35–0:30:41
das muss es geben, wenn es dann die tolle Zukunft, die visionäre Zukunft gibt.
0:30:42–0:30:47
Und zwei sind eigentlich wirklich überraschend. Also weder das Internet noch
0:30:47–0:30:48
ein Smartphone hat es gegeben.
0:30:49–0:30:52
Natürlich hat es schon so Vorstellungen gegeben von so kleinen,
0:30:52–0:30:54
mobilen Geräten, die dann irgendetwas können.
0:30:54–0:30:57
Aber dort hat man es dann, glaube ich, ganz weggedacht. Ja.
0:30:57–0:31:02
Es ist dann mehr ein Ring oder irgend so, etwas, was du im Ohr gehabt hast.
0:31:02–0:31:06
Oder es hat vielleicht einfach eine riesige Datenbank drauf gehabt oder so.
0:31:07–0:31:08
Aber es ist nicht so, dass mit dieser Vernetzung...
0:31:08–0:31:10
Das Vernetzten ist nicht drin gewesen.
0:31:10–0:31:13
Und das sehe ich auch, wenn man so ein bisschen umforscht, ich mache ja das
0:31:13–0:31:18
in meinem Blog auch gerne, so die Visionen, die man sich auch vorgestellt hat.
0:31:19–0:31:25
Es hat schon die Vorstellungen gegeben, dass man auch natürlich Daten fernübertragen
0:31:25–0:31:29
kann, so wie das mit dem Videotext oder mit den Telefon-Mailboxen gewesen ist.
0:31:29–0:31:34
Das war dann die Vorstellung, aber dass das Internet in dieser Form,
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wo alles mit allem vernetzt ist,
0:31:37–0:31:43
das korrigiert uns oder mich, wenn wir hier falsch liegen, aber das hat kein
0:31:43–0:31:46
Autor wirklich so richtig vorweggenommen.
0:31:46–0:31:51
Oder hat der Autor glaubt, dass sein Kühlschrank online geht und wenn das Ruhzertifikat
0:31:51–0:31:54
abläuft, dass er zum Glück nicht gerade explodiert?
0:31:54–0:31:58
Oder noch ein Toaster ist? Beamen? Beamen können wir nicht?
0:31:58–0:32:00
Beamen können wir nicht.
0:32:00–0:32:05
Beamen ist im Wortschatz von allen Menschen drin, nur alle wissen, was es heisst.
0:32:05–0:32:08
Ich würde sagen, Beamen geht, so schnell wird es das nicht geben,
0:32:09–0:32:13
genauso wie der Warp-Abtrieb, von mir dann mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit,
0:32:14–0:32:16
durchs All zu Hause. Aber das gibt doch Rechnungen.
0:32:16–0:32:19
Der Warp-Abtrieb sollte, glaube ich, sollte nicht theoretisch gehen.
0:32:19–0:32:23
Ja, ich weiss es nicht. Er würde, glaube ich, einfach recht viel Energie brauchen.
0:32:24–0:32:27
Also wenn du kannst, dann musst du... Dann musst du ein Solarpanel haben.
0:32:27–0:32:33
Ich glaube, du bewegst ja irgendwie nicht das Objekt, also das Raumschiff wird
0:32:33–0:32:37
nicht bewegt, sondern um dich herum wird der Raum irgendwie gekrümmt und so.
0:32:37–0:32:41
Das ist schon eine coole Idee, aber es braucht Energie.
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Mehr als die Tesla-Haut.
0:32:44–0:32:49
Genau, also Social Media hat auch keiner von diesen Autoren richtig auf dem Schirm gehabt.
0:32:49–0:32:55
ist eigentlich auf eine Art, ja, es ist einfach wirklich ein komplexes Ding,
0:32:55–0:32:59
dass das wahrscheinlich nicht zu Hause im Stübli hockst und dir das jetzt ausdenkst,
0:32:59–0:33:02
während Facebook funktionieren würde.
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Und als Drittst, Kevin, das wird dich vielleicht so interessieren,
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also all die Kryptowährungen und so, es hat vielleicht schon so Vorstellungen gegeben,
0:33:15–0:33:21
wie man könnte, wie so eine digitale Wirtschaft ausgesehen, aber so richtig,
0:33:22–0:33:25
weit gedacht, wie man sie heute haben, ist sie, glaube ich, nie gewesen.
0:33:25–0:33:31
Also die Kryptowährung ist ja nicht so weit weg wie normales Geld.
0:33:31–0:33:32
Ja.
0:33:32–0:33:33
Oder die ganze Hedgefonds.
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Genau. Also die Aktien und Kryptowährungen sind technologisch ganz um einen
0:33:39–0:33:44
anderen Ort, aber das Prinzip es ist eine Währung, die Nachfrage bestimmt,
0:33:44–0:33:46
Preise fertig. Also es ist nicht...
0:33:47–0:33:51
Ich finde das nicht so eine spannende Entwicklung.
0:33:52–0:33:55
Ich glaube, der nächste Schritt, was machen wir mit dem? Das wird ja eigentlich
0:33:55–0:33:57
das Spannende, aber dort sind wir noch nicht.
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Genau, also Claude hat dann so als Fazit gesagt, die Realität hat sich als komplexer
0:34:02–0:34:07
und nuancierter erwiesen, mit einem stärkeren Fokus auf Vernetzung und Information
0:34:07–0:34:10
statt auf physische Technologie.
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Und ich glaube, das stimmt tatsächlich so als Autor. Einfach wenn irgendein
0:34:13–0:34:18
Gegenstand, der etwas Tolles macht, Irgendetwas Futuristisches,
0:34:19–0:34:20
was weiss ich, ein Hoverboard.
0:34:21–0:34:23
Das könnte man jetzt auf jedes Zeitalter nehmen.
0:34:24–0:34:26
Ja, du findest es eine banale Erkenntnis.
0:34:26–0:34:31
Voll. Also ich meine, wir sind vernetzter. Ja, logisch, wir sind auch vernetzter
0:34:31–0:34:32
worden, als wir ein Auto hatten.
0:34:32–0:34:35
Wir mussten fliegen. Wir mussten mit dem Pferd irgendwo.
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Also das ist ja naheliegend.
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Genau. Und es wäre jetzt aber trotzdem fies,
0:34:50–0:34:57
Es ist einfach wahnsinnig schwierig, sich auf so einem riesigen globalen Maßstab
0:34:57–0:34:59
all diese Implikationen auszumalen.
0:35:00–0:35:04
Ich glaube, die Prognose, wenn über fünf Jahre geht, über zehn Jahre,
0:35:04–0:35:07
ist vielleicht noch im Kopf denkbar.
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Aber wenn man sich jetzt mal überlegen muss, was ist in 60 Jahren,
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dann ist das auch für technikaffine Leute mega schwierig zu beurteilen.
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Wo sind wir denn überhaupt?
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Wenn es so weitergeht, sind wir gar nicht mehr. Dann ist da nur noch Rauch und
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alles oder ein riesiger Krater, weil sich halt irgendwie, ich sage jetzt Trump
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und Putin, man ersetzt durch jeden anderen Staatschef auf den Ekel geht.
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Genau, und wenn man dann George Orwell ins Spiel bringt, Der mit 1984 hat schon
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auch einiges vorausgenommen, was so Überwachungsstaat angeht und so und auch eben so mit,
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wie man die Sprache manipulieren kann und alles.
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Und trotzdem ist es natürlich nicht so rausgekommen, wenn er sich das ausgemalt hat.
0:35:53–0:35:55
Was wir vielleicht auch noch in diesem Zusammenhang angeben,
0:35:55–0:36:00
sicher auch massgelblich, ist das Fahrenheit 451 und Ray Bradbury.
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Das würde ich empfehlen, wenn ihr auch ein bisschen lesen wollt,
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wie eine so hochtechnologisierte Gesellschaft mit Informationen und mit vielleicht
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auch Begrenzung von dieser Informationen umgeht,
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dann ist das sicher auch noch ein guter Ansatzpunkt.
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Also, wir sind am Ende dieser Einstimmung und in einer Woche dann schon der
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nächste Schlagtig, Chris, dann geht es um das mobile Internet. nicht.
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Genau, wie habt ihr es erst mal www.blick.ch angeschaut, mobil?
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Blick.ch?
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Ich hätte es nicht können, Taghi, sagen.
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Achso, hätte es schon können. Schöne Woche.
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Tschüss zusammen.
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Oder Arthur C. Clarke? Wir leben heute in einem Zukunftsroman von früher. Visionäre Köpfe wie Isaac Asimov, William Gibson und Gene Roddenberry dachten sich abenteuerliche Geschichten mit futuristischer Technologie aus. Sie sind inzwischen nicht in allen Details wahr geworden – aber in vielen Belangen. Die Lücken sind unser Glück, wenn wir an Dystopien wie die von George Orwell denken («1984»).

Aber vielleicht kommt das noch? Im Nerdfunk wollen wir mit einer Serie die Tatsache würdigen, dass es im ersten Viertel des neuen Jahrhunderts kein Jahr ohne einen grossen technologischen Durchbruch gab, der bemerkenswerte Veränderungen mit sich brachte. Wir schauen zurück, identifizieren die Meilensteine bei der Entwicklung von Internet, sozialen Medien, Gaming, Cloud, Streaming und Dating. Vielleicht wagen wir auch die eine oder andere unserer legendären Hashtag-Prognosen, welches Science-Fiction-Buch demnächst wahr werden könnte.

In der ersten Folge knüpfen wir an unsere letzte reguläre Sendung von 2024 an und wagen einen Überblick, welches die prägendsten Ereignisse seit dem Jahr 2000 waren. „Willkommen im Kopf von Philip K. Dick“ weiterlesen

Das digitale Analog-Auto

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

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Music.
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Yeah, Iron Maiden. Run to the hills, run for your life.
0:00:18–0:00:24
Stattfilter. Kevin, wo rennen wir hin? Auf Tügel oder doch lieber ins Tal?
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Tief in den Wald. Tief in den Wald. Wo wir keinen Internetempfang haben.
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Keine News empfangen, keine soziale Medien. Ja, genau, tief in den Wald. Genau, wo wir Rehjagen.
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Ich bin der, der... Im Wald etwas anpflanzen ist es schwierig.
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Das mit dem Essen ist ein bisschen doof.
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Ja, vielleicht gibt es eine Leichtung mitten im Wald, weisst du?
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Es gibt eine Leichtung, können wir Tomaten machen, dann können wir Dreh und
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fressen unsere Tomaten.
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Dann können wir es genau mit den Steinschlädern.
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Ja, man hat schon irgendwie Lust, sich auszuklinken.
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Ich habe heute mit jemandem gesprochen, die hat, also das ist eine ältere Frau, die ist 65, so.
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Und die hat aufgegeben. Also das Weltbild von ihr ist wirklich so,
0:01:11–0:01:17
es ist jetzt ganz schlimm, die Jugend ist schlimm, alle neue Entwicklungen sind
0:01:17–0:01:22
schlimm, früher ist alles besser gewesen und ich finde es manchmal schwierig.
0:01:23–0:01:26
So Leute diskutieren, weil ich sehe ihre Punkte.
0:01:27–0:01:31
Ich bin aber bei gewissen Sachen halt wie nicht einig. Aber ich finde es manchmal
0:01:31–0:01:34
schwierig, um solche Sachen zu diskutieren.
0:01:35–0:01:38
Und ich bin nicht der, was jetzt ist alles schlecht und es ist immer scheisse
0:01:38–0:01:40
und es wird immer schlimmer und all das.
0:01:40–0:01:44
Ich glaube es nicht. Ich glaube, unsere Lebensqualität ist schon besser geworden.
0:01:44–0:01:47
Aber es hat gewisse Punkte, wo ich sage, ja, da gebe ich ihr recht.
0:01:48–0:01:51
Aber ich glaube, es ist manchmal auch so eine romantische Sicht auf früher,
0:01:51–0:01:55
wo du das Gefühl hast, schon früher ist alles besser gewesen, und Lagerfeuer und ah.
0:01:55–0:02:00
Und es war auch scheisse. Nein, also über die Sachen, wo wir uns heute beklagen,
0:02:00–0:02:03
sind ja früher explizit auch noch schlimmer gewesen.
0:02:04–0:02:07
Also es ist, wir sind noch nicht so weit, wie wir auch schon gewesen sind.
0:02:07–0:02:15
Auch wenn ich gestern den Elon Musk, der den Hitlergruss auf der Bühne gemacht hat. Ist es nicht.
0:02:16–0:02:18
Wer sagt das? Es ist es nicht.
0:02:19–0:02:24
Es ist kein Hitlergruss. Ich habe einen Artikel gelesen. es ist kein Hitlergröss.
0:02:24–0:02:26
Und der hat das auseinandergenommen.
0:02:27–0:02:31
Und es ist kein Hitlergröss, aber es ist immer nationalsozialistisch.
0:02:31–0:02:34
Egal, was es gewesen ist, es kommen etwa vier Sachen in Frage.
0:02:34–0:02:36
Es ist immer rechtsradikal.
0:02:38–0:02:41
Und er hat aber gesagt, es ist nicht der Hitlergröss. Es ist einfach so schrausig.
0:02:42–0:02:45
Also gut, ich bin jetzt ein Laie, an was Hitlergröss angeht.
0:02:46–0:02:52
Und ich würde jetzt sagen, so pauschal kann man sagen, okay, was ist es denn, wenn es.
0:02:54–0:02:57
Wo finde ich das jetzt raus? Den römischen Gruesse gibt es noch.
0:02:57–0:03:03
Vielleicht ist es der, aber allerdings haben die Nazis den von den Römern ausgelehnt.
0:03:03–0:03:06
Wenn ich das jetzt google, dann wird es einfach dumm. Okay, gut.
0:03:07–0:03:11
Ist ja gleich. Es ist einfach scheiße. Finden wir es und dann machen wir es in den Show Notes.
0:03:13–0:03:16
Nein, aber ist doch egal. Also ich meine, bitte. Ja.
0:03:17–0:03:20
Genau, das ist der Satz. Er ist so fertig.
0:03:22–0:03:28
Ja, er ist fertig. Er ist eigentlich fertig. Es ist wirklich so. Bitte.
0:03:30–0:03:35
Ja, eben. Ich habe jetzt wirklich heute in den sozialen Medien so Bede gegeben.
0:03:35–0:03:41
Also die mit den durchhaltenen Parolen tief durchschnaufen und schauen,
0:03:41–0:03:46
dass die verspannten Schultern und so die Kaumuskeln, wenn du so zehn aufeinander
0:03:46–0:03:48
beissenst, dass du die wieder lockern kannst.
0:03:49–0:03:54
Und dann kannst du eben, wir haben ja schon in der letzten Sendung darüber geredet,
0:03:54–0:04:00
ob man sich dem alles aussetzen sollte oder ob man sich dann mehr zurückzieht
0:04:00–0:04:02
auf den Bereich, wo man beeinflussen kann.
0:04:02–0:04:08
Vielleicht auch ein bisschen Selfcare, ein bisschen Yoga, ein bisschen Atemübungen,
0:04:08–0:04:10
ein bisschen Mindfulness.
0:04:13–0:04:17
Was machen wir von dem allem? und dann wird es besser. Oder ist es einfach nur...
0:04:17–0:04:20
Ist es eine unglaubliche Verdrängung?
0:04:21–0:04:26
Vielleicht Kunst. Kunst? Vielleicht ist es das.
0:04:26–0:04:31
Vielleicht kann man dort rein flüchten. Okay, also ja. Ich weiss es nicht.
0:04:32–0:04:37
Ich bin ja noch ein Freund von so Büchern und Filmen und so,
0:04:37–0:04:41
also von dieser Form von Kunst, aber dort bist du natürlich dann sofort irgendwie,
0:04:42–0:04:48
du musst eigentlich mehr so die Dystopie, die ich denen aussetzen und dich denen
0:04:48–0:04:56
hinzugeben, aber dann kannst du es nicht unterscheiden, dann ist es keine Flucht,
0:04:56–0:04:57
keine Realitätsflucht.
0:04:57–0:05:00
Nein, nein, es ist keine Realitätsflucht, das ist so. Also von dem her siehst
0:05:00–0:05:03
du den Wald schon gar nicht so eine schlechte Idee gewesen.
0:05:03–0:05:06
Dann nach vier Jahren wieder vorgekommen und schauen, wie sieht es jetzt aus.
0:05:06–0:05:10
Ist es jetzt schlimmer? Ist es jetzt besser? Sollen wir das machen?
0:05:11–0:05:18
Erinnert uns bitte an das Projekt, dass wir in vier Jahren, wenn es die Sendung noch gibt, Nordfunk,
0:05:19–0:05:23
dann machen wir quasi eine Sendung, die direkt an diese anschliesst und wir
0:05:23–0:05:28
tun das so, wie wenn wir vier Jahre lang im Wald rausgekommen wären.
0:05:28–0:05:29
Genau, und keine Ahnung.
0:05:30–0:05:35
Und dann müsst ihr uns, liebe Hörerinnen und Hörer, müsst dann uns ins Studio
0:05:35–0:05:38
anrufen und sagen, was wir alles verpasst haben.
0:05:39–0:05:42
Das wäre eine lustige Sendung. Ich glaube, das machen wir.
0:05:43–0:05:46
Müssen wir uns jetzt einen Reminder machen? Mich dunkt es.
0:05:46–0:05:50
Ich hätte irgendwann mal sogar schon... Wir sind jetzt schon mal an dem Punkt
0:05:50–0:05:56
gewesen, wo ich mir einen Kalender-Eintrag irgendwie 20 Jahre in Zukunft gemacht
0:05:56–0:05:58
habe. Aber hat es nicht so einen Dienst gegeben, wo du nachher eine Mail bekommst?
0:05:58–0:06:01
Ja. Auf einer Mailadresse, wo du eh schon lange nicht mehr hast?
0:06:01–0:06:05
Nein, aber wenn du in Google Kalender reingestest, dann vorausgesetzt,
0:06:05–0:06:06
dass es... Google gibt es noch.
0:06:07–0:06:12
Gibt es Google noch? In vier Jahren könnte... Gibt es Google wahrscheinlich noch?
0:06:12–0:06:15
Sie sind vielleicht aufgespaltet und vielleicht... Das wäre immer noch dein
0:06:15–0:06:17
Wunsch. Das glaube ich immer. Das wäre immer noch mein Wunsch.
0:06:18–0:06:21
Aber du, also ich meine, jetzt gesetzt es doch nicht danach aus.
0:06:21–0:06:25
Ich würde jetzt sagen, der Zug ist irgendwie ein bisschen abgefahren. Ja.
0:06:26–0:06:31
Hey, ich habe zu der letzten Sendung, die wir mitgemacht haben, über die...
0:06:32–0:06:35
Über was haben wir geredet? Einfach so über... Die Hüren vollidioten.
0:06:35–0:06:40
Über die Deppen, die Oligarchen, die... Die Hüren vollidioten.
0:06:40–0:06:42
Billionären. Genau, die netten Menschen.
0:06:42–0:06:46
Also Milliardäre. Es gibt einen Podcast, der heisst «Search Engine».
0:06:47–0:06:50
Von dem erzählst du noch jemanden hier. Die haben jetzt gerade eine Folge ausgegeben,
0:06:50–0:06:55
den New Zuckerberg, wo die ganze Geschichte von Mark Zuckerberg aufrollt.
0:06:56–0:07:05
Wie ist er eigentlich von sehr links und sehr liberal zu sehr rechts und konservativ?
0:07:06–0:07:07
Was ist sein Weg gewesen?
0:07:08–0:07:12
Ich lese jetzt gerade die Episode und es gibt wirklich so Schnittpunkte,
0:07:12–0:07:17
wo du merkst, dort ist irgendetwas mit ihm passiert und nachher hat es die Switch gegeben.
0:07:18–0:07:23
Also es ist wirklich eine spannende Folge, um das so ein bisschen differenzierter
0:07:23–0:07:28
zu hören, wie so sein Weg war in den letzten zehn Jahren.
0:07:28–0:07:32
Das ist ja eigentlich schon noch verblüffend, dass wir immer das Gefühl haben,
0:07:32–0:07:39
die sozialen Medien radikalisieren nur die Anwender und Benutzer und uns normalos
0:07:39–0:07:41
und ein Teil von denen zumindest. ist.
0:07:41–0:07:47
Aber jetzt sehen wir eben, dass die sozialen Medien auch Chefs radikalisieren.
0:07:47–0:07:50
Also Zuckerberg und Elon Musk ja sowieso.
0:07:51–0:07:56
Da gibt es ja auch die Theorie, dass sein Kind, sein eintes Kind,
0:07:57–0:08:05
das X, ich weiss nicht, es heisst... Ein Kind heisst X A12. Ich weiss es, ja.
0:08:05–0:08:10
Und dann hat es so einen Namen und dann ist es irgendwie non-binär oder ich
0:08:10–0:08:19
bin gar nicht sicher, ob es einfach sein Geschlecht geändert hat oder eine Gender-Identität.
0:08:20–0:08:27
Und mit dem konnte er so nicht umgehen, dass er dann den Hass auf diese Wolken...
0:08:27–0:08:29
Nein, der X ist der Jüngste, ich glaube.
0:08:30–0:08:33
Der X ist der Jüngste. Der ist noch nicht non-binär.
0:08:34–0:08:38
Ich glaube, das ist 5 oder so. Okay, ja. Aber es ist natürlich trotzdem abstruss.
0:08:39–0:08:44
Dann gibt er diesen Kind solche Namen, und wenn sie aber selber auch ein bisschen
0:08:44–0:08:50
fluider sind in ihrer Identität, was ja diese Namen irgendwo implizieren,
0:08:50–0:08:52
dann kann er überhaupt nicht damit umgehen.
0:08:52–0:08:55
Das ist doch auch völlig... Nein, schizophren darf man nicht sagen.
0:08:55–0:09:00
Das ist ableistisch. Aber nein, es ist einfach der Name.
0:09:03–0:09:08
Er hat sich in seinem eigenen Mythos gefunden, jawohl, ich bin so ein Genie,
0:09:08–0:09:11
dass ich jetzt so lustige Ideen habe.
0:09:11–0:09:15
Und dann hat er aber nicht Konsequenzen.
0:09:15–0:09:18
Aber gut, das ist jetzt... Soll ich noch sagen, wie seine Kinder haben?
0:09:18–0:09:20
Ja, bitte. Also er hat viele.
0:09:20–0:09:22
Er hat viele. Das habe ich nicht gecheckt. Mal, er hat viele.
0:09:22–0:09:24
Er hat die mit den normalen Namen.
0:09:24–0:09:30
Nevada Alexander Musk, Griffin Musk, Vivian Jenna Wilson, Kai Musk,
0:09:31–0:09:33
Saxon Musk, Damien Musk.
0:09:33–0:09:37
Das geht. Und dann 2020 ist auf die Welt der XE A12.
0:09:38–0:09:43
Dann ist auf die Welt 2021 der Exa Dark Side Real Musk.
0:09:44–0:09:49
Und dann, das ist der beste Name eigentlich, das ist der Technomechanicus.
0:09:51–0:09:54
Hey, geht's. Das wäre aber, das würde mir auch gefallen. Optimus Prime.
0:09:55–0:10:01
Genau. Also, und jetzt haben wir eine Sendung, die hat schon ein bisschen Eskapismus-Qualitäten, oder?
0:10:01–0:10:05
Wir klinken uns aus, aus den... Es hat zwar auch etwas mit den Autos zu tun,
0:10:05–0:10:07
das ist vielleicht schwierig. Das ist nicht so Eskapismus.
0:10:08–0:10:11
Aber gut, wir probieren es trotzdem. Nein, nein.
0:10:10–0:10:22
Music.
0:10:23–0:10:28
Ich glaube, ich muss heute die Sendung ein bisschen durchwigglen. Das glaube ich auch.
0:10:29–0:10:34
Ich glaube, wir sind darauf gekommen, wegen dem Jahresrückblick,
0:10:35–0:10:38
dass ich das erzähle. Das war nämlich eines meiner Highlights.
0:10:38–0:10:41
Und dann habe ich gefunden, eigentlich können wir eine Sendung über das Thema
0:10:41–0:10:47
machen. Und zwar geht es um das Thema alte Auto, was eigentlich für mich auch
0:10:47–0:10:50
manchmal ein spannender Widerspruch ist,
0:10:50–0:10:54
weil ich eigentlich sehr technikaffin bin und eigentlich grundsätzlich so die neuen Autos,
0:10:54–0:10:58
also Teslas und Elektroauto, mega spannend finde.
0:10:58–0:11:02
Und gleichzeitig aber merke, ich bin vielleicht auch ein bisschen geiziges Sieg.
0:11:03–0:11:08
Es freut mich halt, dieses Auto zu kaufen. Und darum fahre ich nur mit alten Autos.
0:11:08–0:11:12
Und jetzt kann man mich da anprangern und sagen, das sind Verbrenner,
0:11:12–0:11:13
ich schweine und was immer.
0:11:15–0:11:17
Aber vielleicht findet man in dieser Sendung ein bisschen heraus,
0:11:17–0:11:23
warum ich so die alten Autos sehr gerne haben und dann einfach sage,
0:11:23–0:11:27
okay, ich mache jetzt die Abstriche und sage, das ist jetzt nicht für die Umwelt besonders gut.
0:11:28–0:11:30
Auf die Nachhaltigkeitsdiskussion lasse ich mich nicht ein.
0:11:32–0:11:38
Das finde ich, das kann man nicht so jetzt wie in dieser Sendung in einer halben
0:11:38–0:11:41
Stunde auseinander, das finde ich relativ schwierig.
0:11:43–0:11:47
Aber ich möchte bei dieser Sendung sagen, warum ich all diese Autos fahre und
0:11:47–0:11:51
warum das Digitalen dann eben gleich mitkommt.
0:11:51–0:11:53
Ich finde ja, das ist eigentlich das Spannende für mich.
0:11:54–0:11:58
Das ist wirklich ein interessantes Sparrungsfeld, genau.
0:11:58–0:12:04
Das analoge und das tut eigentlich der Mann, der ja auch den ganzen Tag mit
0:12:04–0:12:09
Computer und Bildschirm zu tun hat, dann doch irgendwie da. Ist das eine Kompensation?
0:12:10–0:12:14
Brauchst du neben all dieser digitalen, virtuellen Technik auch etwas,
0:12:14–0:12:20
das du anlangen kannst, stinkt und knattert und rattert und tropft?
0:12:24–0:12:28
Ja, mir tut es gut, etwas in der Hand zu haben.
0:12:30–0:12:34
Ich fand es nie befriedigend, wenn ich den ganzen Tag am PC sitze und eine Webseite
0:12:34–0:12:37
baue und das nachher einfach auf dem Bildschirm.
0:12:37–0:12:40
Es war für mich nie ganz befriedigend.
0:12:40–0:12:46
Wenn ich Fotos mache und ich habe es nur auf dem Monitor, es ist, mir fehlt etwas.
0:12:47–0:12:50
Und das habe ich irgendwie immer gemerkt, mir fehlt etwas in der Hand zu haben.
0:12:51–0:12:55
Und die Autos haben zwei Faktoren.
0:12:55–0:12:59
Das eine ist wirklich, dass etwas daran schrauben, etwas Mechanisches machen,
0:13:00–0:13:10
etwas verstehen, wie es funktioniert, etwas Kompliziertes auch zu verstehen, was aber machbar ist.
0:13:11–0:13:15
Und gleichzeitig ist es einfach, ich bin in einer Autogarage gross geworden. Ah, okay.
0:13:15–0:13:19
Und das ist wie einfach, dann kommt das mit. Ich war viel mit meinem Grossvater
0:13:19–0:13:20
in der Garage. Und dann...
0:13:21–0:13:25
Ja, das verstehe ich. ...und schlägst du die Liebe für das Zeug irgendwie mit.
0:13:25–0:13:31
Dann tust du auch alles ab, auf, schrauben, weg, Schnee, zusammenbasteln,
0:13:31–0:13:36
wieder bützeln, zerlegen, schauen, ob es wieder zusammenbringst.
0:13:37–0:13:38
Ich bin nicht der Bützler. Ja.
0:13:39–0:13:43
Ich bin ... es soll laufen. Ja. Es ist zum Brauchen da.
0:13:45–0:13:49
Also meine Geschichte mit alten Autos ist eigentlich, ich bin ein Filmkind,
0:13:50–0:13:54
ich habe immer Film geliebt, Film zu schauen und einer von meinen liebsten Filmen war Herbie.
0:13:55–0:14:01
Oh ja gut, da haben natürlich noch viele, wahrscheinlich andere auch so, warme Gefühle.
0:14:01–0:14:06
Und ich habe gesagt, so ein Auto, ich will das, das ist es, dann bin ich glücklich.
0:14:07–0:14:10
Und mein Grossvater hat gesagt, hau ab mit Käfer.
0:14:11–0:14:13
Er hat in den Amma gearbeitet und musste ihm einen Käfer flicken.
0:14:13–0:14:15
Und dann gesagt, hau ab mit diesen Geschwür, ich will nicht mehr.
0:14:16–0:14:20
Und dann bin ich über Umweg an so einen Käfer hergekommen. 1971,
0:14:20–0:14:24
mit dem Streifen, mit der Nummer drauf, aber komplett zerlegt.
0:14:24–0:14:26
Und dann habe ich mit dem Grossvater angerufen und gesagt, ich habe den jetzt
0:14:26–0:14:29
gekauft, der ist in Chur, du musst mir helfen, ich kann das nicht mehr.
0:14:30–0:14:34
Und dann habe ich mit ihm das Auto zusammengebaut. Und das war wie der Anfang
0:14:34–0:14:40
von alten Autos. Gut, das ist dann nicht nur die Geschichte zu diesem Auto,
0:14:40–0:14:42
sondern auch irgendwie zu deinem Grossvater. Voll.
0:14:43–0:14:48
Das ist wie so eine andere Thematik. Ja, und das kannst du natürlich nicht,
0:14:48–0:14:55
wenn du dir irgendwie so einen Computer kaufst, dann kannst du das nicht so ausleben, so etwas.
0:14:55–0:15:00
Ich glaube, es gibt die gleiche Faszination für neue Autos, wie es eine Faszination
0:15:00–0:15:06
gibt für laute Auspuffanlagen, grosse Soundsysteme.
0:15:08–0:15:11
Ausgefallene Felgen, spezielle Lackierung.
0:15:11–0:15:16
Man kann ja alles mit diesen Autos machen.
0:15:16–0:15:22
Das ist ja mittlerweile ein Ausdruck der Persönlichkeit, der Formen angenommen
0:15:22–0:15:24
hat, die ich nicht verstehe.
0:15:25–0:15:29
Und für mich ist das Auto schlussendlich ein Gebrauchsgegenstand.
0:15:30–0:15:33
Ich möchte damit fahren, ich transportiere dort Sachen.
0:15:34–0:15:37
Mir ist auch egal, was es für ein Auto ist. Wenn ich Hühner einladen muss,
0:15:37–0:15:39
dann lade ich das Auto Hühner ein und habe dann nicht das Gefühl,
0:15:39–0:15:43
oh, in das geht das jetzt gerade nichts. Sondern es ist zum Brauchen da.
0:15:44–0:15:49
Und ja, durch diese Faszination Autos sind dann halt immer mehr Autos dazukommen.
0:15:49–0:15:53
Also es gibt einen Käfer und dann hat es einen VW-Bus gegeben,
0:15:53–0:15:59
so einen Camper von 1986 und dann hat es einen Opel Kadett von 1973,
0:15:59–0:16:03
der ziemlich ruinen ist und ich dann wieder zum Leben geholfen habe und dann
0:16:03–0:16:05
habe ich noch einen Porsche gekauft von 1980.
0:16:06–0:16:11
Ja, und so, weil ich dann halt weiss Wissen gehabt habe und auch das Selbstvertrauen,
0:16:11–0:16:14
um diese Sachen selber zu flicken, habe ich mir dann zutraut,
0:16:14–0:16:19
also man merkt jetzt, ich bin sehr VW-lastig und Deutschlandlastig.
0:16:20–0:16:23
Also ich will mir wahrscheinlich auch einen Japaner oder so nicht zutrauen,
0:16:23–0:16:26
weil die trotzdem ein bisschen anders funktionieren, aber irgendwann hat man
0:16:26–0:16:30
es wie verstanden und dann traut man sich auch zu, so alte Autos zu fahren.
0:16:31–0:16:37
Also das ist auch aus EWAG, genau, aus den glorreichen Tagen der deutschen Autoindustrie.
0:16:37–0:16:41
Ich habe noch ein Bild von meinem Grossvater vor Augen, der ist ja beckig gewesen
0:16:41–0:16:46
und der hat einfach so in seinem Büro ein Foto von dieser Hauszeile,
0:16:46–0:16:47
wo seine Bäckerei steht.
0:16:48–0:16:53
Und dann sind die ganze Strasse entlang nur VW Käfer parkiert gewesen.
0:16:53–0:17:00
Und ich weiss bis heute nicht, ob das Bild gestellt war oder ob es eine Käferveranstaltung war,
0:17:00–0:17:07
ein Käferfest war oder ob das einfach zufälligerweise war und einer hat die
0:17:07–0:17:10
Foto gemacht. Und ja, ich verstehe das irgendwie.
0:17:10–0:17:14
Das ist schon so der Inbegriff von Nostalgie irgendwo.
0:17:14–0:17:19
Bist du ein Nostalgiker oder ist es, du sagst eben, du fährst auch damit um
0:17:19–0:17:21
und tust Hühner transportieren.
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Das würde dem Nostalgie-Ding ein bisschen widersprechen.
0:17:25–0:17:31
Ich bin irgendwo schon, glaube ich, ein Nostalgiker.
0:17:31–0:17:38
Ich bin, ich finde es einfach ästhetisch schöner. Ich finde es einfach die schöneren
0:17:38–0:17:42
Autos, vom Ausgesehen her. Die haben etwas Eigenes, die haben einen Charakter.
0:17:43–0:17:46
Also heute für mich sehen alle Autos so ein bisschen gleich aus.
0:17:47–0:17:52
Und früher hatten die so ein bisschen etwas Eigenständiges. Also ein Käfer ist
0:17:52–0:17:54
komplett etwas Eigenes.
0:17:54–0:17:58
Ein Fiat Cinquecento ist etwas Eigenes. Ein Ente, ein Trabi.
0:18:00–0:18:03
Wenn du das siehst, weisst du, was es ist. Und heute ist das alles ein bisschen
0:18:03–0:18:08
gleich geworden. Und das ist einfach so eine nostalgische Sicht von mir,
0:18:08–0:18:09
dass ich das schöner finde.
0:18:10–0:18:15
Also das geht mir genauso, obwohl ich ja, ich kann mit dem Auto nichts anfangen eigentlich.
0:18:15–0:18:19
Ich habe keine so gesteigerte Faszination. Es gibt gewisse, die ich schöner
0:18:19–0:18:21
finde oder so oder schöner.
0:18:22–0:18:28
Und ich glaube, ich muss jetzt nicht meinen SUV-Rant vom Stapel lassen und erzählen,
0:18:28–0:18:34
dass heute einfach all die Autos, die aussehen wie Bodybuilder,
0:18:34–0:18:38
die ein Problem mit Substanzen haben.
0:18:39–0:18:47
Also ich finde das wirklich einen Auswuchs. Aber eben, und darum verstehe ich das schon.
0:18:47–0:18:51
Aber das ist irgendwie, ist das einfach ein Zeichen der Zeit?
0:18:51–0:18:53
Oder was machen wir daraus?
0:18:53–0:18:56
Ist es, wie es ist? Es ist, wie es ist, weil natürlich die ganzen,
0:18:56–0:19:00
Also das weiss ich auch, die ganzen Sicherheitsmassnahmen haben natürlich geändert.
0:19:00–0:19:02
Ja, genau. Also ich habe keine Kopfstütze, ich habe keinen Airbag,
0:19:02–0:19:05
meine Türen sind 4 cm breit.
0:19:06–0:19:11
Mein Auto, also ein Kadett hat das Gewicht von 700 Kilo.
0:19:11–0:19:14
Also da hat es nichts Sicherheit drin.
0:19:14–0:19:20
Und heute mit der ganzen Sicherheit und Schutzglas und Zeitaufprallschutz und Isolation.
0:19:21–0:19:28
Airbags. Werden die Autos halt immer dicker. Ja. und ich war gestern Abend in Zürich mit dem Kadett,
0:19:28–0:19:31
Und Zürich ist für diese Autogrösse gemacht.
0:19:31–0:19:35
Da kannst du jeden Parkplatz ziehen. Es ist überhaupt kein Problem mit dem Platz.
0:19:35–0:19:37
Und mit dem grossen Auto ist es halt einfach eng.
0:19:39–0:19:45
Und mit dem ganzen alten Auto kommen halt auch viele Sachen mit,
0:19:45–0:19:48
die eigentlich scheisse sind.
0:19:48–0:19:50
Das ist einfach nicht mehr zeitgemäss.
0:19:51–0:19:54
Es ist laut in dem Auto.
0:19:55–0:20:01
Wenn du am Morgen startest, dann kann es sein, dass du dreimal örgeln musst, bis er dann kommt.
0:20:04–0:20:09
Die Skiwerfer sind nicht gut, die Skibewischer sind nicht gut.
0:20:09–0:20:10
Im Winter zieht es auch so klein.
0:20:11–0:20:16
Genau, es ist tendenziell immer ein bisschen kühler. Du kannst nicht einfach 23 Grad einstellen.
0:20:16–0:20:22
Im Sommer ist es 400 Grad heiss, weil du keine Klimaanlage hast. Das sind Probleme.
0:20:23–0:20:28
Und das andere Ding ist, die ganze Technik, die dort verbaut worden ist,
0:20:28–0:20:35
sage ich jetzt mal, ist bis in die 70er Jahre halt sehr einfache Elektrik gewesen.
0:20:35–0:20:39
Ja, also das Plus, das Minus, es läuft oder es läuft nicht.
0:20:39–0:20:44
Und mit dem hat es halt gewisse Probleme dann gegeben, wo du dann gemerkt hast,
0:20:44–0:20:48
okay, das könnte man ein bisschen besser machen.
0:20:48–0:20:54
Und mit dem hat es bei mir eigentlich angefangen, also dass ich beim Opel eigentlich
0:20:54–0:21:00
gemerkt habe, die ganze Zündung, die mechanisch, also Zündung ist,
0:21:01–0:21:03
wie erkläre ich jetzt das?
0:21:03–0:21:07
Muss ich jetzt den ganzen Motoraufbau erklären? Nein, eigentlich nicht. Es gibt eine Zündung.
0:21:10–0:21:15
Ich kann dir nicht helfen, es zu beleidigen. Benzin, ganz einfach erklärt,
0:21:16–0:21:21
Benzin kommt in den Bereich, wo der Zylinder ist, das ist das, wo rauf und runter geht.
0:21:22–0:21:27
Dort explodiert es. Genau, dort explodiert es, das heisst, es braucht einen Zündfunken und,
0:21:28–0:21:33
Die Zündung macht eigentlich nichts anderes, als diesen Moment zu synchronisieren. Genau.
0:21:34–0:21:37
Dass das Zündfunken im richtigen Moment kommt.
0:21:38–0:21:41
Ja, sonst läuft der Kunde nicht. Ja, genau, sonst funktioniert es nicht, was immer.
0:21:42–0:21:46
Und mechanisch ist der Zündseitpunkt halt sehr ungenau. Das ist so ungefähr.
0:21:47–0:21:52
Und wenn du halt eine elektronische Zündung einbaust, wo ganz ein kleines Kästchen
0:21:52–0:21:55
ist, wird das halt viel genauer angesteuert.
0:21:55–0:22:01
Verstehe. Dadurch hast du den effizienten Verbrauch, es startet viel besser,
0:22:01–0:22:04
es läuft einfach alles ein bisschen runder, als wenn das mechanisch ist.
0:22:05–0:22:06
Aber es klingt nicht mehr so original.
0:22:07–0:22:10
Es ist nicht mehr, also das darf man nicht machen, das ist ein Kandal,
0:22:11–0:22:14
wenn man nachgedaut, dass etwas einbaut. Aber es bringt etwas.
0:22:14–0:22:24
Also ich habe den Opel, hat einen 1,2 Liter Motor, hat 5,60 PS und ich fahre
0:22:24–0:22:27
jetzt mit einem Verbrauch von etwa 6,5 Liter.
0:22:28–0:22:33
Von ursprünglich 12 oder 13. Ja. Und das bringt schon etwas.
0:22:33–0:22:36
Oder vorher einfach das Benzin so ein bisschen unverbrannt hinten rausgelassen hat.
0:22:37–0:22:42
Und was das angeht, muss man sagen, sind die moderneren Autos viel sparsamer.
0:22:42–0:22:46
Viel sparsamer. Man braucht nicht einmal so einen gigantischen SUV,
0:22:46–0:22:49
13 Liter auf 100 Kilometer.
0:22:49–0:22:51
Dort habe ich das Problem, dort hat man die Messwerte des SUVs,
0:22:51–0:22:54
dann geht man auf eine Strecke, die noch bergab geholt und rückgewandt hat,
0:22:54–0:22:58
und dann hat man 6 Liter und dann hat der SUV 500 PS und dann hat man den dann
0:22:58–0:23:00
mal richtig Fahrt gebraucht, 25 Liter.
0:23:01–0:23:06
Aber eben, das ist wie so, man kann auch die sparsam fahren. Ja, genau.
0:23:07–0:23:11
Und eigentlich mit dem Umbau elektrische Zündung habe ich mir dann überlegt, ja,
0:23:12–0:23:16
es gibt in den alten Autos ganz viele so kleine Amateurchen,
0:23:16–0:23:23
die mir dann anzeigen, wieviel Volt hat die Batterie und wieviel Ampere und
0:23:23–0:23:25
wie ist der Ölstand und wie ist die Temperatur.
0:23:25–0:23:27
Aber es ist natürlich alles so mit analogen Zeiger.
0:23:30–0:23:35
Wenn du bei diesem Auto Gas gibst, dann geht die Benzinanzeige ein bisschen
0:23:35–0:23:38
runter, weil dann die Wortspannung ein bisschen runter geht.
0:23:38–0:23:40
Also es ist alles so ungefähr.
0:23:40–0:23:42
Und dort bin ich dann auf die Idee gekommen, eigentlich wäre es ja cool,
0:23:42–0:23:46
in so ein Auto ein neues Zeug einbauen.
0:23:47–0:23:54
Einfach aus dem Gewunder, kann ich mal die Öltemperatur, wenn ich die Wassertemperatur
0:23:54–0:23:58
habe, kann ich schauen, wie viel Bar das im Motor hat.
0:23:59–0:24:03
Und all das Zeug. Und dann hat es mir völlig den Ärmelie genommen,
0:24:03–0:24:04
weil es ist dann endlos geworden.
0:24:05–0:24:10
Und dann gibt es die kleinen Display, die mit Arduino funktionieren,
0:24:10–0:24:13
wo man relativ easy Sensoren anbauen kann.
0:24:13–0:24:17
Und dann auf diesen Displays halt alles, was man möchte, anzeigen lassen.
0:24:17–0:24:24
Also dann brauchst du einen Sensor und da gibt es alles. Da gibt es Druckmesser, Temperaturen.
0:24:24–0:24:27
Und was brauchst du? Was gäbe es noch?
0:24:28–0:24:32
Also, man kann jetzt relativ weit gehen. Ich kann Geschwindigkeit haben,
0:24:33–0:24:36
ich kann Temperaturen haben, ich kann Druck haben.
0:24:37–0:24:41
Was brauchen wir noch? Die Ampere der Batterie, also Bordspannung,
0:24:42–0:24:45
das könnte man noch so ein bisschen auswerten. Dann natürlich.
0:24:48–0:24:53
Wie viel Benzin das ich habe? Tankanzeige. Dann Neigung vom Auto.
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Wenn man geländisch braucht, SUV braucht man viel.
0:24:59–0:25:06
Ich könnte ein Head-up-Display bauen, damit ich vorne auf der Schiebe sehe, wie schnell ich fahre.
0:25:07–0:25:14
Ich kann natürlich mein Handy anzeigen, auf dem Display spiegeln,
0:25:14–0:25:15
was gerade für Musik läuft.
0:25:15–0:25:18
Aber jetzt nochmal den Drucksensor, wo baust du denn ein?
0:25:19–0:25:26
Und wie funktioniert der? Musst du den irgendwie in so ein Röhrchen klemmen
0:25:26–0:25:29
oder wie geht das? Ja, man muss dann das im Motorraum drinieren.
0:25:29–0:25:32
Darum habe ich es noch nicht alles fertig, weil es ist so ein bisschen...
0:25:32–0:25:37
Man muss natürlich an jedem Punkt dann so ein Kabel führen und dann müssen alle
0:25:37–0:25:42
diese Kabel zum Arduino und von dort aus muss man dann auf die Display.
0:25:42–0:25:45
Wir haben einmal eine Sendung gemacht zum Arduino, glaube ich,
0:25:45–0:25:50
das ist einfach so ein Minicomputer oder so ein mehr oder weniger ein Platine,
0:25:51–0:25:57
wo man kann ganz viele Sachen anstecken, also für Experimentier- und Bastelprojekte
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jeglicher Art super geeignet.
0:25:59–0:26:03
Und dann, wie programmierst du das nachher? Wie gehst du daran hin?
0:26:04–0:26:11
Also, Arduino hat wie eine eigene Community, wo ihr dann den Code eigentlich...
0:26:11–0:26:14
Also, einerseits... Ich habe wirklich angefangen mit Vorlagen,
0:26:14–0:26:19
die andere gemacht haben, wo coole Geschichte ist, das mal reinkopiert,
0:26:19–0:26:22
schauen, ob es funktioniert und dann von dem her halt weitergegangen.
0:26:22–0:26:25
Und ich habe dann eigentlich gelernt, wie du mit Arduino schaffst,
0:26:25–0:26:28
weil ich mich vorher nur so rudimentär mit dem beschäftigt habe.
0:26:29–0:26:33
Und dann, ja... Und dann hängst du dann zu Hause deinen Computer an...
0:26:33–0:26:36
Genau. Genau, und dann gibt es ein Programm, wo du starten kannst,
0:26:36–0:26:38
wo du dann eigentlich den ganzen Code hast und nachher kannst du sagen,
0:26:38–0:26:42
kontrolliere mir den Code und schaue dir dann, ob das funktioniert oder nicht.
0:26:42–0:26:47
Und dann sagst du, schick mir das jetzt auf mein Arduino-Gerät und dann läuft das.
0:26:47–0:26:52
Dann gehst du zum Auto und dann musst du natürlich auch noch die Bildschirme,
0:26:52–0:26:54
die Displays, an den Bildschirmen klemmen.
0:26:54–0:26:58
Ja genau, dann muss man dann irgendeine Konsolen 3D drücken,
0:26:58–0:27:00
dass man dann die Displays reintun kann.
0:27:00–0:27:03
Ah genau, ja. Da kommt jetzt der 3D-Druck halt wieder zu gut,
0:27:04–0:27:08
weil man hier auf sein Auto mit ein wenig ausmessen kann. Da kannst du dir einfach
0:27:08–0:27:14
eine Konsole bauen und sagen, ich brauche jetzt hier meine 4 Display, um das anzuzeigen.
0:27:15–0:27:18
Und dann brauchst du noch irgendeine Energiequelle oder kannst du die direkt
0:27:18–0:27:20
an die Autobatterie klemmen?
0:27:22–0:27:25
Also, Arduino braucht 5 Volt von der Autobatterie und 12 Volt,
0:27:25–0:27:28
aber das bringst du easy noch hin. Also da gibt es Wandler.
0:27:29–0:27:34
Das ist wirklich relativ einfach, um das zu laufen zu bringen.
0:27:35–0:27:41
Und dann… Aber du siehst immer noch die Zahlen, wenn du draufschaust und es
0:27:41–0:27:45
wird nicht irgendwie noch gelockt oder so, dass du nachher so eine riesige Daten…
0:27:45–0:27:46
Man könnte das auch loggen.
0:27:46–0:27:48
Das würde auch gehen. Also…,
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Es gibt wirklich so eine, die einfach mal ausprobieren, was alles kann,
0:27:55–0:28:01
was ist überhaupt möglich, bis zu Freaks, die dann mit GoPros anfangen,
0:28:01–0:28:04
selbstfahrende Autos zu bauen und solche Dinge.
0:28:04–0:28:08
Also einfach mal zum Schauen, funktioniert es, funktioniert es nicht.
0:28:09–0:28:11
Also da wären wir dann wieder beim Herbie, oder? Ja, genau.
0:28:12–0:28:18
Bei mir ist es wirklich so ein bisschen Gewunder. Und manchmal hilft es halt,
0:28:18–0:28:21
zu sehen, wo hat das Auto irgendein Problem.
0:28:22–0:28:25
Ja. Wenn du irgendwie siehst, jetzt stimmt der Wert überhaupt nicht mehr,
0:28:25–0:28:29
bist völlig daneben, dann kannst du mal schauen, habe ich noch Wasser im Kühler oder nicht.
0:28:30–0:28:35
Aber du machst das nicht aus Diagnosezweck hauptsächlich, sondern einfach aus
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Spass. Nein, das ist einfach aus Spass.
0:28:37–0:28:40
Das bringt eigentlich nicht so viel.
0:28:41–0:28:46
Was muss man investieren, einerseits zeitmässig, andererseits geldmässig?
0:28:46–0:28:50
Du hast gesagt, in unserer Sendung, ich glaube, in der ersten von unseren drei
0:28:50–0:28:55
digitalen Realitätsabgleichs, als es um die Gadgets gegangen ist,
0:28:55–0:28:59
dass du die dann halt manchmal so bestellst irgendwo im Fernost.
0:29:02–0:29:06
AliExpress. Ja. Und so. Kostet die Display 20 Franken.
0:29:09–0:29:14
Arduinos 20 Franken. Ah, die sind so gut, okay. Also es kostet wirklich nicht viel.
0:29:14–0:29:19
Und dann, also teilweise die Kabel mit den Sensoren dran, die sind so ein bisschen
0:29:19–0:29:20
das teuerste gewesen. Ah, tatsächlich?
0:29:21–0:29:25
Ich kann mir vorstellen, dass die dann nicht ganz so häufig gebraucht werden.
0:29:25–0:29:31
Ja, also die Temperatursonde ist, glaube ich, um die 40 Franken oder so.
0:29:32–0:29:37
Und dann braucht es halt dort noch ein Adapter und dort noch ein Kabel und dort noch eine Verbindung.
0:29:37–0:29:39
Das hält man dann wahrscheinlich irgendwann einmal beieinander,
0:29:39–0:29:43
weil du kaufst es immer so in 100 Kabel und dann weisst du nicht. Okay.
0:29:44–0:29:47
Und dann musst du die aber einfach reinstecken oder musst du löten?
0:29:48–0:29:52
Man muss gewisse Sachen löten, beziehungsweise ich habe nicht herausgefunden,
0:29:52–0:29:55
es macht Sinn, wenn man es löten, weil man kann es anschrauben,
0:29:56–0:29:58
Aber die Autos sind halt schon wackelt.
0:29:58–0:30:01
Und dann ist das immer in Bewegung. Und ich glaube, dann löst es irgendwann
0:30:01–0:30:03
einfach die Schraube. Und ich habe es dann gerade angelötet.
0:30:03–0:30:05
Das ist mir dann jetzt da aufgesucht.
0:30:06–0:30:07
Und also, jetzt hast du vier.
0:30:08–0:30:13
Welche von deinen Autos hast du denn jetzt so ausgerüstet? Der Kadett wird...
0:30:13–0:30:15
Der Kadett ist mein Versuchsaut. Ah, verstehe.
0:30:15–0:30:19
Der ist... Der Kadett, der ist nichts wert.
0:30:20–0:30:25
Sicher? Nein, den habe ich ganz günstig gekauft. Er wollte fast fast fortfahren.
0:30:25–0:30:27
Ich habe ihn sehr günstig bekommen.
0:30:27–0:30:29
Ich habe ihn wieder hingegen, damit er läuft.
0:30:30–0:30:34
Und ich habe ihn einfach mega gerne bekommen. Ich weiss gar nicht warum,
0:30:34–0:30:36
weil er einfach super angenehm ist zum Fahren.
0:30:38–0:30:43
Weil das Auto halt wie nichts, also den verkaufe ich nicht für 2000 Franken,
0:30:43–0:30:44
das ist ja nicht mehr wert.
0:30:44–0:30:49
Und dann kann ich einfach basteln und am Schluss, wenn irgendjemand das Auto
0:30:49–0:30:51
dann möchte haben, wenn ich es nicht mehr möchte, kann ich sagen,
0:30:51–0:30:53
da hast du ein Projektauto, kannst du es haben.
0:30:54–0:30:56
Und darum ist mir das wie so ein bisschen gleich, wenn er verpastelt ist,
0:30:56–0:31:00
weil da habe ich schon Bühlen und Kretzen. Das sieht völlig verbraucht aus.
0:31:01–0:31:08
Andere Frage, wie viele von diesen Opel hat es eigentlich mit so Marine-Bezeichnungen gegeben?
0:31:09–0:31:12
Mich denkt es, mein Grossvater, von dem ich vorher erzählt habe,
0:31:13–0:31:16
hat es einen Admiral gegeben. Aber er hatte einen Admiral.
0:31:16–0:31:19
Und was gibt es dann noch? Es hat einen Rekord gegeben.
0:31:20–0:31:26
Oder der Kadett. Dann der Commodore. Ah, der Commodore. Kommodorei, jaja.
0:31:27–0:31:32
Kommodorei. Hat der Kommodorei geheissen? Ich glaube, der hat das Opel Kommodorei geheissen.
0:31:32–0:31:37
Womit wir wieder eine Schnittstelle zu der digitalen Welt hätten.
0:31:37–0:31:42
Ja, eben darum habe ich gedacht, der hat wirklich Kommodorei geheissen. Ich glaube schon.
0:31:43–0:31:46
Ah ja, ja, das ist ja, der ist ja hübsch.
0:31:46–0:31:50
So einen könntest du auch noch kaufen. Ein Opel Kommodorei. Das war sogar der
0:31:50–0:31:52
Exi. Ich weiss es im Fall echt nicht mehr.
0:31:53–0:31:57
Aber er hat, um auch noch ein bisschen nostalgisch zu werden,
0:31:57–0:32:01
er hatte so ein 8-Spur-Kassette-Dings.
0:32:02–0:32:07
Das ist auch cool. Das ist, ja. Ja, habe ich auch gesehen. Einer, der diese umbaut.
0:32:07–0:32:14
Also, du nimmst eigentlich das 8-Spur-Tape, du hast eine 8-Spur-Kassette umbaut
0:32:14–0:32:17
und dann machst du einen Bluetooth-Empfänger rein. Aber aussen sieht es aus wie 8-Spur.
0:32:18–0:32:23
Mega gut. Das ist cool. Ja, also ich verstehe das schon. Aber ist es nicht auch
0:32:23–0:32:25
ein bisschen ein Stundengrab, was du da machst?
0:32:26–0:32:30
Mal. Mal. Definitiv. Alte Autos sind immer ... Ja.
0:32:31–0:32:35
Ich habe in meinem Umfeld, weil ich halt alte Autos fahre, ein paar Leute gehabt
0:32:35–0:32:37
haben, die gesagt haben, ach cool, ich kenne mir jetzt ein altes Auto.
0:32:37–0:32:38
Und ich sage allen, mach es nicht.
0:32:39–0:32:44
Du wirst nicht glücklich. Wenn du die Faszination nicht annähert hast,
0:32:45–0:32:48
dann ist es entweder extrem teuer,
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Oder du brauchst wahnsinnig viel Zeit, um die Zeug zu flicken.
0:32:54–0:32:57
Und ich sehe es bei vielen, man kauft sich ein altes Auto, fängt einmal an,
0:32:57–0:33:01
dann hat man ein Problem, dann kann man es lösen, dann lässt man es stehen und
0:33:01–0:33:04
dann vergammelt die Autos. Und das ist dann auch schade.
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Also ich glaube, man muss das
0:33:05–0:33:10
Autofieber haben und dann ist es okay und sonst ist es sehr nicht okay.
0:33:11–0:33:14
Weil ich lebe mit sehr vielen Kompromissen mit diesen Autos,
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die einfach, es ist unpraktisch.
0:33:16–0:33:20
Wie weit fährst du mit denen? Machst du mit denen irgendeine Reise ins Ausland,
0:33:20–0:33:24
wo du 300 Kilometer fahren musst, oder sagst du... Ja, okay.
0:33:24–0:33:28
Anfangs war es ja nur am Tessin mit dem Kadett, ohne Probleme. Das macht auch gut.
0:33:29–0:33:31
Nein, das geht gut.
0:33:32–0:33:36
Ich bin noch nie liegen geblieben mit dem Auto. Ja. Was mich bis heute erschrocken.
0:33:38–0:33:41
Die haben mich noch nie versäckelt. Ja. Ja.
0:33:42–0:33:46
Das ist gut. Ich bin schon liegen geblieben mit dem Auto, aber das ist eine
0:33:46–0:33:47
andere Geschichte. Ich erzähle jetzt nicht.
0:33:49–0:33:56
Aber weisst du denn das, ist das ein Thema für andere Autofahrer?
0:33:56–0:34:00
Hupen wir manchmal, wenn sie dich so sehen unterwegs?
0:34:00–0:34:05
Oder wirst du als Exot beschimpft und sagst, wieso bist du auf dieser Strasse,
0:34:05–0:34:09
wenn du auf der Autobahn vielleicht nicht so schnell den Hockertür aufkommst,
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wie der hinter dir, der gerne unbedingt will, jetzt da voll brettern?
0:34:13–0:34:14
Das hast du gar nicht. Nein?
0:34:15–0:34:20
Nein. Du hast viele Leute, die von früher erzählen, auch mit dem Auto sind wir.
0:34:20–0:34:24
Auch mit dem Käfer, da sind wir mit sieben Kindern hinten, nach Südfrankreich,
0:34:24–0:34:25
aber gefahren, vier Tage.
0:34:25–0:34:27
Also viele Geschichten, die früher kommen.
0:34:29–0:34:34
Du hast kein Nieder. Also bei alten Autos wird dir niemand ein kratzesalter
0:34:34–0:34:37
Auto machen und in einem SUV einen neuen eher schon.
0:34:38–0:34:41
Ja, dort stünden sie sogar die Reifen aufstechen.
0:34:41–0:34:43
Nein, da hast du eher Goodwill.
0:34:43–0:34:48
Ich habe niemanden, der mich anhobt, weil ich halt manchmal der langsamste bin. Wobei ich muss sagen.
0:34:50–0:34:55
Für das, was ich es brauche, Nahverkehr, 50, 60, 80, mittlerweile fast alles
0:34:55–0:34:58
30, reicht so ein Auto easy peasy.
0:34:59–0:35:04
Also ich, mit meinem Käfer mit 28 PS, ich brauche nicht 400.
0:35:05–0:35:09
Einfach so. Es ist okay mit 28. Ja, das verstehe ich sehr gut.
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Und wenn wir jetzt ein bisschen, also jetzt können wir vielleicht den Schritt
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machen, ein bisschen neuere Autos anschauen, was eben auch spannend ist,
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wenn ihr ein Auto habt, das ein bisschen neuer ist. Die haben ODB-2-Schnittstellen.
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Das ist eine Diagnostik-Schnittstelle, die irgendwo in eurem Auto frei zugänglich ist.
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Manchmal so kleine Mittelkonsole, manchmal links kann man aufmachen.
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Und dann kann man mit Geräten die Werkstätten, Autodaten auslesen.
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Zum Beispiel, wie viele Kilometer sind die Gefahren, was ist der Zustand der Bremse.
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Einfach alles, was es dem Auto gibt. Und die ODB-2-Schnittstelle,
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das ist das Offenungsprotokoll, die kann man auch abfragen, wenn man ein bisschen PC-affin ist.
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Da gibt es dann auch Adopter, da kann ich das anstecken und da kann ich über
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mein Tablet auch schauen, ja, was hat mein Auto so erlebt und was hat es gemacht
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und wie viele Kilometer es gefahren.
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Ich sehe bei gewissen Autos sogar eben Geschwindigkeit, was haben wir noch,
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Tourenzeller, Benzinstand.
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Also kann man auch anfangen zu spielen mit dieser Schnittstelle.
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Ich habe leider kein Auto, das so eine Schnittstelle hat, weil ich nur so alte
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Geschwüre habe. Aber ich hätte gerne ein Auto mit ODB2-Schnittstellen.
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Und diese Daten sind irgendwie standardisiert und die kannst du einfach...
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Die kannst du einfach auslassen. Die Garage haben sie nicht so gerne,
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wenn du sie machst, aber sie sehen sie ja nicht.
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Weil sie finden, dafür musst du in die Garage kommen, weil das könnte nur sein.
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Und dann gibt es sicher die ganz neuen Autos, dort ist es dann verschlüsselt.
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Bei der Tesla geht es nicht zum Beispiel, die haben keine so eine Schnittstelle mehr.
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Weil sonst könnten sie dir ja nicht gewisse Softwarefunktionen für extra Geld verkaufen.
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Womit wir wieder bei dem digitalen Thema werden, wo wir uns auch schon darüber aufgeregt haben.
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Aber ich glaube das Auto ist wirklich bis, ich sag jetzt mal,
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frühen 2000er Jahre, kann das jetzt ein Spielwiesen werden für Informatiker
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und für Leute, die Lust haben auf Auto und PC.
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Da kann man nämlich cooles Zeug einfach nachrüsten.
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Ja. Aber eben, genau, ich würde vorschlagen, wenn ihr dann auf die Idee kommt,
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weil bei vielen so Gadgets gibt es ja die Möglichkeit, eine alternative Firmware
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zu installieren. Auf den Tesla.
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Genau, auf den Tesla. Vielleicht nicht gerade beim Auto mit der gehackten Firmware
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anfangen, weil, naja, ich weiss es nicht.
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Wer redet mir das? Das habe ich jetzt auch irgendwo gesehen.
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Einer hat den Tesla so umprogrammiert, dass er mit dem Tesla sein Haus betreiben kann.
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Also der Tesla lässt das Haus. Ja, das ist eigentlich eine Idee, die man schon hat.
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Ja, und ich glaube, Tesla hat es einfach nie freigegeben. Er hat jetzt irgendwie
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die Datenströme abgefangen. Ja, es ist eine Spielweise.
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Also, das ist ein sehr schönes Thema. Du hast dann gerade noch so das letzte Wort.
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Ich würde vielleicht noch ergänzen, dass ich zumindest in den Shownotes einfach
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für Leute, die jetzt mit Auto gar nichts anfangen können, aber so das.
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Informationen überall haben, zum Beispiel dann in der Wohnung dort habe ich
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noch zwei Tipps, wenn man das mit einem alten iPad zum Beispiel machen kann,
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dass man sich so Informationen überall heranbringt,
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oder es gibt da auch so ein lustiges Schweizer Gadget, wo so ein,
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so ein I-Ink Display hat, wo dann fast keinen Strom braucht wo genau das für
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das denkt ist, dass man das irgendwo heranhängt und dann so Informationen immer in Sicht, wie die hat.
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Und ob du jetzt dort auch mit Sensoren arbeiten könntest? Ich wollte gerade
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sagen, du könntest dir eigentlich auch ein iPad ins Auto reinschrauben,
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wo du sagst, ich spiegle mein Handy aufs iPad,
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ich habe das ganze Car-Audio dort drauf, ich habe ein Navigationsgerät dort
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drauf, da gibt es auch Software, wo das könnte.
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Also du kannst auch einfach mal ein altes iPad nehmen und das ins Auto reinschrauben
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und dann irgendwelche Software dort draufladen, dass du Navigationssystem,
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was braucht man noch? Vielen Dank.
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Spotify oder SIG. Genau. Und kannst Film schauen unterwegs.
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Bitte nicht, wenn er hinterher spielt. Nein, das machen wir natürlich nicht.
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Aber das ist ja klar, ihr seid ja nicht blöd. Ja, das ist gefährlich.
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Also, das ist eine sehr, sehr schöne Sendung gewesen, Kevin.
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Und ich würde sagen, wenn ihr da aussen auch so Erfahrungen habt,
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dass wir vielleicht in dieser Autonostalgie und in dieser digital analogen Bastelwelt
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noch ein bisschen nachlegen könnt, dann schickt uns,
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eure Erlebnisse und eure Erfahrungen und eure Tipps auf nerdfunk.stattfilter.ch
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Dann sind wir in einer Woche wieder da.
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Im Retro Nerdfunk. Genau, es wird ein bisschen ein Retro-Jahr dieses Jahr.
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Es wird ein Retro-Jahr dieses Jahr. Wir sagen dann, warum uns nicht nur mit
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Elon Musk und unserer Realitätsflucht, die wir in der Pre-Show erwähnt haben, zu tun.
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Und jetzt muss ich gerade das Mikrofon Und es ist möglich, irgendjemand hat da... Drei geraucht?
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Ich glaube, er hat so Karamellzeltchen gegessen. Und ich habe die ganze Zeit
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den Karamellzeltchen gegessen.
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Aber Entschuldigung, das interessiert euch nicht. Also, bis in einer Woche.
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Schöne Zeit. Tschüss zusammen.
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Music.

Heute ist der Computer aus einem Auto nicht mehr wegzudenken. Es gab aber auch eine Zeit vorher. Wann fand eigentlich bei den Autos der Wechsel von Elektrik zu Elektronik statt? Und welche Vorteile hat denn ein analoges Auto? Und warum würde man das jetzt digitalisieren?

Als Fortsetzung unserer grossen Gadgetshow zum Jahresende, bei Kevin kleine Displays für seine Autos vorgestellt hat, gehen wir dieser Sache in der heutigen Sendung vertieft nach. Und für Leute (wie Matthias), die nicht zum Lager der Automobilisten gehören, gibt es auch kleine Tipps für Info-Panels zu Hause. „Das digitale Analog-Auto“ weiterlesen