Unser neuer Assistent Ueli hat uns fast ein Dutzend Themen für die heutige Folge Patch Tuesday herausgesucht (ihr seht sie in der Themenliste in den Shownotes). Doch geschwätzig wie Kevin und Matthias sind, kamen sie nicht über die ersten drei Themen hinaus:
Bei den Neuigkeiten, die es in die Sendung geschafft haben, dominiert der wegweisende Vergleich, den Meta mit fast allen US‑Bundesstaaten schloss. Wir diskutieren darüber, ob diese Busse und die neuen Jugendschutzmassnahmen nun tatsächlich mehr Sicherheit für die jungen Nutzerinnen und Nutzer bringen – und warum eigentlich die Erwachsenen den Risiken dieser sozialen Medien weiterhin ausgesetzt bleiben sollen.
Wir sprechen auch über Roblox und die Frage, warum wir noch nie über diese Plattform gesprochen haben, nehmen uns den KI-Modus vor und fragen uns, warum im Zusammenhang mit den grossen KI-Konzernen eigentlich niemand das Wort «Urheberrecht» in den Mund nimmt.
Gestern eröffnete Apple die diesjährige Entwicklerkonferenz mit einem Ausblick auf die Neuerungen, die in diesem Jahr kommen werden. Wie gelungen die Ankündigungen sind, darüber sind sich Matthias und Digichris uneins: Siri wird klüger – oder vielleicht auch nur weniger dumm –, es gibt neue Jugendschutz-Einstellungen und die Liquid-Glass-Optik wird weiter zurückgedreht.
Aber auch heuer gilt, dass wir nicht zum Apple-Podcast mutieren. Wir sprechen auch über die Klage gegen OpenAI und dessen Chef Sam Altman: Der US-Bundesstaat Florida wirft dem Tech-Unternehmen vor, mit einer unausgereiften Technologie Kinder und Jugendliche gefährdet zu haben und die kommerziellen Interessen vor die Sicherheit gestellt zu haben.
Ausserdem wachsen die Summen, die in die KI investiert werden, in immer schwindelerregendere Höhen: Anthropic bekam neuerdings 35 Milliarden Kredit, OpenAI will an die Börse und auch SpaceX von Elon Musk ist über die KI-Abteilung in diesem Bereich angesiedelt. Wir werden es hier mutmasslich mit dem grössten IPO (initial public offering) zu tun haben – mit einem Emissionsvolumen von 50 bis 75 Milliarden und einer Bewertung von mehr als 1,25 Billionen Dollar. Heisst: Musk könnte demnächst der erste Billionär der Geschichte sein – Dagobert Duck ist ein, pardon, Entenschiss dagegen.
Und wo wir schon in der Finanzwelt sind: Das KI-Modell Claude Mythos von Anthropic findet anscheinend tatsächlich Sicherheitslücken, sodass es den Banken langsam mulmig wird. Europäische Banken können das Modell bislang nicht nutzen und könnten angreifbar werden. Es braucht eine massive Investition in die Cybersicherheit.
Nein, wir hatten nicht plötzlich ein religiöses Erweckungserlebnis. Der Titel ist vielmehr eine unzulässige Verkürzung mehrerer Themen in der heutigen Ausgabe des Patch Tuesday. In der heutigen Folge unseres News-Updates ist es Digichris ein Anliegen, über ein sog. Videogame namens «Forza Horizion» zu sprechen. Gleichzeitig kommen wir nicht um den Pontifex herum, da dieser sich diese Woche über die künstliche Intelligenz äusserte – das heisst aber nicht, dass wir (quasi als Gegenmassnahme) künftig katholische Glaubensrichtlinien postulieren werden. Wir wollen bloss herausfinden, wie vernünftig die Ansichten des Kirchenoberhaupts in dieser Hinsicht sind.
Weitere wichtige Themen: Fällt die Google-Suche nun endgültig der künstlichen Intelligenz zum Opfer? Die Zeichen, die Google an der Entwicklerkonferenz aussandte, deuten in diese Richtung. Entlassungen bei Meta, erste Cyberangriffe per KI und: Microsoft sagt, Copilot diene bloss der Unterhaltung.
Digichris hat zwar sein neues Headset rechtzeitig bekommen, doch ansonsten knarzt es in den Lieferketten. Apple kann Macs mit bestimmten Speicherkonfigurationen nicht mehr liefern und Galaxus warnt bereits, dass sich die Auslieferung von Produkten verzögern kann – rächt sich die «Just in Time»-Logistik jetzt?
In der heutigen Folge Patch Tuesday sprechen wir nicht nur über diese – von manchen vielleicht als First-World-Problems belächelte Schwierigkeiten. Wir diskutieren auch darüber, dass Amazon alte Kindle-Versionen nicht mehr unterstützt. Das führt dazu, dass funktionstüchtige E-Book Reader nur noch auf Umwegen mit neuem Lesestoff bestückt werden können.
Schliesslich geht es (womöglich) auch um Serien wie «Cobra 1» und «Fruit Love Island», die Risiken von Anthropics neuestem, extrem leistungsfähigen KI-Modell, das Sicherheitslücken findet und Waffen bauen könnte – und um die Frage, wie gut uns das neue «Trump-Phone» gefällt.
Was kann schiefgehen, wenn man sich den Posteingang von einer KI aufräumen lässt? Antwort: Alles. Ausgerechnet eine Sicherheitsforscherin bei Meta hatte die Idee, sich vom viel zitierten KI-Agenten OpenClaw beim Aufräumen ihres Postfachs helfen zu lassen. Doch die künstliche Intelligenz ging nicht sehr behutsam an die Sache heran, sondern begann eine wilde Löschaktion. Um ihre Kommunikation zu retten, musste Summer Yue zu ihrem Mac Mini rennen und eingreifen, als «sei sie ein Bomben-Entschärfungskommando».
Hätte man dieses Risiko nicht vorausahnen können? Diese Frage diskutieren wir in der heutigen Ausgabe von Patch Tuesday. Ausserdem besprechen wir den möglicherweise wegweisenden Prozess gegen Social-Media-Unternehmen in Los Angeles, das mögliche Sterben der Marke XBox und Ransomware im Gesundheitswesen.
Das Jahr ist noch jung, aber in der digitalen Welt hat sich einiges getan: In Schwyz erbeuten Betrüger mittels eines sogenannten CEO-Fraud einen Betrag in Millionenhöhe. Ist die KI schuld oder die Naivität der Opfer?
Ausserdem kooperiert Apple mit Gemini, um Siri und Apple Intelligence zu verbessern. Ist das das Eingeständnis, dass der iPhone-Konzern die künstliche Intelligenz selbst nicht auf die Reihe bekommt.
Ausserdem feiert Wikipedia den 25. Geburtstag und steht wegen KI und der gesellschaftlichen Spaltung unter Druck. Und am Kongress des Chaos Computer Club in Hamburg rief Bestseller-Autor Marc-Uwe Kling den digitalen Unabhängigkeitstag aus. Ist das eine ernst zu nehmende Initiative oder zum Scheitern verurteilter Aktivismus?
Und da das Stichwort Apple bereits fiel: Ist das neue «Creator Studio Bundle» der Moment, wo die Software-Abonnements endgültig gewonnen haben – oder eine Gelegenheit, Pages, Numbers, Keynote und den anderen Anwendungsprogrammen aus Cupertino endgültig den Rücken zuzukehren?
In unserer letzten regulären Sendung vor dem Jahresende besprechen wir die wichtigsten Themen, die die digitale Welt davon abhalten, vorzeitig in Ferienstimmung zu verfallen: Elon Musk will die EU abschaffen, weil sie Twitter (X) eine Millionenbusse aufbrummt. Australien verbietet die sozialen Medien für Jugendliche und scheint dabei einen Nerv zu treffen – auch andere Länder überlegen sich, ähnliche Gesetze einzuführen. Ist das sinnvoll oder bloss eine Scheinlösung, die allerlei Probleme nach sich zieht – zum Beispiel die des Altersnachweises?
Und schliesslich: Was ist eigentlich bei Apple los? Wichtige Leute räumen ihre Posten und die Stimmen mehren sich, der langjährige Chef plane seine Pensionierung. Wie würde die Ära nach Tim Cook ausehen?
In einer Woche beginnt unser Jahresfinale: Wir starten mit der ersten Folge unseres dreiteiligen digitalen Realitätsabgleichs – unseres grossen Jahresrückblicks zu Gadgets, Apps, den Highlights und Abstürzen im Web und natürlich den Auf- und Absteigern von 2025.
Patch Tuesday mit den Neuigkeiten der letzten Zeit aus der digitalen Welt. Und viel ist passiert: Apple fährt einen Rekordgewinn ein und ist mit 4000 Milliarden Dollar doppelt so wertvoll wie alle Schweizer Firmen zusammen. Die Cloud läuft nicht so zuverlässig, wie sie sollte – weil viele Unternehmen bei Azure und AWS alle ihre wichtigen Daten lagern. Elon Musk lässt eine seltsame, KI-generierte Zombie-Variante von Wikipedia auf die Welt los. Und der Armeechef Thomas Süssli möchte nicht, dass seine geheimen Strategiepläne auf Microsofts Servern gespeichert werden.
Und während erste Unternehmen Haushaltsroboter entwickeln, die – derzeit noch für sehr viel Geld – universelle Haushaltsarbeiten erledigen können sollen, ist Amazon dabei, einen Grossteil der Arbeiten mittels Maschinen zu erledigen. Das könnte auf mittlere Frist über eine halbe Million Arbeitsplätze kosten.
Drohnen über Flughäfen, Cyberangriffe nicht nur auf Check-in-Systeme in Heathrow und Berlin, sondern auch auf Brauereien. Und als ob das nicht schon News genug wären für eine neue Folge von Patch Tuesday lanciert OpenAI ein soziales Netzwerk mit künstlicher Intelligenz, in dem sich Avatare an unserer Stelle in Szene setzen. Neutral formuliert, könnte man sagen: Da ist einiges los.
Wir versuchen uns an einer Einordnung der wichtigen Themen aus dem digitalen Bereich der letzten vier Wochen. Zur Entspannung haben wir auch einige weniger kontroverse Themen auf Lager. Zum Beispiel die neue Hardware, die Amazon lanciert hat – und die uns zur Frage bringt, ob das Smarthome nun endlich vor dem Durchbruch steht (naja, zumindest bei den Leuten, die sich von Cyberangriffen nicht abschrecken lassen).
Patch Tuesday mit Digichris als frisch ernanntem Newschef: Wir diskutieren über die prägenden Ereignisse der letzten Zeit in der digitalen Welt. Zu denen zählt das Urteil eines US-Richters gegen Google: Der Suchmaschinenkonzern wird nicht zerschlagen und muss weder Browser noch Android-Betriebssystem abstossen, sondern lediglich Daten mit der Konkurrenz teilen.
Gleichzeitig brummt die EU dem Konzern eine Busse von fast drei Milliarden Euro auf, weil er die Konkurrenz in der Websuche auf unzulässige Weise benachteiligt haben soll. US-Präsident Trump drohte in der Folge bereits neue Strafzölle auf europäische Waren an. Zu dieser Situation passt, dass letzten Donnerstag die gesamte Crème de la Crème der US-Tech-Branche im Weissen Haus zum Abendessen eingeladen war: Sergey Brin, Sam Altman, Satya Nadella, Sundar Pichai, Tim Cook, Mark Zuckerberg und Bill Gates, um nur einige zu nennen – Opposition zur Regierung sieht anders aus.
Eine Frage bleibt offen: Nämlich, was Trump seinen Gästen serviert hat. Die Antwort darauf müssen wir leider schuldig bleiben: Wir konnten in Erfahrung bringen, dass bei solchen Veranstaltungen gehobene amerikanische Küche serviert wird (was auch immer das heisst), die Menüs aber meist vertraulich sind.
Weitere Themen: Der Stand der Dinge bei der eID, das Ende von Windows 10 und die Frage, ob UKW Ende 2026 endgültig abgeschaltet wird – oder doch nicht.