Nerdfunk 480: Es lebe die Trollkultur!

Traditionsgemäss senden wir auch heuer wieder von der Rampe, also live und openair vom Theater am Gleis. Diese Sendungsform lädt zum Improvisieren ein – und darum veranstalten wir heute wieder einmal einen Patch Tuesday. Das ist unsere Sendung zu aktuellen Themen aus der digitalen Welt, die wir nach Lust und Laune kommentieren, breittreten oder kurz und schnöde abhandeln.

Wie gut oder schlecht das herauskommt, hängt einerseits davon ab, wie es um den Stegreif bestellt ist, den wir bemühen wollen. Und andererseits ist auch die Newslage nicht ganz unbeteiligt. Doch immerhin: An der Aktualitätsfront hat sich einiges aufgestaut was wir besprechen könnten, zum Beispiel die diversen Technik-Debakel: Jenem von Samsung mit dem nicht so faltbaren Falt-Handy. Und jenem von Apple mit der nicht realisierbaren Airpower-Ladematte. Interesssant wäre auch, dass Mark Zuckerberg jetzt plötzlich die Privatsphäre liebt. Und auch die Einbrüche beim Gewinn bei Apple und Google würden sich als Themen aufdrängen – und generell die Zukunft des iPhone-Konzerns, wo die neuen Fernseh- und Gamedienste in den Startlöchern stehen.

Ja, über all das hätten wir reden können. Ebenso über die Google-Entwicklerkonferenz, die parallel zur Sendung lief. Doch dann ist uns der Boss-Bot wieder einmal dazwischen gegrätscht und hat uns nach allen Regeln der Internet-Trollunion per Twitter den Hintern versohlt…

Die Tweets zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-480/

Nerdfunk 408: Der Boss-Bot sitzt uns im Nacken

Wie werden wir in zehn Jahren arbeiten? Das wissen wir nicht so genau, aber es besteht keine Frage, wer unser Chef sein wird: Nämlich ein Bot, der uns die Aufgaben zuteilt, den Output kontrolliert und daraus unsere Entlöhnung berechnet.

Wir finden jedenfalls, dass es an der Zeit ist, uns schon einmal daran zu gewöhnen. Darum gibt bei dieser Sendung ein Twitterbot den Takt vor. Wir halten eine Folge von Patch Tuesday ab, jenem Sendeformat, bei dem wir Neuigkeiten aus der digitalen Welt analysieren, kommentieren und interpretieren. Die News, die wir abzuarbeiten haben, werden uns vom @nerdfunker zugespielt – und zwar im Vier-Minuten-Rhythmus.

Der Twitter-Bot stammt von maege, und wie er die News auswählt, bleibt Betriebsgeheimnis. Was wir allerdings sagen können: Das neue Prinzip funktioniert hervorragend: Ein Twitter-Bot als Chef und Supervisor steigert die Effizienz, ist kostengünstig und zeitgemäss und wirkt sich überaus positiv auf den Shareholder Value aus. Und man spart sich das lästige Mitarbeitergespräch, weil Boss-bot nicht auf Feedback oder gar Lob programmiert ist.

Eines fehlt allerdings noch: Eine wirkungsvolle Disziplinierungsmassnahme, wenn die menschlichen Untergebenen sich nicht ans Zeitlimit halten oder vom Thema abkommen. Aber das wird kein Problem mehr sein, wenn erst einmal die neuronale Schnittstelle implementiert ist: Dann gibt es per USB-C einen kleinen Stromstoss auf den Hypothalamus.

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