Die Schuhe des Mannes sind sein Gorillapod

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Die Sexisten behaupten, dass Frauen nichts lieber tun als Schuhe zu kaufen. Ob das wahr ist, wissen wir nicht. Eines ist aber klar: Wir Männer – zumindest die Tech-affinen unter uns – tun nichts lieber, als sich mit sinnlosem Technikkram einzudecken.

Und wenn man als Mann sich obendrein für die Fotografie interessiert, dann tut sich ein riesiges Tummelfeld auf: Denn die Kamera ist erst der Anfang – und so richtig nerdig wird es beim Zubehör: Von den Objektiven über Blitz, Lichtformer, Filter und Fernauslöser bis hin zu Taschen, Tragesysteme, Holster und Kameragürtel gibt es nichts, für das man nicht Unmengen an Geld ausgeben und deswegen man in stundenlange Fachdiskussionen ausbrechen könnte.

Kevin und Matthias probieren den Spagat zwischen Verständnis für diese urmännliche Eingenschaft und nüchtern-rationaler Beurteilung: Was braucht man wirklich an Zubehör? Was hat sich in der Praxis bewährt und wofür sollte man sein Sackgeld nicht zum Fenster hinauswerfen? In dieser Sendung, bei der Kevin aus den USA dazugeschaltet ist, fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse aus Millionen von Fotoblogbeiträgen ein für alle mal zusammen…

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Beim Wandern schrumpft die Welt auf die richtige Grösse

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Die Tradition will es, dass wir in der letzten Sendung vor der Sommerpause mit einem Blogger sprechen. Dieses Mal ist es einer, der wandert und übers Wandern schreibt – und zwar mit der Ausdauer eines Marathonläufers. In seinem Blog gibt es seit 2010 täglich einen Beitrag, ohne dass der Autor sich jemals einen Tag Rast gegönnt hätte: Beobachtungen von Wanderungen, über Restaurants und Unterkünfte, Bräuche und Absurditäten, Reflexionen und Aperçus: Widmer wandert weiter (www) ist eine wahre Fundgrube selbst für Leute, die sich nur ungern vor die Tür wagen.

Der fleissige Wandersmann ist Thomas Widmer, der auch als Journalist einen klingenden Namen hat. Er hat für die «Weltwoche» eine Wanderkolumne erfunden, die er auch für den «Tagesanzeiger» pflegt. Er gilt als grossartiger Erzähler und scharfer Analytiker. Die erste Gabe hat er ganz sicher bei seinen Touren geschärft und die frische Luft hilft garantiert auch dabei, den Dingen denkenderweise auf den Grund zu gehen.

Eine Sendung, die fragt, wie politisch das Wandern eigentlich ist – und wie es sich über die Zeit verändert hat. Und wie viel es mit Understatement zu tun hat, den kleinen Kolumnen das Herzblut zu opfern, wenn man doch auch mit grossen Reportagen viel Prestige einheimsen könnte…

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Weiblicher Undercover-Nerd

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Kevin schlägt sich mit seiner Sanitärinstallation herum und erhält nun endlich eine WC-Spülung – so stellen wir es uns zumindest vor, bis er uns nach der Sommerpause dann ausführlich Bericht erstatten wird. Für diese Folge von Kummerbox Live springt Yael Textor von der Stadtfilter-Redaktion in die Bresche. Und wir erfahren: Es gibt sie, die Inkognito-Nerdinnen: Sie zelebrieren ihre Neigung für Technik nicht und sie entwickeln wegen eines neuen Handys keine Obsession. Aber sie müssen sich auch nicht einem Mann an die Brust schmeissen, wenn Photoshop den Handstand macht.

Wir erfahren etwas über Yaels Lieblings-Gadget, das zwar nicht volldigital ist, aber von dem Matthias auch mal fasziniert war. Und es werden sogar ein paar Probleme geklärt: Wie beackert man in Outlook im Team ein gemeinsames Postfach? Was sind die Geheimnisse der Bilderkennung beim iPhone? Und: Wie bringt man einen Sprachkurs von 1995 wieder zum Laufen?

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Home, smart home!

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Die Glühbirne träumt vom Internet …

Im Jahr 2017 kommen wir als Tech-Sendung um die Heimautomatisierung nicht herum. Einerseits, weil Kevin mit seiner neuen Wohnsituation im ausgebauten Zirkuswagen die Möglichkeiten, die die Technik aktuell so bietet, ausloten kann und ausloten muss. Andererseits, weil sie ein ganz grosser Hype ist: Ob Fenster- und Lichtsteuerung per App, Glühbirnen mit WLAN-Anschluss, smarte Überwachungskameras und Streaming in jedem Raum – die Hersteller überschlagen sich mit Produktideen. Und es scheint unvermeidlich, dass die kluge Haussteuerung der ultimativen Tech-Fantasie den Weg ebnet: Dem Internet der Dinge, wo es keinen Alltagsgegenstand mehr gibt, der nicht online gehen könnte.

Wir beschäftigen uns mit dieser Entwicklung, bei der sinnvolle Einsatzgebiete – weniger Verschwendung von Ressourcen und ein angenehmes Wohnklima – fliessend in abstruse Tech-Exzesse übergehen. Und wir fragen uns, ob es zwischen totalem Luxus und Komplettüberwachung nicht einen sinnvollen Mittelweg gibt.

Kevin und Matthias diskutieren, was ist heute machbar und vernünftig ist und woran die Vision der Vernetzungsfreaks krankt. Und wir geben preis, welche smarten Haushaltshilfen wir wirklich empfehlen können.

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Der Bund fürs Leben mit dem Pinguin

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Im Nerdfunk 390 haben wir über das freie Betriebssystem Linux diskutiert. Durch äusserst geschicktes Zeitmanagement hatten wir am Schluss keine Gelegenheit mehr, dem Kern der Sache gebührend Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Nämlich der Frage, wie man denn nun umsteigt – wenn man sich entschieden hat, der kommerziellen Softwarewelt den Rücken zu kehren, Windows oder Mac OS in die Wüste zu schicken und den Bund fürs Leben mit dem Pinguin einzugehen.

Darum muss sich Raoul Rene Melcer noch einmal ins Studio bemühen und uns bei der Hand nehmen: Welche Vorbereitungen sind für den Umstieg nötig? Wie wählt man die passende Distribution? Welche Optionen bieten sich für die Installation – Dual Boot oder Single Boot? Welche Gefahren lauern beim Einrichten?

Dann, wenn Linux endlich läuft, gibt es weitere Fragen: Wie kann man die Daten übernehmen? Auf welchem Weg findet man Ersatzprogramme für die vorher benutzten Softwareprodukte? Sollte man vorab Daten konvertieren?

Und schliesslich geht es daran, Linux kennenzulernen und anzupassen. Auch da gibt es viele Möglichkeiten und einige Stoperfallen…

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Wie eine alte Dame im Rollstuhl und ihr Butler

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Sie ist IT-Chefin im heissesten Journalismus-Startup, dass es auf der Welt je gab: Clara Vuillemin (25) kümmert sich bei Republik.ch um die Technik. Nach klassischem Verständnis wäre das ein nachgelagerter Dienst. Doch bei der Republik ist die Technik ein integraler Bestandteil der Redaktion.

Wir wollen herausfinden, wie diese Frau, die von ihrer Biografie her auch ganz andere Dinge machen könnte, bei diesem Presigeprojekt gelandet ist – und wie sie mit dem Erwartungsdruck umgeht, den Journalismus retten zu müssen.

Und natürlich wollen wir auch wissen, wie sich die Website technisch, funktionell und optisch von der typischen News-Website unterscheidet, wie die Community eingebunden wird und was die Republikaner in Sachen Storytelling, Video, Audio und Podcasts so vorhaben…

Analoges Karma und digitale Unzugänglichkeiten

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Einer dieser Tage, wo man besser im Bett geblieben wäre: Kevin sieht sich mit der unlösbaren Aufgabe konfrontiert, den richtigen Duschkopf zu finden und Matthias fragt sich, ob sich sein iPad (oder Apple generell) gegen ihn verschworen hat. Und dann setzt auch noch der Studiocomputer mitten in der Sendung aus…

Trotzdem findet bis zum bitteren Ende eine Kummerbox-Live-Sendung statt – in der wir nur sehr wenige Fragen beantworten, was aber nicht höheren Mächten, nicht dem Karma, dem Universum, einem Gott oder Teufel anzulasten ist, sondern einzig und allein unserem Hang zu Ausschweifungen – und Marcels Frage, die sich nun einmal nicht so einfach beantworten lässt. Er will nämlich wissen, wie man Familienerinnerungsstücke in digitaler Form dauerhaft aufbewahrt und seinen Nachkommen vermacht. Eine Frage, auf die es nur eine unbefriedigende Antwort gibt. Nämlich: Am sichersten sind nach wie vor analoge Erinnerungsstücke.

Weitere Fragen: Warum will Tamedia urplötzlich uralte Mailadressen verifizieren? Und: Wie schlimm ist es, wenn Safari nicht alle Cookies löscht?

Bild: Einen Duschkopf hat Kevin auch nach der Sendung noch nicht. (B-Sides 282 von bark/Flickr.com, CC BY 2.0)

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I wanna know what Linux is!

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Oder: Raus aus der Hitparade, rein ins Pinguinvergnügen Wenn Betriebssysteme Musiker wären, dann wäre Windows überproduzierter Bombastrock mit gewissem Absturzpotenzial: Wir denken an «Total Eclipse Of The Desktop» von Bonnie Tyler oder «I wanna know what Bluescreen is» von Foreigner. Man könnte sogar an «The Show must go on» von Queen denken. Weil es nach jedem System-Update irgendwie weitergehen muss.

Mac OS seinerseits verbringt mehr Zeit bei der Kosmetikerin als im Tonstudio oder in Konzerthallen, sodass Apples Betriebssystem zwingend mit den Backstreet Boys («I’ll Never Break Your File system» oder «Quit Playing Games (because there are none for that operating system)») oder Caught in the Act («Bring Back the Love», «User Come Back») verglichen werden muss.

Es fällt auf: Diese Musik will man sich nicht zumuten. Die vergleichbaren Betriebssysteme – die nutzen wir nicht nur, wir sprechen auch in dieser Sendung darüber. Darum die Frage: Geht es nicht auch alternativer, mit mehr Ecken und Kanten, weniger kommerziell und ehrlicher?

Die Antwort ist natürlich Ja, oder genauer: Linux. Das Betriebssystem aus der Welt der freien Software ist für viele die eigentliche Antithese gegen den Kommerzscheiss von Microsoft und Apple: Glaubwürdig, weil von der Community und immun gegen die Marktmechanismen, die – wenn man den Pinguinfans glauben darf – im Softwarebusiness genauso korrumpierend wirken wie im Musikgeschäft.

Wir werfen also einen Blick auf Linux und diskutieren die Vor- und Nachteile des alternativen Computer-Lebensstils und erklären, was es zu beachten gibt, wenn man ihn für sich adaptieren will. Auskunft gibt einer, der nicht nur Punk, sondern auch Linuxianer aus Überzeugung ist, nämlich The One and Only Raoul René Melcer!

Bleibt die Frage: Ist Linux eher Hüsker Dü oder doch mehr Blur? Oder doch The Clash? Die Frage wird vielleicht in der Sendung geklärt. Oder auch nicht.

Bild: Mac OS X ist die Boyband unter den Betriebssytemen. One Direction in Sydney von Eva Rinaldi, CC BY-SA 2.0)

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Ein Nerd mit seinem Hunderte Tonnen schweren Gadget

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Digichris muss wegen seines Hobbys recht häufig Hohn und Spott über sich ergehen lassen: Er sticht nämlich gern in See und verbringt seine Ferientage auf einem Kreuzfahrtschiff – ein Transportmittel, von dem andererseits Matthias schwört, dass er es nicht benutzen wird, solange sein Alter erst zweistellig ist.

Doch wenn man sich vom Schock erholt hat, dass man auf solchen Kreuzfahrten sogar David Hasselhoff und DJ Bobo antreffen kann, dann ergibt das auf einmal absolut Sinn: Denn bei Licht betrachtet sind diese Schiffe auch nichts anderes als riesengrosse Gadgets – also technische Wunderwerke, die bei uns Nerds die bubenhafte Faszination für Technik entfachen.

Zwei gegen einen, lautet die Konstellation in dieser Sendung: Nebst Digichris versucht auch ein Gast uns von den Vorzügen einer Seereise zu überzeugen: Das ist Matthias Morr, der als ehemaliger Radiomann nun ein erfolgreiches Videoblog betreibt, in dem er als Schiffstester neue Schiffe, alte Kähne, Luxuspötte, Premium-Schaluppen, Flusskutter bespricht – und auf Youtube mit seinen Videos auf Hunderttausende von Views erzielt. Nicht nur das: Er ist einer der Blogger, die von dieser Arbeit leben können. Und er hat, trotz Unterstützung durch die Reedereien seine journalistischen Standards nicht über Bord geworfen.

Mit anderen Worten: Eine spannende Sendung, die man sich auch anhören sollte, wenn man sich (wie Matthias) letztlich doch nicht von den Vorzügen dieser Form des Massentourismus überzeugen lassen will…

PS: Wir reden auch ein bisschen über Videotechnik. Zum Beispiel über die Frage, wie man auch bei hohem Wellengang unverwackelte Aufnahmen hinbekommt.

Im Bild: Digichris im Studio 2 von Radio Stadtfilter, mit dem per Skype zugeschalteten Gast, Matthias Morr.

So ein CAK!

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Kummerbox live mit ein bisschen Vorgeplänkel, das zu einer Idee für eine kommende Sendung führt – die sich kurz mit CAK umschreiben liesse – «Computer aided Kreativität» nämlich.

Was die Hörerinnenfragen angeht, schaffen wir immerhin vier Stück. Nämlich: Wie findet man ein Android-Smartphone, das nicht schon kaputt geht, wenn man es bloss schief anschaut? Was kann man tun, wenn Mailpartner Anhänge bekommen, die sie nicht öffnen können?

Wie zum Geier trägt man seine Termine ein, dass bei einem Flug über die Zeitzonengrenzen hinweg im Kalender nicht das komplette Chaos ausbricht? Und: Was tun, wenn auf dem Computer kein freier Speicherplatz mehr vorhanden ist?

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