Nerdfunk 467: Eine Stufe vom Cyborg entfernt

Erst war der Bildschirm eine Armlänge von uns entfernt, dann sass der Laptop brav auf unserem Schoss – und heute schnallen wir uns die Technik ums Handgelenk oder, im Fall von Cyberbrillen, auch direkt vor den Kopf. Der Trend ist klar: Wir sind noch eine Entwicklungsstufe vom Cyborg entfernt. Der nächste Schritt wird dazu führen, dass wir uns USB-Ports, oder wahrscheinlich doch gleich WLAN- und Bluetooth-Chips, implantieren lassen. Die direkte Verbindung zum Internet ist nicht mehr weit – und dann werden wir jeden Abend inbrünstig dafür beten, dass die Firewall auch funktioniert.

Doch bis dahin dauert es noch ein bisschen – und wir nehmen die Gelegenheit wahr, über den Stand der Dinge bei den Wearables zu diskutieren. Diese Gerätekategorie hat vor ungefähr fünf Jahren für hochfliegende Erwartungen gesorgt: Nach dem Smartphone sollten die klugen Uhren, Schuhe und Brillen für weitere Milliardenumsätze sorgen. Und auch wenn sich Fitnesstracker inzwischen etabliert haben und Apples Computeruhr für mehr Umsatz sorgt als die ganze Schweizer Uhrenbranche, so wurden die Erwartungen insgesamt enttäuscht: Die tragbaren Gadgets sind weniger nützlich als gedacht – sie revolutionieren das Leben nicht, sondern sind oft aufdringlich, wartungsintensiv und fehleranfällig.

Sind die Wearables gescheitert und bereit, auf den Elektroschrotthaufen der Geschichte geworfen zu werden? Oder haben sich sinnvolle Einsatzgebiete ergeben, zum im Fitness- und Sportbereich? Wir geben unsere persönlichen Erfahrungen preis und diskutieren mit Gadget-Freak Joel Simmler, was funktioniert und was nicht. Und natürlich werfen wir auch einen Blick in die Zukunft.

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Nerdfunk 403: Magie oder Marge?

Apple versetzt das Internet in Aufruhr und sorgt für mediale Hysterie. Da üben üben wir vornehme Zurückhaltung und widmen uns weniger beachteten und genauso wichtigen Themen. So lautet zumindest die Regel, die wir heute im vollen Bewusstsein um die Konsequenzen brechen: Heute öffnen wir die Büchse der Pandora, sprechen über die neuen iPhones und fragen uns, was der Sinn solcher Inszenierungen ist, wenn nichts herauskommt, was man im Voraus nicht schon wusste.

Auskunft gibt einer, der bei der letzten Show am 12. September im Steve Jobs Theater im Apple Park vor Ort war und darum weiss: Es sieht alles piccobello aus, doch riechen tut es etwas moderig. Rafael Zeier hat für den Tagesanzeiger über den Anlass und die Apple-Neuigkeiten berichtet, und nach seiner Rückkehr diskutieren wir: Warum diese seltsame Doppelstrategie mit iPhone 8 und iPhone X? Ist das noch Innovation oder einfach Veränderung um der Veränderung – und der Marge – willen?

Und: Hat Apple einen Masterplan oder stochern Tim Cook und seine Mannen im Nebel, während sie sich mal eben so von Produkt-Event zu Produkt-Event durchhangeln? Den Eindruck könnte man bekommen – findet zumindest Matthias.

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