2008 ist nicht nur das Jahr der Ratte, des Korallenriffs oder der Kartoffel, es ist auch, zumindest in der Schweiz, das Jahr der Informatik. Was sich dahinter verbirgt erzählt uns in diesem Digitalk André Golliez von iTopia. Er spricht darüber, welche Anliegen den Organisatoren am Herzen liegen, wer ihr Vorhaben unterstütz (und wer leider nicht) sowie welche interessanten Events und Projekte für das laufende Jahr noch ausstehen.
Gast: Robert Lang. Wie funktioniert FON, die weltweite WLAN-Community?
FON ist eine WLAN-Gemeinschaft, die weltweit Internet-Zugang über drahtlose Netzwerke bietet. Das Prinzip in der Community: Wer seinen Internetzugang für andere öffnet, darf seinerseits bei allen Fon-Hotspots online gehen. Robert Lang ist Geschäftsleiter von FON in Europa. Er gibt Auskunft zu der WLAN-Community: Was braucht es, um Mitglied zu werden? Wie öffnet man seinen Internetzugang und wie geht man selber in fremden Orten oder Länder online? Bedeutet gratis wirklich komplett kostenlos? Wie steht es um die Sicherheit, wenn man seinen Internetzugang wildfremden öffnet? Und wie gross ist der Gegenwind, der FON durch die Telkos erwächst, die im mobilen Internetzugang ein lukratives Geschäft wittern?
Sie nervt, sie unterhält, sie stört und informiert: Online-Werbung. Wir unterhalten uns mit Stephan Suter, dem Geschäftsführer von AdLink Schweiz. Was hat sich bisher bewährt, was ist gefloppt, wie soll es weitergehen? Dies und mehr hört Ihr in diesem Digitalk.
In dieser Ausgabe des Digitalks versuchen wir das Web und den PC durch die Augen eines Blinden zu sehen, wenn dieser Ausdruck erlaubt ist. Wir sind zu Gast bei der Stiftung Zugang für Alle in Zürich und der blinde Selamet Aydogdu erzählt uns, wie er mit dem PC arbeitet und auf dem Web surft. Bei manchem, so Selamet, sei er sogar schneller als die Sehenden.
Das Internet ist zum Alltag geworden und wir erwarten, dass unsere Lieblings-Websites jederzeit und rund um die Uhr zuverlässig funktionieren. Doch was braucht es an Infrastruktur, damit alle die Web-Angebote ununterbrochen verfügbar sind? Wir besuchen das Datencenter von Aspectra in Glattbrugg. Der Chef des Hosting-Dienstleisters, Kaspar Geiser führt uns durch die gut geschützten und abgeschotteten Katakomben des Datencenters und erläutert, worauf es technisch bei solchen «Hochverfügbarkeits-Anwendungen», also bei E-Banking, bei Versicherungslösungen und bei grossen Webportalen ankommt. Wir erfahren, wo die «Einschaltquoten» des Internet gemessen werden und auch die Sicherheit ist ein Thema: Wie werden Banken-Websites vor Hackerangriffen geschützt? Und eine Erkenntnis aus unserem Besuch: Das Internet macht ganz schön viel Lärm!
Wie grün sind grüne PCs? Hans Wanek, Fujitsu-Siemen, gibt Auskunft.
Alle namhaften Hersteller von Computern geben sich grün – doch was ist konkret dran an den Umweltschutzbemühungen der Informatikindustrie? Sind es ernsthafte Absichten oder doch nur Lippenbekenntnisse der Marketing-Abteilung? Wann verdient ein Rechner die Bezeichnung «grün»? Worauf kann man als Konsument und Käufer achten, wenn man nicht auf einen PC verzichten, aber sein grünes Gewissen auch nicht belasten will?
Diese Fragen erörtern wir im 49. Digitalk mit Hans Wanek. Er ist Chef des Enterprise-Business bei Fujitsu-Siemens Schweiz. Er erläutert die Bedeutung des Umweltschutzes für die Informatikbranche. Er erläutert, mit welchen Mitteln der deutsche Computerhersteller PCs und Laptops möglichst umweltverträglich herstellt. Und er hilft, Computerkäufern bei den vielen Umweltschutzlabeln und -richtlinien wie Energy-Star, dem blauen Engel, dem norwegischen Swan und bei RoHS durchzublicken.
Wer in der Schweiz eine .ch oder eine .li Web-Adresse registrieren will, der kommt nicht an der Switch vorbei. Diese Woche haben Marco D’Alessandro und Urs Eppenberger, beide von der Switch, den Weg zu uns in den Digitalk gefunden. Sie erzählen, wie die Switch entstand, was heute zu ihren Aufgaben zählt – und was nicht. Ausserdem beantworten sie die Frage: Hat die Switch aus dem Ansturm auf die Umlaut-URLs etwas gelernt?
Eine einfache Nutzung des mobilen Internet – das verspricht das «mobile tagging». Es verknüpft reale Gegenstände mit Informationen aus dem Web. Das Hilfsmittel dabei sind die Tags: zweidimensionale grafische Codes, die das Handy zu den gewünschten Informationen führen. So, wie wir beim Surfen am Computer einen Link anklicken, sollen wir per Mobiltelefon einem Tag ins Web folgen. Und immer mehr tauchen diese Tags auf Werbeplakaten, in Zeitungen und Zeitschriften und im Strassenbild auf. Was es bringt, erläutert Udo Jung. Er ist Geschäftsführer von Connvision, dem Unternehmen, das die BeeTaggs entwickelt hat. Das ist die hierzulande gebräuchlichste Form des «mobile tagging». Wir sprechen auch über den grossen Feldversuch, der seit Ende letzten Jahres unter dem Namen «Local Tagging für die Region Winterthur» läuft. Dazu geben Dieter Bachmann von der Standortförderung Region Winterthur und Hans-Peter Hutter Auskunft. Er ist Leiter des Instituts für angewandte Informationstechnologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und hat das System für das Projekt zusammen mit Connvision entwickelt.
Im ersten Digitalk des Jahres 2008 spekulieren wir darüber, welche Neuheiten Steve Jobs an der Macworld Expo präsentieren könnte. Die grösste Messe für die Apple-Welt findet von 14. bis zum 18. Januar in San Francisco statt und wird traditionsgemäss von Apple-Chef Steve Jobs grosser Keynote dominiert. Den Paukenschlag von 2007, die Ankündigung des iPhone, wird Herr Jobs dieses Jahr nicht wiederholen können; da sind sich unsere Gäste Yuan Yuan Sun und Matthias Studer einig – auch wenn unsere Gäste eine revolutionäre, unerwartete Ankündigung durchaus für möglich halten. Wir rechnen mit einem Subnotebook und mit HD-Filmen im iTunes; könnten uns ein MacPad oder einen eBook-Reader vorstellen – und, dass Steve Jobs demnächst mit Bill Gates in eine Alters-WG zieht.
Und natürlich verlosen wir die Preise aus der letzten Sendung!
Roger Zedi und Matthias Schüssler prosten sich zu und blicken gemeinsam auf das vergangene Jahr zurück – nicht immer ganz ernst gemeint. Ein etwas länger als sonst geratener Digitalk ganz ohne Gäste – eignet sich super, um beim Zuhören Geschenke einzupacken oder den Weihnachtsbaum zu schmücken.