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Da ist der Nerdfunk mit einem, ich glaube, das Thema haben wir noch nie gehabt
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und es ist ein absolutes Thema, das ausserhalb meiner Komfortzone liegt.
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Kevin, ich weiss nicht, wie es dir geht.
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Ich schätze dich so ein, als ob du mehr mit diesem Thema anfangen könntest,
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aber vielleicht tue ich dir auch Unrecht.
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Also es geht darum, wenn man eigentlich es anstellt, dass man der Welt einigermassen
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präsentabel gegenüber tritt.
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Also es heisst, dass man, es ist ja so ein, auch als Nerd kommt man nicht darum,
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sich am Morgen anzulegen und irgendwie ein bisschen vorzubereiten darauf,
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dass man aus dem Haus rausgeht.
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Zumindest dann, wenn man nicht nur noch Homeoffice macht und nur noch seinen
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Avatar zum Schaffen schickt oder so.
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Und über das wollen wir reden. Also ich gehöre zu denen, die einfach immer das
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oberste T-Shirt nehmen, das im Schrank liegt.
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Also first in, first out. Oder es ist ein Stack und kein Q, oder?
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Wenn man bei den Computer Begriff bleibt. Wie machst du es? Bist du ein modebewusster Mensch?
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Ich bin... Das ist jetzt ein bisschen problematische Frage, weil Ich könnte es.
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Ich weiss, du kannst es. Ich weiss es, du hättest Stil.
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Ich habe mich mal um das gekümmert. Das war mir mal wichtig. Das war mir mal wichtig.
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Es ist eigentlich direkt mit dem Tiny House passiert.
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Ah, aber dort ist es dir wichtig geworden? Nein, nicht mehr.
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Dort hast du einfach keinen Kleiderschrank mehr gehabt?
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Nein, dort ist immer irgendetwas kaputt und ich kann auf Bauernhöhe anfangen zu leben.
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Und ich kann mich schön anlegen und dann laufe ich bei den Hühnern durch.
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Ah, und dann scheissen sie dir über die blankpolierten Schuhe.
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Und so ist es egal. Aber ich habe,
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ich glaube, ich kaufe Sachen schon eher bewusst und weiss ein bisschen,
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ich weiss, was zusammenpasst, ich weiss, was man kombinieren kann.
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Ich könnte mich auch gescheit anlegen, wenn es einen Anlass für das gibt,
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aber in vielen Fällen, I don't care.
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Aber du könntest eine Strategie haben, wenn du dich gekleidest und frisierst und rasierst.
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Ich könnte jetzt nach Hause und mich in einer Stunde bereit machen für eine Hochzeit.
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In einer Stunde?
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Das wäre überhaupt kein Problem.
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Wow.
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Es ist alles da. Es ist alles verfügbar.
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Das könnte ich auch, aber dann müsste ich sagen, ich bin der Fotograf und sehe darum so aus.
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Aber ich glaube, man darf es wie auch nicht werten, weil halt die Wünsche unterschiedlich
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sind. Also ich glaube auch...
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Wenn man jetzt in ein Thema geht, dass Leute sich nicht um ihre Kleidung kümmern,
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ist es trotzdem eine Entscheidung, sich so anzulegen.
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Und diese Entscheidung macht man irgendwo schon auch bewusst,
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aus welchen Gründen auch immer.
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Weil ich könnte ja etwas anderes kaufen, ich könnte ja einen anderen Pulli kaufen,
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aber ich entscheide mich wie gegen das. Und das ist eine Entscheidung,
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die ich finde, muss jeder selber wissen.
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Das ist der Fluch, wenn du genau sagst, wenn man nicht nicht kommunizieren kann,
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kann man auch nicht mit seinen Kleidern nichts ausdrucken.
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Auch wenn das vielleicht einem Nerd am allerliebsten wäre, also nichts zu vermitteln,
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sondern es ist einfach neutral. Es sagt so, was weiss ich was, es ist wie im...
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Wer hat der Raum geheiss im Raum Schiff Enterprise? wo man beliebige Welten
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erschaffen konnte. Holodeck, jetzt ist es mir eingefallen.
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Oder dass du einfach sagst, in so einer virtuellen Welt hast du nicht einmal
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Hologrammatika vom Tom Hillenbrand vorgestellt. Und dann kann man ja so...
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Du kannst alles hologrammen.
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Genau, einfach deine Umgebung kannst du beliebig kaschieren und du kannst auch
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einfach sagen, wie du aussehen willst, ohne dass du gross etwas dafür tun musst.
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Und dann könntest du vielleicht so einen Knopf machen, sagen,
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jeder sieht das in dir oder sieht dich so, wenn er dich sehen will und du musst
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dich nicht darum kümmern.
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Das wäre eigentlich super, aber so funktioniert es halt nicht. Und ich habe
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Das Dumme ist ja auch, seit es so Leute wie Steve Jobs gibt und Mark Zuckerberg
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oder so, die Nerds, die dann auch irgendwie das angefangen haben zu zelebrieren,
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gibt es aber das eigentlich gar nicht.
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Die haben einfach einen Rollkragenpulli und Jeans angehabt.
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Ja, aber dann hat der Rollkragenpulli von Steve Jobs doch irgendwie 700 Dollar gekostet.
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Und dann hat er 30 von denen im Schrank. Ja, genau.
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Er hatte immer den gleichen Rollkragenpulli angehabt.
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Es hat aber diese Strategie auch zunichte gemacht.
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Wenn das jemand macht, der es sich leisten könnte, aber der damit auch etwas
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demonstriert oder das vereinnahmt,
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dann verleidet sie selber und dann müsste man fast wieder auf etwas anderes kommen.
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Ja, es ist ja eben auch da, es ist ja dann auch eine bewusste Entscheidung gewesen, das zu machen.
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Ja. Also, sie machen es natürlich als cool, dass sie einfach sagen,
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ja, weil mit so Nebensächlichkeiten wie Kleider wollte ich mich nicht beschäftigen
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und darum habe ich immer das Gleiche. Genau, das ist rein marktkulstig.
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Ja, natürlich.
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Hör mal auf.
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Das ist so eine Selbstikonisierung und Stilisierung.
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Ja, genau. Also, hättest du jetzt morgen vier Stunden zum auswählen,
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welches T-Shirt das jetzt anliegen ist, ist okay.
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Aber ja, auch da bewusste Entscheidungen. Und kann man, muss man nicht,
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muss man sich damit beschäftigen, muss man nicht. Ich glaube einfach,
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es sagt direkt und indirekt halt etwas über dich aus.
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Es gibt Leute, die das wertet, es gibt Leute, die das nicht wertet.
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Ich weiss, dass ich auch damit spiele. Das ist für mich auch eine bewusste Entscheidung,
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dass ich auch sage, in meiner Lehrerfunktion laufe ich halt gleich mit dem T-Shirt
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rum und ich muss nicht mit dem Rollkragenpulli kommen oder mit dem Polohemd.
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Ich laufe so rum, wie ich auch sonst rumlafe und ich komme mit dem Töffel in die Schule.
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Das ist eine bewusste Entscheidung, um auch diese Rolle ein bisschen zu brechen.
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Und das andere ist halt, ich glaube, ich fühle mich mittlerweile einfach wohl
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in dieser Rolle von Handwerker.
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Ich muss meine Kleider anlegen und dann mir ich habe jetzt weisse Turnschuhe
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und das ist jetzt wieder das Problem. Sondern hey, wenn halt irgendetwas im
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Auto kaputt ist und ich muss es flicken, dann habe ich nachher ölige Hose und
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dann gehe ich nicht heimwechselt, dann habe ich halt ölige Hose.
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Ja, es ist ja immer noch authentisch, kann man sagen. Wohingegen eben,
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wenn ein Steve Jobs so tut, wenn man ein bisschen böser will,
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könnte man ja auch sagen, das ist so ein bisschen eigentlich eine Täuschungsstrategie.
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Weil wenn du ein Millionär oder Milliardär bist, aber so tust,
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wie wenn du zum gemeinen Volk gehören würdest, der 5'000 Euro im Monat verdient,
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dann ist es eigentlich ein bisschen schissen. Und da muss man schon sagen.
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Gut, ich kann immer noch sagen, du fühlst dich in der Upper Crust oder so nicht
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so wohl, aber trotzdem ist es ja dann nicht so, dass du das Durchgängige so machen würdest.
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Sondern an einem anderen Ort lasst du es ja dann doch ein bisschen raushenken.
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Und das, das, habe ich mich schon gefragt, ob das nicht vielleicht ehrlicher
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war, vor, was weiss ich was, 200 Jahren in einer anderen Gesellschaftsform, wo du einfach
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vom Ausgesehen her sofort zu verorten warst.
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Ist vielleicht auch ein bisschen gefängnismässiges Zeug gehabt.
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Aber auf der anderen Seite, ist es einfacher gewesen, dich zu orientieren.
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Es sind natürlich auch andere Massstaben.
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Ich hätte jetzt gesagt, es ist 70 Jahre her, vielleicht 60 Jahre,
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seit man sich daheim nicht mehr schön anlegt am Sonntag.
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Und das war noch ein Thema, dass man sich am Sonntag schön angelegt hat.
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Daheim, man ist nicht mal raus, man ist in der Kirche.
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Aber man hat sich auch daheim schön angelegt und nachher ist irgendwo,
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wann ist die Trainerhose gekommen? 70er, 80er?
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Ja.
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Und die Trainerhose hat jetzt halt den Sprung raus geschafft. vor 20 Jahren.
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Und jetzt läuft man halt draussen mit den Trainerhosen rum. Das ist ein Statement. Das zeigt etwas aus.
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Und diese Entwicklung finde ich eigentlich spannend. Auch da.
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Es ist eine bewusste Entscheidung, gehe ich mit den Trainerhosen draussen oder nicht. Warum?
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Es ist natürlich eben, wenn du dich mit dem gegen deine Eltern auflehnst,
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dann ist es so die egalitäre Bewegung. oder du findest, wir Jugendliche haben ganz andere Werte.
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Wir legen nicht Wert auf Äußerlichkeiten, sondern vielleicht aufs Inneren und so.
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Und irgendwann einmal, wenn du es aber einfach so machst, dann ist es auch nur noch Beliebigkeit.
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Und wenn du dann gar nicht mehr schaust, auf was für Situationen,
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wenn du auch als Hochzeig in deinen Jeans und in deinem T-Shirt,
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das zoberst gelegen ist, dann ist es halt auf eine Art wie nicht mehr eine
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coole Aussage, sondern dann ist es Einfach so ein Leck mich am Arsch Stimmung
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oder oder oder oder oder ein
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bisschen dann kippt es eher so ins Negativ oder wenn du dann gar nicht mehr
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darum kümmerst in welcher Situation dass du jetzt bist.
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Und ich glaube, dort kommt dann, dort kommt das Talent und das Wissen von Kleidung
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wieder rein. Dass du kannst Sachen
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kombinieren, die eigentlich nicht zusammengehören, aber gut ausgesehen.
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Ich kann ein T-Shirt mit einem verwaschenen Druck und Löcher anlegen,
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wenn ich dazu einen Anzug und schöne Schuhe habe.
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Wenn du solche Sachen kombinieren kannst, ist es natürlich eine riesige Spielwiese.
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Ja.
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Ja, und auf die andere Seite, wenn du das halt nicht kannst,
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dann kannst du halt richtig dreinlaufen.
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Dann ist es völlig deplatziert.
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Genau, das ist etwas, das ich zum Beispiel einfach wirklich nicht kann.
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Ich weiss, darum ist meine Strategie, sich so ein bisschen auf die bewährten
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Basics zurückzuziehen. Ich weiss, die Jeans, die mir passen und die,
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die ich finde, die sehen gut aus und dann so ein paar
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Hemper oder T-Shirter oder so und dann bleibe ich einfach in einem sehr engen
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Rahmen, sagen wir mal so.
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Aber es gibt einen sicheren Korridor, wenn man das so sagen kann.
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Und das funktioniert dann gut. Und ich glaube, wenn man das Talent nicht hat,
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dann hat man vielleicht trotzdem die Möglichkeit, sich so diesen sicheren Korridor
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zu erschaffen und sich zu bewegen.
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Und dann vielleicht tatsächlich, das ist vielleicht dann schon nicht verkehrt,
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ab und zu mal gezielte Ausbrüche zu wagen.
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Und das ist vielleicht auch nicht so schlimm, wenn die in die Hose gehen.
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Oder wenn die vielleicht nicht so toll sind, wenn man es sich ausgemalt hat.
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Ich glaube, da braucht es wirklich Hilfe. Also ich habe ja, als ich mich mit
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Kleider angefangen zu beschäftigen habe, wirklich auch Hilfe geholt und gesagt,
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sagt mir mal, wie die Prinzipien funktionieren, wie leiste ich an und wie funktioniert
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das mit den verschiedenen,
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Ebenen und Schichten und was kannst du kombinieren und so weiter.
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Da braucht es wirklich jemanden, der das sagt.
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Ich glaube, ich kann das sagen. Mein Ansprechpartner ist JL hier in Winterthur.
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Kleiderlade, wo ich finde, sie haben einen coolen Stil, halt so ein wenig klassisch,
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so ein wenig oldschoolig.
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Und er ist ganz viel mal gekommen und hat gesagt, hey, probiert ich mal eine
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andere Farbe oder einen anderen Stil, wo ich beim Durchschauen nie auf die Idee
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gekommen wäre, das anzulegen. Und nachher mir aber die Leute sehen,
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das kommt dir extrem gut.
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Okay.
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Und dort so ein bisschen Hilfe holen finde ich spannend. Und das geht jetzt
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eigentlich nicht nur um das Thema Kleider, sondern es geht auch mega um Frisuren, Bärten,
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Brüllen, Schuhe.
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Also auch Frisuren ist für mich, ich kann vor...
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25 Jahre Frisur war scheisse geil. Ich habe nichts gemacht.
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Irgendwann in der Lehre hat mir jemand gesagt, du hast die coolsten Haare,
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die es gibt. Du kannst alles mit diesen Haaren machen. Das stimmt.
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Du hast viele, sie sind fest.
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Go crazy. Und dann habe ich angefangen, immer mal wieder etwas anderes mit meinen
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Haaren zu machen. Ich habe vor ein paar Jahren ganz abrasiert.
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Dann habe ich ihr Okayes gemacht. Jetzt habe ich so komische,
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selber geschnittenen...
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Seite kurz und oben so wellig.
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Aber das ist schon ein bisschen angeföhnt, oder nicht? Nein, das ist wirklich so.
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Das kommt einfach so. Das sind mega gute Haare. Und dann habe ich auch angefangen
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auszuprobieren und gesagt, ich kann ja das machen, es ist ja Spielwiese.
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Und dann auch mal schauen, was macht es mit mir, wie wirke ich auf andere Leute.
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Aber das mit der Beratung, die du sagst, das finde ich ein recht gutes Argument,
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widerspricht ja sehr gegen das Online-Shopping.
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Weil da hat es zwar auch mal geheiss, du kannst dich dann irgendwann mal 3D
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scannen und ausprobieren, was du eigentlich.
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Ja, aber ich glaube, da können wir vielleicht wirklich ein nerd-kompatibles
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Rezept geben für Leute, die das nicht gerne machen, die so genau gleich unbegabt sind wie ich.
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Kann man sagen, vielleicht findest du ja einen Laden, den du dich mal wohlfühlst
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oder wo es eine gewisse Ausstattung haben, wo du dich damit anfreunden kannst.
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Und wenn du dann dort die Schwellen überwindest und die Leute fragst und dann
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auch noch das Glück hast, dass die dir dann natürlich eine gute Beratung geben,
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was vielleicht auch nicht immer der Fall ist.
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Aber wenn du das schaffst, dann kommst du wahrscheinlich über so der reine Blut, ich
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lege nur das an, was zum Überleben notwendige Schuhe.
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Ja, ich finde es eigentlich gut, wenn man wirklich mal sagt,
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hey, vielleicht kann man das so anschauen oder,
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Schauen andere Leute an, wie die sich anlegen. Also für mich ist so,
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der Adam Sandler ist so ein gutes Beispiel, wo er zieht das durch mit seinen,
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übergrossen, kurzen Hosen.
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Er geht an jeden Anlass, aber er sieht eigentlich gut gekleidet aus.
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Aber nicht im Anzug, sondern in seinem Ding.
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Und dann gibt es Leute wie Johnny Depp, die grundsätzlich vom Stil her ganz
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anders stark gekleidet sind, aber auch gut und dort irgendetwas finden,
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wo man sagt, hey, das ist eigentlich ein cooler Anknüpfungspunkt.
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Und auch mit der Frisur.
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Ich meine, Haare sind eigentlich etwas cool, weil sie wachsen eigentlich nah.
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Und wenn du irgendeine Form von Haaren noch hast, probiere ich etwas aus,
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weil du die Frisur in einem halben Jahr wieder verwerfen kannst.
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Dann bist du wieder am gleichen Ort wie vorher.
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Und ich finde, das ist halt also etwas Krasses, wo ich teilweise denke,
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ich habe jetzt Kollegen, die so ein bisschen 40, 35 jetzt fängt es an mit Keiharmen.
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Jetzt kommt ein bisschen das Problem und ich sage allen,
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Haare kurz. Einfach abschneiden. Zieh es durch, es bringt nichts.
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Und alle, die es machen, sehen zehn Jahre jünger aus. Und dann musst du einfach
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sagen, okay, ich habe es jetzt halt nehm, ich schneide es ab.
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Ist aber geil. Ist super.
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Ja, ich bin für die, die mich schon gesehen haben, in echt. Ich bin natürlich
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vor etwa, das ist jetzt auch schon wieder, wahrscheinlich ist es,
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ich würde sagen, bald 15 Jahre her, als ich vor dieser Entscheidung gestanden bin.
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Es ist wirklich so gewesen, wenn ich auf alte Fotos schaue, wird mir bewusst,
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wie lange ich das Thema verdrängt habe, dass ich irgendwann mal keine Haare mehr habe.
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Und dann stehst du irgendwann mal vor dieser Entscheidung.
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Und dadurch, dass ich das aber auch nicht unkompliziert habe,
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war eigentlich klar, ich schneide die ab.
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Also eben, du könntest dann anfangen. Es gibt die, die dann so rüberkommen oder
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kommen, aber es sieht immer scheisse aus.
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Oder dann fangst du an mit dem Toupet oder so, das ist immer noch schlimmer.
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Gut, die Uppe sind mittlerweile auch gut geworden,
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aber dort auch. Haar weg, dann ist die Entscheidung, du hast einen guten Bartwuchs,
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dann kannst du einen Bart machen.
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Genau.
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Das geht dann auch wieder.
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Ja, dort ist es bei mir leider auch ein bisschen schwierig zu sehen.
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Oder es ist dann schon schnell relativ grau geworden. In Meggie ist es super.
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Ja, Meggie ist ein gutes Beispiel.
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Guter Bartwuchs.
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Ja. Kommt um gut. Ja.
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Oder eben dann wieder ein Brille. Ist auch wieder so, kann ein Modeassensfall sein?
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Ich hätte das natürlich mit dem Bartwuchs eigentlich gerne noch ein bisschen
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mehr ausprobiert. Da hat einfach meine Frau irgendwann mal gesagt,
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hallo, jetzt ist die Taschengrenze erreicht.
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Aber vielleicht muss ich mich dann mal über das weichsetzen.
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Ich habe schlechten Bartwuchs und ich habe es nicht gerne, aber ich finde Männer
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mit Bart etwas mega Cooles.
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Ich habe eigentlich das gleiche Problem, wenn es zu lange ist.
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Ich fange immer so an, herumfummeln und so. Und irgendwann einmal wird es so
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unangenehm. Und dann muss ich aufhören. Und dann schaffe ich es aber nicht.
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Und dann finde ich, jetzt rasiere ich es wieder ab. Und dann ist Ruhe. Und dann geht es wieder.
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Aber was ich wirklich gemerkt habe,
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und das ist phasenweise ein bisschen ein Problem gewesen. Ich habe ja ein bisschen,
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als ich meine Haare rasiert habe, hatte ich noch ein bisschen mehr Gewicht.
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Hatte und ein rundes Gesicht genommen. Und dann habe ich gefunden,
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das ist einfach das, was blöd aussieht.
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Wie so, keine Haare mehr. Und wenn du auf der Seite noch die Haare hast,
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sieht es eigentlich besser aus.
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Aber wenn du dann einfach glatt bist und dann aber so ein bisschen ein Mondgesicht
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hat, das hat mir einfach nicht gefallen. Und dann habe ich die einzige Wahl,
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die ich hatte, ist, 15 Kilo abzunehmen.
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Aber dann ist es bei dir Das war hart.
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Aber das war glaube ich meine grösste Mode oder äusserliche Entscheidung.
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Aber du könntest Kleider. Wenn es dir wichtig wäre, könntest du es lernen.
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Ja, wahrscheinlich.
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Wenn du dir die Schmiedel anschaut und wie kannst du sagen, was passt mir an
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mir, was passt nicht an mir.
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Ja.
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Ich glaube, dann ist es wie gemacht.
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Und dann brauchst du eigentlich noch eine Person, die dir sagt,
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schau, dein Hautton, dein Farbton.
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Du bist ein Herbsttyp, du bist ein Sommertyp. Ich weiss ja nicht, was ich für ein Typ bin.
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Ich weiss, dass mir grün, blau, braun, diese Töne kommen mir extrem gut. Herbsttyp.
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Ist das so? Ja, für mich auch.
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Und das ist das, was ich vorhin gesagt habe, Violett. Das ist eine Farbe,
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die ich nie würde anlegen. Sie kommt mir uhrgut.
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Das ist aber noch cool.
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Genau, genau. Und das musste ich auch herausfinden, dass jemand sagt,
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hey, Violett, das ist deine Farbe, das kommt dir gut. Aber ich denke, Violett, nein.
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Aber ja, genau, Hilfe holen.
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Ja, ich glaube, das ist so wie, also ich meine, das hast du auch als Nerd,
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das Problem, dass du ja eben als 20-Jähriger bist, auch noch einfacher,
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sage ich jetzt mal, ein bisschen nur so halbrichtig angelegt sein.
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Und dann aber das Alter ist etwas, was uns alle erreicht, aber wenn
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mit 50, ich laufe zwar tatsächlich immer noch ziemlich ähnlich rum wie vor 30
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Jahren, aber je nach Stil, ist es vielleicht doch gut, wenn du auch eine gewisse
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Entwicklung mitmachst.
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Oder was haltest du von Leuten, die das Gefühl hast, das passt nicht mehr so
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zusammen, wie sie sich geben?
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Da habe ich,
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Es kommt auf die Situation, bei gewissen Sachen, Verstandnis,
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es sind bei mir mehr Verhaltenssachen, die ich Mühe habe.
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Äusserlichkeiten, hey schlussendlich musst du machen, wie du wohl bist.
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Ich glaube einfach oft, gerade bei Äusserlichkeiten braucht es einen Impuls von aussen.
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Dass du vielleicht auch merkst, hey, wenn ich eine andere Frisur habe,
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reagieren die Leute anders auf mich. Wenn ich mich anders anlege,
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reagieren die Leute anders auf mich und es tut mir vielleicht gut.
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Und ja, dort finde ich so ja, musst du selber wissen und ich glaube,
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mislearning aus all dem ist wirklich,
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wir Nerds hätten gerne das äusserliche nicht entscheidet, aber es entscheidet.
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Es tut es ja.
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Und ich weiss nicht, wer mir das gesagt hat, aber eben wenn du eine Spinne tötest,
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bist du ein Held und wenn du ein Schmetterling tötest, bist du ein Mörder,
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das äusserliche entscheidet. Also es ist wirklich so und die Leute reagieren anders auf dich.
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Und ich glaube, man muss einfach den Mut haben, um den Sprung zu machen und
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zu sagen, ich probiere mal etwas.
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Vielleicht kann man es langsam machen.
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Das ist immer eine spannende Entwicklung.
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Weil dann reagieren die Leute auch nicht so. Aber wenn du,
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mit kurzen Hosen ausgeladenst, den Schuhen und einem kaputten Hoodie und am
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nächsten Tag im Anzug, dann passiert etwas.
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Aber wenn du einfach ein Ding ersetzt, dann sagst du, okay, ich fange vielleicht
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mal beim Oberteilchen an.
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Und dann machen wir bei den Hosen weiter. Und dann kommen die Schuhe.
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Und irgendwann, nach drei, vier Wochen sind der andere stattgelegt,
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dann hat es eigentlich gar niemand mitbekommen.
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Und das habe ich das Gefühl, ist halt auch so ein Nerd-Ding,
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dass du nicht auffallen willst.
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Es ist auch unangenehm,
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Wenn du dann rausstichst und darauf angesprochen wird. Das willst du eigentlich
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nicht. Und darum, ich glaube, es muss so eine subtile,
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eher unaufgekriegte Form sein, die du langsam einfließen kannst.
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Darum sind die Frisuren auch schwierig. Wenn du eine neue Frisur machst,
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Wirst darauf angesprochen. Möchtest du nicht?
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Ja. Können wir Tipps geben? Oder muss man es anders fragen? Kannst du Tipps
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geben? Vielleicht. Ich kann das nicht.
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Wo fängst du dann am unkompliziertesten an? Mit dem T-Shirt?
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Mit dem T-Shirt ist es wahrscheinlich... Oder ist...
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Ich glaube wirklich Gesicht.
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Gesicht?
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Gesicht ist es. Also, umgepflegte Bart, pflegte Bart, crazy Unterschied.
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Pflegte Haare, umgepflegte Haare, riesen Unterschied.
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Was hast du für eine Brille macht etwas dort schauen die Leute her ja,
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stimmt der Rest ist ein Gesamteindruck das ist immer so ein bisschen,
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hast du einen Hoodie oder hast du ein T-Shirt sagt etwas über dich aus was hat es auf dem,
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Hoodie was hat es auf dem T-Shirt für einen Aufdruck laufe ich mit einem Pokémon
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T-Shirt rum sagt etwas über mich oder laufe ich mit einem Under Armour,
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Kurzarm-Shirt sagt auch etwas über mich.
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Dort herausfinden, was ihr wollt. Ich bin halt Fan von ganz klassischen Shirts.
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Kein Logos, keine Marken. Nicht spektakulärs.
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Das ist ein guter Einstieg. Logos mag überhaupt nicht. Ein ganz einfaches Shirt,
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Uni in einem simplen Schnitt.
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Fangt dort an. Und von dort an Aber ich glaube, es geht oft auch mit Körperpflege.
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Dort fängt es eigentlich an und ich glaube, wenn du dort anfängst,
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dann landest du nachher wie beim Rest, wo du dann auch sagst,
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hey, der Hoodie, das T-Shirt ist doch schon ein bisschen alt.
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Ich schätze das mal.
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Oder sonst, was könnte man machen? Man könnte Accessoire, ich habe einen Ohrenring,
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Ich muss überlegen, wahrscheinlich seit mindestens 25 Jahren, eher 30.
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Ich habe ihn rausgenommen, aber das Loch habe ich immer noch.
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Hat es einen Grund gegeben, wann hast du ihn rausgenommen?
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Weiss es nicht mehr.
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Hast du eine Alterserscheinung gefunden?
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Nein, ich habe ihn gemacht als Unterstufe, Oberstufe, dann. Ich habe ihn ein
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Jahr später wieder rausgenommen.
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Ah, so schnell? Okay.
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Weil ich nicht gewusst habe, warum ich ihn habe. Ich habe ihn gemacht,
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weil alle einen gehabt haben.
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Ich könnte nicht mehr sagen, warum ich einen gemacht habe. Wahrscheinlich habe
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ich einen schwachen Moment gefallen, in dem ich fand, jetzt probiere ich doch mehr aus mir zu machen.
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Und dann habe ich vielleicht doch immer hingefunden, es hätte eigentlich funktioniert.
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Was man eben, man kann irgendwelche Armbänder machen.
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Ring, Gürtel.
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Genau, Gürtel finde ich.
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Das ganze Zubehör. Also ein Rucksack und wie der Rucksack ausseht,
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sagt etwas über euch. Hint ihr einen Rucksack dabei oder habt ihr eine Umhängetasche?
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Das sagt schon etwas. Also es sind wirklich so tausend kleine Detail,
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wo so ein bisschen einen Gesamteindruck entscheiden und oft auch kleine Detail,
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wo alles auch wieder kaputt machen.
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Ja, das stimmt.
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Wo die falschen Hosen,
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kann alles komisch aussehen Das ist die Schwierigkeit.
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Es geht wirklich um ein sichgetrauen und mal auszuprobieren.
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Und dann schauen, was es mit dem Umfeld macht, was es mit einem.
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Und dann kommt es immer darauf an, warum sie zufrieden sind.
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Dann lehnt es.
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Ja. Ich glaube aber, man muss sich bewusst sein, in welcher Situation ist welche
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Kleidung und welches Auftreten adäquat.
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Wenn man das einfach nicht kann, dann wird es wirklich noch schwierig.
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Aber ich glaube, das ist noch das Interessante, was ich aus dieser Sendung raus mitnehme.
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Oder wo ich das Gefühl hatte, das hätte ich früher schon in meinem Unterbewusstsein
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gewusst, dass es ja ganz viele Einstiegspunkte gibt, wo du mal kannst anfangen
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und vielleicht auch verkehrt ist das Gefühl, du
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tust von einem Tag auf den anderen eben von dem, was aus der Tonne zum
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Modeidol wechseln, sondern du kannst einfach ein bisschen Akzent setzen und
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das ist ja vielleicht auch interessant, wenn du einfach so einen Akzent setzt
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auf eine unprätentiöse Art und Weise.
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Also mal klein anfängst und dann kannst du immer noch entscheiden,
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ob du Bock hast zum mehr machen oder nicht.
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Und was ich auch noch wollte, als ganzer Schlusspunkt für diese Sendung.
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Das Gute ist auch, also wenn du eben dein T-Shirt einfach zehn Jahre an hast,
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es ist so ein bisschen das Gegenteil vom Fast Fashion und das finde ich auch
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sehr gut. Ja, nachhaltigkeit.
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Wenn ich jetzt lise wieder, wie heisst der andere noch, neben dem Temu,
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der auch all die Millionen von Päckchen schickt?
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Ja, der und da gibt es ja irgendwie nochmal einen, aber so einen Chinesen.
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Das sind alles Chinesen. Ja, genau. Also eben das Fast Fashion finde ich keine
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gute Entwicklung und darum tue ich meine Tasche zum Beispiel,
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das muss noch 10 Jahre halten, das T-Shirt.
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Das ist das Ziel.
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Das ist das Ziel, genau.
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Ich habe auch eine Umhänge-Tasche, ich gebe die nicht weg, die ist super,
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die ist etwa 91 Mal geflickt und meine Mutter sagt immer, sie kauft mir jetzt
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eine neue Tasche, was geht, nehmen wir. Aber die hält noch, die ist top.
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Eben, solange sie noch hält, tiptop. Das ist der Name.

Nerds greifen angeblich einfach zum T-Shirt, das zuoberst liegt. Vielleicht ist das aber gar keine modische Bankrotterklärung, sondern eine erstaunlich effiziente Garderobenstrategie. Wir optimieren unseren Stil von Glatze bis Nerdsocke – und entdecken nebenbei: Wer seine Kleider trägt, bis sie auseinanderfallen, ist der natürliche Feind von Fast Fashion.

Übrigens, bei dieser Folge ist uns die Wahl des Titels besonders schwergefallen. Zur Debatte standen auch:

  1. Das T-Shirt muss noch zehn Jahre halten
  2. First in, first out im Kleiderschrank
  3. Ich bin der Fotograf und sehe darum so aus
  4. Nur das zum Überleben notwendige T-Shirt
  5. Gezielte Ausbrüche aus dem sicheren Korridor
  6. Dann scheissen dir die Hühner über die blankpolierten Schuhe
  7. Von der Tonne zum Modeidol
  8. Violett, das ist deine Farbe
  9. Wenn du eine Spinne tötest, bist du ein Held
  10. Das Äusserliche entscheidet
  11. Haare weg, Bart her
  12. Das Loch habe ich immer noch
  13. 91-mal geflickt und immer noch top
  14. Der Rollkragenpulli für 700 Dollar
  15. Man kann nicht nicht angezogen sein

Die Links zur Episode

Beitragsbild: So schick hätten wir in unseren jungen Nerdjahren aussehen können! (Vika Glitter, Pexels-Lizenz)

Veröffentlicht von Matthias

Nerd since 1971.

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