Nerdfunk 506: Wie Windows, nur noch schlimmer

Der zweite Teil unseres digitale Realitätsabgleichs fängt mit einer kleinen Tirade von Digichris an. Kein Wunder, es geht um eines seiner Lieblings-Hass-Themen – wir sind nämlich bei den Software-Flops angelangt. Auch Matthias regt sich ein bisschen auf, weil in der Softwarewelt offenbar niemand gewillt ist, auch vergangenen Fehlern zu lernen. Es werden die gleichen Fehler wieder gemacht, die schon vor 15 Jahren nervig waren.

Aber keine Angst: Es gibt nicht nur Bitternis und digitalen Weltschmerz zu hören. Wir haben auch Erfreuliches auf Lager: Denn das Internet hatte auch 2019 ab und zu schöne Dinge bieten. Wir erzählen, was uns gefällt – und enden die Sendung auf einer angenehmen Note. Und wir bringen uns hervorragend in Position, um nächste Woche im grossen Finale die erfreulichen Dinge bei den digitalen Inhalten und die Aufsteiger abzuhandeln.

Zuvor ist es aber doch so, dass auch noch die Webflops anstehen und Kevin richtig vom Leder zieht: Das Internet sei zu einem Slum verkommen und die Leute sollten die Schnauze halten – sagt er, hier leicht zugespitzt zusammengefasst. Aber nachher geht es dann wirklich aufwärts mit unserer Laune – und der Stimmung in unserer grossen Jahrestrückblick-Show.

Die Links zur Episode

Beitragsbild: Es bitzeli es Gstabi ist es schon (Aline Dassel/Pixabay, Pixabay-Lizenz)


Autor: Matthias

Nerd since 1971.

9 Kommentare

  1. Die Vergleiche zwischen iPhone und Android hinken gewaltig. Ich bin kein Fan von Google, gewiss nicht. Und ja, es stimmt, das Patchen eines Androids ist nicht einfacher geworden. Nur, sorry, beim iPhone geht es faktisch gar nicht. Ich nutze seit Jahren LineageOS und neuerdings auch /e/ (unmöglicher Name, ich weiss). Letzteres finde ich aktuell aber ziemlich gut (könnt es ja mal anschauen).

    Bei einem alternativen Sender ist es schon verdammt einfach, gebetsmühlenmässig Apple zu huldigen — und zu sagen, wer sein Android anpassen wollte, benötigte ein Informatikstudium. Es läge an Euch zu fordern, dass z.B. die Telecom-Anbieter alternative Systeme anbieten würden. So ein bisschen Journalismus wäre schon was, oder?

    Ich habe selber auch mal alternatives Radio gemacht — es wäre uns damals vor 30 Jahren nie und nimmer in den Sinn gekommen, derartig konsumschludrig durch den Äther zu palavern. Wir alle könnten ohne diese Zwangs-Konzerne ganz gut durch die Welt gehen, nur müssten wir es auch wollen.

    P.S: Ein bisschen Raspi ist immerhin ein Ansatz, das reicht aber nicht, wenn ihr an einem alternativen Radio an anständige Sendung machen wollt.

    • Ich vergleiche Android nicht mit iOS, sondern mit Windows. Ich wünsche mir Android als starke Alternative, genau weil mir die Einschränkungen bei der Apple-Welt bewusst sind. Es ist somit genau andersrum, wie du es offenbar verstanden hast.

      Und natürlich würde ich niemals fordern, dass die Telkos alternative Systeme anbieten: Die Telkos sind Teil des Problems und nicht Teil der Lösung. Darum der Vergleich mit Windows: Wenn man wie beim PC sein Betriebssystem selbst neu installieren oder wechseln kann, wäre das die beste Lösung für den Nutzer.

      Was Lineage OS angeht: Das kenne ich natürlich und habe es, konsumschludriger Journalist der ich bin, auch schon empfohlen.

      • Jemand von Euch hat in der Sendung (unwidersprochen) so ziemlich wörtlich gesagt, wer kein Informatik-Studium habe, schaffe die Installation eines alternativen OS unter Android gar nicht (so schlimm ist es nun auch wieder nicht, das Problem ist vielmehr, dass aktuell die Geräteauswahl beschränkt ist/wird). Sorry, da wird dann auch niemand “Normalo” weiter nach einer Alternative suchen. Gleichzeitig scheint es Euch nicht zu stören, dass es bei Apple faktisch gar keine Möglichkeit gibt, eine Alternative zu installieren. Wer verdonnert denn alle Anwender/innen immer wieder zu proprietären Adaptern?

        Du kannst von “Normalos” nicht erwarten, dass die echt jetzt Lust haben, es selber aufzusetzen. Mir ist auch wurscht, wer jetzt die “Alternative” draufspielt, aber dann bitte sehr müsstest Du wenigstens Apple dazu verdonnern, dass das machbar ist. Du merkst wohl gar nicht mehr, wie suggestiv solche Aussagen sind, die ihr gestern von Euch gegeben habt?

        P.S: Wer hat denn Dein Apple-Testgerät “gesponsert” (Aussage in der letzten Sendung). Und ja, ich finde es echt anmassend, zu sagen: Apple ist schon etwas teuer, aber so 600/700 Fränkli, das ginge ok. Natürlich wir leben in der Schweiz, aber solche Beträge sind für viele Menschen nicht so einfach hinzublättern, von der Sinnfrage ganz zu schweigen.

        P.S II: Die Aussage konsumschludriger Journalismus ist bezogen auf die gestrige Sendung, nicht auf Deine Arbeit als Journalist. Habe ja einzelne Beiträge von Dir auch schon gelobt. Ist es denn soviel zuviel erwartet, dass an einem alternativen Sender mehr als Konsum, Konsum und nochmals Konsum zelebriert wird?

        • Ich weiss nicht, was für eine Sendung du gehört hast, aber unsere kann es nicht gewesen sein. Niemand von uns zelebriert Konsum, Konsum und nochmals Konsum. Und wir schreiben niemandem vor, dass für ihn «600/700 Fränkli für ein Smartphone ok gingen.»

          Was das Apple-Argument angeht, bringt es nichts, dass du das wiederholst: Ich fordere auch von Apple mehr Offenheit. Aber ich anerkenne, dass iOS nicht wie Android als offener Standards für Mobilgeräte entwickelt wird, sondern als proprietäres System nur für Apple-Geräte.

          Und ja, ich halte es völlig unzumutbar für einen normale Android-Anwender, ein alternatives Betriebssystem zu installieren. Es ist je nach Gerät schwierig bis unmöglich, es besteht das Risiko des Brickings und man kann die Garantie verwirken.

          Noch was: Niemand hat mir ein iPhone «gesponsort». Ich habe von Apple ein Testgerät erhalten, das nach der Ausleihe wieder an Apple zurückgeht.

          • Habe ich Dich jetzt richtig verstanden: Weil iOS nicht für offene Standards entwickelt würde, darf es “zugeknetet” sein? Na toll, dann wird Dir aber jeder Hersteller mit Wonne sagen: Mein Gerät braucht doch gar keine Alternativen… Gerade dies haben wir doch aktuell. Haben wir als Konsument dann noch eine Wahl?

            Das wären an sich Themen, die mich an einem alternativen Radio interessieren würden (im übrigen bei der Publikation Deines Arbeitgebers genauso, nur ist dort aufgrund der Werbeabhängigkeit nichts anders zu erwarten).

            Betr. Sponsoring: So so, das Gerät ist nicht gesponsert, weil Du es irgendwann wieder zurückgibst. Ist aber nicht rein zufällig dann der Fall, wenn Du das nächste Modell erhälst? Unabhängig davon: Was kostet die Monatsmiete eines iPhones?

            Zwichenzeitlich stellst Du es (nochmals wir reden hier von einem alternativen Radio-Sender) schon verdammt prominent und positiv vor, da würd ich doch glatt annehmen, dass der “Sponsor” dabei doch ganz ordentlich zufrieden ist, siehe dazu auch:

            https://meedia.de/2015/09/23/testgeraete-keynotes-und-kumpanei-wie-apple-journalisten-zu-komplizen-macht

            Was Du als Journalist bei einer grossen Tageszeitung machst, ist Sache Deines Arbeitsgebers. Wenn Du das hier machst, dann wäre dies ein Fall für die Programmkommission. Ich werde aber nicht jener sein, der das einbringt. Wenn es (ausser mir) niemanden stört, dann sollt ihr gerne so weitermachen… So, für mich ist das Thema hier erledigt.

  2. Lieber Matthias probiere mal Nokia 7 Plus aus mit Android One. Hier ist das Android nicht verbastelt und läuft relativ flüssig. Finde ich sehr brauchbar, deshalb besitze ich dieses Gerät. Merci vielmals für das Engagement für den Nerdfunk trotz Kindern. Viele Grüsse Gabriel

    • Danke für den Tipp! Ich hatte vor einem halben Jahr das Nokia 9 Pureview zum Test. Da hat mir auch Android im Vergleich fast zu gut gefallen, dass ich mir ernsthaft vorstellen könnte, damit zu arbeiten. 😉

  3. Salü Matthias,
    Lustig. Mir gefällt iPhone nicht. Mir gefällt Android besser. Ich hatte jahrelang ein iPhone, jetzt habe ich ein Android. Meine Frau hat jetzt noch ein iPhone. Mit dem Android kann man den Sperr- und Homebildschirm nach eigenen Gutdünken gestalten. Beim iPhone ist man eingeschränkt, wie ein goldiger Käfig.
    Tschüss.

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