Nerdfunk 461: Hallo, reicher Prinz!

Wir haben endlich herausgefunden, was der reiche Prinz aus Nigeria, Somalia oder vielleicht Solothurn mit seinem vielen Geld angestellt hat, das er uns in so vielen Mails schenken wollte – und das wir nie bekommen haben, weil diese Mails immer im Spam-Filter hängen geblieben sind. Er hat nämlich maeges Top-Software des Jahres 2018 aus dem Boden gestampft. Die macht alles und kann alles – und ersetzt von Google Docs über Quip, Jira, Evernote bis hin zu Trello und Dropbox Paper all die anderen Tools für die Zusammenarbeit.

Das ist der zweite Teil unseres grossen, digitalen Realitätsabgleichs. Wie die ellenlange Liste mit den Shownotes zeigt, rauschen wir wie das Bisiwetter durch unsere Kategorien und arbeiten uns von den verbleibenden Software-Tops über die Software-Flops und den besten Seiten aus dem Netz bis hin zu den Web-Flops vor.

Das ergibt ein stimmiges Bild mit dem, was uns softwaremässig und im Netz gefreut und geärgert hat. Und damit ist der Weg frei fürs grosse Finale von nächster Woche, in dem es nebst den digitalen Inhalten auch um die Auf- und Absteiger des Jahres gehen wird.

Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-461/

Nerdfunk 413: Das Baby hat die Hausaufgaben gefressen

Kummerbox Live heute mit drei echten und einem selbstgemachten Problem. Die echten vorneweg: Bruno hat vorneweg eine knifflige Anschlussfrage an unsere Sendung zum Telekom-Befreiungsschlag: Er möchte wissen, wie er es anstellt, dass er einerseits seinen Festnetzanschluss ohne Monatsgebühr über einen Internetanbieter betreiben und gleichzeitig ADSL über die Telefonleitung verwenden kann – das sind zwei Dinge, die sich einerseits bedingen und andererseits gegenseitig auszuschliessen scheinen.

Gabi kämpft (wie andere auch) mit der Foto-Synchronisierung am iPhone und mit iTunes: Beim Datenabgleich gehen die Alben verloren. Und Karin fragt sich, warum ihr Windows sie plötzlich mit unheilschwangeren Meldungen zu anstehenden Updates behelligt.
Und das selbstgemachte Problem? Das hat mit Matthias zu tun, der sich auf Facebook und Twitter mit anderen in die Haare gerät, ohne dass dabei etwas Schlaues herauskommen würde. Wie schafft es Kevin da bloss, diesen sinnlosen Gockelkämpfen aus dem Weg zu gehen?

Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-413/

Nerdfunk 362: Den verdeckt operierenden Meinungsmanipulatoren auf der Spur

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Marko Kovic (http://kovic.ch/) ist Präsident der Schweizer Skeptiker (https://www.skeptiker.ch/ueber-uns/vorstand/) und Kämpfer gegen Verschwörungstheorien (https://soundcloud.com/schmamoluz/markokovic). Doch was er in diesem Gespräch sagt, klingt nach Verschwörungstheorie – zumindest im ersten Moment.

Marko Kovic sagt, dass viele Engagierte im Netz gar nicht so hehre Motive haben, wie sie uns glauben machen. Initiativen von unten, direkt aus dem Volk, sind oft gesteuert – und die Kämpfer in eigener Sache eigentlich nur Marionetten. Das Phänomen nennt sich Astroturfing (https://de.wikipedia.org/wiki/Astroturfing). Das ist eine Anspielung an eine Kunstrasenmarke, die darauf abzielt, dass wir es nicht mit echten, sondern künstlichen Graswurzelbewegungen zu tun haben (https://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzelbewegung).

Im Gespräch finden wir heraus, mit welchen Methoden die Astroturfer operieren – wie sie die öffentliche Debatte mit gestreuten Kommentaren, mit Social-Media-Bots und mit und tendenziösen Wikipedia-Artikel mainipulieren. Und wir fragen uns, was man gegen diese unfaire Beeinflussung der öffentlichen Meinung tun kann, und wie man die Astroturfer überhaupt erkennt.

Zur Person: Marko Kovic, Politik- und Kommunikationswissenschaftler, ist Präsident von Zipar – Zurich Institute of Public Affairs Research (https://www.zipar.org/) und von Skeptiker Schweiz – Verein für kritisches Denken. Er arbeitet ausserdem Teilzeit in einer Consulting-Agentur für Nonprofitorganisationen.