Nerdfunk 512: Fleisch aus dem Netz

Oder auch: Der digitale Metzger – auch wenn sowohl der Mann als auch die involvierten Tiere aus Fleisch und Blut sind. Wir haben in der Sendung Markus Stumpf zu Gast. Er ist Inhaber einer Metzgerei in Rorbas, die es seit 1939 gibt.

Seit drei Monaten kann man bei Markus Stumpf per Internet einkaufen. Man ruft den Metzger über eine App an und er berät per Kamera und Headset – genauso, wie er es mit Kunden tut, die direkt im Laden stehen. Übrigens: Auf couch-gourmet.ch gibt es nicht nur Fleisch und Wurst, sondern auch Fisch und Meeresfrüchte, Käse, Obst und Gemüse.

Das wirft natürlich viele Fragen auf: Einerseits, wie schwierig oder einfach es ist, einen solchen Online-Laden aufzubauen und die Frischprodukte rechtzeitig zu den Kunden zu bringen. Andererseits fragen wir uns natürlich auch, ob auch für traditionelle Gewerbebetriebe die Zukunft im Netz liegt – und wie sich das aufs Konsumverhalten auswirken könnte.

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Nerdfunk 452: Darf man Mafia sagen?

Mit unseren Bitcoin-Investments sind wir noch nicht steinreich geworden. Darum wagen wir heute einen neuen Anlauf: Und zwar mit E-Commerce. Oder auf Nichtwichtigtuerisch: Mit einem Online-Shop. Was braucht es, um im Netz einen Laden zu eröffnen? Ist das inzwischen so einfach, wie ein Blog zu starten? Und wie wickelt man seine Zahlungen ab, wenn man nicht wie Matthias seinerzeit sich Barschecks zuschicken lassen will, die man für exorbitante Gebühren seinem Konto gutschreiben lässt?

Die Hauptsache, die man für einen Webshop braucht, ist natürlich ein Sortiment an verkäuflichen Produkten. Und da wir diesbezüglich nichts zu bieten haben, ist Daniel Frey im Studio. Er betreibt soulsofrock.com und sorgt dafür, dass die Rockerinnen und Rocker nicht nackt herumlaufen müssen.

Wir fragen: Was gibt es an Shop-Lösungen, wie setzt man sie auf und auf welchem Weg kommt man an sein Geld? Ab welchem Umsatz lohnt sich die Sache? Und stimmt Matthias’ Vermutung, dass es dann kompliziert wird, wenn Kreditkartenfirmen, Zahlungsabwickler und Unternehmen wie Paypal ins Spiel kommen, die alle gerne an den Umsätzen mitverdienen würden?

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Nerdfunk 385: Das Netz als Shopping-Tempel

Amazon ist erst der Anfang. Unsere Einkaufsgewohnheiten verschieben sich immer rasanter von den Ladenpassagen ins Web. Das Onlineshopping legt zu, selbst in den Bereichen, wo noch vor Jahren der «richtige» Laden unangefochten die erste und einzige Wahl war: Bei Kleidern, Lebensmitteln und allen Dingen, die man gerne ansieht, berührt und ausprobiert.

Doch auch für diesen Wunsch haben die Netzhändler inzwischen eine Lösung, wenngleich eine etwas plumpe: Bei Zalando bestellt man einfach ganz viel Kram auf Probe und schickt alles zurück was nicht passt oder behagt.

Zeit also für eine persönlich gefärbte Bestandesaufnahme: Wo hat sich das Einkaufen im Netz bewährt? Und warum ist uns in vielen Fällen das lustvolle und nicht unbedingt zielgerichtete Lädele noch immer lieber als Transaktionen per Browser auszulösen?

Und natürlich bleibt die Frage nach der Zukunft der «Brick and Mortar Stores», der Backstein-und-Zement-Geschäfte? Haben sie eine? Oder werden sie, wenn erst einmal Drohnen und selbstlenkende Lastwagen all den Kram ausliefern, unweigerlich verschwinden? Wie werden unsere Innenstädte aussehen, wenn jeglicher Einzelhandel verschwunden ist? Und was bedeutet das für die Beschäftigung in diesem Land, wenn die Wertschöpfung bei Amazon und Aliexpress, also irgendwo in irgend einer Steueroase erfolgt? Wir sind nicht ganz pessimistisch – aber überzeugt, dass wir Konsumenten unsere Macht ausüben sollten, falls wir das Päkli von Zalando nicht für das einzig wahre Shoppingerlebnis halten…

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