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Der K. Yoshimatsu mit 18,41.
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Und es dauert noch 15 Sekunden ein Stück. Aber ich glaube nicht,
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dass noch etwas Wesentliches passiert. Radio Stadtfilter.
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Faszinierend. Faszinierend. Also, da im Studio ist etwas Wesentliches passiert.
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Es sind nämlich meine beiden Gespöntchen wieder mal beide da.
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Und ich habe endlich die Gelegenheit, am Digi-Chris seine neue Brille wieder zu sehen.
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Sehr schön, dass ihr da seid. Ja, freut mich auch. Wir haben es noch gefunden.
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Haben es noch gefunden? Sehr gut.
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So knapp. Ich merke, dass die aktuelle Brille-Mode wieder ründer wird.
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Das ist, glaube ich, immer so ein Hin und Herzen. Das hat der liebe Joe gesagt.
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Ja, das kommt halt wieder. Das gäbe so wie Wellen halt.
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Genau. In den letzten Jahren sind sie immer flacher und schmaler geworden.
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Sie sind aber auch grösser geworden, nicht?
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Doch, das hat er auch gesagt. Ja, das Nerdtum ist ein bisschen durchgekommen.
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Ja. Die grosse Brille sind jetzt cool.
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Ja, mir hat er auch eher eine grosse aufgeschwätzt, aber wieder mehr.
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Sie waren dann mal so schmal, dass er fast beim Stegen laufen musste.
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Ich musste mich so hinschauen, um überhaupt meine Füsse zu sehen.
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Das war ein bisschen dumm.
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Also ich würde sagen, diese Entwicklung finde ich begrüßenswert.
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Und hey, ausser Kevin, du musst von den Hühnern erzählen, sonst hätte ich einen
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Social Media Shit der Woche.
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Es ist eine Vogelgrippe, sie müssen hinbleiben. Oh nein, die armen Hühner.
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Seit heute ist es offiziell. Seit heute?
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Oh nein. Ja, hat es schön angeschiessen, als ich es gesagt habe.
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Hast du ihnen es gesagt und dann haben sie demonstrativ davor die Füße gehackt.
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Sie sind jetzt Schilder am Basteln.
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Für Grundrecht. Oh nein, das ist so. Die Telegram-Gruppe ist schon wieder eröffnet.
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Ich habe gehört, der Harry Moldi ist schon unterwegs zum Tiny House.
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Schon dort mit den Heugablen.
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Ja, genau. Das ist ein gutes Stichwort. Ich habe euch ein SMS,
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also ein Social Media Shit von der Woche angetroht und da kommt er.
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If you want to have a good time or make people really laugh at a party,
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you can use Grock and you can say, do a vulgar roast of someone.
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And Grock is going to be an epic vulgar roast. You can even say,
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take a picture of Grock. Wissen Sie, wer das ist, der Mann, der erzählt?
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Er ist hier bei Joe Rogan und er erzählt, was er unter Spass versteht an einer Party.
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Ich fasse es zusammen,
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was er gesagt hat. Er hat gesagt, zum Spass an einer Party nimmst du dein Handy,
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machst du ein Foto von jemandem und zeigst dem Grog, also seiner eigenen Kai,
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er soll einen Roast machen.
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Also einen Roast, er soll einfach zusammenscheissen.
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Du kennst das sicher, Digi Christus, das US-amerikanische Phänomen,
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dass man Leute, es gibt auch Fernsehsendungen, wo man dann Leute einfach durch
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Bloss stellen oder ganz schlimme Sachen über sie erzählen. und er braucht keine Koi dazu.
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Es gibt einen Unhinged Mode in diesem Grog und dann wird er wirklich obszön
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und man kann ihn immer noch weiter trainieren steigern.
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In diesem Vorgang, ja. Cool. Das ist das, was Elon Musk unter Spass versteht.
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Finde ich ein bisschen schräg. Das ist das, was man mit der KI macht, vor allem.
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Das machen wir mit der KI. Das machen wir als Spass. Und irgendwie,
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vielleicht hat das als Gag gemeint, aber ein bisschen soziopathisch kommt es schon über.
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Findest du nicht auch? Elon ist eine total normale Person.
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Und auch die Leute, die einen Cybertruck kaufen, die sind total normal in der
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Birne. Da könnte man jetzt nichts sagen, dass die ein bisschen speziell sind.
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Ich weiss jetzt nicht, ob ich das ausprobieren soll.
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Grog, ein vulgar Roast. Nein, ich mache es jetzt nicht.
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Vielleicht, wenn die Sendung nachher langweilig wird, probiere ich es mal.
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Aber nein. Sonst, Digi Chris, Duna-Geschichte? Irgendein Ereignis aus der digitalen
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Welt oder aus der analogen natürlich auch?
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Nein, eigentlich nicht. Also es ist sicher ziemlich viel kühler geworden.
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Und dann eben neue Brüllen, wenn du dann nach Hause kommst, wie wenn du vom
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Bus runterläufst und dann, ja eben Kevin als Nicht-Brillenträger,
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dann hast du einfach eine beschlagene Brülle, musst du zuerst Tische holen und deine Brüllen putzen.
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Ist das immer noch so? Das ist immer noch so, ja. Wieso ist das immer noch so?
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Keine Ahnung, die Technik kennt
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einfach zu wenig. Kann man das nicht mit Nanobeschichtung oder so haben?
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Oder Heizkörper aufbrüllen oder so?
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Das frage ich mich. Ich habe so Eintageslinsen, die man zum Joggen nehmen kann.
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Weil beim Sport finde ich es extrem mühsam, wenn man mit der Brülle nichts mehr
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sieht. Dann gehst du über Wurzeln oder rängst in Bäume und so.
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Oder siehst Döse nicht rechtzeitig. Das ist alles blöd, oder?
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Aber ich habe dann doch meistens keine Lust, diese Linsen nie zu klütteln.
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Oder vor allem sie nachher wieder rauszunehmen, finde ich immer ein bisschen mühsam.
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Also gehst du ohne Linsen und ohne Brille? Nein, dann gehe ich mit Brille,
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aber sie beschlägt dann halt mit allen Auswirkungen.
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Aber ich bin dieses Jahr nie durch die Öse gehaht, kann man sagen.
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Ich glaube, es gibt Brillen, die nicht beschlagen. Das muss es doch geben. 2025.
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Ja, müsste man meinen. Ja, das gibt es. Du brauchst wahrscheinlich einfach das Vermögen.
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Gibt es? Ja, gibt es. Also, ob man das in der Praxis verhält, ist die andere Frage.
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Aber das Internet sagt, es gibt es. Ja, vielleicht ein... Antifog heisst das.
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Hilft aber nicht gegen den Nebel im Kopf, sondern nur vor den Augen.
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Das sind nur für wir draussen. Für deine Nebel muss es um einen anderen Menschen.
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Also gut, das... Es kommen wir uns als Vorsatz für das neue Jahr in Christus
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auszuprobieren und dann zu rapportieren, ob es etwas taugt oder nicht.
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Aber jetzt haben wir dann gerade etwas anderes.
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Wir haben den zweiten Teil einer Sendung vor zwei oder drei Wochen und wir erzählen
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jetzt endlich, wie man das Web retten kann.
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Vor zwei Wochen haben wir darüber geredet, wie das Web der Bach abgeht.
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Der Medienwissenschaftler Martin André, der haltet diese Tech-Konzern für eine
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Gefahr und nicht nur für eine Gefahr für das freie Web,
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sondern auch für Demokratie und für unser Wohlbefinden generell als Internetnutzer.
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Und wir haben darüber geredet im ersten Teil dieser Sendung,
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die wir gemacht haben, vor zwei Wochen. Und jetzt wollen wir über die Lösungen
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reden und herausfinden, was eigentlich der Mann vorschlägt.
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Und ich sage noch schnell, auf welche Bücher sich das bezieht.
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Er hat zwei Bücher geschrieben.
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Das erste heisst «Big Tech muss weg», vor zwei Jahren ist das rausgekommen.
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Und jetzt brandneu, 2025, «Krieg der Medien», wo er das Thema verschärft.
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Und ich habe mal wieder gebeten, die KI ein bisschen auseinanderzutröseln.
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Wie diese Lösungen aussehen könnten. Sie hat mir das brav gemacht.
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Jetzt kommt der erste Teil dieser Lösungsvorschläge, wo man ergreifen könnte,
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dass die Tech-Konzernen nicht mehr so böse sind.
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Der erste und vielleicht wichtigste Hebel ist das Ende des Haftungsprivilegs.
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Seine Forderung ist, radikal einfach, Plattformen sollen für die Inhalte,
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die sie verbreiten und mit denen sie ja Geld verdienen, genauso haften wie jedes
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klassische Medienhaus auch. Ganz genau, Schluss mit der Sonderbehandlung?
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Puh, das würde die Spielregeln ja von Grund auf ändern. Man muss sich das mal vorstellen.
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Geschäftsmodelle, die auf massenhafter, ungefilterter Verbreitung basieren,
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wären von heute auf morgen unrentabel.
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Kevin, leuchtet dir das ein? Mhm. Aber das ist… Also dann müsste man ja sagen, das gilt für alle.
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Also, können wir das gleich im Fussball nehmen, weil dort haben wir das gleiche
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Problem mit den Ultras. Okay.
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Also, es kommt mir jetzt noch ein bisschen bekannt vor.
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Ja, aber ich finde es noch schwierig zu kontrollieren.
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Ich glaube, man würde die Firmen relativ schnell kaputt machen.
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Also nein, es gäbe dann wahrscheinlich so einen Raum, wo eigentlich die Firmen unangreifbar werden.
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Was ist die Konsequenz? Jetzt postet jemand etwas, jetzt geht es durch den Filter, jetzt ist es online.
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Und jetzt klage ich das ein.
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Genau, du könntest dann Facebook verklagen, so wie du heute jemanden verklagen
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kannst, der das postet. Aber du musst immer direkt auf diese Person losgehen
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und jetzt wäre Facebook geschuld. Genau.
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Und jetzt habe ich so ein Konzern mit etwa 94 Millionen Mitarbeitern.
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Das dauert einfach 27 Jahre und es passiert nachher eh nichts.
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Und ich glaube, dort wird es eine Problematik sein.
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Wie löse ich das rechtlich? Also was ist die Konsequenz daraus? Wer überwacht? Ja. Ja.
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Und du hast wahrscheinlich auch die Frage, wo sitzt der? Wir haben jetzt auf
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Twitter das neue Feature About this Account und eben dann teilweise die SVP
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sitzt, glaube ich, in Irland und andere AFTler sind in der Türkei,
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also ob denn das stimmt und so.
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Und wenn ich jetzt halt in Mallorca lebe und jemand sage, Kevin mit seinen Hühnern ist ein Vollidiot.
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Okay, dann klagst du ja. Wer bringt mir jetzt den Strafbefehl?
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Muss man zuerst wissen, dass ich in Mallorca bin? Aber die Idee wäre ja dann,
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dass man eben nicht mehr auf dich losgehen müsste, sondern auf Facebook.
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Und Facebook könnte sich dann allenfalls überlegen, wie sie dann wieder Regresse nehmen würden.
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Aber es ist ja tatsächlich so. Aber dann gibt es wahrscheinlich Facebook Afghanistan,
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wo ein rechtsfreier Raum ist.
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Und dann verlegen die einfach ihren Sitz dort hin. Dass sie sagen,
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okay, da gilt einfach kein Gesetz, das in jedem anderen Land gilt.
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Facebook Uganda. Das ist jetzt ein bisschen gemein. Aber es funktioniert ja eigentlich so.
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Also ich weiss es einfach von den Filmen, es gibt gewisse Länder.
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Dort ist das Ganze mit den Kopierschutzen einfach raus, weil sie sind einfach
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nicht in dem System hinein.
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Du siehst ja zum Beispiel auch bei Russland, die unterstützen auch vom Staat
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aus Hacker-Unterstützer.
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Da sieht man Cyberkriminelle, die werden irgendwann mal vom Geheimdienst engagiert,
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weil die halt können diese Fähigkeiten gut brauchen.
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Und es war kein Problem, wenn sie vorher Millionen von westlichen Firmen und
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Privatpersonen abgezogen haben.
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Ich glaube, du hast wirklich genau die Schwachstelle gefunden.
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Ich habe mir dann überlegt, bräuchte es eine Weltregierung?
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Müssten wir eine Weltregierung haben, um diesen Konzernen entgegenzuwirken? Chris, Weltregierung?
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Ja, nein. Schön wäre es. Und eben, was der Krivingseller wegen Copyright sagt.
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All die bösen Seiten, teilweise Kino-TO, sind ja teilweise in Russland gestanden.
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Und da hat man einfach gesagt, solange ihr keinen russischen Film drauf habt,
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also wo jetzt ein russischer Ressort ist, dann ist uns das sowas von egal.
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Aber wehe, du hast nur mal irgendetwas, wo vielleicht sogar ein russischer Schauspiel drauf ist.
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Dann aber, aber eben ja, die Weltregierung, dann wird wahrscheinlich der Herr Trump der Erste sein.
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Man kann die UNO jetzt nicht als Weltregierung bezeichnen, aber vielleicht kommt
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das Bier ein bisschen daran.
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Und da werden wahrscheinlich Herr Trump und Herr Putin die Ersten sein.
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Nein, nein, die tun wir nicht anerkennen. Und da kommt vielleicht der Herr Netanyahu
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auch noch und sagt, nein, nein, nein, da machen wir auch nicht.
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Ja, das wäre das Problem.
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Das gesehen, nein, ich meine, das ist völlig illusorisch.
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Allerdings sehe ich wirklich ein Problem, dass die Konzerne quasi global agieren
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und sich dann hinverschieben können, wo es ihnen gerade entgegenkommt und die
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Rechtsprechung aber immer noch in diesen Territorien statt.
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Aber könnte man zum Beispiel sagen, hey, Facebook, wenn du halt da Geschäft
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machst in der Schweiz, dann musst du auch in der Schweiz ansprechbar sein und
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sonst... Eine Telefonnummer haben, um anrufen.
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Genau. Und jeder kann anrufen, dann kann das Problem mit Login abnehmen.
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Genau. Und sonst nehmen wir euch einfach eure Werbeeinnahmen weg.
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Die werden eingesackt, würde ich vorschlagen. Ich glaube, die Systeme sind zu komplex.
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Wir haben ja nur einen Bruchteil einer Anordnung, die die Leute haben,
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die das Geld irgendwo am Staat vorbeischaufeln müssen.
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Und die sind ja richtig intelligent, wie sie das machen müssen.
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Und darum glaube ich... Ja, die haben Erfahrung drin.
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Wenn man so etwas angeht, muss es nicht etwas sein im Sinne von man kann jetzt
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bei euch klagen, sondern es muss eigentlich wirklich, man versenkt die Schiffe.
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Es geht wahrscheinlich gar nicht anders. Und ich bin ja gegen das,
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aber wahrscheinlich so... Man muss sie klein kriegen. Ja, man muss es wirklich kaputt machen.
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Weil sie finden sonst eine Lücke. Sie haben mit allem eine Lücke gefunden.
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Und ich meine, was ist das gewesen mit der ganzen man darf keine Daten sammeln
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und man muss einwilligen. Ja, genau.
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Das hat jetzt genau gar nichts gebracht.
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Also es ist genau gleich weitergegangen. Das, was du angedünnt hast,
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ist auch der zweite Vorschlag. Das Monopolprivileg aufheben?
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Wird er seine Plattform für Drittanbieter öffnen und quasi zur neutralen Infrastruktur werden?
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Das klingt für manche Ohren sicher nach staatlicher Planwirtschaft fürs Internet.
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Führt er denn aus, wie das gehen soll, ohne Innovationen abzuwürgen?
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Er argumentiert, dass genau das Gegenteil der Fall wäre.
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Dass es Innovation erst wieder ermöglichen würde, weil kleinere Anbieter eine reelle Chance bekämen.
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Klingt super, aber wird niemals passieren, behaupte ich.
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Nein, wird es nicht, weil, wie gesagt, die Konzerne haben so eine Lobby,
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speziell in Amerika und vermutlich auch in der Schweiz wird es geben.
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Und ja, dass du teilweise kannst sagen, dass jetzt irgendeinen kleinen Fotodienst
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aus der Schweiz irgendeiner direkt in Facebook einbündelst. Du willst jetzt
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deine Partybilder oder deine Schiffsbilder auf Infomaniak oder was auch immer teilen.
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Ja, ich glaube auch in der Schweiz würdest du das politisch kaum durchbringen.
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Gut, es gibt jetzt irgendwie gerade, da kann man dann einem Realitätsabgleich
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darüber, teilweise so in Sachen Datenschutz, in einer ganz lustigen Allianzen
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von ganz links und von ganz rechts, aber,
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ja, es ist illusorisch, aber eben nochmal was der Kevin gesagt hat,
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dass du einfach eine Kontaktperson musst haben. Ja.
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Weil ich sage jetzt auch, wenn jetzt irgendjemand, weiss ich was,
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auch wenn es ein Fake ist, mich in den, wie sagen wir jetzt,
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im Bikini gepostet, bis du das halt vielleicht mal weg hast,
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gebe ich es relativ lange.
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Und wenn es halt vielleicht irgendein Schweizer Provider wäre,
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Und wahrscheinlich mal würdest du anrufen oder ein Mail schreiben und sagst,
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hey, das ist mein Bild, da werde ich jetzt irgendwie verletzt,
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dann gehst du wahrscheinlich drei Sekunden oder drei Minuten und dann ist es weg.
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Und ja, es ist ja das Gegenteil, wo ich mal meine lustige Spirien kassiert habe.
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Ja, wenn Niki sagt, die Pandemie ist vorbei, dann stimmt das auch.
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Ja, genau.
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Die Idee finde ich super, ich habe keine Ahnung, wie man das machen sollte.
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Das ist natürlich genau der Punkt.
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Das ist das Kerngeschäft von diesen Plattformen und das geben sie nicht auf,
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ohne dass man sie wahrscheinlich zerstückeln würde.
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Muss man vielleicht noch sagen, er beurteilt selber in diesen Büchern,
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dass die Chancen von seinen Vorschlägen minim sind.
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Er setzt so bei 10% oder so an.
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Ich komme dann am Schluss noch dazu, was vielleicht der vielversprechendste
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Weg wäre, aber es ist wahrscheinlich der Zug abgefahren, das muss man schon sehen.
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Aber wir kommen trotzdem zum dritten Punkt und das ist das sogenannte Einsperrprivileg.
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Das Einsperrprivileg beseitigen.
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Plattformen dürfen Nutzer nicht länger in ihren goldenen Käfigen ihren Silos halten.
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Was heisst das konkret? Das heisst konkret die Befreiung der Links,
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die von einer Plattform wie YouTube oder Facebook wegführen,
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dürfen vom Algorithmus nicht länger bestraft oder versteckt werden.
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Es ist im Grunde das Hotel-California-Prinzip des Internets.
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You can check out anytime you like, but you can never leave.
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André will einfach die Notausgänge wieder hell beleuchten.
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Das stimmt, das ist etwas, was mich nervt. Wenn du einen Link postest auf Facebook
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oder LinkedIn oder wo auch immer, der zu deinem eigenen Blog führt,
0:17:33–0:17:35
dann kannst du sicher sein, Kevin kennst du vielleicht auch,
0:17:35–0:17:39
dass er etwa drei Leute sieht, weil er einfach vom Algorithmus abgestraft wird.
0:17:41–0:17:45
Aber es ist mir egal geworden. Du hast kapituliert.
0:17:45–0:17:48
Ich habe aufgelassen. Ich meine, das wäre etwas, was man wahrscheinlich relativ
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einfach könnte lösen. Das könnte man einfach verbieten und dann...
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Das könnte man auch technisch verbieten. Ja.
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Und dann müsste man entschädigt werden. Und für wir alle Digi-Chris müssten,
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die Links gepostet haben, jeder einzelne müsste entschädigt werden,
0:18:05–0:18:10
finanziell von diesen Plattformen, für die Reichweite, die uns vorenthalten worden ist.
0:18:12–0:18:15
Wobei ja auch das mit der Reichweite ist halt immer so eine Sache,
0:18:15–0:18:18
dass teilweise, was mich jetzt tun hat, früher ist das noch nicht so schlimm gewesen.
0:18:19–0:18:21
Ich habe eben früher auch, wo ich halt noch geblokt habe, gut,
0:18:21–0:18:24
das ist dann vielleicht zehn Jahre her auf Facebook, das postet,
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das ist relativ schnell kommentiert worden und so.
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Heute ist es fast nicht mehr so. Das ist meine Erfahrung.
0:18:32–0:18:35
Also ich habe es jetzt zu wenig gemacht, dass ich das beurteilen kann,
0:18:35–0:18:39
aber es kann schon sein, dass wenn du jetzt halt irgendwie auf eine Facebook-Page
0:18:39–0:18:42
verlinkst, dass das wahrscheinlich ein Partner hat,
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Facebook einen Blogger, die entstehen nicht wirklich, wo du jetzt tatsächlich
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einen Blogpost mein letztes Weihnachtsessen oder so machen.
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Es war ja wirklich so, dass Facebook, man hat es ja gesehen, sie haben es versucht,
0:18:58–0:19:03
immer die Inhalte mehr auf die eigene Seite zu bringen, indem sie dann auch
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mal das mit diesen Seiten gemacht haben,
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dass dann Inhalte direkt eingezogen worden sind und man dann auch Zeitungsartikel
0:19:12–0:19:16
und so online Beiträge direkt konnte im Facebook lesen und sie dann behaupten,
0:19:16–0:19:22
zumindest sie geben die Werbeeinnahmen, die da entstehen, weiter.
0:19:22–0:19:25
Aber man hat gesehen, dass das nicht funktioniert hat.
0:19:25–0:19:28
Und darum glaube ich schon, das ist wahrscheinlich ein Riesending,
0:19:28–0:19:35
wo alle anderen benachteiligen und wo man nichts dagegen macht.
0:19:35–0:19:37
Und das finde ich störend.
0:19:38–0:19:41
Aber es ist auch erst der dritte Vorschlag gewesen.
0:19:42–0:19:44
Und da ist der vierte von Herrn Andrej. Was könnte man sonst noch machen?
0:19:44–0:19:48
Sein zentraler Baustein dafür ist die erzwungene Interoperabilität.
0:19:48–0:19:52
Das bricht die stärkste Waffe der Plattform. Den Netzwerkeffekt.
0:19:53–0:19:58
Wenn sie ihre Kontakte, ihre Daten einfach von Facebook zu einer Alternative
0:19:58–0:20:02
mitnehmen könnten, wäre der Wechsel so einfach wie von GMX zu Gmail.
0:20:02–0:20:05
Der soziale Druck, bei der größten Plattform bleiben zu müssen,
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würde einfach verschwinden.
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Die Mauern zwischen den digitalen Gärten einreißen, damit jeder frei umziehen kann.
0:20:13–0:20:17
Ein starkes Bild. Und was noch? Wäre es dann wirklich so einfach,
0:20:17–0:20:18
Digi Chris, wenn du deine...
0:20:19–0:20:22
Du kannst natürlich deine Daten mitnehmen, aber deine Follower nimmst du ja
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dann trotzdem nicht mit.
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Genau, du kannst im Facebook eben den Takeout machen. Und ich sage jetzt,
0:20:29–0:20:33
ja, Facebook, LinkedIn ist vielleicht ein nicht so gutes Beispiel,
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aber klar, ich kann dann sagen, ja, ich lade das Zeug runter,
0:20:36–0:20:39
dann schmeisse ich vielleicht das ins Chat-Chip, das ist, glaube ich,
0:20:39–0:20:45
ein Jason-Fight, ich nehme mal eine E-Mail-Adresse raus, ich jagse auf LinkedIn,
0:20:45–0:20:48
aber dann müsste ich jetzt vielleicht dich und ich weiss nicht was,
0:20:48–0:20:49
Kevin zuerst auf LinkedIn-Adder.
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Und dass die mich dann dort überhaupt sehen.
0:20:54–0:21:00
Das ist ja nichts gesagt. Genau, also Daten mitnehmen, Datenportabilität, das gibt es.
0:21:00–0:21:03
Man kann diese Sachen rausholen, es nützt einem einfach nichts.
0:21:04–0:21:10
Das ist ja genau auch, glaube ich, darum, warum noch so viele Leute immer bei
0:21:10–0:21:14
Twitter geblieben sind und nicht zu Blue Sky oder Mastodon oder so gewechselt
0:21:14–0:21:19
sind, weil sie halt dort ihren Freundeskreis neu aufbauen müssten.
0:21:19–0:21:22
Und ehrlich gesagt, da hat man einfach keine Lust. Wenn du sagst,
0:21:23–0:21:25
ich habe das jetzt schon zweimal gemacht, ich habe es bei Facebook gemacht,
0:21:25–0:21:28
ich habe es bei Twitter gemacht, jetzt mache ich es nicht nochmal,
0:21:28–0:21:30
jetzt bleibe ich halt einfach dort.
0:21:30–0:21:33
Ja und die Plattformen entstehen ja eigentlich durch die Wellenbewegungen.
0:21:33–0:21:37
Also es ist immer, es dümpelt, dümpelt, dümpelt und nachher,
0:21:37–0:21:41
irgendwann kommt der Sprung, aber bis dorthin ist es einfach ein Durchheben.
0:21:41–0:21:48
Und ich glaube, das rein nur Datenmigrieren wünsche ich mir für ganz viele andere
0:21:48–0:21:50
Dienste im Internet, wo das mega wäre.
0:21:50–0:21:56
Aber ich glaube jetzt bei so Social Media Plattformen hilft das wie nicht weil es ist ja gleich,
0:21:57–0:22:04
eigentlich möchte man ja gleich die Reichweite haben Ja, ich finde die Interoperabilität
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besser, das ist ja das was auch mit dem.
0:22:09–0:22:14
Fediversum angedenkt ist und dort hat ja Facebook so ein bisschen pro forma
0:22:14–0:22:19
mal gesagt, sie machen auch mit mit Threads und in den USA funktioniert das anscheinend schon.
0:22:20–0:22:22
Ich habe es noch nie ausprobieren können, da bei uns.
0:22:23–0:22:29
Aber man hat das Gefühl, das wird dann auch häufig Digi-Chris dann eher gebraucht,
0:22:29–0:22:33
weil es am stärkeren hilft und nicht unbedingt, weil es am kleineren hilft.
0:22:34–0:22:37
Und manchmal will der Kleider gar nicht mitmachen. Also angenommen,
0:22:37–0:22:40
ich glaube, es hat sie auch schon gegeben, WhatsApp-Club bei Frema,
0:22:40–0:22:43
hey, wir bieten da jetzt eine Schnittstelle an.
0:22:43–0:22:47
Er sagt Frema, der kann das auch schaden? Ja, genau. Er hat den Stickfinger zu sein.
0:22:47–0:22:53
Also, Also wir wollen eure unsichere Plattform, wenn wir gar nicht,
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wir wollen nicht, dass WhatsApp-Leute mit uns redet. Also sowas noch...
0:22:59–0:23:02
Wüsste ich jetzt nicht, also vielleicht, gut, ich habe wirklich wahrscheinlich
0:23:02–0:23:06
95% von meinen Kontakten sind tatsächlich halt auf WhatsApp,
0:23:06–0:23:08
eben also Familie und alles,
0:23:08–0:23:11
vielleicht eben ein paar Nerds, die halt ihr WhatsApp gelöscht haben,
0:23:12–0:23:15
aber 95% sind halt in Gott's Namen auf WhatsApp und solange,
0:23:15–0:23:19
ich gehe jetzt nicht zu meinen Eltern, hey,
0:23:19–0:23:23
jetzt musst du WhatsApp lösen, jetzt musst du Signal installieren,
0:23:23–0:23:24
das kannst du vielleicht noch, aber ja,
0:23:25–0:23:29
aber ich bin Tante Trudi, die bleibt aber bei WhatsApp und am Tante Trudi kann
0:23:29–0:23:30
ich jetzt nicht zumuten, also,
0:23:31–0:23:35
das ist wahrscheinlich unlösbar, das WhatsApp ist jetzt halt so stark geworden
0:23:35–0:23:39
und das wir jetzt nicht wegbringen, ausser, wir können jetzt so sagen,
0:23:39–0:23:44
bis nächstes Jahr geht, jeder fünf Leute dazu bringen, Signals oder Framer oder
0:23:44–0:23:46
welche Messenger wir zu installieren.
0:23:46–0:23:50
Und dann hast du vielleicht 90% und ja, dann vielleicht, wenn wir dann mal in
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Rente gehen, ja, ich weiss, ob es sind geredet.
0:23:54–0:23:59
Jetzt haben es doch letztlich alle User von dem WhatsApp abgesogen.
0:24:00–0:24:06
Das war ein riesiger Datenklau. Aber es haben alle schon so kapituliert und
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gefunden, auch das wird dem WhatsApp wieder nicht schaden.
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Wie ich verstanden habe, das ist die Nummer und da kann schon bei 079 100 000
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bis 999 gibt es auch ein schönes Lied.
0:24:20–0:24:23
Und du hast das Profilbild Und ich glaube noch deinen Namen.
0:24:23–0:24:26
Ja. Für Scams trotzdem schon nützlich.
0:24:27–0:24:32
Also du wirst noch mehr so Mails bekommen von irgendjemandem, der dich kennt.
0:24:32–0:24:34
Ich glaube, das haben wir auch mal mit jemandem noch getestet.
0:24:34–0:24:38
Eben, du kannst ja deinen Online-Status verstecken. Also zuletzt online an.
0:24:38–0:24:41
Aber ich glaube, wenn du online bist, weil ich das mit jemandem getestet habe,
0:24:43–0:24:46
Also haben wir sein Telefon gezeigt, ich sehe nichts, dann ist er online gekommen
0:24:46–0:24:47
und dann siehst du es online.
0:24:48–0:24:50
Und da wirst du sicher irgendwie ein Skript schreiben können,
0:24:50–0:24:55
welches innerhalb von Millisekunden irgendwie durchdringt.
0:24:55–0:24:59
Du merkst schon, dass eben 1, 2, 3, 4, 5 gültig ist, aber 6, 7 nicht.
0:25:00–0:25:02
Und so, dass du gerade merkst, aha, der Matthias ist online.
0:25:03–0:25:06
Ich glaube, meine Telefonnummer erfinde ich jetzt, ist wahrscheinlich bei allen
0:25:06–0:25:09
von uns da in diesem Raum, ist es nicht so schwierig. Nein, ich glaube auch,
0:25:10–0:25:12
wahrscheinlich ist das Kind einfach schon in den Brunnen gehalten.
0:25:12–0:25:16
Mich hat einfach erstaunt, ich fand, wie wenig das die Leute am Schluss noch gekratzt haben.
0:25:18–0:25:23
Es ist mir auch egal, weil ich bin schon den Schritt wieder voraus.
0:25:23–0:25:29
Ich habe eine komplett separate Nummer, die niemand kennt, wo alle zwei Faktor-Geschichten
0:25:29–0:25:31
auf diese Nummer läuft. Das ist eine sehr gute Idee.
0:25:31–0:25:34
Ja, das war ein Stundenfriedhof, es hat viel Zeit gebraucht.
0:25:34–0:25:41
Aber weil meine Nummer im Internet ist und wahrscheinlich immer wird sein.
0:25:42–0:25:45
Möchte ich die Sicherheit haben, dass alles, was zwei Faktoren noch SMS ist,
0:25:46–0:25:47
einfach auf eine andere Nummer kommt.
0:25:48–0:25:52
Also, wir haben noch zwei Vorschläge vor uns, da ist der zweitletzte.
0:25:53–0:25:57
Zweitens, eine strikte Trennung von Kanal und Inhalt.
0:25:58–0:26:03
Der Betreiber einer Plattform, also Alphabet, bei YouTube, darf nicht gleichzeitig
0:26:03–0:26:06
die Inhalte kontrollieren und die eigenen Produktionen bevorzugen.
0:26:07–0:26:10
Der Schiedsrichter darf nicht gleichzeitig Spieler sein. Genau.
0:26:10–0:26:17
Finde ich super, aber auch das ist natürlich, sieht man ja, wie gut das funktioniert bei Google,
0:26:17–0:26:27
wenn die auf ihrer eigenen Suchmaschine ihre eigenen Vorschläge für Flüge und Hotels bevorzugen.
0:26:27–0:26:32
Aber auch das könnte man doch wirklich in ein Gesetz hinschreiben,
0:26:32–0:26:34
dass das nicht erlaubt ist und dann ist es immer noch das Problem,
0:26:34–0:26:36
wenn du es kontrollierst und was machst.
0:26:36–0:26:40
Ich glaube, es ist wieder das. Es kommt ja wieder die Kontrolle und da glaube
0:26:40–0:26:44
ich sogar, die wissen gar nicht, was ihr Algorithmus genau macht.
0:26:44–0:26:47
Also da sind wir wieder bei der KI geschickt, wo ich schon das Gefühl habe.
0:26:48–0:26:51
Und das wird dann relativ schwierig für die zu kontrollieren.
0:26:52–0:26:57
Also das ist auch wieder Idee gut, aber Umsetzung mega schwierig.
0:26:58–0:27:01
Das Dilemma ist halt tatsächlich, dass die Algorithmen als Geschäftsgeheimnis
0:27:01–0:27:05
gelten und man kann darum nicht reinschauen und wie würde man das machen,
0:27:05–0:27:08
und wahrscheinlich sogar,
0:27:08–0:27:12
wenn du irgendeinen staatlich beauftragten Algorithmusinspektor hast,
0:27:12–0:27:14
bis der das beurteilt kann,
0:27:15–0:27:19
wie das in diesem hochkomplexen System, was das für Auswirkungen hat,
0:27:19–0:27:22
ich glaube, das ist wahrscheinlich fast aussichtslos.
0:27:22–0:27:28
Und selbst eben, schau mal in den USA, wenn du jetzt halt irgendwie ein Facebook-Content-Holding
0:27:28–0:27:33
hast und ein Facebook-Hosting-Holding, und die sind unabhängig, wer kontrolliert das?
0:27:33–0:27:36
Und wenn es mal jemand kontrolliert, dann bringst du halt am Chef der FCC,
0:27:37–0:27:40
der zuständig ist, bringst du ihm halt den Rolex oder halt den goldenen Apple
0:27:40–0:27:46
Watch, nachdem, was er hat, und dann, oh, da ist der Verwaltungsratspräsident «Ja,
0:27:47–0:27:51
das kann ich jetzt übersehen, aber nein, danke, bling, bling.» Also ich glaube,
0:27:51–0:27:54
gerade Amerika, unser Trump ist da.
0:27:54–0:27:58
Inzwischen für Korruption, ja, genau, das haben wir mitbekommen.
0:27:59–0:28:04
Und der letzte Vorschlag. Und drittens will er die Macht direkt an die Nutzer zurückgeben.
0:28:04–0:28:08
Ah, die Oversight Boards, die sie in den Quellen auch markiert hatten.
0:28:08–0:28:12
Die Idee ist ja, dass Nutzer und Creator die Regeln mitbestimmen.
0:28:12–0:28:13
Klingt auf dem Papier gut.
0:28:14–0:28:18
Aber wie realistisch ist das, dass solche Gremien nicht von Lobbys gekapert werden?
0:28:19–0:28:22
Spricht der Autor diese Gefahr an? Er deutet die Schwierigkeiten an,
0:28:22–0:28:26
sieht es aber als notwendiges demokratisches Experiment.
0:28:26–0:28:29
Aber für ihn ist das alles nur die technische Ebene.
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Die entscheidende Voraussetzung für all das liegt woanders.
0:28:34–0:28:40
Nämlich? Er fordert eine echte digitale und militärische Souveränität Europas.
0:28:41–0:28:44
Ohne die Fähigkeit, sich dem Druck der US-Regierung zu widersetzen,
0:28:45–0:28:48
die er als eng mit den Interessen von Dark Tech verflochten sieht,
0:28:49–0:28:52
sei jeder Regulierungsversuch am Ende nur ein frommer Wunsch.
0:28:52–0:28:56
Und damit sind wir eigentlich bei der Quintessenz dieser Bücher.
0:28:56–0:29:02
Er sieht eine Art Aufstand von Europa gegen USA. Wir brauchen Atombomben.
0:29:05–0:29:10
Gehört vielleicht tatsächlich auch in die Diskussion. Jagen wir US-Ist-One endgültig in die Luft.
0:29:12–0:29:16
Jetzt unter dem Strich, was haltet ihr von diesen Vorschlägen?
0:29:17–0:29:21
Gut gemeint. Gut gemeint, aber völlig illusorisch.
0:29:21–0:29:26
Das heisst, wir Wir haben eigentlich kapituliert und sagten,
0:29:27–0:29:30
es ist wie es ist und es bleibt so wie es ist. Oder es wird vielleicht schlimmer?
0:29:30–0:29:39
Nein, also ich hoffe auf den Mensch und ich hoffe, dass der Mensch irgendwann merkt,
0:29:39–0:29:43
das ganze Internet, so schmied, ist vielleicht nicht so cool,
0:29:43–0:29:46
ich möchte wieder menschliche Interaktionen, ich möchte wieder etwas spüren
0:29:46–0:29:50
und dass dann eigentlich das Ganze in sich zusammenbricht, weil ich glaube.
0:29:53–0:29:58
Es hat noch keine Plattform über längere Zeit überlebt.
0:29:58–0:30:02
Es ist eigentlich alles in irgendeiner Form verschwunden, gewandelt worden, was immer.
0:30:03–0:30:08
Und was ich schon merke, ist, dass die Leute immer mehr das Bedürfnis haben,
0:30:08–0:30:11
eben wirklich mit anderen Menschen zu sprechen.
0:30:12–0:30:16
Und ich glaube, das Vertrauen in die ganzen Computer geht immer mehr weg.
0:30:16–0:30:21
Also, dass ich nicht mehr weiss, also wer die Person, die wir anrufen,
0:30:21–0:30:23
Ist das wirklich die Person? Es geht ja schon so weit.
0:30:24–0:30:30
Und ich glaube, dort kommt vielleicht irgendwann eine Gegenbewegung in einer
0:30:30–0:30:34
nächsten Generation, die einfach sagt, hey, wir haben gar keine Lust mehr auf Social Media,
0:30:34–0:30:41
und wir gehen lieber wieder mit Menschen reden oder finden andere Wege, um zu kommunizieren.
0:30:42–0:30:46
Finde ich eine sehr einleuchtende Überlegung.
0:30:46–0:30:49
Mir geht es eigentlich, glaube ich, auch ähnlich. Ich glaube nicht,
0:30:49–0:30:58
dass Europa jetzt da auf die Hinterbeine steht und die USA Parole bietet und
0:30:58–0:31:01
auch Trump entgegenhält.
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Das sehe ich nicht so. Aber dass es sich irgendwann einmal tot läuft und dass
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die Leute einfach die Schnauze voll haben, das könnte ich mir schon vorstellen.
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Auch wenn ich null Anzeichen sehe im Moment.
0:31:13–0:31:17
Ja, kann so sein. Ich kenne mir jetzt auch einen Zusweis, wie es in Asien ist,
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wo es ja auch ein grosser Markt ist.
0:31:20–0:31:25
Momentan sieht man es ja auch in Sachen Ukraine, so ein wenig USA vs. Europe.
0:31:26–0:31:29
Ich kann schon sagen, hast du mir jetzt etwas vorweggenommen?
0:31:30–0:31:36
Für die nächsten Folgen, das kann man ja schon mal spoilern, dass man da dranbleibt.
0:31:36–0:31:43
Du teutest unseren digitalen Realitätsabgleich, den Jahresrückblick, der dann ansteht.
0:31:43–0:31:45
Ich glaube, wir haben noch zwei Sendungen zwischen.
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Aber ja, ich glaube, das wird spannend werden. Das hat natürlich sicher damit
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zu tun, vieles von dem, was wir dann dort besprechen werden.
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Ich bin, ehrlich gesagt, auch nicht optimistisch, dass wir das Problem so schnell lösen können.
0:32:03–0:32:07
Vielleicht ist dann das Gegenteil der Fall. Vielleicht finden sich einfach alle
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damit ab und machen es sich wohl damit.
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Der Mensch ist irgendwie gut damit, sich zu arrangieren.
0:32:13–0:32:17
Es gibt noch ein paar Blogger, wie einige da in diesem Raum,
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die das vielleicht noch aus reinem Hobby machen, aber ohne eine Chance, Geld zu verdienen.
0:32:25–0:32:30
Wie es mit den Medien aussieht, die auf ein Publikum angewiesen wären,
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das wäre vielleicht noch mal eine eigene Frage, aber man müsste separat behandeln.
0:32:36–0:32:41
Ich meine, diese Woche war auch noch die riesen Sparrrunde. Wie viele Leute rühren es raus?
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900 Leute rühren es raus beim SRF oder bei SRG.
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Ich meine, das ist krass, wenn man das als Gegengewicht sieht,
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die Tech-Konzernen, die einfach unangreifbar scheinen und dann so die klassischen
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Medien, die aber erodieren, dann
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ist das schon auch eine recht düstere Aussicht da am Ende von dem 2025.
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Aber eben, hast du auch Facebook oder gerade ein bisschen blicken,
0:33:06–0:33:10
so ja, ist viel zu wenig, alles abschaffen, schauen eh nie Fernsehen,
0:33:10–0:33:12
ja, ja, aber das ist halt auch so, eben in Sachen Demokratie,
0:33:13–0:33:13
das finde ich auch die Leute,
0:33:14–0:33:18
die dann abstimmen über einen Post, halt sicher repräsentativ sind,
0:33:19–0:33:23
weil, ja, ich kann sagen, wegen Bargeld, also würde man so auf den Blick.
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Posten an 20 Minuten, wegen dem Weihnachtsmarkt, dass er kein Bargeld nimmt,
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scheint es 99% zahlen mit Bargeld.
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Also wenn ich in den Coop gehe, würde ich sagen, 90% zahlen mit Karten.
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Ich habe heute sogar den Filialanleiter gefragt, aber darf ich dir leider nichts
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sagen? Schon gar nicht, dass du mich zitierst, du mir leid.
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Nicht einmal da im Radio, obwohl wir doch so ein verschwingendes Publikum haben.
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Also ich würde sagen, ein bisschen deprimierende Aussicht, aber ja,
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ich glaube, Aber wir werden dem Thema im Jahr 2026 dann treu bleiben.
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Und vielleicht kümmern sich dann doch die einen oder andere Hoffnungsschimmer auf.
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Was du gesagt hast, ich verstehe schon nicht ganz, warum die Leute dann so,
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auch wenn sie sich über das SRF aufregen, dass sie dann nicht überlegen,
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ob dann eigentlich die Alternative, wenn es ganz weg wäre, nicht schlechter wäre.
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Also das finde ich... Ich glaube, aber das ist menschlich.
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Also die Leute denken nicht fertig. Also die Leute beklagen sich,
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dass alle Läden sterben, beschäulen aber alle Sachen im Internet.
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Das ist, glaube ich, einfach der Mensch.

Die Analyse ist überaus düster, die Martin Andree in seinen beiden Büchern (Big Tech muss weg! und Krieg der Medien) zeichnet. Der Kölner Medienwissenschaftler beschreibt, wie die grossen Tech-Unternehmen das Internet vereinnahmt haben und mittels Algorithmen die Meinung steuern und zu einer grossen Gefahr für die freie Meinungsbildung, den Journalismus und die Demokratie geworden sind. Ihnen ist es gelungen, sich zu einem grossen Teil gegen Kritik zu immunisieren, weil die Kritiker selbst auf die Plattformen angewiesen sind und fürchten, durch zu harte Urteile abgestraft zu werden.

Es kommt hinzu: Europa ist technologisch von den USA abhängig. Und wie sich 2025 deutlich zeigte, wird diese Abhängigkeit ausgenutzt: Die Allianz aus «Dark Tech», wie Andree sie nennt, und den Populisten in der Trump-Regierung sieht Regulierungsversuche als feindlichen Akt.

Als Fortsetzung des Nerdfunks 773 reden wir darüber, ob sich das freie Netz noch retten lässt oder ob die Vereinnahmung unumkehrbar ist. Andree ist pessimistisch und sieht die Chance bereits als gering an. Als vielversprechendsten Weg beschreibt er einen «demokratischen Aufstand Europas», bei dem der digitale Feudalismus durch demokratische Strukturen kontrastiert würden.

Wir diskutieren die Massnahmen, bewerten die Chancen und überlegen uns, ob wir uns auf eine Zukunft einstellen müssen, in der eine kleine, aber wirtschaftlich annähernd irrelevante Gegenkultur die einzige Opposition gegen die Tech-Konzerne bilden wird.

Die Links zur Episode

Beitragsbild: Hier ist sicher auch eine Pille gegen Meta-stasen drin (Roger Brown, Pexels-Lizenz).

Veröffentlicht von Matthias

Nerd since 1971.

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